Beiträge von Odenwald

    Ich habe eine interessante Website entdeckt - edit -

    Irgendwann kommt man an den Punkt, wo man sich sagt, ich habe nur das eine Leben. Natürlich liebe ich meinen Mann noch, aber ich habe mittlerweile

    erkannt, dass ihm mein Mitleid und meine Hilfe mehr schadet - weil er nämlich nie gezwungen war, an seiner Situation selbst was zu ändern.

    Alle Alkoholiker legen die selben Verhaltensweisen an den Tag - nur dachte ich immer, meiner wäre anders - weil er Monate/ Jahre nichts trank. Aber wenn es los geht,

    dann auch über Monate - meist bis der Führerschein weg war...

    Das mit dem Umbringen ist bei uns auch laufend ein Thema gewesen - Anfang September dachten wir 2x sogar, jetzt ist es soweit. Er war "nur" verschwunden, um

    zu saufen. Ich habe auch Kinder, die erwachsen sind. Mittlerweile rechnen wir mit allem - aber wir können auch nicht mehr. Hoffnung hatte ich auch immer,

    es wurde jedes Mal schlimmer. Und nüchtern haben wir den besten und liebsten Menschen der Welt vor uns! Aber der verschwindet immer mehr !

    Hallo liebes Kirschle,

    habe eben deine Beiträge gelesen und erkenne vieles wieder. Hast du mal an Trennung gedacht, oder willst du das bis zum Ende des Lebens mitmachen?

    Ich bin auch seit 35 Jahren mit einem Quartalstrinker verheiratet - übe mich gerade in Trennung - schlimm wenn man zusehen muss, wie er "immer mehr absäuft"

    LG Odenwald

    Hallo Ihr Lieben, danke für eure Rückmeldungen - tut soo gut! Hilft mir meine eigene Sichtweise beizubehalten.

    Er gibt mir immer das Gefühl, ich würde über reagieren. Unsere Kinder sind ja schon erwachsen und aus dem Haus - die sind verzweifelt, weil sie Ihren Vater an die Sucht verlieren. Die Jüngste (25 Jahre) hat sich mittlerweile bei uns an die Caritas gewandt und versucht ihren Weg zu gehen. Die Mittlere (30 Jahre) hängt besonders an ihrem Vater,

    hat auch so ein "Helfersyndrom" wie ich - versucht sich aber abzugrenzen. Unser Sohn hat Familie und keine Lust auf diesen ewigen Sch...

    Ich stehe kurz vor meinem 60sten Geburtstag - bin 35 Jahre verheiratet - und habe eine Scheißangst, was nun wird.

    Nur beruflich läuft es gut und das stabilisiert mich.

    Danke für diese klaren Worte - ich bin in meinem Gefühlschaos gefangen. Ich will nichts kaputt machen - aber eigentlich weiß ich, dass unser Leben schon ruiniert ist.

    Ich bin selbst gespannt, wie wir eine räumliche Trennung hin bekommen. Er "funktioniert" ja gerade - von daher erwartet er, dass ich mich verhalte, wie all die Male vorher :((

    Nach dem Nierenversagen von vor 2 Wochen scheint er "geläutert". Ich weiß aber selbst, dass die Situation sehr fragil ist.

    Mir tut es halt weh, ihn des Hauses zu verweisen, dass er erst vor 2 Jahren für uns gebaut hat. Er wirkt so labil auf mich.

    Solange er aber hier mit mir unter einem Dach lebt, übernehme ich automatisch die "Versorgung bzw. das Kümmern". Tut mir nicht gut.

    Mittlerweile ist er seit 2 Tagen nach 5 Wochen Klinikaufenthalt (mit Unterbrechungen - akutes Nierenversagen) wieder zuhause.

    Er ist am Boden zerstört - wegen dem Führerschein - seiner Sucht und weiß nicht wie es weitergehen soll.

    Er will nun ambulant bei der Caritas Gespräche führen und zur Kreuzbund Alkoholiker Gruppe gehen (dort ist er seit dem letzten Führerschein Entzug - geholfen hat das

    nichts, den schweren Rückfall zu vermeiden). Eigentlich wollte ich die räumliche Trennung - er will aber nicht alleine sein. Er tut mir so leid, dass er sein Leben so an die Wand

    gefahren hat - und unseres dazu - wir leiden alle. Ich bin zornig auf mich selbst, weil ich hier nicht klar genug bin, habe aber Angst, dass er sich umbringt.

    Was sagt Ihr dazu bzw. wie habt ihr euch verhalten?

    Einen Termin bei einer Anwältin habe ich gemacht - dauert noch. Hoffe nur, dass bis zur Klärung der evt. Trennung nicht unendliche Kosten entstehen.

    Ich fühle mich innerlich total lehr - weiß gar nicht mehr worauf ich Lust habe - bin auch kein Mensch, der gerne alleine verreist - mit Sorgen schon gar nicht:((

    Hallo, mittlerweile habe ich mich beruflich weiterentwickeln können, sodass ich das Haus, das wir vor 3 Jahren bezogen haben alleine finanzieren könnte.

    Aber natürlich ist alles noch verflochten - nichts läuft auf meinen Namen allein. Ja - und Geldausgaben für Anwälte und Strafen wegen Führerschein sind da.

    Ich würde mich gerne lösen, aber er tut mir irgendwie leid - wir haben so viel erlebt zusammen - Gutes - wie Schlechtes, so viel bewältigt und dass ist jetzt

    das Ende - weil er die Sucht nicht in Griff bekommt - schlimm! Ich bin ähnlich, wie er gestrickt - Arbeit - Familie - Arbeit. Viele Freizeitaktivitäten habe ich nicht.

    Bin auch unsagbar müde und traurig.

    Das Problem ist, dass er das Problem zwar erkennt, dann 10 Schritte vorwärts und 20 zurück geht. Man versucht ihn vor sich selbst zu schützen und er eskaliert trotzdem.

    Ich selbst bin schon in Psychologischer Behandlung. Aktuell - seit gestern - ist er wieder zur Entgiftung in der Klinik. Ich hatte immer die Hoffnung, dass er es in den Griff bekommt. Habe aber auch Angst, dass er alles (finanziell)was wir uns aufgebaut haben, an die Wand fährt. Allein die Strafen, wegen Trunkenheit am Steuer...

    Ich bin nunmehr 35 Jahre verheiratet. Unser Leben war nicht einfach - meine Eltern sind früh verstorben - unser Nachbar hat unsere 2 Mädels missbraucht - danach folgte

    Gerichtverhandlung - Freispruch mangels Beweisen - wir mussten wegziehen (es war mein Elternhaus) und woanders neu beginnen. Mittlerweile sind unsere 3 Kinder erwachsen und teilweise selbst Eltern. Mein Mann selbstständiger Handwerker hatte zudem Erbstreitereien mit den Geschwistern und immer seine Gefühle gern weggespült.

    Dass er schwerer Alkoholiker ist - weiß ich seit mindestens 2019 - vorher hatte ich alles auf unser schweres Schicksal und die Umstände geschoben. Er hat den Führerschein

    3x weg - 3 MPU - und immer wieder lässt er sich komplett volllaufen und setzt sich ans Steuer seines Autos. Wenn er nüchtern ist arbeitet er bis zur kompletten Erschöpfung.

    In Therapie war er immer nur, um seinen Führerschein wieder zu bekommen oder zur Entgiftung (3 Wochen Klinik) - eine mehrwöchige Suchttherapie hat er bisher nicht gemacht, weil er nicht Rentenversichert ist und seine Private Krankenkasse es wohl nicht bezahlt??

    Letze Woche kam er wieder aus der Klinik und hat schon in den nächsten 12 Stunden das Trinken angefangen - Exzessiv - endete am Donnerstag mit der Polizei, die ihn

    aus dem geparkten Auto gezogen haben - ich denke, der Führerschein ist jetzt endgültig weg - was mich auch beruhigt.

    Die Kinder und ich sind seelisch und körperlich am Ende - er klammert und will uns nicht verlieren. Im Suff beschimpft er uns aber aufs Übelste.

    Sich nach 35 Jahren zu trennen (im Grunde ist er ja ein lieber Kerl, der alles für seine Familie tut) fällt mir unsagbar schwer, weil ich dann auch weiß,

    dass er verloren ist. Freunde hat er keine, es gab nur Arbeit und Familie für ihn. Kennt jemand die Situation - und wie soll es weitergehen?:cry: