Beiträge von Elefant73

    Guten Morgen Sonnenschein,

    Das ist wirklich schlimm was Du uns Deine Kinder durchmachen müsst :((( ich denke Dein Mann hat noch viel mehr angerichtet als meiner. Ich will für uns nicht dass sie die Situation verschlimmert und ziehe deshalb die Reisleine. Ich befürchte auch dass wir uns eine neue Bleibe suchen müssen da er uns nicht in Ruhe lassen wird. Hinzu kommt noch dass er arbeitslos ist und ab nächsten Monat kein Geld mehr vom Amt bekommt da ich gut verdiene. Ich bin gespannt wieviel ich ihm zahlen muss wenn wir getrennt sind.

    Vielen lieben Dank auch für Deinen Zuspruch ❤️

    Ich wünsche Euch ganz viel Kraft und Zuversicht. Irgendwann wird alles gut uns Ihr könnt glücklich leben. Ohne diesen ständigen Psychoterror.

    Liebe Panama,

    ich danke Dir für Deinen Zuspruch. Natürlich steht mein Entschluss, diese Entscheidung war längst überfällig. Ich habe zum Glück liebe Menschen in meinem Umfeld die mir für den Fall der Fälle eine Unterkunft anbieten. Ich befürchte ebenfalls dass er die Entscheidung nicht akzeptiert und deshalb hab ich meine engsten Vertrauten informiert. Alle stehen zu mir und meiner Entscheidung. Auch in meinem Job habe ich mich meinem Vorgesetzten anvertraut. Auch dort habe ich nichts zu befürchten.

    Wie lange hast Du die Eskapaden Deines Mannes mitgetragen? Als Deine Entscheidung fiel hat er es ja auch extrem übertrieben. Gut nur dass er problemlos gegangen ist. Das es danach meistens unschön weitergeht habe ich leider schon oft gehört.

    Vielen lieben Dank Panama,

    Ich habe am 22.9. einen Termin in der Beratungsstelle. Um die Papiere kann ich mich gut kümmern da er immer sehr lange schläft.

    Den Mietvertrag haben wir beide unterschrieben. Ich hoffe dass meine Tochter und ich bleiben können. Zum Glück stehe ich mit dem Vermieter-Ehepaar in einem freundschaftlichen Verhältnis.

    Ich weiß dass der Weg nicht einfach wird, aber ich will mich nicht damit abfinden dass es immer so weiter geht. Meine Tochter und ich wünschen uns ein sorgenfreies und glückliches Leben und dass werden wir nur ohne meinen alkoholkranken und zu dem noch narzistischen Mann haben. Ich habe schon viel zu lange gewartet diese Entscheidung zu treffen. Aber besser spät als nie. Ich weiß nun dass ich ihn nicht retten kann da er nichts einsieht. Er sagt zwar dass ich mit ihm reden soll aber es bringt ja nichts, da er nicht versteht, nicht reflektiert und nichts ändert. Aktuell trinkt er seine 7. Dose Bier. Ich bin so froh wenn ich das nicht mehr mitmachen muss. Ich hoffe das ich in der Beratungsstelle Tipps erhalte wie ich es am ungefährlichsten beenden kann. Ich vermute dass ich es ihm an einem neutralen Ort mitteilen sollte. Falls er ausrasten sollte, möchte ich nicht allein mit ihm zu Hause sein. Das ist meine größte Sorge.

    Hallo in die Runde,

    ich habe lange mit mir gehadert aber als Co-Abhängige nun eingesehen dass ich Unterstützung benötige. Ich bin Anfang 50, mein Mann bald Mitte 50. Unsere Tochter ist bald 17 und arbeitet auf ihr Abitur hin.

    Ich bin nunmehr seit 26 Jahren verheiratet und der Alkohol war seitdem immer ein Thema.

    Anfangs habe ich oft und gern an den Wochenende gemeinsam mit meinem Mann gefeiert und auch gern getrunken.

    Bei ihm hat es sich dann schleichend eingestellt dass er dann auch unter der Woche getrunken hat. Meist bleibt es beim Bier aber die Menge hat sich inzwischen immens gesteigert.

    Jeden Tag Punkt 18 Uhr werden mindestens 6 x 0,5 Liter Bier getrunken.

    Es können aber auch gut und gerne noch einige Liter mehr sein, je nachdem wieviel zur Verfügung steht.

    Über die Jahre auch viele peinliche Situationen erlebt. Mit endlos Diskussionen mit aggressiven Zügen.

    Mehrfach das Thema angesprochen aber meist wird es verharmlost da es ja "nur Bier" ist. Mittlerweile schläft er abends regelmäßig im Wohnzimmer damit er in Ruhe trinken und rauchen kann. Mich widert es nur noch an. Diese ständigen Bier- Ausdünstungen, das laute Geschnarche, permanente Apnoe und reden/ schreien im Schlaf.

    Morgens öfter ne Aspirin dann ins Bett bis zum Mittag. Abends um 18 Uhr geht es von vorne los.

    Seit 1 1/2 Jahren ist er nun ohne Arbeit. Ich bin die Allein- Verdienerin.

    Vor ein paar Tagen ist er alkoholisiert spät abends verbal ausgerastet und ist meine Tochter und mich extrem laut angegangen. Zum Schluss kam er mir mit seinen geballten Fäusten sehr nahe dass wir Angst hatten dass er mich schlägt. Meine Tochter und ich waren die ganze Zeit ruhig und haben nicht zurück geschrien.

    Ich habe meine Tochter aus der Situation gebracht und musste mich um sie kümmern. Sie hat dermaßen geweint und war zutiefst verängstigt und verletzt.

    Ich habe am nächsten Tag eine unglaubliche Wut in mir gespürt. Unsere Tochter ist für ihr Alter sehr reif, zuverlässig und lieb, nie macht sie uns Kummer und dennoch wird sie so angegangen nur weil sie gerne ab und zu mal am Wochenende länger ausbleiben möchte.

    Mein Mann hat uns am Folgetag komplett ignoriert als wenn wir etwas falsch gemacht hätten. Ich hätte mir gewünscht dass er sich aus tiefsten Herzen entschuldigt aber Fehlanzeige.

    Im nüchternen Zustand ist er nett, hilfsbereit und erfüllt uns jeden Wunsch. Unternehmungen gemeinsam gibt es leider kaum. Es sei denn ich organisiere etwas dann kommt er ab und an mit. Am liebsten sitzt er zu Hause auf der Couch spielt stundenlang am Handy und abends guckt er Fernsehen.

    Ich habe bald einen Beratungstermin weil ich eine Trennung anstrebe. Ich habe allerdings große Angst dass er ausrasten und mir etwas antut. Deshalb muss ich die Trennung in Ruhe und durchdacht planen. Wir wohnen in einem kleine Haus zur Miete. Da meine Tochte und ich Haustiere haben möchten wir gerne hier wohnen bleiben. Mein Mann kann sich das Haus ohnehin nicht leisten.

    Hat jemand von Euch ähnliches durch? Wie habt Ihr die Trennung geschafft?

    Vielen Dank und liebe Grüße

    Eine Leidensgenossin