Hallo zusammen, ![]()
ich lebe seit 13 Jahren mit meinem Partner zusammen und die Mengen an Alkohol, die er (ich auch) trinkt, sind schon immer einer unserer Streitpunkte gewesen. Es trinkt bei anstrengenden anstehenden Veranstaltungen wie z.B. eine Familienfeier. Er trinkt, um sich zu belohnen. Er trinkt, um entspannter zu werden und nicht so sehr über alles nachdenken zu müssen. Er trinkt, wenn er ein Völlegefühl hat. Wenn wir feiern sowieso. Ihr sehr also, dass er immer eine Begründung hat.
Er hatte vieles durchzustehen (meine Gesundheit) und ich habe verstehen können, dass er deswegen mehr trinkt. Habe ihn verteidigt und gesagt, dass er ja viel durchgemacht hat...und das hat er auch. Irgendwann ging es auch mehr in die Richtung, dass ich mitgetrunken habe. Es war dann so weit, dass er stinkig wurde und mir ein schlechtes Gewissen machen wollte, wenn ich mal nicht trinken wollte. Er hat mir oft sogar einfach ein Getränk hingestellt.
Er hatte sehe oft Entzugserscheinungen und ich meinte, dass er ein Alkoholproblem habe. Ich selber habe es erst so spät gemerkt. Er hat das vehement abgestritten. Hat sogar eine kranke Leber...denkt aber, dass eine Leber ja alles abbauen könne. Ich habe ihm Dokumente hingelegt, wann man merkt ein Alkoholiker zu sein. Und endlich sieht er es ein. Er möchte aber nicht komplett abstinent werden sondern kontrolliert trinken. Er möchte da aber alleine hin, ohne die Hilfe eines Arztes, der ihn auch medikamentös behandeln könnte. Außerdem leidet er unter einer Angststörung, kann aber keine Tabletten einnehmen, wenn nicht nicht clean ist. Ich übernehme viele Dinge wie z.B. den Einkauf, online einige Dinge zu recherchieren und einen Plan erstellen.
Es macht mich fertig und ich muss langsam anfangen, mich zu schützen.
Viele liebe Grüße von Rhino82