Beiträge von Bendecho77

    Hi Zusammen,

    Ich wollte mal ein kleines Update geben. Ich bin jetzt seit fast 2 Monaten ohne Alkohol unterwegs und da sehr stolz drauf. Mittlerweile ist das Thema fast nicht mehr in meinem Kopf vorhanden. Was ich aber auch gefährlich finde, weil ich der Meinung bin dass dies Achtsamkeit und das Bewusstsein wichtig ist nicht leichtsinnig zu werden. Was meint Ihr dazu?
    Ich bin auch seit einem Monat bei der Suchtberatung bei der ich mich sehr wohl fühle. Mit der arbeiten wir nächste Woche meinen Antrag auf ambulante Reha durch. Worüber ich mich sehr freue. Mehr Möglichkeiten erfahren um mit meiner Sucht um zu gehen.

    euch allen alles Gute und Danke für Eure Hilfe

    Hi zusammen, hier mal ein Fazit vom Wochenende.
    Eure Posts und Hinweise bringen mich sehr zum denken, was ja gut ist. Im Moment verspüre ich weder Suchterscheinungen noch führe ich innerliche Diskussionen. Das fühlt sich gut an. Mir ist aber durch Euch bewusst geworden dass es 1. keine Selbstverständlichkeit ist und 2. es jederzeit anders sein kann.
    Ich bin am Freitag zu einem Geburtstag eingeladen gewesen. Diesen hab ich auch besucht weil ich klar und bewusst hin gehen konnte mit der nicht verhandelbaren Einstellung nix zu trinken. Diese gelang mir recht leicht aber ich verstehe auch dass mein Kopf und mein Körper nicht immer so stabil sind und dann eine solche Feier SEHR gefährlich sein kann. Somit werde dem ganzen etwas aus dem Weg gehen. Sicher ist nun mal sicher

    Danke Euch nochmals

    Ich hab ganz viel darüber nachgedacht.
    Bei mir ist aktuell die Scharm noch ein großes Thema. Somit begründe ich mein nicht Trinken mit vermehrten Migräneanfällen nach Alkoholkonsum. Also dnn wieder schwer den andren das Mitbrigen zu verbieten. Und stand jetzt komm ich gut klar damit weil ich einfach wachsam bin

    Also meine Familie ist sauber, da entstehen keine Verlockungen oder Themen. Spannend wird es da mit dem Freundeskreis. Bei dem es einfach „normal“ ist ein Bier zu trinken wenn man sich trifft. Mein Haushalt selbst ist absolut alkoholfrei. Meine Freunde wissen das auch mittlerweile. Bringen aber dann ihr Bier selber mit wenn sie mich besuchen. Hier stellt sich für mich eine Frage, wie soll ich mein Verhalten gegenüber den Freunden kommunizieren? ich habe Freunde bei denen ich weiß ich könnte ehrlich sein und mich ihnen anvertrauen. Aber auch Freunde die das dann ins lächerliche ziehen und das eher nicht ernst nehmen. (wahrscheinlich sinds dann keine Freunde)

    Außerdem schreibst Du, dass der Hauptgrund für Deine Abstinenz Deine Partnerin ist. Du hast die besten Aussichten Deine Sucht erfolgreich zu stoppen, wenn Du es nur für Dich selbst machst. Denn dann kann Dir auch nichts passieren, wenn Deine Partnerin nicht (mehr) da ist.

    Das war meinerseits falsch formuliert. Meine Partnerin war der Auslöser für den Entzug. Und natürlich ist sie immer noch der Grund zusammen mit den Kindern abstinent zu bleiben. Aber ich lerne immer mehr einfach selbst der Grund zu sein den Verzicht bei zu behalten. Es macht wenig sinn von der einen Abhängigkeit in die nächste zu rennen.


    Mein Eindruck ist das Du Deinen Rückfall auf die leichte Schulter nimmst. Das solltest Du besser nicht tun, sondern Dir genau anschauen, was dazu geführt hat und warum Du dann gleich zwei Wochen weitergetrunken hast. Wenn Du das für Dich rausfindest, verbesserst Du Deine Chancen, das so etwas nicht mehr passiert.

    Auf gar keinen Fall. Der Rückfall war mir absolut eine Lehre wachsamer und aufmerksamer zu sein. Der Körper und der Kopf testen einen mit dem Gefühl ach ein Glas Wein ist doch kein drama usw. Jetzt weiß ich was da immer wieder auf mich zukommen wird. Ich nehme den Rückfall nicht auf die leichte Schulter ich nehme diese Erfahrung und filtere mir die Warnsignale raus und werde es beim nächsten möglichen inneren verhandeln besser machen.


    Aber schon mal vielen Dank für die konstruktiven Bemerkungen und Anregungen

    beste Grüße Bendecho

    Vielen Dank für die nette Begrüßung,


    Das Thema Alleinsein ist ein sehr zentrales. Ich lerne das grade damit um zu gehen wenn niemand bei mit ist. Vor 3 Monaten verzog ich mich in mein „Loch“ nach Abschieden von Herzensmenschen (auch nur für Tage) und hab getrunken. Mein kleiner Rückfall war vor 3 Wochen. Meine Kinder verbrachten 2 Wochen der Ferien bei der Mutter (300km entfernt) Zusätzlich ein aggressives Schreiben der gegnerischen Scheidungsanwältin obwohl alles eigentlich geklärt war. Trieb mich für gesamt 14 Tage zurück zu diesem Gift. Aber ich kann mittlerweile etwas besser mit Alleinsein umgehen und will das noch weiter verbessern.

    Mir ist absolut klar dass es nur komplett abstinent geht. Ich denk es ist normal dass man innerlich Verhandlungen führt. Aber im Gegensatz zu früher kann ich mich selbst davon überzeugen dass ohne alles besser ist. Also die Frage ob es eine Option ist ist im Grunde leicht zu beantworten. Ich will es ohne schaffen, ganz klar!

    Guten Tag allerseits,

    Es ist für mich schon unglaublich hilfreich zu sehen, dass ich absolut nicht alleine bin mit dieser Erkrankung und Euch allen mein allergrößten Respekt.

    Aber mal zu mir. Ich könnte glaub ich seitenweise schreiben über mich und den Alkohol. Schreiben über Geschichten und viele Vermutungen über warum wieso und weshalb. Aber ich versuche mich mal kurz zu fassen.
    Ich bin zarte 39 Jahre alt. Selbstständig. Seit einem halben Jahr alleinerziehender Vater. Getrennt von der Ehefrau und seit mehreren Jahren (kann den Start nicht definieren) habe ich ein Alkoholproblem. Ich Lebe mit meinen beiden Kindern 7 und 10 auf einer niemals endenden Baustelle weil Zeit und dann das nötige Geld es fertig machen zu Lassen, mangelware ist.

    Ich bin seit 3 Monaten Nüchtern mit einem kurzen 14 tägigem Rückfall. ( Ich formuliere es für mich positiv)

    Ja ich habe ein riesiges Paket zu tragen. Für diese Erkenntnis brauchte ich eine Weile. Und der Alkohol diente mir als Flucht vor der Erkenntnis und vor der Beziehung zu meiner nochFrau.

    Mein Glück und mein Grund dem Alkohol den Rücken zu kehren ist meine tolle Partnerin die mir leider das Messer an die Brust setzen musste. Alleine Sie und meine Kinder sind es wert diesen weg der Abstinenz zu gehen. Und es ist so viel schöner und ehrlicher. Aber trotzdem ist mir das Risiko eines Rückfalls iim Moment sehr bewusst. Ich denke meine Geschichte im ganzen ist zu Umfangreich um das hier bei der Vorstellung ab zu arbeiten. Aber es tut mir sehr gut zu erzählen und diese Last los zu werden. Vielleicht ergibt sich hier ja das ein oder andere Gespräch.


    Vielen Dank für die Aufnahme und Euch allen alles Gute