Beiträge von marc01

    Das Gespräch verlief ziemlich ok.

    Wochenaufgabe für mich , nachdenken was leichte Wege sind und was nicht.

    Ich bin jahrelang den einfachsten aller Wege gegangen und habe mich weggeballert, soviel steht fest. Aber wie geht es weiter? In meinem Kopf sind sehr viele offene Fragen die eine Antwort verlangen, die ich mir aber zum aktuellen Zeitpunkt nicht beantworten kann.

    Was ist leicht, was ist schwer? Es ist dafür noch zu früh aber wie soll es weiter gehen?

    Meilenstein1: entgiften :thumbup:

    Meilenstein2: 7 Tage durchhalten, das ist mein nächstes Ziel.

    Und dann? Aufjeden Fall durchhalten. Aber wie gehe ich mit meinen Mitmenschen um? Ist es der leichte Weg wie hunderte Male davor um Verzeihung zu bitten, mich zu erklären und erbärmlich zu hoffen, dass diesmal alles gut ist... Oder ist es der schwere Weg für mich selbst einen Cut zu ziehen alles hinter mir zu lassen und komplett neu und den Umständen entsprechend "unbefangen" einen Neubeginn zu wagen, einen Neubeginn in ein neues Leben, eine neue Zukunft zusammen mit einem alten Marc mit neuen Stärken, Sichtweisen und Erfahrungen?

    Ich weiß es nicht, kann und möchte es auch heute nicht beantworten. Ich muss und werde darüber nachdenken.

    Guten Morgen Tag 5.

    Ich habe wirklich richtig beschissen geschlafen. Körperlich geht es mir gut, emotional bin ich ziemlich weit unten.

    Zum Glück habe ich heute ein psychologisches Einzelgespräch, wahrscheinlich liegt es auch daran und es läuft im Hintergrund ab.

    Heute ist Tag 5 in meinem neuen Leben und es hilft mir enorm eure Unterstützung zu erfahren und meine Gedanken, Empfindungen und Erfahrungen hier aufschreiben zu können. DANKE dafür <3

    Ich bin regulär eher etwas verschlossen und hätte mich in einer SHG vor Ort vor Scham niemals so weit geöffnet wie hier, woran ich definitiv arbeiten muss, weil es einfach verdammt gut tut den Druck aus dem Kessel zu lassen. Kommt direkt mit auf meine Liste der Dinge die ich mittelfristig zu ändern habe. Den ersten kurzfristigen Schritt habe ich getan und mich hier geöffnet. Ich versuche es heute im Gespräch ebenfalls. Ich bin mir sicher, dass die Tatsache alles mit mir selbst auszumachen ein Triggerpunkt für die Sauferei ist, wenn es mir zu viel wurde und ich es nicht mehr ausgehalten habe ballerte ich mich weg.

    Gefühlt 400 Tastenschläge und mir geht es etwas besser als vor dem Ersten.

    Danke

    Update

    Mein Blutdruck hat sich weiter verbessert.

    Ich habe deutlich mehr Appetit als die letzten Tage.

    Ich habe es geschafft sehr schön aufzuräumen und mich nebenbei von einigen materiellen Dingen getrennt die ich nicht benötige und mich an ein turbulentes und zerstörerisches Leben erinnern.

    Jetzt geht es raus zu einem Sparziergang, natürlich in Begleitung.

    Mir geht es wesentlich besser als gestern um diese Zeit. Das macht Mut.

    Danke für alle eure aufbauenden, ermutigenden und auch kraftspendenden Worte.

    Der Abend gestern war schwierig und anstrengend, die Nacht war ok.

    Heute ist Tag 4.

    Ich habe mal irgendwo gelesen, dass sich der Zustand des Gemüts positiv verändern kann wenn das Wohnumfeld sauber und ordentlich ist. Also werde ich heute daran arbeiten. Ich bin ein ordentlicher Mensch aber einiges ist einfach liegen geblieben. Damit habe ich eine Aufgabe und Ablenkung.

    Ich wusste schon länger, dass meine Sauferei problematisch ist, habe aber keinen Hehl daraus gemacht und keine Flaschen versteckt. Ich werde also nichts finden, alles was ich noch im Haus hatte ist seit Montag weg. Bargeld und Bankkarte habe ich freiwillig abgegeben. Einkaufen gehe ich nicht selbst aus reinem Selbstschutz.

    Ich fühle mich heute soweit ok. Im Kopf bin ich etwas klarer als gestern. Emotional geht es etwas auf und ab aber ich denke das ist normal wenn ich mich nicht betäube, zumindest fühle ich etwas und ich versuche es zuzulassen was mir das Gefühl gibt lebendig zu sein.

    Mal sehen was der Tag bringt.

    Bist du stationär?

    Danke für die Antwort. Ich mache es ambulant mit zweimal täglicher Konsultation beim Arzt.

    Nachtrag:

    Einen Termin für eine psychologische Einzelsitzung habe ich am Freitag.

    Insofern möchte ich dir jetzt nicht unbedingt gleich zum Tiefpunkt gratulieren, aber ich wünsche dir auf jeden Fall, dass er dich jetzt genauso handeln lässt, wie er mich handeln hat lassen.

    Danke. Es kann in der Tat aktuell nur noch besser werden.

    So gut der Tag anfing so elendig fühle ich mich jetzt.

    Schwindel, Übelkeit, Flashbacks. Ich habe Angst vor dem was noch kommt, heute und in Zukunft.

    Das einzige was mich kribbeln lässt ist die Tatsache, dass ich mir selbst nichts mehr in die Tasche lüge. Und wenn ich es versuche, würde ich mir selbst überhaupt noch glauben?

    Ich bin schonungslos ehrlich zu mir selbst. So schonungslos, dass ich mich bis auf die Knochen schäme was für ein ekelhaftes Etwas ich seit geraumer Zeit gewesen bin.

    Ich bin am absoluten Tiefpunkt, so erbärmlich habe ich mich nie gefühlt. Ich habe mich selbst in diese Lage gebracht und ich will nie wieder dorthin zurück. Soviel steht fest.

    Guten Morgen marc01, ich freue mich über einen guten Austausch.

    LG Michl

    Hallo, ich freue mich auch.

    Hallo Marc !

    Wie geht Dir heute ?

    L.G. Iwona

    Hallo, ich fühle mich leer, weiß aber, dass dies der einzige Weg für mich aktuell ist. Mache mir Gedanken wie ich die Nachsorge für mich angehe, denn da sehe ich für mich die größte Gefahr, ich brauche definitiv Hilfe andere Mechanismen zu entwickeln mit mir selbst klarzukommen. Aber das ist ein Thema welches ich besser in professionelle Hände lege und ich jetzt auch nicht zu Nahe an mich heranlassen möchte.

    Heute ist Tag 3.

    Dank der Medikation bin ich nachts weniger unruhig, ich bin nervlich am Ende aber die medizinische Hilfe macht es erträglich.

    Mein Blutdruck hat sich seit heute morgen ein Stück dem Normalwert angenähert. Zum ersten Mal seit Sonntag. Meine Gedanken sind im WirrWarr aber ich bin sicher, dass es in die richtige Richtung geht.

    Du machst also eine ärztlich begleitete Entgiftung?

    Du schreibst viel davon, dass Du alkoholkrank bist. Bist Du ein Alkoholiker?

    Ja, ich werde medizinisch überwacht, bekomme Medikamente und Vitamine.

    Das war so nicht geplant aber hat sich in einer akuten Situation ergeben und Stand jetzt bin ich dankbar, dass es so passiert ist.

    Ja ich bin Alkoholiker. Ich kann das Trinken nicht kontrollieren und mit dieser Erkenntnis will ich die Weichen stellen mit dem Zeug nichts mehr zu tun zu haben.

    Hallo.

    Ich bin "Marc". Ich bin Anfang 30 und ich bin alkoholkrank.

    Nach über 10 Jahren mehr oder weniger harter Trinkerei bin ich endlich, nachdem ich jetzt restlos alles verloren habe, zu der bitteren Erkenntnis gelangt ein Problem zu haben welches erkannt werden MUSS um behoben zu werden.

    Ich möchte dieses Forum primär nutzen um meinen Ballast los zu werden und vielleicht ließt es jemand und ihm wird bewusst, dass er nicht alleine auf der Welt ist.

    Ich bin alkoholkrank und heute den zweiten Tag trocken. Es ist nicht mein erster Anlauf, da ich bisher wie einige andere eventuell auch dachten ich könnte es kontrollieren... was auch teilweise funktionieren mag, wenn man nur 5 Tage in die Zunkunft schaut.

    Mein Ziel war immer der Vollrausch, jetzt weiß ich das. Am Wochenende fing es schon mit gewohnter Schlagzahl an.. ich dachte es sein ok, aber ich wollte nur den Vollrausch.

    Ich habe am Wochenende durch meine Sauferei alles verloren. Ich war wieder so fokussiert auf den Vollrausch, dass mir alles andere egal war.

    Mein gewohntes Muster... Gefühle, Schmerz, Kummer und Frust einfach im Vollrausch ertrinken. Ich hatte bereits die Erkenntnis gewinnen müssen, dass zu diesem Zeitpunkt alles hinüber war. Ich griff morgens zur Flasche und flüchtete in den Vollrausch. Ich bin alkoholkrank, jetzt weiß ich das. Könnte ich nur eine einzige Eskapade, welche Menschen welche mir im Grunde alles bedeuten, ungeschehen machen würde ich es tun.

    Ich hatte einen Zusammenbruch und ließ mich kurzfristig isolieren. Im Zuge dessen wurde mir klar wie verkrüppelt ich in der Realität bin, wie oft ich andere und schlimmer mich selbst belogen habe.

    Ich bin alkoholkrank und obwohl ich alles verloren habe gewann ich die Erkenntnis, die Einsicht, die Ehrlichkeit zu mir selbst so nicht mehr leben zu wollen.

    Ich möchte mein Leben nicht beenden aber ich möchte es so nicht mehr weiterführen.

    Die Wahrheit ist bitter aber ich stehe an einem Punkt den Schutt der letzten Jahre aufzuwühlen und nach Lösungen zu suchen. Ich wollte den Vollrausch und habe ihn mitgenommen. Meine Probleme gehen weitaus tiefer. Ich bin alkoholkrank.

    Das härteste für mich ist aktuell das ich meinen Gefühlen nicht entkommen kann und nichts im Vollrausch ertrinken will. Ich werde alles geben mich mir selbst zu stellen, jetzt, in 2 Stunden, heute Nacht und morgen früh, jeden Tag.

    Ich habe alles verloren und ich fühle mich lebendig, auch wenn es schwer auszuhalten ist.

    Soweit ein kleiner Auszug aus meinem Kapitel.

    Ich bin "Marc" und ich bin alkoholkrank.