Beiträge von Schneehase

    Gestern hat er von sich aus, als ich auf der Arbeit war, einen engen Freund um Hilfe gebeten. Der war auch sofort zur Stelle und hat ihm ordentlich die Hölle heiß gemacht. Der Freund hat ihm vor Augen geführt, was er eigentlich hier gerade aufs Spiel setzt und ihm ein Ultimatum von einer Woche gesetzt. Wenn er es bis dahin nicht selbst geschafft hat, holt er ihn ab und liefert ihn in eine Klinik ein. Das hat gewirkt.

    Ich stehe jetzt im engen Austausch mit diesem Freund. Und das gibt mir wieder Mut und Kraft. Ich fühle mich nicht mehr alleine und kann wieder nach vorne schauen.

    Heute ist es auch tatsächlich ruhig. Mein Partner nimmt die Sache scheinbar ernst. Und auch das Thema kontrolliertes Trinken ist vom Tisch.

    Ich bin mir bewusst, dass die Situation trotzdem jederzeit wieder kippen kann. Dann war es das aber für mich. Dann muss er diesen Weg alleine gehen.

    Hallo zusammen,

    ich habe ein 12-jähriges Kind und bin seit fast 4 Jahren mit meinem Partner zusammen. Seit etwas mehr als 2 Jahren leben wir zusammen.
    Alkohol war von Anfang an ein großes Thema. Er trinkt sehr gerne Wein. Bis vor etwa einem Jahr war das auch noch - bis auf wenige Ausnahmen - in einem erträglichen Rahmen. Seit Mitte letzten Jahres wird es aber immer schlimmer. Es läuft beruflich nicht so wie er es sich vorstellt, er steckt in einer schweren Depression und versucht, die negativen Gefühle mit Alkohol zu ertränken. Letztes Jahr war er nach einem kalten Entzug zu Hause in einer Suchtklinik. Das war aber eine absolute Katastrophe. Eine Weile war aber alles gut. Doch seit etwa 2 Monaten trinkt er immer mehr und wird zunehmend negativer. Dazu kommt, dass es zwischen ihm und meinem Kind immer größere Spannungen gibt. Er greift es immer öfter verbal an und wird dann auch sehr verletztend. Ich bin inzwischen ein nervliches Wrack, weil ich immer versuche, mein Kind davor zu schützen.

    Momentan ist er der Meinung, dass er es mit kontrolliertem Trinken schaffen kann. Ganz auf Alkohol verzichten ist für ihn keine Option.

    Liebe Grüße und danke fürs Zuhören