Schneehase - Hilflos - Partner zerstört alles

  • Hallo zusammen,

    ich habe ein 12-jähriges Kind und bin seit fast 4 Jahren mit meinem Partner zusammen. Seit etwas mehr als 2 Jahren leben wir zusammen.
    Alkohol war von Anfang an ein großes Thema. Er trinkt sehr gerne Wein. Bis vor etwa einem Jahr war das auch noch - bis auf wenige Ausnahmen - in einem erträglichen Rahmen. Seit Mitte letzten Jahres wird es aber immer schlimmer. Es läuft beruflich nicht so wie er es sich vorstellt, er steckt in einer schweren Depression und versucht, die negativen Gefühle mit Alkohol zu ertränken. Letztes Jahr war er nach einem kalten Entzug zu Hause in einer Suchtklinik. Das war aber eine absolute Katastrophe. Eine Weile war aber alles gut. Doch seit etwa 2 Monaten trinkt er immer mehr und wird zunehmend negativer. Dazu kommt, dass es zwischen ihm und meinem Kind immer größere Spannungen gibt. Er greift es immer öfter verbal an und wird dann auch sehr verletztend. Ich bin inzwischen ein nervliches Wrack, weil ich immer versuche, mein Kind davor zu schützen.

    Momentan ist er der Meinung, dass er es mit kontrolliertem Trinken schaffen kann. Ganz auf Alkohol verzichten ist für ihn keine Option.

    Liebe Grüße und danke fürs Zuhören

  • Hallo Schneehase!

    Willkommen in unserem Selbsthilfeforum! Leider kannst du gar nichts machen um seinen Konsum zu beeinflussen wenn er das nicht will. Du kannst aber dein Kind und dich vor ihm schützen damit es euch wieder besser geht. Kontrolliertes Trinken funktioniertin den meisten Fällen nicht wenn jemand bereits alkoholabhängig ist. Wenn du dich hier austauschen möchtest klicke folgenden Link:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    an und wir verschieben dich ins Forum zum Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Schneehase.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Gestern hat er von sich aus, als ich auf der Arbeit war, einen engen Freund um Hilfe gebeten. Der war auch sofort zur Stelle und hat ihm ordentlich die Hölle heiß gemacht. Der Freund hat ihm vor Augen geführt, was er eigentlich hier gerade aufs Spiel setzt und ihm ein Ultimatum von einer Woche gesetzt. Wenn er es bis dahin nicht selbst geschafft hat, holt er ihn ab und liefert ihn in eine Klinik ein. Das hat gewirkt.

    Ich stehe jetzt im engen Austausch mit diesem Freund. Und das gibt mir wieder Mut und Kraft. Ich fühle mich nicht mehr alleine und kann wieder nach vorne schauen.

    Heute ist es auch tatsächlich ruhig. Mein Partner nimmt die Sache scheinbar ernst. Und auch das Thema kontrolliertes Trinken ist vom Tisch.

    Ich bin mir bewusst, dass die Situation trotzdem jederzeit wieder kippen kann. Dann war es das aber für mich. Dann muss er diesen Weg alleine gehen.

  • Hallo Schneehase,

    ich bin gespannt ob er dabei bleibt und den Weg weitergeht.

    Ich bin mir bewusst, dass die Situation trotzdem jederzeit wieder kippen kann. Dann war es das aber für mich. Dann muss er diesen Weg alleine gehen.

    Das finde ich gut, so ein Plan B ist nicht verkehrt. Ich hoffe, dass er jetzt auch dein Kind nicht mehr verbal angreift.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Liebe Schneehase,

    natürlich wünscht man Deinem Partner jetzt, dass er mithilfe von Klinik Veränderungen angeht. Aber solche Weckrufe bzw Ultimaten wie der von seinem Freund haben leider oft nur eine kurze Halbwertzeit, weil sie eben von außen an den- oder diejenige herangetragen werden, statt aus der eigenen Motivation kommen, den Konsum zu stoppen.

    Erstmal wirkt das jetzt natürlich wie eine Erleichterung auch und vor allem für Dich, dass da jemand ist, der sich mit "kümmert", aber vor allem muss sich Dein Partner um sich selbst kümmern und entscheiden, wie es für ihn weitergeht.

    Ich stehe jetzt im engen Austausch mit diesem Freund. Und das gibt mir wieder Mut und Kraft. Ich fühle mich nicht mehr alleine und kann wieder nach vorne schauen.

    Ich kenne das nur zu gut, dass das eigene Wohlergehen sehr daran hängt, wie es dem Partner gerade geht, ob er Hilfe annimmt, in eine Klnik geht - was ja oft nur ein erster Schritt ist - etc. Man lebt irgendwie im Schlepptau des anderen - gab es Lichtblicke bei ihm, ging es auch für mich etwas aufwärts, aber umgekehrt war seine Talfahrt auch meine.

    Das eigene Leben kann so ganz in den Hintergrund geraten. Wichtig ist, dass es Deinem Kind und Dir gut geht. Dein Partner ist letztlich für sich selbst verantwortlich.

    Liebe Grüße

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