Beiträge von -Leonia-

    -Leonia- Nein, leider nicht. Aber ich bleibe dran. Mit mir nicht mehr.

    Gerade kamen meine Kids heim. Der große meinte: „Mama, wir sind mit dem Taxi nach Hause gekommen. Aber Papa darf wieder Auto fahren. Er fährt nur nicht mit uns, weil er gesagt hast, dass du ihm sowieso nicht glaubst.“

    Hab ihm dann im ruhigen Ton gesagt, dass ich kein Problem damit habe, wenn der Papa mit seinen Führerschein zeigt.

    Ist das nicht Wahnsinn? Wie er versucht, mich als die böse hinzustellen? Und sich nicht mal zu schade dafür ist, den Kindern ins Gesicht zu lügen. Ist doch einfach ätzend…

    Er instrumentalisiert sie, entweder es stimmt oder Dein Sohn wurde ahgehalten das zu sagen, damit Du Ruhe gibst.

    Die Kinder fangen an sich die Schuld zu geben, auch wenn sie das nicht zugeben.Das ist echt Wahnsinn, auch das das Jugendamt da nicht einschreitet.

    Und das seine Eltern ihn in Schutz nehmen ist auch klar. Wahrscheinlich ist es bei denen schon genauso, sonst wüsste die Mutter ja nicht, was da so kommt.

    Nimm meine Ex-Schwiegermutter, seit dem Tod meines Ex-Schwiegervaters blüht sie auf und sie hat sich vor Jahren sogar mal entschuldigt und gesagt, sie hat mir unrecht getan.

    Sie war selbst gefangen in diesem Teufelskreis.


    Ich weiß wie schwer das alles ist, aber auch ich kann Dir nur raten, bleib weiter standhaft. Lass Dich nicht in seine Spielchen rein ziehen.

    Es ist so perfide, dass er das alles auf dem Rücken der Kinder austrägt.

    Versuche vielleicht ein Gespräch mit einer Suchtberatung zu bekommen, geht auch online und telefonisch, hab gestern mit einer telefoniert und hab da auch jetzt einen Termin.

    Du brauchst Unterstützung und Hilfe und Deine Kinder erst Recht.

    LG -Leonia-

    Ich bin gerade etwas schockiert und auch traurig, dass es wohl Unterschiede bei den zuständigen Jugendämtern gibt. Gut mein Ex war im Rausch ja nicht nur verantwortungslos, er war auch mir gegenüber gewalttätig. Wahrscheinlich haben sie damals bei uns sofort eingegriffen.

    Und ich glaube auch, dass es wirklich erst dann zum Einschreiten kommt. Ich hab vor Monaten mit "Gewalt gegen Frauen" telefoniert, die Dame war sehr nett, aber solange er mich nicht schlägt, sollen wir zur Paartherapie (was er vehement ablehnt), oder ich soll halt einfach gehen.

    Einfach..., wenn man gesundheitlich nicht fit ist und da war ich gerade drei Wochen aus dem Krankenhaus entlassen.

    Ich finde es unmöglich, dass es kaum oder keine Hilfe gibt und sich dann gewundert wird, wenn es irgendwann heißt Femizid oder Familiendrama, oder wie in deinem Fall, alkoholisiert Unfall verursacht, Kinder....

    Aber auch ich bin da bei Dir und den anderen, alles sammeln und dokumentieren und vor allem weiter ein Auge drauf haben.

    Mehr kannst Du gerade wirkich gar nicht machen😔

    Hallo Leonia,

    Im Grunde genommen kannst du machen was du willst. Er ist abhängig und die Sucht bestimmt, was er macht. Nicht du. Klar kommen mal irgendwelche Reaktionen vom Alkoholiker, zum Beispiel dass er seinen Konsum mal kurzzeitig reduziert oder so um dich ruhig zu stellen.

    Im Grunde genommen hast du aber keinen wirklichen Einfluss darauf. Mach dir das bewusst. Es passiert nichts Grundlegendes wegen dir sondern es passiert alles nur, was die Sucht bestimmt.

    Einfluss auf irgendwas hast du nur darauf, was DU machst, was du für dich machst.

    Liebe Grüße Aurora

    Dessen bin ich mir sehr bewusst, ich denke hier werde ich missverstanden, ich will gar keinen Einfluss nehmen aktiv, nehme ihn aber egal was ich tue.

    Und ich weiß das er nichts wegen mir macht und es die Sucht ist.

    Scheinbar hab ich mich falsch ausgedrückt, mir sind sehr viele Dinge sehr bewusst


    LG -Leonia-

    Guten Morgen Leonia,

    Der Satz hört sich für mich ganz falsch an. Hör mal ganz tief in dich rein. Glaubst du das wirklich? Was hat sein aufhören mit dir zutun? Wenn er das nur für dich macht, dann wird er das nicht lange durchhalten können.
    Nach allem was du schreibst, kann ich mir nicht vorstellen, dass er einsichtig ist und ohne Hilfe eine Änderung herbeiführen kann. Da steckt er schon viel zu lange und viel zu tief drin.

    LG ☀️

    Du hast mich wohl missverstanden, der Tür nix wirklich für mich, aber wenn er gezwungen ist aufzuhören und ja in der Vergangenheit hat er auch mehrmals aufgehört wenn ich ihm gedroht hab nirgends mehr hin zu fahren. Durch die Lähmungen und auch meine Allergie war ich gezwungen mich zurück zu ziehen, weil ich vieles gar nicht mehr so lange ausgehalten hab, allergisch reagierte oder es eben nicht Rollstuhlgerecht war! Ich hab mich nicht absichtlich zurück gezogen, es blieb mir nix anderes übrig,wäre ich da mit gefahren und er wäre so Stock besoffen, wie hätte ich mich oder ihn bei uns im Haus die Treppe hoch kriegen sollen! Also war er teilweise gezwungen entweder alleine zu fahren (was er nicht gerne macht) oder zu Hause zu bleiben wo er nix trinkt.

    Wenn er also warum auch immer aufhört zu trinken, werde ich zu seinem Ventil, also kriege ich allen Stress und Ärger ab, egal von wem oder was es ausgelöst ist, er greift mich verbal an, putzt mich runter und macht mich für alles verantwortlich, bis es dann eskaliert, weil es mir auch irgendwann reicht.

    Ich weiß dass er da zu lange drin steckt und er hat definitiv keine Einsicht, der hört weder für mich noch für sich auf, er hat ja kein Problem damit, dass haben nur andere und es gibt auch viel schlimmere, er geht arbeiten, bliblablupp...

    Ich muss erst einmal meine körperliche Fitness wieder hin bekommen bevor ich ausziehen kann, dazu noch der Umstand das ich einen großen Hund hab mit dem eine Wohnung zu finden, die Nadel im Heuhaufen darstellt und ehrlich, ich werde den Hund nicht abgeben weil er seine Sucht priorisiert!

    LG -Leonia-

    So meine Buchtipps habe ich im dafür vorgesehenen Faden platziert, vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen.


    In einem Buch wurde der Tipp gegeben eine Art Logbuch (Tagebuch) zu führen, wird es zwar in fast allen Therapien, aber ich hab das ehrlich gesagt seit meiner Jugend nicht mehr gemacht, nicht weil ich nicht gewollt hätte, es gab nur ein paar unschöne Momente wo meine Tagebücher zu sehr viel Konflikten führten, weil sie von Personen gelesen wurden, für die sie nicht bestimmt waren. Egal ich hab es wieder angefangen und ja es hilft etwas mal alles nieder zu schreiben.

    Und ich selbst gab hier ja auch schon den Tipp, sie zu verbrennen, damit sie keinem falschen Menschen in die Hände fallen.

    Gestern beim letzten Spaziergang mit dem Hund kamen mir einige Gedanken zu meiner Situation und warum es wohl nicht wirklich besser geworden ist.

    Ich dachte die letzten beiden Jahre, es läge an mir, meinen Lähmungen, eben weil ich nicht wirklich fit bin und ich so nicht in der Lage war, seine Sucht zu unterstützen, dass hat mich etwas wütend gemacht, weil er ja wusste wie es um mich und meine Gesundheit steht und ich hab mir das ja nicht freiwillig ausgesucht, eine zeitlang nicht laufen zu können und eben selbst Hilfe zu brauchen. (Die dann allerdings sehr oft widerwillig geleistet wurde oder eben gar nicht).


    Ich schrieb ja es ist momentan wieder ruhig und ich hab das Gefühl es ist die Ruhe vor dem Sturm. Ist es wahrscheinlich auch, dass wurde mir schlagartig bewusst und obwohl ich viele Sachen angestoßen hab, die ich für mich mache, auch extern Hilfe suche, kam es bei diesem Spaziergang über mich.

    Ich bin wieder auf dem Weg ins alte Muster, warum mir das so schlagartig klar wurde kann ich nicht mal sagen, es war mir irgendwie total bewusst, dass ich ständig zwischen Pest (Entzug/Unfreundlich/Verletzend) und Cholera (zu Tode Saufen/Nett/Hilfsbereit) meines Partners pendle und es nicht wirklich aufhören wird.

    Ich will ihn gar nicht unterstützen, weder bei dem einen, noch bei dem anderen und trotzdem mache ich es unbewusst. Egal wie ich es mache.

    Grenze ich mich weiter von ihm ab, hört er das Trinken auf und ich werde zum Ventil seines Stresses.

    Mache ich es nicht, unterstütze ich ihn beim zu Tode Saufen, da wirklich jede Unternehmung (auch wenn es vorher anders besprochen war) in einem Saufgelage endet, er kann mit mir nichts unternehmen, wenn es nicht in irgendeiner Form mit Alkohol verbunden ist. Das ist mir aber erst vor ein paar Tagen bewusst geworden. Und das ich ihn damit und anderen Sachen in seiner Sucht unterstützt habe ohne es zu bemerken oder zu wollen, weil das gesamte Umfeld auch so tickt und die das im Prinzip jedes Mal als einmaliges Ereignis sehen, weil man ja nicht jedes Wochenende immer die gleichen Leute trifft, macht mich irgendwie traurig und wütend.

    LG -Leonia-

    Zwei Bücher zum Thema Co-Abhängigkeit die ich sehr gut finde und die vielleicht auch anderen helfen (können ja von jedem gelesen werden):

    Dr. Christine Hütterer:

    Problem: Alkohol -Alle Phasen der Krankheit -Therapie - Umfangreiche Hilfe für Betroffene und Angehörige: Wege aus der Co-Abhängigkeit


    - Das Buch beschreibt wirklich sehr gut was genau die Krankheit beinhaltet. In diversen Beispielen von Betroffenen, wird veranschaulicht, wie die Sicht des Alkoholikers ist und was genau sich unter der Co-Abhängigkeit verbirgt, dazu sind viele tolle Tipps, wie man als Co-Abhängiger wirklich unterstützen kann und selbst einen Weg findet damit umzugehen. Es gibt auch ein Kapitel in dem nochmal extra die Situationen mit Kindern beleuchtet werden, was ich sehr gut finde. Es ist wirklich an alle gerichtet, nicht nur explizit die Familie, auch Freunde, Kollegen...

    Dazu sehr viele Adressen/Webseiten wo man sich hinwenden kann und was man genau für sich tun kann.


    Bea Kleven:

    Co-Abhängigkeit

    Wie Du die zwanghaften Liebe verstehst, Dich lösen kannst in eine selbstbestimmte Zukunft gehst.

    - Selbst Co-Abhängige gewesen mit einem Alkoholkranken Mann, heute sind sie ein glückliches Paar, frei von Alkohol und Co-Abhängigkeit.

    Dieses Buch lese ich aktuell, da werde ich noch mal mehr dazu schreiben, wenn ich fertig bin.


    Ein Buch das ich mir noch runtergeladen (ich lese viel Kindle) habe:

    Dominik Fuchs

    Wenn die Sucht anklopft, 66 Mantras für kleine und große Abhängigkeiten


    Es geht generell um alle Süchte, ob es was taugt und inwieweit es helfen kann, kann ich noch nicht beurteilen, aber es hat mich irgendwie angesprochen, hab es schon länger im Auge gehabt, weil's jedes Mal als Vorschlag kam, also hab ich es jetzt mal runter geladen und Guck es mir an.

    LG -Leonia-

    Beim Räumen heute hier sind mit Unterlagen in die Hände gefallen, ich bin ja immer noch dabei meinen Raum zu gestalten und einzurichten.

    Die Beziehung zu seiner Frau sei gescheitert damals, weil sie ihr Umfeld wechseln mußte.

    Tja und heute hab ich die Unterlagen von MPU's gefunden, ihm war der Führerschein entzogen worden,wegen Trunkenheit am Steuer. Darin stand, dass nicht nur er ein Alkoholiker ist, auch seine Frau war es und es stand in der ersten, dass er nicht vor hat, seinen Zustand zu ändern. In der zweiten ein halbes Jahr später, genau das Gegenteil. Er hat auch den Führerschein wieder bekommen, aber sein Verhalten nicht geändert, es ist eher schlimmer geworden.

    Nicht das mich das noch überrascht hätte, aber das was er mir in den letzten sechs Jahren immer wieder mal an den Kopf geworfen hat, dass bekommt eine ganz andere Bedeutung und ja es macht mich gerade extrem wütend.

    Zum Einen, weil ich es nicht damit in Verbindung gebracht habe, dass er gerade auf Entzug ist, weil er lange Zeit nur höchstens einmal im Monat so extrem betrunken war, bzw. ich habs ja drei Jahre fast nicht so mitbekommen, weil ich da ja noch Schichtarbeit hatte und auch noch meine Wohnung.

    Erst als ich Einzog und dann wegen der Allergie den Job nicht mehr machen konnte, fiel es mir mehr und mehr auf, dass es jedes Wochenende so ist, zu Hause trinkt er keinen Tropfen, obwohl hier genug Rum steht, ich hab das Bier schon weg gekippt, weil's ein Jahr abgelaufen war. (Das war bei meinen Ex anders, die haben auch daheim getrunken und wurden eher blöd wenn sie zu viel hatten, vielleicht ist es mir deswegen nicht so aufgefallen)

    Aber er kam auch manchmal angetrunken heim von der Arbeit und wenn ich es angesprochen hab und ihm gesagt hab, dass ich das nicht mit mache, kam erst das ja Du hast Recht und wenn er dann aufgehört hat und es eingeschränkt hat mit der Zeit die Beschimpfungen.

    Ich ärgere mich gerade über mich selbst, weil ich das nicht eher kapiert habe.

    Egal, ich habe mir jetzt auch einen Beratungstermin bei der Suchtberatung hier in der Nähe geholt, lese weiter hier und in einem Buch für Angehörige was ich sehr gut finde, ich werde es bei den Buchempfehlungen vorstellen, falls es nicht schon da angegeben wurde.

    Ob und inwieweit mich das in meiner endgültigen Entscheidung beeinflussen wird oder mir helfen wird mit der Situation klar zu kommen, werden wir dann sehen.

    Das Wochenende war ein Paradebeispiel für das was ich hier in vielen Fäden lese und es wird mir mehr und mehr bewusst, dass es keinen anderen Ausweg gibt und ich wohl nur bleibe, weil ich noch verhandle, ob es nicht doch noch irgendwo eine Hintertür gibt.


    Mir wurde auch schlagartig klar, dass er voll auf Entzug ist, wenn er so ist wie vor ein paar Monaten und die Phasen in denen er "normal" wirkt die sind, wo er seinem Konsum fröhnen kann, er ist nämlich jetzt wieder wie immer.

    Und es hat einen faden Beigeschmack, alles was er gesagt hat, hallt in mir und mit wird bewusst, dass es wahrscheinlich nie eine wirkliche Basis gab. 😔

    Lg -Leonia-

    Ich kann es verstehen, dass Du momentan extrem aufpasst und wahrscheinlich war der Auslöser für das ausfragen, dass sie Dir erzählt haben, dass sie alleine auf dem Riesenrad waren.

    Aber und da muss ich mich hier einigen anschließen, es hätte genügt zu wissen, dass er nicht mit ihnen oben war, dass reicht alleine schon als Aufsichtspflichtverletzung aus.

    Ich verstehe auch gut, dass Du das mit dem Punsch nicht geglaubt hast. Und ich möchte Dir auch da den Rat geben, lass die Kinder da raus und gehe nicht weiter auf solche Antworten von Deinem Sohn ein.

    Ich weiß wie unglaublich schwer das fällt und man würde in dem Moment dem Mann am liebsten gar keinen Umgang mehr gewähren, aber das ist nicht Deine Aufgabe, dass regelt das Jugendamt, glaub mir, die sind bei sowas sehr hellhörig und das was bisher vorgefallen ist, reicht eigentlich schon aus.

    Ich weiß wie hilflos man sich fühlt, aber die Kinder sitzen zwischen den Stühlen und können das gar nicht beurteilen was da zwischen den Erwachsenen genau abgeht. Und bevor Dein Sohn dicht macht und sie am Ende gar nix mehr erzählen, bohr bei sowas nicht weiter nach. Sie lieben Euch beide, den Vater auch, ob er nun trinkt oder nicht, spielt keine Rolle für sie und sie merken ja auch, dass es Dich jedes Mal aufregt.

    Stell Dich nicht auf die gleiche Stufe mit ihm, lass sie Zeit zusammen verbringen bis der Termin beim Jugendamt war, dann geht eh alles seinen Gang.

    Und vermeide ihn schlecht zu machen oder eben den Kindern abzusprechen was sie gesehen haben, für sie hat er sich ein Getränk gekauft, ob nun mit oder ohne Alkohol, können beide nicht beurteilen und er wird Dir da auch nicht die Wahrheit sagen.

    Und ich finde den Tipp hier mir der Suchtberatung auch gut, vielleicht kannst Du Dir da zusätzlich noch Hilfe holen.

    Lg -Leonia-

    BOSS spricht die richtigen Sachen an.

    Du sollst ihm die Kinder nicht weg nehmen! Darum geht es auch nicht! Aber er muss eben erst einmal nüchtern sein und die Einsicht kriegen, dass sein Verhalten dazu führt eben die Kinder nicht mehr zu sehen.

    Mein Ex hat auch immer mit Jugendamt gedroht, passiert ist nie was, er war eher überrascht als die sich bei ihm gemeldet haben und wie schon gesagt, Du brauchst keine Angst vor denen zu haben, die kennen solche Geschichten zu Hauf und sind dazu da, die Kinder und auch Dich ein Stückweit zu schützen. Denn nur wenn Du stabil bleibst und Ihnen sowas nicht mehr zumutest, können sie auch irgendwann das bis jetzt erlebte verarbeiten.

    Und ja bleib bei Dir und den Kindern und halte Deine Linie.💕

    Du machst das wirklich super und irgendwann werden Deine Kinder sehr stolz auf Dich sein, glaub mir! 🫂

    Nur als kleiner Tipp, es geht wie gesagt nicht drum ihm eins rein zu drücken, auch wenn er das so sieht!

    Erzähle den Vorfall mit dem Spielzeug und alles andere auch und bitte beim Jugendamt darum, dass sie das mit zur Sprache bringen, dass er solche Sachen unterlassen soll.

    Bei uns war es damals ähnlich, er hat sich Sachen einfallen lassen und vor den Kindern mich als die Böse hin gestellt und versucht sie damit zu manipulieren.

    Es gab ein Klärungsgespräch, es wurde ein Schreiben verfasst indem er sich bereit erklärt hat, dies zu unterlassen und auch innerhalb seiner Familie solche Aktionen unterbindet, bei nicht einhalten würde der Umgang sofort komplett untersagt, damit war es dann amtlich festgehalten und es ging eben darum, wenn er weiter Terror macht oder das Kindeswohl gefährdet, das alleinige Sorgerecht beantragen zu können.

    Danach hat er sich dann gefügt, ich denke er hat bemerkt, dass es keinen Sinn macht und er damit dann alles verliert. An seinem Trinkverhalten hat es allerdings wie auch beschrieben nichts geändert.

    Es ging wie gesagt nicht um mich oder ihn, nur darum die Kinder vor Manipulation und Beeinflussen zu schützen.

    Ich war dem Jugendamt so dankbar damals, alleine hätte ich das nicht durch gestanden!

    Liebe Elara,

    ich kann es nachvollziehen und in den Momenten in denen man dieses Wachrütteln versucht denkt man eher Emotinal als Rational.

    Und ja auch ich ertappe mich hier zu Hause immer wieder, dass ich zu sehr ins Emotionale rutsche und er das verdammt noch mal doch irgendwann kapieren muss, er doch sehen muss wie es uns zerstört, so blöd kann er ja nicht sein!

    Wenn also der rationale Mensch in mir anspringt, dann spare ich mir die Mühe, den Atem, die Energie und verschwende auch keinen Gedanken mehr daran ihn bekehren oder zur Einsicht zu kriegen.

    Das soll nicht heißen, dass ich total emotionslos ihm gegenüber werde oder hart, oder es mir total egal ist, aber ich bin eher professionell freundlich und empathisch wie ich es im Job gegenüber den Patienten war die man immer wieder sah.

    Das hat mit romantischer Liebe nichts mehr zu tun, aber das muss es gerade im Moment für mich auch nicht, ihm fällt es nicht mal auf.

    Und ja es tut auch weh sich einzugestehen, dass man selbst seinen Beitrag am ganzen Dilemma trägt.

    Wir haben hier die Möglichkeit Muster, Anteile und Erkenntnisse aller Seiten und besonders die Eigene zu erkennen und zu verstehen.

    Die Alkoholiker die hier sind, trinken nicht mehr, damit sind sie meiner Meinung nach vielen Co-Abhängigen einen Schritt voraus, denn als Co steckst Du meist mitten drin und erst hier kommst Du auf den Weg, der Dich von deiner Co-Abhängigkeit befreit, nicht immer hat man direkt die Akzeptanz das man Co-Abhängig ist und nennt sich zwar so, aber wirklich Klick gemacht hat es noch nicht, sonst würde man sich ja eher aus einer solchen Konstellation lösen.

    (Ich nehme mich da nicht aus, es gehen einem beim Lesen hier so viele Sachen durch den Kopf)

    Lg -Leonia-

    Mit gingen ein paar Sachen im Kopf rum hier beim Lesen.

    Berufsbedingt habe ich viele Menschen in den Tod begleitet, ob nun mit oder ohne Krankheitseinsicht. Wir hatten immer wieder Lehrgänge, Nachbesprechungen...

    Darum kam mir beim Lesen vieler Threads Kübler-Ross in den Sinn, da es als rationale Erklärung dienen soll, sich mit dem Tod der Patienten auseinander zu setzen, wäre man bei jedem auf der emotionalen Ebene gewesen, was mitunter schon mal vor kam (gerade bei Babys , sehr jungen Patienten oder auch bei Unfällen mit Todesfolge), hätte man den Job nicht lange machen können.

    Vielleicht hilft es dem ein oder anderen hier zu verstehen, dass der/die Angehörige der dann trotz Einsicht plötzlich verstorben ist, nicht wirklich Krankheitseinsicht hatte oder einen plötzlichen Sinneswandel der den Tod hätte verhindern können, es war schlichtweg die Phase des Verhandelns, doch nicht sterben zu müssen, alles zu tun, wohl wissentlich das es dafür bereits zu spät ist.

    Bei vielen zeigt sich diese Phase in den letzten sechs Wochen vor dem Tod.

    Viele Krankheitsbilder und Therapien sind mit solchen Phasen erklärt und bei allen ist es wichtig in die letzte Phase der Akzeptanz zu kommen, weil man sonst eben die Krankheit oder Therapie nicht wirklich annehmen kann.

    Und wo ich das so schreibe, fällt mir auf, dass es auch für mich gilt, ich finde dann besser mal raus in welcher Phase ich mich wohl gerade aufhalte🙄🤷

    Lg -Leonia-


    .

    Momentan ist erst einmal Muskelaufbau angesagt, nach Physiotherapie und anschließend Reha-Sport, habe ich Anfang November das Go für das Fitnesstraining bekommen.

    Nur Unterkörper gelähmt, wäre für mich ehrlich gesagt nicht wirklich ein Drama gewesen, dann hätte ich weiter reiten können, kenne genug Rollis die im Parasport sind, aber vom Hals abwärts hat man nicht mehr so viele Möglichkeiten. 🤷😔

    Walking, Schwimmen (da aber momentan nur Rücken), Radfahren momentan nur Sitzrad, also verboten wäre alles wo es Erschütterungen geben kann, Kontaktsport, inwieweit das anders wird wenn die Muskulatur genug aufgebaut wird man sehen, es geht ja drum das nicht noch BSV entstehen über und unter der Versteifung

    Ich drücke Dich mal aus der Ferne🫂

    Ich denke es ist ganz normal, jeder geht ja mit seiner Trauer anders um. Und ja man darf solche Gedanken, Gefühle auch haben und zulassen! Vielleicht hilft es Dir ihm einen Brief zu schreiben? Oder eine Art Tagebuch an ihn, wo Du alles einmal aufschreibst was ungesagt blieb, was Dir an Gedanken durch den Kopf geht... 🤔

    Meine Kinder sind mittlerweile erwachsen, auch bei uns war es so, dass sie sagten sie hätten Spaß beim Papa. Meine Tochter ist die Ältere und auch mein Sohn ist nur mit, wenn sie auch hin ist, dass hat sich bis heute nicht geändert!

    Wir haben vor über 10 Jahren mal darüber gesprochen, meine Tochter erzählte mir von einem Vorfall als sie drei Jahre war, damals lebten wir noch alle zusammen, mein Sohn war gerade ein paar Wochen alt und sie wusste noch, dass die Stühle durchs Zimmer geflogen sind (wir hatten die Treppe zum oberen Stockwerk im Wohnzimmer).

    Ich war schockiert, weil ich glaubte, sie haben nie wirklich was mit bekommen als kleine Kinder. Dem war nicht so!

    Und sie sagten mir beide, sie wollten mich nicht beunruhigen, denn ganz oft hatten sie keinen Spaß (also als der Umgang geöffnet wurde),sie mussten in ihren Zimmern bleiben, oder wurden bei Tante oder Oma geparkt, damit er weg gehen könnte. Und sie wollten auch den Papa nicht enttäuschen, sie hatten Angst, dass er sie nicht mehr liebt wenn sie was sagen und er dann wieder nur begrenzten Umgang kriegt.

    Ich hab lange gebraucht damit klar zu kommen, was wir unseren Kindern angetan haben, er mit seiner Sucht inkl. Aggressivität und ich, dass ich nicht früher gegangen bin (ich hatte ihn schon einmal verlassen, als meine Tochter 17 Monate war), aber dann gäbe es meinen tollen Sohn vielleicht nicht.

    Der Kontakt mit unseren Kindern besteht noch, aber sie haben mittlerweile erkannt, dass er sich nie ändern wird.

    Er hat mittlerweile noch einen Sohn mit seiner neuen Partnerin, aber wie gesagt, geändert hat er sich nicht, es ist alles so wie es war🤷

    Es geht nicht dabei um anschwärzen.

    Du bist die Mutter und wenn er wegen seiner Krankheit nicht fähig ist Verantwortung zu übernehmen, dann musst Du das Jugendamt ins Boot holen. Es geht um den Unterhält der Deinen Kindern zu steht und es geht darum sie zu schützen vor der Krankheit ihres Vaters. Wenn er alleine einen Unfall verursacht ohne Fahrerlaubnis, bitte, soll er das doch tun, es reicht wenn er dabei vielleicht noch andere Verkehrsteilnehmer mit rein zieht, aber Deine Kinder!

    Das stand für mich damals nie zur Debatte, es ging nicht um mich, nicht um unsere Beziehung, es ging darum die Kinder zu schützen und abzusichern, nicht mehr und nicht weniger.

    Erst mit 12 wurden die beiden gefragt, ob sie ihren Vater auch ohne Begleitung sehen wollen, nicht von mir, vom Jugendamt und das war auch gut so.

    Glaubst Du ernsthaft deine Kinder haben ein tolles Erlebnis, wenn sie mit dem besoffenen Vater durch die Gegend fahren, ihr Euch deswegen streitet?

    Sowas hinterlässt Spuren, glaub mir das, ich bin ja selbst EKA und habe nicht umsonst das Muster immer wiederholt, auch meine Kinder haben Spuren ihrer Kindheit mit denen sie kämpfen und ja da mach ich mir heute noch Vorwürfe, dass ich sie nicht besser beschützt habe.

    Ich war heute wieder ins Fitness, da gehe ich jetzt seit dem OK vom Arzt drei mal die Woche hin um die Muskeln wieder aufzubauen. Es macht richtig Spaß.

    Ich war schon immer sehr sportlich, eigentlich war joggen immer mein Ausgleich, oder mein Pferd. Aber beides hab ich aufgeben müssen, reiten ist definitiv Geschichte, das werde ich nie wieder können, ich hatte das Pferd verkauft, weil ich ihn nicht unnütz rumstehen lassen wollte und wenn ich wirklich nicht mehr geworden wäre, wäre niemand da gewesen der ihn hätte versorgen können. Und damit sind dann auch eine Menge Kontakte weg gebrochen, unsere Stallgemeinschaft und die Besitzer wären wirklich die Besten.

    Das tut auch mächtig weh und auch das versteht mein Partner so gar nicht. Ich weiß ja wo mein Pferd ist und könnte ihn besuchen, aber das bringe ich irgendwie nicht übers Herz. Aber ich weiß, dass es ihm gut geht, dass beruhigt dann ein klein wenig.

    Mit dem Joggen ist es so ein Ding, ich hoffe irgendwann darf ich wenigstens das wieder. Das fehlt mir auch etwas, auch wenn ich mittlerweile wenigstens wieder eine Stunde schaffe mit dem Hund.


    Was tut ihr für Euch? Was habt ihr für einen Ausgleich?


    Lg -Leonia-

    Mein Gedanke dazu, ist das Jugendamt darüber informiert, zwecks Beistandschaft? Das war das erste was ich beantragte, als wir uns damals getrennt hatten, mein erster Mann, der Vater meiner Kinder, ist zwei mal gegenüber mir handgreiflich geworden, dass alleine reichte dem Jugendamt und auch dem Familiengericht, mir das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht und ganz am Anfang ihm nur einen begleiteten Kontakt zu gewähren.

    Da das Kindeswohl mit den Aktionen Deines Mannes gefährdet ist würde ich das schleunigst in Angriff nehmen, bevor etwas passiert.