Beiträge von markomaier123

    Ich hab ehrlich gesagt mit meiner Mutter abgeschlossen. Ich habe keine Wut ich weis das sie schwer krank ist. Ihr Gehirn Harnleiter Meinung auch sehr viel Schaden ertragen. Sie war vor 2 Jahren auf einer Kur und ist dort einem Betrüger rein gefallen und wollte mit uns Kindern nichts mehr zu tun haben.

    Ich weiß es hört sich verfranz böse an aber ich wäre froh wenn es rum wäre damit endlich mein Leben beginnen kann. Von klein auf richtet sich mein Leben nach ihr. Jeden Tag nach meiner Arbeit schau ich nach ihr und dem Haushalt.

    Ich weiß ich kann bspw. Nicht tagelang mit meinem Partner in Urlaub weil sonst das Chaos ausbricht.

    Hör auf nach ihr zu schauen - es klingt hart, aber so wie du ihren Zustand beschreibst - da ist der Zug abgefahren!!

    Hallo Mausezahn, das könnte fast 1:1 mein Text sein, nur dass es sich bei mir um meine Mutter handelt. Diese Hilflosigkeit, das mit niemandem sprechen können, diese Wut auf meine Mutter, wenn sie getrunken hat, die Hoffnung, mit einer Intervention etwas ändern zu können,...

    Im Endeffekt hat bei mir nur Abgrenzung geholfen (Kontakt runterfahren und nichts mehr erwarten) und die Erkenntnis, ich kann ihr nicht helfen, wenn sie nicht selbst etwas ändern will. Es gab mehrere wirklich schlimme Momente, wo ich dann explodiert bin und sie konfrontiert habe inkl. Angebot sie zu unterstützen bei einem etwaigen Entzug,... - aber nichts - da kam nichts zurück - wurde komplett wegignoriert, beim nächsten Treffen wurde getan, als wäre nie etwas passiert.

    Meinem Exfreund habe ich auch nie etwas davon erzählt, weil ich mich irgendwie geschämt habe, im Nachhinein hätte ich das aber anders gemacht - sehr gut, dass du deinem Freund davon erzählt hast!

    Du machst das schon richtig mit der Beratungsstelle. Ich würde vielleicht versuchen zusammen mit deinem Bruder einmal (!) ein Gespräch mit deinem Vater zu suchen, alles auf den Tisch zu legen, und ihm nahezulegen sich Hilfe zu suchen und ihm zu sagen, dass ihr ihr gerne dabei unterstützt - wenn er allerdings so weitermacht würdest du dir das nicht mehr mitanschauen und den Kontakt reduzieren. Mehr kannst du nicht machen. Kannst mir auch gerne per PN schreiben wenn du möchtest!

    dorothea : ihr derzeitiger Zustand ist nicht direkt dem Alkohol geschuldet, sondern sie hat eine schwere Hirnverletzung aufgrund eines Sturzes - sie war zum Zeitpunkt des Sturzes wohl auch nicht betrunken -> aber natürlich spielt der Alkohol indirekt schon eine Rolle (Schwindel, Gangunsicherheit, genereller Allgemeinzustand,...)

    Hab das Gefühl, sie hatte sich eh schon länger aufgegeben - und ich habe nichtsdestotrotz die letzten Monate alles dafür gegeben, dass sie die beste Behandlung bekommt, doch manchmal frag ich mich - warum tu ich mir das an? Wenn sie doch selbst eh keinen wirklichen Lebenswillen hat?

    Hallo! Ich bin 34 Jahre alt und meine Mutter ist seit mindestens 12 Jahren Alkoholikerin. All die Jahre habe ich immer Angst gehabt, dass sie sich zu Tode säuft - das ist zwar nicht passiert, aber es gab einen großen, gesundheitlichen Knall und sie ist in sehr schlechtem Zustand im Krankenhaus. Ich habe schon richtiggehend darauf gewartet, weil ich wusste, ewig geht das nicht mehr gut. Ich schwanke nun zwischen Wut auf diesen selbstverschuldeten Zustand und der Hoffnung, sie möge doch nochmal eine Chance bekommen. Würde mich gerne mit anderen Angehörigen austauschen!