Ja genau, gelesen.
Hab Termin bei städtischer Suchtberatung am 5. Januar, bin auch in Therapie.
was mir schwer fallen wird: Kein Alkohol zuhause, Denn meine Frau sieht nicht ein, wegen mir die Flache Wein am Wochenende aufzugeben. Versteh ich auch.
Und: Fast mein gesamtes soziales Umfeld trinkt am Wochenende. Das wäre wirklich radikal, das alles sofort aufzugeben. Ich überlege…..
Beiträge von Fortune
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Noch eine Frage: wo finde ich bitte diese Bausteine? Hab ich gestern noch gesehen😇
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Hì! Die Reaktionen gestern haben mir viel zu denken gegeben. Ich bin ja erst seit sehr kurzem dabei und habe nun knapp drei Wochen keinen Alkohol getrunken. Da bin ich Frischling. Trotzdem habe ich eure klare Kante gestern erfahren. Erschien mir, verzeiht bitte, etwas ruppig.
Ehrlich gesagt helfen mir aber die anderen Berichte im offenen Bereich sehr . definitiv spüre ich, dass die Intensität, mit der ich über Alkohol nachdenke, beziehungsweise über die Gestaltung meiner Wochenenden leider sehr mit meinem Sucht- Status korrelieren.Ich glaube, alleine drehe ich mich im Kreis. Letzte Woche saß ich mit Leuten in der Kneipe, mit denen ich sonst gesoffen habe. Ich habe die ganze Zeit Ingwer Tee getrunken und war gut drauf. also kein Gedanke daran, mitzutrinken. Was meint ihr? Was sind eure Erfahrungen?
Kann es so weitergehen? Da war so ein Gefühl: lass die anderen ruhig trinken, ich bin trotzdem gut im Gespräch und dabei. Das war auch was befreiendes. Auf der anderen Seite schiebt sich so ein Gedanke hinein: wird dir das in Zukunft reichen? Ist das wirklich schon das Optimum? Am Biertisch sitzen und nicht trinken? Beste Grüße. -
Danke, Ihr habt recht.
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Danke für die kleinen Grüße und den Kommentar. Tut gut, wenn man weiß, dass jemand mitliest. Bin jetzt bei Tag 18 oder so ohne Alk. Gedanken kreisen aber ständig drum. Habe eben eine 0,0 % Alk.Bierflasche, weg geext. Komisch, jetzt kehrt Frieden ein. Damit weiß ich.: Ich bin Alkoholiker
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Hì! Wie ist das? Bin ich jetzt freigeschaltet? Grüße
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Frohe Weihnachten
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Hallo Nayouk, danke für die rasche Antwort. Dann will ich Ross und Reiter nennen: Ich bin Alkoholiker und will dauerhaft ein abstinentes Leben führen!
Grüße -
Moin moin,
ich nenne mich hier Fortune und bin neu in diesem Forum!
Am 5.12. nach einem Fußballspiel ging ich noch in eine Kneipe, allein in eine Kneipe.Das war neu. Zu den vorher „genossenen“ 6 großen Bieren ab 17Uhr kamen also bis 23 Uhr noch zwei dazu. In der Kneipe war live-Musik. Ein Song aus meiner Jugend „put the Message in the Box“ von World Party wurde gegeben. Ich war total begeistert und wollte mit den Musikern ins Gespräch kommen:
Aus mir kam aber nur besoffener Müll. Zuhause saß dann noch mein erwachsener Sohn mit einem Freund:
Mein Auftreten war ihm sicher peinlich, das bestätigte er auch am nächsten Morgen.
Zu guter Letzt schmiss mich meine Frau noch ins Gästezimmer: „Du stinkst nach Alkohol“.
Das war für mich dann der Anlass, zum gefühlt 10. Mal zu versuchen, den Alkohol dran zu geben.
Hat bis heute auch geklappt,Tag 18 läuft. Allerdings spielt sich im inneren die ganze Zeit ein Band ab:
Du hast doch Sonntags bis Donnerstags nie was getrunken, es war doch immer nur am Wochenende, mit Freunden kann man doch mal einen heben usw. Immerhin ist Alkohol bis in viele Religionen hinein ein Kulturgetränk, viele kreative Schriftsteller , Künstler, Filmemacher etc. haben getrunken, willst Du wirklich ein verknöcherter Abstinentler werden, freudlos und langweilig?
Songs von den Hosen und Sondaschule schiessen in meinen Kopf.
Mein ganzes soziales Umfeld trinkt oder säuft, wie soll ich da rauskommen?
Im Internet und bei frühereN AA-Treffen hab ich sie gehört, die „echten“ Trinkergeschichten:Jeden Tag besoffen, Bier zum Frühstück, besoffen zur Arbeit: Nein da gehörst Du doch nicht dazu, Du trinkst nur am Wochenende.
Wirklich? Immerhin richte ich mich seit Jahren aufs Wochenende ein, dann ist Fußball , Konzert und Alkohol, die Kumpels sind geil drauf, mindestens 6,7 Bierflaschen pro Abend, 8 Mal im Rausch pro Monat. Also doch Alkoholiker?
Die Ärztin sprach von einem leicht erhöhten Leberwert. Alarmsignal? Oder reicht eine Trinkpause, wie ich sie ohnehin jedes Jahr sechs Wochen in der Fastenzeit hinbekomme.
Aber komisch: Diese Fastenzeit zu Ostern ist kein Problem, vielleicht, weil ich weiß, dass ich nach Ostern wieder loslege mit meinen 4, 5 Spezis und vor allem meinem Bruder. Ich glaub, ich sehe meinen Bruder so gut wie nie ohne Alkohol: Im Stadion, beim Konzert, auf der Straße…. Jetzt kommen schon an Tag 18 und jeden Tag absolute Verlustängste bezüglich „Alkoholspass“- Das ist meine Lage. Ich versuche Gegenstrategien zu entwickeln:Mehr Engagement in Theatergruppen (ich liebe Laientheater und noch mehr „experimentelles Theater“, vielleicht in einen Chor, vielleicht wieder mit Gitarre anfangen, ich bin der 10-Akkorde-Mann, vielleicht irgendwo engagieren? Bin kürzlich sogar in eine Partei eingetreten, aber die erste Stadtteilversammlung fühlte sich nicht gut an. Ein alter weißer Msnn unter jungen Leiten, schräg.
Dann kommt wieder die Stimme: „Du wirst nie mehr richtig Spaß haben“. Ich denke, ich bin richtig bei Euch mit meinen 55 Jahren, ist wohl Zeit, erwachsen zu werden, sagt eine andere Stimme. Wirklich???? Danke, dass ich hier mein Herz ausschütten darf, freue mich auf Reaktionen, falls möglich , Gruß F.