Hast du dir die Grundbausteine schon angeschaut?
Fortune - Wochenendtrinker
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Letzte Woche saß ich mit Leuten in der Kneipe, mit denen ich sonst gesoffen habe. Ich habe die ganze Zeit Ingwer Tee getrunken und war gut drauf.
Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, Fortune!
Hier im Forum geht es um die Sucht und wie man abstinent bleibt. Da helfen nur klare Worte, damit sie auch da ankommen, wo sie hin sollen.
Es ist nicht gut, wenn Du in einer angetrunkenen Runde abstinent dabei sitzt. Ich hätte da keinerlei Freude bei, wenn das Geschwätz immer mehr undeutlich wird. Das muss ich mir nicht geben.
Wir raten dazu im ersten Jahr alle Aktivitäten zu meiden, wo der Alkoholkonsum im Vordergrund steht.
Auch im Nachhinein kann es triggern, wenn man sich an die vergangenen "nassen" Gespräche erinnert.
Es ist am besten, wenn Du erstmal mit Menschen, die keinen Alkohol konsumieren, Deine Zeit verbringst.
Kennst Du schon unsere Grundbausteine? Nur nicht trinken reicht nicht aus!
ArtikelGrundbausteine für ein nüchternes Leben
Viele Menschen, die alkoholabhängig sind, wünschen sich, nicht mehr trinken zu müssen. Dieser Wunsch schwankt emotional – mal ist er stärker, mal schwächer und hängt oft von den Umständen ab, unter denen der Betroffene seiner Sucht nachgeht.Das Forenteam17. Mai 2021 um 16:40 Diese Grundbausteine solltest Du anklicken und lesen.
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Ja genau, gelesen.
Hab Termin bei städtischer Suchtberatung am 5. Januar, bin auch in Therapie.
was mir schwer fallen wird: Kein Alkohol zuhause, Denn meine Frau sieht nicht ein, wegen mir die Flache Wein am Wochenende aufzugeben. Versteh ich auch.
Und: Fast mein gesamtes soziales Umfeld trinkt am Wochenende. Das wäre wirklich radikal, das alles sofort aufzugeben. Ich überlege….. -
Ich glaube, alleine drehe ich mich im Kreis. Letzte Woche saß ich mit Leuten in der Kneipe, mit denen ich sonst gesoffen habe. Ich habe die ganze Zeit Ingwer Tee getrunken und war gut drauf. also kein Gedanke daran, mitzutrinken. Was meint ihr? Was sind eure Erfahrungen?
Wir empfehlen nicht aus Willkür, bestimmte Feste oder Situationen und vor allem Sauffreunde zu meiden, bei denen gesoffen wird oder früher gesoffen wurde. Gerade im ersten Jahr ist es sinnvoll, solche Anlässe bewusst zu lassen und sich ein alkoholfreies Umfeld aufzubauen.
Denn was du da machst, ist ein Ritt auf der Rasierklinge.
Erfahrungsgemäß bist du schneller wieder am Saufen, als dir lieb ist. Dein Suchtgehirn nimmt alles wahr: Reize, Situationen, Rituale. Es speichert das ab. Und irgendwann stellt es nur noch eine Frage: Wo bleiben meine Getränke?
Dann sitzt du in der Kneipe, eine Armlänge vom Glas entfernt. Ein Spruch von der Seite: „Komm schon, eins geht doch.“ Oder dein eigener Gedanke: „Ich bin stark genug, ich will ja dazugehören.“ Genau da kippt es. Das sind Erfahrungswerte. Ungeschönt, direkt, vielleicht ruppig aber ehrlich.
Wer solche Situationen unterschätzt, steht näher am Rückfall als an stabiler Trockenheit. Hier bekommst du keine Strategien, wie man sich im nassen Umfeld „irgendwie hält“. Hier werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man trocken lebt.
Wie sieht dein Zuhause eigentlich aus? Ist alles entsorgt, steht da kein Alkohol mehr rum, hast du dir einen sicheren Rückzugsraum geschaffen? Welche Hobbys hast du – oder hättest du gehabt, wenn du nicht gesoffen hättest?
Und was machst du zu genau den Zeiten, an denen früher immer getrunken wurde?Alles andere ist keine Veränderung. Nur das Glas wegzustellen oder „einfach nichts zu trinken“ reicht nicht. Wenn sich am Umfeld, am Alltag und an den Gewohnheiten nichts ändert, bleibt die Sucht, wo sie ist – sie wartet nur.
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Ich bin jetzt mehr als 10 Jahre clean und habe manche Rückfälle beobachten dürfen. Es ist mir noch nie jemand begegenet, der in der Kneipe trocken wurde. Warum? Du bist viel zu nah am Stoff dran.
Ein Rückfälliger meinte, er sei genau so stark wie Du. Als die Saufkumpanen Runden warfen griff er bei der driten oder vierten zu.
Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht. Fortune geht in die Kneipe, bis er wieder säuft, so meine Einschätzung der Situation.
Du wirst hier keine guten Ratschläge erhälten, wie Du weiterhin unter Trinkern hocken kannst. Lies Dich mal gründlich in die Grundbausteine ein. Da steht viel Wissenswertes drin.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt klingst Du für mich wie jemand, der zwar sein Problem erkannt hat, aber noch nicht so weit ist, die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Scheinbar bist Du noch nicht so weit und musst erst noch ein paar (Sauf-)runden drehen. Dies ist schade, jedoch vermeidbar.
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Denn meine Frau sieht nicht ein, wegen mir die Flache Wein am Wochenende aufzugeben. Versteh ich auch.
Warum? Ist sie selbst süchtig? Weiß sie überhaupt, dass das für dich gefährlich werden könnte? Hat sie einen realistischen Einblick, wie Sucht funktioniert, oder lebt sie noch in der Illusion von „ein bisschen Kontrolle“?
Und die unbequeme Frage zuu m Schluß . Wäre es ihr am Ende egal, wenn du wieder trinken würdest?
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