Hallo ihr,
Es sind nun über 2 Wochen vergangen in denen ich nochmal sehr viele Emotionen durchlebt habe, aber bei mir zuhause auch wieder glücklich wurde. Auf Distanz halt.
Es ist auch einiges passiert: morgen habe ich meinen ersten Termin bei der Psychotherapie. Darauf freue ich mich. Ich habe zusätzlich zu meinem Freund auch meine beste Freundin in meiner Realität eingeweiht. Es tut wirklich so gut nun mit jemanden sprechen zu können und ich bin weiterhin sehr stolz auf mich, dass ich mich priorisiere nachdem ich Jahrelang niemanden einweihen wollte. Und ich war bei der Beratungsstelle. Das war ebenfalls gut, aber zeitgleich auch verwirrend, weil es keinen richtigen und falschen Weg gibt und ich die Fäden in der Hand halte und die Balance durch mein schweigen innerhalb der „heilen“ Familie aufrecht erhalte. Sie sah auch so viel Liebe für meine Eltern und die Liebe, die zurück kommt.. Ich hab nun aber auch nochmal ganz klar verstanden, dass ich keine Verantwortung trage. Es ist die Krankheit meines Vaters. Mein Problem ist, dass ich meine Familie retten möchte. Solange ich es nicht sage, ist es für sie in ihrer Bubble nicht real = Ich rette sie. Das verknüpft mein Kopf miteinander.
das passt auch zu deinen Worten Seepandarine :
Und es kann gut sein, dass du deinen Bruder und deine Mutter nicht von deine Perspektive überzeugen kannst. Was wäre dann? Wie könntest du auch unabhängig von den beiden, für dich, gut mit der Situation umgehen?
Ich verstehe nun, dass es mir gar nicht darum geht, dass ich sie überzeugen möchte. Ich ertrage den rosanen Elefanten im Raum nicht. Das ist es, was mich zusätzlich zur Krankheit einfach so sehr belastet.
Gerade lerne ich für mich damit umzugehen indem ich mich mitteile und mir nun auch einfach Hilfe gesucht habe. Und ich gerade wieder meine Grenzen setzen muss. Zwei Einladungen meiner Eltern habe ich nun erstmal abgelehnt. Ich merke, dass ich wachse und an einem ganz anderen Punkt stehe. Auch wenn ich überhaupt gar nicht in dieser Situation sein will - aber das ist ja nunmal meine Realität. Es fühlt sich gerade besser an. In Wellen. Aber ich träume nachts leider viel von meinem Vater und der Sucht.
Und ich wünsche dir, dass du mit dir ähnlich liebevoll und besorgt umgehen kannst…
Genau so! Das wünsche ich uns allen