Beiträge von Shawn

    Hallo Foaly

    Ich hoffe dir gehts heute besser .

    Kinder können herrlich ablenken . Sei froh sie um dich zuhaben .

    Schlechter wäre es alleine zu sein . Da suhlt man sich " gerne" im Selbstmitleid und / oder kommt auf doofe Ideen .

    Mir halfen bei diesen mentalen Tiefs : Telefonieren , laute Lieblingsmusik über Kopfhörer und vor allem flotte Spaziergänge ; am liebsten im Wald .

    Da habe ich auch schon aus Frust , Selbstmitleid , Ärger , Stress usw. Äste durch die Gegend geschmissen , laut mit mir selbst geschimpft / geredet und mich halt so abreagiert . Blöde Blicke von anderen Waldgängern ignoriert .

    Alles besser als Alkohol .

    ..und natürlich ist hier auch immer ein Gesprächspartner .

    Kopf hoch - es wird wieder besser .

    Gruß von Shawn

    Hallo Foaly 88

    Unsere (Sucht)hirne sind ja nicht alle gleich gepolt .

    Jedes arbeitet bzw . verarbeitet mit unterschiedlicher Geschwindigkeit .

    Die Verzichtsgedanken werden aber auf jeden Fall weniger und irgendwann sind sie weg denn

    wurde aus dem "ich darf " nicht ein " ich brauche " nicht .

    Ich brauche keinen Alkohol um mein Leben zu leben denn er verbessert rein gar nichts .

    Gruß von Shawn

    Hallo Abstinenzler


    Ich hatte zwei Rückfälle nach jeweils jahrelanger Abstinenz .

    Die reale SHG , die sich Ende letzten Jahres leider aufgelöst hat , hatte mich von Anfang an begleitet.

    Hat mich nach meinen Rückfällen aufgefangen und motiviert weiter meinen Leben ohne Alkohol zu verfolgen .


    Nach dem zweiten Rückfall habe ich genauer hingeschaut was kann ich ändern damit es nicht zu einem dritten Rückfall kommt oder noch schlimmer zu einem endgültigen Totsaufen .

    Die bis dahin immer noch verbliebenen , dem Alkohol nicht abgeneigten "Freunde" aussortiert und konsequent alkohollastige Feierlichkeiten gemieden - ist immer noch so . Da war ich früher leichtsinnig .

    Einige Menschen in meinem Umfeld merken eine Veränderung in/ an mir und die ist positiv .

    Ich spreche mehr über meine Gefühle - egal ob sie negativ oder positiv sind . Da bekommt auch schonmal Jemand " sein Fett weg " , wo ich früher geschluckt habe , im wahrsten Sinne des Wortes.

    Ich schreibe am Ende des Tages ( meinstens ) auf , was hat mich in den vergangenen Stunden beschäftigt , was gefordert , was war schön , was war mistig .

    Ich sage heute öfter nein , wo ich früher oft ja gesagt habe , um es Irgendjemanden Recht zu machen , mich beliebt zu machen - was weiß ich aber dadurch verfiel ich oft in Stress .

    Stress ist bei mir schon immer ganz fatal gewesen.

    Familienprobleme , Differenzen mit dem Partner usw.

    Kennt ja Jeder .

    Ein ehemaliger Gruppenleiter sagte vor einiger Zeit zu mir :

    "Es gibt Tausende Gründe zu trinken aber es gibt Tausende Gründe nicht zu trinken ."

    Der Spruch begleitet mich seitdem .

    Auf einem Zettel im Portemonaise , einen an der Pinwand in der Küche und ein Din A4 Ausdruck im Schlafzimmer und ganz wichtig : im Kopf manifestiert.


    ...und als Kampf - so wie du bezeichne ich mein Leben nicht .

    Kampf waren die ersten Stunden , Tage durch die Katerstimmung gewesen .

    Danach war und ist Ruhe eingekehrt und ich hoffe das bleibt so .

    Das wünsche ich dir auch .

    Gruß von Shawn

    Hallo Lullaby

    Du hast es ja benannt was passiert wenn du dein Schamgefühl mit Alkohol betäubst .

    Du bist ganz bald wieder auf dem Level " Sowieso Alles egal " und " Alles ist leichter mit Alkohol " .

    Nein , es wird nicht leichter - das weißt du .

    Du setzt deinen Job aufs Spiel .

    In einigen Wochen spricht Keiner mehr von deinem "Auftritt " auf der Firmenfeier . Dann sind andere Personen / Vorkommnisse das Thema des "Flurfunks " .

    Du hast mit einigen Kollegen gesprochen . Diejenigen werden euer Gespräch bestimmt weitergetragen haben ( wie gesagt "Flurfunk" ) . Wenn du meinst du wirst gemieden oder es wird hinter deinem Rücken gequatscht dann sind es die , die dich schon vor deinem "Auftritt" nicht leiden konnten .


    Schadenfreude kommt für solche Kollegen immer gut .


    Aber :

    Nun ist es gut .

    Du musst nun Niemanden in den Allerwertesten kriechen .

    Passiert ist passiert .

    Schaue bitte optimistisch nach Vorne .

    Das ist der einzige richtige Weg .

    Ich weiß das ist schwer ; der Gedankenkreisel - wenn er einmal Fahrt aufgenommen hat - lässt sich schwer abstellen .

    Lenke dich dann ab . Sage dir innerlich "Stopp" .

    Ich hoffe , ich konnte dir etwas Mut machen .

    Peinliche Vorkommnisse gab es in meiner nassen Vergangenheit zuhauf und damit bin ich bestimmt nicht das einzige Forenmitglied hier.

    Gruß von Shawn

    Hallo Kyra

    Dein Beitrag ist definitiv nicht zu lang .

    Du hast ganz viel umgesetzt für eine zufriedene trockene Zukunft .

    Du hast ganz viele Vorteile des alkoholfreien Lebens benannt .

    Solche Beiträge braucht dieses Forum.:thumbup:


    Ich hatte zwei kurze Rückfälle ( jeweils ein Glas ) nach 7 Jahren und nach 5 Jahren alkoholfreiem Leben .

    Ich habe zu Anfang viel verändert - so wie du - aber nicht konsequent weiter durchgezogen .

    Der berüchtigte Schlendrian hat sich mit der Zeit breitgemacht und ich habe die Alarmzeichen nicht erkannt ; wurde leichtsinnig .

    Bleibe wachsam - dann gehts dir nicht so wie mir .

    Gruß von Shawn

    Hallo Seppel

    Der obige Betrag von Alex-aufdemWeg hätte von mir sein können .

    Nach meinem Outen trennte sich im Freundeskreis die "Spreu vom Weizen" . Es gab so Einige , von denen ich nie wieder etwas gehört habe.

    Über die verlorenen Freunde war ich nicht lange traurig und enttäuscht . Geblieben sind mir die Wertvollen und Aufrichtigen .


    Familie kann man sich bekannterweise nicht aussuchen .

    Bestimmt sind dir aber nicht alle Familienfeierteilnehmer gleich lieb .

    Ich würde mich für diese Familienfeier entschuldigen ( unpässlich / krank) und irgendwann mal später dem ein oder anderen aus der Verwandtschaft , den du wirklich magst ,den wahren Grund deines Fernbleibens mitteilen .

    Ich hoffe du triffst für dich und deine Trockenheit eine gute Entscheidung .


    Gruß von Shawn

    Hallo Abstinenzler

    Ich habe bei dir das Gefühl , du tanzt mit dem Teufel .

    Die ersten trockenen Monate habe ich alle Restaurantbesuche gemieden .

    Ausnahme war die hiesige Eisdiele . Da sind alle Eissorten ohne Alkohol und es stehen somit über den Tresen auch keine Liköre .


    Ich weiß , der Drang sich selbst zu testen ist mitunter groß und es kommen evtl . gefährliche Verzichtsgedanken auf .

    Alternative für Restaurantbesuche war für mich , die gesellige Runde nachhause einzuladen ; direkt mit der Info : hier nur Alkoholfreies .


    Vielleicht schaust du nochmal genauer hin , was solche alkoholischen Getränke auf den Tischen mit dir machen . Nicht nur im Moment sondern auch auch Stunden / Tage später .

    Gruß von Shawn

    Hallo Foaly

    Ablenkung und an der frischen Luft bewegen tut dir bestimmt gut . Ich finde die besten Gespräche finden immer in Bewegung statt.

    Du bist enttäuscht dass du wieder von vorne anfängst aber so ganz stimmt das ja nicht . Du weißt doch wie gut es dir ohne Alkohol ging ; seelischund körperlich .

    Da kommst du auch wieder hin . Du bist den Anfangsweg ja schon ein Mal gegangen . Nur irgendwann falsch und leichtsinnig in die falsche Richtung marschiert.

    Schau nach vorne , du weißt was schief gelaufen ist und kannst deine Achtsamkeit dorthin lenken .

    Stress rausnehmen sagt sich so leicht .


    Mir hilft es mich abends hinzusetzen und aufzuschreiben was war heute , wie ging / geht es mir . Was hat mich genervt , was war schön , was hat gute Gefühle ausgelöst . War der Tag für mich zu voll ? Hatte ich auch Zeit für meine Belange oder nur für die der anderen Menschen ( Familie , Beruf )

    Selbstreflexion und sei es nur für diese Aufschreibzeit , nimmt Tempo raus und hat etwas mediatives .

    Grüße von Shawn

    Hallo Foaly

    Auch ich hatte Rückfälle nach jahrelanger Trockenheit . Warum ? Ich kann es an rückblickend noch so lange von rechts nach links und zurück betrachten - es bringt mich nicht weiter .

    Ich war leichtsinnig .

    Ein Rückfall geht nicht von jetzt auf gleich . Der gärt schon länger . Irgendwas läuft unrund und schon ist das Verlangen nach " nur einem Glas " da .


    Ich schaue seit dem letzten Rückfall genauer hin .

    Bin aufmerksamer , gönne mir in Allem mehr Zeit und Raum , schreibe Tagebuch . Ernähre mich vernünftig , treibe Sport und bin umgeben von Nichttrinkern und mein Zuhause ist alkoholfrei . Ich habe die Türen geschlossen , die damals noch halboffen waren . Das berühmte Hintertürchen bleibt zu .

    Mittlerweile bin ich Mitte 60 . Bin froh dass mein Körper und meine Seele meine alkoholischen Eskapaden ( wohl) unbeschadet überlebt haben .

    Ich mache mir jeden Tag bewußt , wie schön es ist ohne Kater wach zuwerden .


    Du hast hier lange nicht geschrieben .

    Bestimmt hilft es dir , dich hier regelmäßig auszutauschen und somit auch genauer hinzuschauen .

    Ich finde es auf jeden Fall gut , dass du dich an dieses Forum erinnert hast , du den Mut hast dich wieder zu melden und über deinen Rückfall zu berichten .

    Ich wünsche dir hier einen guten hilfreichen Austausch .

    Den Anfang hast du ja gemacht.:thumbup:

    Gruß von Shawn