Hallöchen alle Miteinander,
nun lese ich schon sehr lange in diesem tollen Forum mit und habe mich nun endlich getraut, mich anzumelden.
Es geht um meinen Mann, mit dem ich nun seit fast 30 Jahren zusammen bin , 2 tolle Kinder habe und eigentlich glücklich bin, wenn der Alkohol nicht wäre.
Von Beginn an unserer Beziehung hatten wir seeehr viele unschöne Momente, die auf seinem damaligen Kontrollverlust beim Trinken zurückzuführen waren. Viele Dinge davon habe ich ihm bis heute nicht verziehen. Früher hat er jedes Wochenende bis zum Vollrausch getrunken, oft wusste er nicht wie er nach Hause gekommen ist oder wo er überhaupt war.
Dieses Verhalten hat sich auf jeden Fall geändert. Ich kann es zeitlich nicht genau sagen, vermute aber, dass er bestimmt schon seit 2-3 Jahren fast täglich trinkt. In der Woche sind es meist "nur" 1-3 Bier , am Wochenende sind es immer mehr.
Wenn wir mal zusammen unterwegs sind, oder Besuch da ist, hat er eine Trinkgeschwindigkeit, bei der keiner mitkommt.
Ich habe bereits mehrfach mit ihm darüber gesprochen, dass ich das nicht mehr toleriere und er sein Konsum überdenken soll. Er sieht hier kein Problem. Im Sommer 2025 habe ich ihm dann die Pistole auf die Brust gesetzt, dass ich mich trenne, da er genau so weiter macht, wie bisher.
Er hat dann für 7-8 Wochen komplett verzichtet. Ich hatte die Hoffnung, dass er es eingesehen hat. Seit September trinkt er nun wieder fast täglich sein Bier. Es gibt nur sehr wenige Tage, wo er mal nicht eine Flasche öffnet. Ich habe mir dann vorgenommen das Jahr 2025 zu Ende gehen zu lassen, habe ihm keine Vorwürfe etc. mehr gemacht. Er hat im Dezember deutlich mehr getrunken wie die Monate zuvor (hier waren es wochentags 3-4 Flaschen, Wochenende wieder mehr ).
Vor 14 Tagen nun habe ich ihm mitgeteilt, dass ich mich trenne. Ich werde nicht Ernst genommen. Nach wie vor ist er der Meinung er hat kein Problem, trinkt nur weil er mit sich nichts anfangen kann, unzufrieden ist, keine Freunde hat usw.
Aktuell bin ich woanders untergekommen und werde hier bis Ende Februar bleiben können, um ein bisschen Abstand zu bekommen. Gleichzeitig hoffe ich natürlich, dass er einsieht, dass er zu viel trinkt. Es ist das erste Mal in den ganzen Jahren, dass ich diesen Schritt wage.
Ich bin echt traurig, weil ich weiß, dass er die letzten Tage weiter getrunken hat.
Vielen Dank, dass es dieses Forum gibt.
Ich freue mich auf den Austausch.
Viele Grüße
Sunny