Gute Entscheidung, Toscanelli! Halt durch! Es lohnt sich!
Beiträge von Marku$765
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Ich fürchte, man kann das so pauschal gar nicht sagen. Je länger ich abstinent bin, desto weniger denke ich an Alkohol. Aber ich forciere auch gezielt meine Gedanken an den Alkohol. So erinnere ich mich an meine schlechten Zeiten und die dummen Vorfälle, die mir meine aktive Sucht bescherte. Das hilft mir dabei Rückfälle zu vermeiden.
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Hallo beast,
also ich gehe seit 2010 in eine SHG. Ich denke, ich weiß, welche Du oben mit "spirituell angehaucht" meinst. Die war jedenfalls nichts für mich. Aber wir sind alle verschieden. Vielleicht mußt Du einfach ein wenig rumprobieren.
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Ich habe mich in der ersten Zeit der Trockenheit auch so gefühlt. Das ging bei mir aber relativ schnell vorbei. Nicht alles wird automatisch gut, wenn man trocken ist - aber mit Trinken ist jedenfalls alles schlimmer.
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Vielen Dank, Elly!!!
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Hallo Elly und vielen Dank für Deine nette Antwort.
Ich habe mir die Grundbausteine durchgelesen. Ohne die gekannt zu haben, finde ich mich darin wieder. So hat sich mein Weg aus der aktiven Sucht gestaltet.
Mit dem Trinken habe ich "relativ" spät angefangen, mit 19 Jahren. Die ersten Jahre war es nur zum Feiern an Wochenenden oder im Urlaub. Im Jahre 2001 gab es dann bei mir ein traumatisierendes Erlebnis in der Arbeit. Da fingen bei mir große psychische Probleme an. Ich konnte nicht mehr mit mir selbst alleine sein. Um die Angst, die Leere und die Einsamkeit zu bekämpfen trank ich ab da eigentlich jeden Abend so zwischen zwei und vier Bier. Natürlich ist die Menge über die Jahre konstant angestiegen - das kennt Ihr bestimmt alle.
Relativ bald, so 2005, merkte ich, daß mein Trinkverhalten so nicht mehr normal ist. Aber irgendwie wollte ich es auch nicht wahrhaben. Wochenlange Abstinenzphasen haben mich immer wieder beruhigt ("Das schafft doch ein echter Alkoholiker nicht..."). Heute weiß ich natürlich, daß das ein Luftschloß war. Zu meinen psychischen Problemen kamen dann vermutlich aufgrund einer Virusinfektion ab 2005 mehrere Autoimmunerkrankungen. Mir ging es physisch immer schlechter und ich konnte kaum noch arbeiten gehen. Mein einziger vermeintlicher Verbündeter zu der Zeit war der Alkohol. Ich dachte, er gibt mir Kraft und auch mal eine Pause zum durchschnaufen.
Nach fast sieben Jahren fand man dann endlich heraus, welche Krankheiten mich plagten. Da war ich nervlich schon total am Ende. Im Winter 2013 dann der totale Zusammenbruch. Ich trank jeden Tag, oft auch den ganzen Tag. Am 6.4.13 bin ich dann in die Psychiatrie zur qualifizierten Entgiftung. Danach stationäre Reha. Seitdem nicht mehr ein Tropfen Alkohol oder andere Suchtmittel - welche mich zum Glück sowieso noch nie interessiert haben.
Jetzt bin ich aufgrund körperlicher und psychischer Erkrankungen voll berentet. Ich muß jeden Tag eine Handvoll Medikamente nehmen, doch geht es mir auf ganz niedrigem Niveau "gut". Ich bin glücklich verheiratet und habe drei Kinder. -
Hi, ich stelle mich mal kurz vor: Mein Name ist Marku$, ich bin 50 Jahre alt und seit 6.4.13 trockener Alkoholiker. Außerdem habe ich noch andere körperliche und psychische Erkrankungen (PTBS, Depris, Angst-/Zwangsstörung...).
Ich freue mich auf Euch!