Ich bin jetzt seit 3 Monaten komplett abstinent. Das Forum war und ist für mich sehr nützlich. Deshalb danke ich allen, die hier sind und mit ihren Beiträgen geholfen haben. Allen wünsche ich viel Kraft.
Beiträge von Advocatus
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Ich bin ein durch und durch optimistischer Mensch, nein, du warst nicht zu negativ, eher realistisch, ich weiß ja wie gut oder schlecht die Chancen stehen, bissl was habe ich mir inzwischen angelesen.
Auch ich kann mich als klassisch co- abhängig sehen, ich habe vieles getan um zu "helfen", habe mein Hobby (ich hab ein Pferd) vollkommen vernachlässigt aus Angst, wenn ich aus dem Stall komme, hat er wieder getrunken, hab mich zwar mit Freunden getroffen, sprechen konnte ich aber mit niemandem über die Abhängigkeit, ich wollte ja, das das Bild was andere über meinen Mann haben, aufrechterhalten bleibt, wollte ihn damit nicht beschämen. Nicht mal seine Eltern wussten es bis zur Eskalation an dem einen Tag.
Im Nachhinein, ja, ganz schön dumm, Verantwortung übernommen wo ich sie nicht hatte, aber der Strudel war da, wenn ich ihn ein bisschen mehr liebe, ein bisschen mehr helfe, dann kann er es bestimmt schaffen.
Sprechen konnte ich mit meinen Eltern und mit meiner Schwester, das hat viel gebracht und sie haben mich immer unterstützt. Ich habe aber gemerkt wie viel wohler mir ist, weil sobald mein Mann in die Klinik ging, ich auch mit meinen Freunden gesprochen habe, nicht mehr hinter den Berg halten zu müssen. Mir hat das unheimlich Entlastung gebracht. Ich kann wieder meinen Hobby nachgehen, ich habe wieder inneren Frieden.
Das mit der Trennung habe ich auch mit meinem Mann so besprochen. Es war im Prinzip mein Ultimatum. Ich will alles mit ihm, ich kann die Kraft ein Stück für uns beide aufbringen, zumal die jetzt bald 15 Wochen nicht einfach für mich waren, wir haben Haus und Hof und ich einen anspruchsvollen Job, aber wenn er den Weg geht und das alles will, dann trage ich das für die Zeit. Wenn er allerdings danach entscheidet, seine Sucht ist wichtiger, dann gehe ich. Ich hab lange mit mir gehadert ob das falsch war, das zu sagen, weil ich das Gefühl hatte, er könnte die Therapie nur deswegen machen, nicht für sich, weil er verstanden hat, weißt du was ich meine? Inzwischen denke ich, okay, wenn ich der Anstoß war, ist das gut, er hat aber auf jeden Fall verstanden. Ich glaube, wir haben eine gute Klinik ausgesucht, die gut aufgearbeitet und ihn gut vorbereitet hat. Es wird halt zeigen wie es ist wenn er aus seiner, ich nenne es liebevoll "Käseglocke" wieder zurück in die Welt kommt.
Zu meinem Plan, er ist nicht konkret, weil ich ja hoffe, das ich ihn nicht brauche, aber ich weiß das ich im Fall der Fälle sicher in meinen Gefühlen bin, ich habe alles gegeben, ich habe zu ihm gehalten in der schweren Zeit, ich habe mir nichts vorzuwerfen, mehr hätte ich nicht machen können. Und das gibt mir Sicherheit.
Ui, ein langer Text geworden, danke fürs lesen,
Pegasus

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So langsam verstehe ich die Logik hinter den Farben, hat etwas gedauert.
Das Forum ist nützlich und hilft mir.
Ich bin vollständig abstinent, seit ich hier bin. -
Nach mal vielen Dank,Dorothea
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Danke, Dorothea. In der Tat fällt mir die Orientierung hier schwer. Ich versuche es weiter
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Sorry, das verstehe ich nicht????
Was ist denn „mein Thema“ und woher kommt die Unübersichtlichkeit? -
Ich stimme zu, dauerhaft alkoholfrei ist zweifelsfrei das Ziel. DIe Formulierung „im Moment“ rührt daher, dass ich Intervalltrinker war.
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Mein Alkoholismus ist speziell: Phasen der Abstinenz, manchmal Jahre oder Monate, folgen regelmäßig Trinkphasen, die meist im Absturz enden. Deshalb fiel es mir lange schwer zu erkennen, daß ich Alkoholiker bin.
Jetzt bin ich hier und strebe dauerhafte komplette Abstinenz an.
Wem geht es ähnlich?
Austausch gesucht.
Danke -
Immer noch neu hier, bin ich von den Dialogen und den wechselseitigen Unterstützungen begeistert. Allen, die akut kämpfen, wünsche ich viel Kraft.
Ich bin im Moment alkoholfrei und fühle mich gut. -
Gut und ehrlich geschrieben. Ich wünsche viel Kraft, dass es abstinent weitergeht. Der Kampf lohnt sich, wie Du ja schon selbst merkst
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Super, liest sich gut, ist gut. Glück auf
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Guter Dialog,
Ja, man muss sich eingestehen, Alkoholiker zu sein. Erst dann kann man die Konsequenz entwickeln, die Sucht nachhaltig zu bekämpfen.
Bei mir hat das sehr, sehr lange gedauert, da ich nur phasenweise getrunken habe, mit jeweils langen oder längeren Trockenphasen, woraus ich immer wieder eine Kontrollillusion abgeleitet habe. Nach dem letzten Rückfall tue ich das nicht mehr. Ich akzeptiere die Krankheit und arbeite hat an und für totale Abstinenz.
Ich wünsche allen hier viel Kraft -
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Sorry, wie aber erkenne ich das/ den Vorstellungsbereich????
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Danke, Tapsi. Dein Post erhöht meine Motivation
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JA, ich bin Alkoholiker, liebe Elly. Ich hatte bei meiner Akkreditierung das entsprechende Feld angekreuzt.
Den letzten Alkohol (2 Gläser Sekt) habe ich am 4. Februar getrunken.
Ich freue mich auf den Austausch hier und werde mich aktiv einbringen.
Advocatus -
Selbstvorstellung Advocatus
Mein Leben mit AlkoholAlkohol hat mich etwa seit meinem 35. Lebensjahr begleitet, jetzt bin ich 75. Meine Trinkphasen waren sporadisch, Langen, Abstinenzphasen, manchmal Jahre, manchmal Monate, stehen kurze, aber heftige Alkoholabstürze entgegen
Ich habe eine überdurchschnittliche Karriere gemacht. Durch Ehrgeiz und Leistungswillen, der aus der Kindheit rührt, habe ich mich oft so ausgepowert, , das Entspannung nur noch mit Alkohol funktionierte. Dies gilt auch für emotional kritische Phasen durch eine toxische Ehe und endlose Auseinandersetzungen um das Sorgerecht.
Durch viele Gespräche mit meinen erwachsenen. 3 Söhnen ist mir in den letzten Jahren, besonders Monaten immer deutlicher geworden, wie sehr sie gelitten haben. Obwohl die Alkoholphasen jeweils kurz, aber heftig waren, haben sie die Kinder extrem belastet.Ich bin diesem Programm beigetreten und möchte mich engagieren, zum einen, um Unterstützung bei meinem Entschluss zu dauerhafter Abstinenz zu bekommen, und andererseits die Belastungen der Kinder im Dialog mit anderen Betroffenen besser zu verstehen und Lösungsmöglichkeiten zu finden
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Dank an Elly !!!
Das werde ich machen.
Ich hoffe nur, dass ich diese Stelle später wiederfinde
Gruß
Advocatus -
Frage an die Moderatoren: ist das hier die richtige Stelle oder wie sonst kann ich die Selbstvorstellung senden? In der vorgesehenen Rubrik öffnet sich leider kein Textfeld.