Guten Morgen Tabsi,gut das du dir therapeutische Hilfe gesucht hast (und auch gefunden hast) ,auch um immer mal wieder reflektieren zu können.
Ich glaube am Anfang meiner damaligen Abstinenz ,war mir auch sehr bewusst,dass ich "dran" bleiben muss,um genau diese nicht zu gefährden. Um sensibel zu bleiben.
Du schreibst" immer wieder vor Augen halten,wo ich mal war und wo ich nicht wieder hin möchte"....
Das ist etwas,was bei mir nur sehr bedingt nachwirkt. Keine großen Dramen liegen in meiner Trinkzeit. Kein Verlust von Haus und Hof,keine völlig peinlichen Abstürze vor anderen oder dadurch bedingte Schulden.....
Einerseits gut,weil das Schlachtfeld ,dass ich hinter mir gelassen habe,kleiner scheint und nicht von großer Scham anderen gegenüber besetzt ist.
Auf der anderen Seite macht sich mein Suchtgehirn genau diese Tatsache zu Nutze und versucht mit mir zu handeln...."komm,war ja nicht so schlimm. Das Haus steht ja noch"....
HALT!
Das für mich wichtige ist die Gewissheit,dass es aber gekommen wäre.
So musste ich gestern Abend schauen wie ich durch den Abend komme. Habe dolle Angst vor meinem heutigen Zahnarzbesuch(vor jedem Zahnarztbesuch!!!).
Habe versucht Realität in meine Gedanken zu bringen und mir vor Augen geführt,wie groß mein Wunsch ist mit weniger Angst zu leben. Ein bisschen hats geholfen und die Hand meines Mannes.
Aber mein Suchthirn machte echt die "ersten Aufwärmübungen".
Hätte in dem Moment nicht zb hier schreiben können. War innerlich starr vor Angst!
Das ist ganz klar ein Ding ,an dem ich noch arbeiten muss. So blieb nur mein Partner,dem ich das sagen konnte.
Es muss heute sein,da notwendig,Schluss!
Komm gut durch den Tag. LG