Beiträge von JochenA

    Gestern hatte ich meinen Arzttermin zur Besprechung meiner Blutwerte. Insgesamt ist alles in Ordnung – die Werte liegen im Normbereich. Einzige Ausnahme ist mein Vitamin-D-Spiegel, der zu niedrig ist, was laut Arzt vermutlich an zu wenig Sonnenlicht liegt. Hier soll ich künftig mit Nahrungsergänzungsmitteln nachhelfen.

    Die Leberwerte sind ebenfalls unauffällig. Memo Alkoholkonsum hat sich also nicht negativ ausgewirkt – wobei ich dazu sagen muss, dass es sich wirklich nur um ein Feierabendbier oder mal zwei gehandelt hat, also nichts Übermäßiges. Aber Alkohol bleibt Alkohol.

    Insgesamt also ein gutes Ergebnis, bis auf das Vitamin D, das ich jetzt angehen werde.

    Helmut macht es einen Unterschied ob ich Alkoholiker war und nichts mehr trinke oder ob ich einfach nichts mehr trinke?

    Das Feierabend Bier vermisse ich gerade nicht. Ich kann entweder dazu stehen und eine Cola trinken oder einfach nach Hause gehen. Ich habe jetzt auch keine Kumpels mit denen ich mich zum Saufen verabredet habe. Ich verabrede mich nun bewusst mit Menschen die meine Entscheidung respektieren oder selber nichts trinken.

    Ich konnte nicht kontrolliert trinken. Das bedeutet wenn ich mit Freunden unterwegs war, hörte ich einfach nicht mehr auf. Ich kann jetzt nicht sagen das ich einen Druck oder Zwang verspürt habe. Allerding habe ich täglich mein Feierabendbier getrunken. In Stress Situationen habe ich auch zu einem Bier gegriffen. Ist das kein Alkoholiker?

    Ich habe im Betrieb gesagt das ich momentan kein Alkohol trinke. Es wurde akzeptiert. Selbstverständlich kommt irgend einer mal und sagt komm jetzt trinken wir eins. Hier werde ich aber standhaft bleiben. Ich möchte nicht zurück und in Situationen wieder dem Alkohol verfallen.

    Guten Morgen zusammen,

    ich möchte mich kurz vorstellen: Jochen ist mein richtiger Name.

    Ich habe für mich festgestellt, dass ich eigentlich keinen direkten Druck verspüre, trinken zu müssen. Es war bei mir auch lange so, dass ich problemlos nur ein Bier trinken konnte – oder eben auch gar keines. In diesem Sinne hatte ich das Gefühl, meinen Konsum grundsätzlich im Griff zu haben.

    Was ich allerdings nicht unter Kontrolle hatte, waren bestimmte Situationen. Vor allem bei Feiern oder in stressigen Phasen fiel es mir schwer, nichts zu trinken oder rechtzeitig aufzuhören. Genau da lag für mich das Problem.

    Aus diesem Grund habe ich für mich die Entscheidung getroffen, komplett auf Alkohol zu verzichten. Nicht, weil ich immer trinken musste – sondern weil ich in bestimmten Momenten nicht zuverlässig „nein“ sagen oder stoppen konnte. Für mich ist „gar nichts trinken“ einfacher und klarer als der Versuch, es situativ zu kontrollieren.

    Jetzt stehe ich allerdings vor einer neuen Herausforderung: Wie kann ich in solchen Situationen stark bleiben? Bei uns im Betrieb wird regelmäßig ein Feierabendbier getrunken. Ich kann ja jetzt nicht einfach den Betrieb wechseln.

    Viele Grüße

    Jochen

    Ich habe Medikamente bekommen. Ich habe bis jetzt ja auch mal eine Woche nichts getrunken. Die Auseinandersetzung mit der Sucht werde ich beim Psychologen kommenden Mittwoch beginnen. Es ist eigentlich nicht mein Ziel, Arbeitsstelle, Freund und Familie auszutauschen. Muss so etwas sein? Bei jeder Familienfeier wird getrunken. Soll ich hier fern bleiben?

    Hallo, also ich war beim Arzt. Es wurde Blut abgenommen und geredet. Am Dienstag habe ich den Besprechungstermin. Aber ich habe für mich jetzt schon entschieden das ich mich als Trockener Alkoholiker bezeichne. Das habe ich heute auch schon einer Person so mitgeteilt als es darum ging ob wir ein Bier trinken. Ich werde nie mehr Alkohol zu mir nehmen. Ich würde gerne ein Bier trinken, ich liebe Bier. Ich könnte auch nur eins trinken, aber sobald dann noch Stress dazukommt, geht das nicht. Deshalb nie wieder Alkohol.

    Danke für die Antwort. Selbstverständlich bin ich bereit bestimmte Dinge zu tun. Da ich zurzeit an mir viele Baustellen habe, bin ich komplett überfordert. Kann für mich ein Entzug schädlich sein? Wenn ich ab jetzt sage, kein Alkohol mehr und ich schaffe es was kann passieren?

    Hallo zusammen,

    ich durchlebe gerade eine sehr schwere Zeit. Kurz zu mir: Ich bin 50 Jahre alt und habe bisher täglich 1–3 Bier getrunken. Da sich meine Frau daran gestört hat, habe ich beschlossen, maximal 2 Bier pro Tag zu trinken und zwei alkoholfreie Tage pro Woche einzulegen. Das habe ich drei Wochen durchgehalten. Ich zittere nicht ohne Alkohol und habe keine Entzugserscheinungen, aber ehrlich gesagt verlangt mein Kopf nach dem Bier.

    Leider hat sich meine Frau inzwischen von mir getrennt, was mich sehr belastet. Seit der Trennung konnte ich meine eigenen Grenzen nicht mehr einhalten und habe Angst, dass ich komplett abstürze.

    Ich befinde mich inzwischen in Behandlung und hatte schon eine Sitzung beim Psychologen. Nächste Woche ist der nächste Termin. Morgen habe ich einen Termin bei meinem Hausarzt, um über eine Überweisung und mögliche Medikamente zu sprechen.

    Eigentlich würde ich gerne kontrolliert trinken, weil ich Bier gern mag, aber im Moment merke ich, dass das nicht funktioniert. Deshalb überlege ich, ganz auf Alkohol zu verzichten, um mir selbst und meiner Familie nicht zu schaden.

    Meine Frage: Soll ich offen mit meinem Hausarzt über das Problem sprechen, oder ist ein Psychiater die bessere Anlaufstelle? Kann ein Forum wie dieses mir überhaupt helfen, oder brauche ich professionelle Unterstützung?

    Ich bin für jeden Rat und jede Erfahrung dankbar.