Ich habe es ja oben schon ein bisschen beschrieben,
dass ich immer wieder Phasen schon gehabt habe, in denen ich auf Alkohol verzichtet habe. (17.Tag nüchtern), (ich habe keinen Suchtdruck gehabt bisher )…Aber diesmal fühlt es sich viel realer an. Ich nehme das jetzt noch klarer wahr. Ich weiß diesmal extrem wie wichtig die Abstinenz für mich ist. Und vielleicht sieht mein Partner auch, wie gut es mir geht…vielleicht ist das ja auch eine Motivation für ihn…(?!).
Es ist trotzdem irgendwie schwer, jeden Tag mein ‚eigenes Ding‘ zu machen. Ich meine nicht gegenüber mir selbst, sondern Ihm gegenüber.
Ich habe natürlich auch einen anderen Schlaf-Wach-Rythmus als er und wenn ich zu anderen „normalen“ Zeiten wach bin, schaut er mich aus dem Halbschlaf an und fragt was ich da mache. Sauer kommt er mir dann auch ein bisschen vor. Ich bin schon immer leise und versuche ihn nicht zu wecken.(Wir sind immer noch in der Hausbauphase und haben nur einen Raum) Und wenn ich einschlafe, steht er auf, schaut fernsehen und weckt mich manchmal auch, weil er nicht weiß oder versteht, dass ich einen normalen Schlaf brauche. Deshalb komme ich manchmal nur auf 5h Schlaf die Nacht und das nichtmal am Stück. Beim Einkaufen fragt er meistens auch, ob ich mir noch was zum Trinken mitnehmen will, das habe ich in den letzten 3 Wochen aber immer abgelehnt. Er sagt dazu weiter nichts, außer manchmal dass mich ein bisschen ja nicht gleich ‚umbringt‘. Er weiß eigentlich dass ich keinen Alkohol ‚vertrage’. Wir haben auch schon oft in der Vergangenheit über meinen Konsum gesprochen, weil ich , wenn ich getrunken habe(es musste nicht mal bis zum Rausch kommen) immer extreme Stimmungsschwankungen bekomme oder vorhandene hormonellbedingte Schwankungen extrem verstärkt haben, genauso wie ich dann voll eifersüchtig und paranoid geworden bin. Wir haben sehr viel gestritten. Und am nächsten Tag wusste ich nur noch zu ca.25% was los war. Das war und ist auch der Hauptgrund, warum ich keinen Alkohol mehr trinken will und kann.
Ich will meine wieder neu erlangte Gesundheit und das Bewusstsein nicht verlieren! Ich hoffe ich schaffe das! Am meisten habe ich Angst, dass ich nur aus Streitvermeidung wieder was trinke!
Beiträge von Steevie
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Eine Frage an alle , die gerne antworten möchten! ☺️
Was macht euch glücklich? Was motiviert euch?
Mich motiviert es, ausgeschlafen Nächte zu haben, Die Kraft meinem Körper fit zuhalten, die Zeit Dinge zutun, für die ich betrunken keine Zeit hatte(weil ich schon am schlafen war).
Mich macht es glücklich, dass ich endlich verstehe das ich meine Zufriedenheit selbst in der Hand habe, mich macht es glücklich, jeden Tag die Möglichkeit zu bekommen über mich hinauszuwachsen. -
Hallo Berry !
Mich würde interessieren, ob du nach nüchternen Tagen positive Empfindungen hast.
Mich motiviert das immer, wenn ich eine erholsame Nacht hatte, frisch aufstehe und normalen Appetit habe und weiß, mir geht es nur gut, weil ich nichts getrunken habe.
Wie ist das bei dir? -
Das habe ich mir auch gerade gedacht! 😉 ich denke es ist immer wichtig es positiv zu sehen und auch zu formulieren. Ich sehe es eher als Transformation und eine Möglichkeit mich selbst endlich wieder zu finden.
Alles gute Amun ! -
Ja das stimmt, das ist nicht leicht.. Von mir hast du vollsten Respekt, dass du das so gut meisterst! Ich finde es auch schön, dass dein Mann stolz auf dich ist und ihr einen Weg findet zusammenzusein, trotz den verschiedenen ‚Entscheidungen‘.
Es sind nun diesmal (wiedereinmal) 13 Tage, die ich GELEBT habe, und die haben sich echt gut angefühlt! Ohne Suchtdruck,weil ich ( wie du Lebensmut74 ) die schönen Seiten im Leben endlich wieder genießen kann!Ich wünsche hier jedem-vorallem die, die sich auch noch erst am Anfang des Kapitels befinden-dass wir jeden Tag sehen, wieviel das Leben zu bieten hat und wieviel wir verpassen würden, wenn wir nicht nüchtern wären.
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Hallo Lebensmut,
Wie war das bei dir? Wie konntest du und kannst standhaft bleiben? Konntest du von jetzt auf gleich aufhören oder gab es Rückschläge dadurch das dein Mann den Schritt nicht schafft?
Wie bist du damit umgegangen?Liebe Grüße
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Vielen Dank, Nayouk!
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Ich sehe mich auf jeden Fall als Alkoholiker und möchte ein dauerhaftes freies abstinentes Leben anstreben! Ja!
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Ich wäre sehr dankbar mich in beiden Bereichen einbringen zu dürfen und auch von beiden Seiten wertvolle Tipps zu erhalten.
Ich kann beide Seiten sehen und verstehen. -
Hallo Nayouk!
Ob ich mich eher als Alkoholiker oder Co-Abhängig sehe, ist schwer zu sagen. Das regelmäßige Trinken von mir und meinem Partner hat vor ungefähr 9 Jahren angefangen.
Seit ca. 4 Jahren kämpfe ich schon mit meinem eigenen Konsum. Mit wechselnden Phasen von Abstinenz zwischen 3 Tagen und 2 Monaten und Phasen von unkontrolliertem Konsum. ( einmal angefangen, schwer wieder aufzuhören. ) Nun ist heute der 8. Tag abstinent.
Das Problem ist , dass ich mit meinem Partner in diese Abhängigkeit geraten bin, er aber noch nicht den Punkt erreicht hat und vielleicht auch nicht erreichen kann, sich vom Alkohol zu lösen.
Manchmal habe ich dann doch wieder mitgetrunken , um das er sich selbst nicht alleine vorkommt. ( Ich weiß…total kontraproduktiv!) In anderen Momenten , wo ich ohne Alkohol gut klarkomme ( Abstinentsphase) , kontrolliere ich, wieviel er trinkt, versuche mit ihm darüber zu sprechen, ihm Unterstützung zuzusichern usw…. Ja , und so fällt mir die eigene ‚Trockenheit ‚ schwer. Gleichzeitig mache ich mir sehr große Sorgen um meinen Partner! -
…und habe mich hier angemeldet! Ich bin Alkoholkrank und Co-Abhängig! Nach Jahrelangem Trinken mit meinem Freund habe ich entschieden auf Alkohol verzichten zu wollen. Meinem Freund fällt diese Entscheidung jedoch viel schwerer als mir … somit bin ich in einer doppelten Position: Co-Abhängig und Alkoholkrank.
Mir ist es sehr wichtig meine Erfahrungen zu teilen, ich wäre auch sehr dankbar über hilfreiche Informationen.
(Aktuelle durchgehende Abstinenz: 8 Tage)