Um es dir einfacher zu machen höre auf die Ratschläge der älteren, z.B. Carl Friedrich Tip, alles was aussieht, riecht oder schmeckt wie Alk ist ein No-Go, halte dich am Anfang wirklich von allem fern wo du früher konsumiert hast, Orte, Ereignisse usw.
Mich triggert z.B. Balsamicoessig überhaupt nicht, auch Essiggurken nicht. Das kann aber natürlich bei jedem anderst sein, ein dummes Erlebnis war für mich ein Tiramisu was meine Frau mit den Kindern gekauft hatte, da war Alk drin und letzten Sommer hab ich eine Gin Tonic Dose mit 0,0 % gekauft was mich auch tierisch getriggert hat, das war saudumm.
Ansonsten finde ich es für mich aber überhaupt nicht schwer, ich hab noch nie Pralinen mit Alk gemocht, beim Essen sind es die Soßen worauf ich achten würde wenn ich auswärts essen gehe.
Zuhause könnten dir Gläser ein Problem werden, Wein und Biergläser usw. die stehen bei uns noch im Schrank aber mich triggert es nicht und bald ziehe ich um und da gibt's das dann nicht mehr.
Wie auch schon geschrieben sollte das Haus/Wohnung am besten Alkfrei sein, du tust dir keinen Gefallen wenn in deiner unmittelbaren Umgebung getrunken wird. Hab keine Angst, sei einfach vorsichtig und schau halt besser zweimal hin. Ich hab mir das am Anfang schwer gemacht und wollte "die anderen" nicht einschränken oder meine Regeln verhängen. Es ist aber gerade am Anfang sehr wichtig lieber ein bisschen zuviel zu machen als wieder...
Das dauert alles seine Zeit, ich hab lange gesoffen und hatte seit meiner Jugend schon einen kritischen Umgang mit Alkohol, das kann sich nicht in ein paar Wochen alles umstellen und wird uns bis zum Ende begleiten, wir müssen damit leben. Es kann aber auch alles sehr schön werden wenn du nicht mit der Faust in der Tasche durchs Leben läufst und nur anderen beweisen willst das du es kannst, der Spruch oder die Weisheit wird dir hier noch öfters über den Weg laufen 😉 ist von Hartmut und dieser Spruch hat mir zu denken gegeben.
Es ist wahr du musst es für dich akzeptieren und mit dir deinen Frieden machen und nicht für oder wegen anderen, nicht wegen der Kinder, der Frau oder sonst wem, sondern für Dich. Wenn du das geschafft hast wird alles einfacher, für mich war ist es zumindest so. Ich bin nicht mehr gerne mit trinkenden Menschen zusammen und das ist nicht gespielt, es stört mich und wenn ich es vermeiden kann dann mach ich das inzwischen auch.
Ich merke Menschen schon nach zwei Schlücken an wie sie sich verändern, das Gesicht, die Art zu reden und halt die Fahne, wieso soll ich mir das noch geben? Ich bin jetzt 54 Jahre alt und das ist mein erstes Mal das es geklappt hat, ich fühl mich zur Zeit richtig wohl, das wird natürlich nicht immer so bleiben, das Leben ist ja kein Ponyhof aber ich weiß daß ich nie wieder saufen will und dafür muss ich halt was tun, einfach nicht unvorsichtig oder übermütig werden.
Auf jeden Fall sehr gut das du dir Hilfe suchst 8,5 Monate sind ja schon eine sehr lange Zeit das es aber nicht zu einer Pause wird musst du noch ein paar Dinge verinnerlichen, Alkoholfreies Bier mit saufenden Freunden in die Disko usw. darauf hätte ich gar keine Lust mehr, mach dir darüber auch mal Gedanken.
Gruß R/no
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Hallo R/no
Danke für deinen Text! Das hilft mir! Tiramisu, Alkohol aus Gläsern oder Pralinen mit Alkohol mochte ich auch nicht in der Vergangenheit. Habe lediglich Bier aus Flaschen getrunken. Auch bei Essiggurken habe ich bis heute noch nicht an Alkohol gedacht und kein Problem.
Problem habe ich, wenn ich sehe, wie andere Bier trinken (Biergarten, obwohl ich da selbst nie war) und bei dem Geruch von Haarspray. In der Disco hatte es mich nicht gestört, da war ich mit der ganzen Realität beschäftigt, alles mal so live zu sehen, wie Menschen werden können mit Alkohol.
Ich habe von meinem Alkohol alles aus dem Haus entfernt. Und ja, mir erging es auch so, weil ich dachte "es ist ja der Alkohol meines Kindes". Aber es klingt alles sehr logisch. Ich hatte gestern erst ein schlechtes Gewissen als er seine Feiergetränke weg brachte zum Freund, weil er nun sich ändern muss wegen mir. Aber es ist der bessere und vor allem sicherere Weg.
Bei mir war es auch vom ersten Schluck ab an, dass ich keinen Stopp bemerkte. Viele Jahre war mir nicht mal bewusst, dass das außergewöhnlich ist und andere immer bei relativ "klarem" Verstand waren. Ich konnte mich am nächsten Tag nie erinnern, so meine ich.
Ich möchte einfach ein gesundes Leben führen. Das ist mir wichtig. Der Körper braucht Kraft und Energie, auch dafür, wenn mal andere Krankheiten kommen sollten. Ein gutes Immunsystem ist mir wichtig. Und vor einer Zeit stand ich mal kurz vor dem Krebs. Das hat mich bzgl. Ernährung etc. umdenken lassen. Aber auch, was ich meinem Kind vorlebe.
Ich war vor einigen Wochen in der Diso. Ich war schlichtweg entsetzt, wie viele herumtorkelten, lallten, Blödsinn redeten. Das empfand ich sehr unangenehm, sogar abstoßend. 2 meiner Freunde/Bekannten stürzten ab, mit einer setzte ich mich mit einem Wasser in den Außenbereich. Da war es angenehm und schön. Ich habe im Anschluss dann gesagt, dass ich da nicht erneut hin möchte und zu 2en den Kontakt beendet, weil die beiden (so wurde mir im Anschluss klar) immer übermäßig trinken.
Das alkoholfreie Bier habe ich einer Freundin mitgegeben. Vor dem Forum wusste ich nicht, dass das ein Problem sein kann. Bin aber sehr froh, dass es nun weg ist und ich es weiß.
Ich hatte es mir besorgt, weil ich nicht so "auffällig" sein wollte. Ich dachte, ich hätte dann eher meine Ruhe vor "Sei kein Spaßverderber", "trink doch wenigstens einen", "du kannst das Auto ja stehen lassen und es morgen hier abholen" etc.
->mir wurde klar, dass die, die trinken, ein Problem haben, wenn man nicht mittrinken möchte. Das finde ich sehr anstrengend. Habe nur gesagt, dass ich aber nicht trinken werde und fahre. Eine rollte die Augen u. für den Rest war es ok. Es waren eher lockere "Freunde/Bekannte", keine engen guten Freunde. Lediglich meine beste Freundin und mein Kind wissen es und mein Arzt. Zur Familie habe ich vor einigen Jahren den Kontakt abgebrochen.
Ich bin froh hier zu sein. Danke an alle!