Beiträge von Tobina

    Ich vermisse die wirklich schönen Zeiten mit ihm sehr. Es war sehr intensiv und interessant. - edit, bitte keine Details über ihn schreiben - aber der Alkohol und seine Veränderung dadurch hat unsere wirklich gute Zeit immer mehr überschattet.

    Ich habe mich so gut in seiner Nähe gefühlt, er war mein Herzensmensch, ich konnte zeitweise nicht genug von ihm bekommen und ihm ging es genauso. Wir waren wie zwei Magnete, wie zwei passende Puzzleteile.

    Das macht eine eigentlich notwendige Trennung so schwierig und die selbstschützende Loslösung auch.

    Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich das Offensichtliche nicht sehen konnte, oder nicht sehen wollte. Weil ich die Warnungen meiner Tochter nicht ernst genommen habe und weil mein Ex es immer wieder geschafft hat einen Keil zwischen mir und meinen drei Kindern zu treiben. Wir haben uns oft über die " Fehler" meiner Kinder gestritten und ich musste mich zwischen den Bedürfnissen die Ex an mir hatte und die der Kinder zerreißen.

    Auch da war er egoistisch, er wollte mich, wenn er hier war nur für sich. Ich war von seinen tollen Eigenschaften geblendet und konnte vor rosaroter Brille nicht mehr klar wahrnehmen.

    Er pendelte ständig zwischen Ausland und Deutschland, sodass ich,wenn ich zu sehr von der Situation hier gestresst war, eine Pause hatte und das dann doch alles OK fand und ihn trotz seiner Unfairheit, seines ständigen Alkoholkonsums und Kiffens weiter geliebt habe und nur seine tollen Eigenschaften sah.

    Jetzt schäme ich mich meiner extrem selektiven Wahrnehmung und dass ich meine Kinder im Stich gelassen habe, obwohl wir so eine innige Beziehung haben. Ich verstehe nicht, dass ich meinen Ex , jedenfalls die schöne Zeit mit ihm , so vermisse, obwohl er mir insgesamt nicht gut tat.

    Hallo, ich möchte mich hier vorstellen.

    Ich habe mich vor 3 Wochen von meinem alkoholkranken Partner getrennt, 3 Tage vor unserer Hochzeit. Einerseits bin ich jetzt sehr erleichtert, nachdem ich auch hier gelesen habe, wie zerstörerisch und hoffnungslos eine Beziehung zu einem Alkoholiker ist, der sich keines Problems bewusst ist und ständig Fremd Zuschreibungen vornimmt, andererseits schäme ich mich über meine Blindheit und Naivität, obwohl ich lebenserfahren und gebildet bin.

    Mir fällt es gerade sehr schwer, die Selbstachtung zu bewahren. Besonders meinen erwachsenen Kindern gegenüber habe ich ein sehr schlechtes Gewissen.