Tut mir sehr leid, Aennie, dass es bei dir so gelaufen ist.
Bei mir hieß es beim ersten Versuch: "Das ist nur Hysterie" wegen Kinderwunsch
Dann waren es die Hormone und dann der Stress nach der Geburt. Der Alkohol war es nie...
Tut mir sehr leid, Aennie, dass es bei dir so gelaufen ist.
Bei mir hieß es beim ersten Versuch: "Das ist nur Hysterie" wegen Kinderwunsch
Dann waren es die Hormone und dann der Stress nach der Geburt. Der Alkohol war es nie...
Alles klar, die Suchtberatung leitet mich bestimmt durch den Prozess 👍 Wenn ich nur bekennende Alkoholikerin sein muss, geht das. Die Diagnose bekomm ich ja bis jetzt noch nicht
Ich war von März 24 bis April 26 trocken
Danke für die Tipps. Suchtberatung+ Hausarzt + Evtl. Psychiater werden sicher helfen
2 Jahre. Okay, ich weiß, das ist relativ. Dann gehe ich wohl am besten zum ersten Mal zur Suchtberatung
Stimmt... Wegen Zweiterem könnte ich es probieren. Danke, Rennschnecke
Was verwirrt euch denn so?
Die Kur bekomm ich nicht bezahlt... Bin wegen meiner PTBS in Behandlung, kann mich gut ums Kind kümmern und laufe wegen meiner langen Trockenphase und guten Werte bei den Ärzten nicht unter "Alkoholikerin".
Optionen hab ich aber: Z.B. zu Freunden oder den Eltern. Oder eben selbst eine Kur bezahlen, dann halt unter dem Aspekt der Erziehungshilfe. Wobei die eigentlich für sehr überforderte Eltern ist, so sehe ich mich nicht. Ich könnte höchstens die Begründung anbringen, die Mutter-Kind-Bindung zu stärken
"Mir kommt es vor, als ob er jetzt deine Trockenheit genauso wie deine nasse Zeit vorschiebt, und als Grund nimmt, um dich und die Beziehung schlecht zu machen, obwohl es vielleicht ganz andere Gründe sind."
Ganz genau so seh ich das auch. Ich werde es morgen nochmal versuchen, vielleicht komme ich ja zu den eigentlichen Problemen... Aber meist mauert er.
Vielleicht hab ich auch irgendwann keine Lust mehr, nachzuhaken
Mein Partner hat mir gesagt, dass er nicht mal mehr zu einem klärenden Gespräch nach dem Streit gestern bereit ist. Sich gemeinsam hinsetzen und Fernsehen, das würde er noch machen.
Im Moment bin ich safe und morgen sieht bestimmt alles schon anders aus, aber was macht ihr in solchen Situationen (z.B. Trennung), wenn ihr gerade versucht, trocken zu bleiben?
Vielen Dank!!
Jetzt mal ne rein praktische Frage: Womit putzt ihr? Für mich riecht irgendwie jedes Putzmittel nach Alk
Tabsi und Rennschnecke , ich bin echt froh, hier mit Leuten reden zu können, die mich verstehen. Beim Einkaufen gestern hab ich mir extra jemanden mitgenommen, um auf Nummer Sicher zu gehen. Und einen weiten Bogen um die Getränkeabteilung gemacht, wie schon empfohlen.
Nein, so ein Partner macht mich auf Dauer nicht glücklich. Um eine Trennung durchzuziehen, dazu noch mit kleinem Kind, bin ich allerdings noch nicht stabil genug.
Und ich sehe auch nicht ein, darauf meine Energie zu verschwenden. Abstinenz ist wichtiger. Ich fokussiere mich auf's Trockensein. Zum Glück lässt er mich dann einfach in Ruhe. Räumliche Trennung muss erstmal reichen.
@absti: nicht nur doof, sondern es fällt halt auf ihn selbst zurück. Er ist ja kein Alkoholiker und hat totzdem zahlreiche Fehler gemacht in all den Jahren. Und ich halte sie ihm nicht vor. Denn das ist unfair und kleinlich.
Tabsi und die anderen: Ich bin ehrlich, kurz hat sich das Saufhirn wieder gemeldet und gesagt, ich solle den ganzen Ärger einfach wegsaufen. Dann hab ich es aber gemerkt und ein gesunder Trotz kam auf: Wieso sollte ich meine Erfolge gerade jetzt kaputt machen? Wieso sollte ich wieder mich kaputt machen und noch dazu meinem Partner noch mehr Material liefern? Mach ich nicht. Es ist mein Leben. Ich bin nicht perfekt, aber zumindest meine Abstinenz wird immer fester.
Hab es sogar geschafft, der Familie zu vermitteln, was ich will. Einfach in keine Location, die Bier, Wein oder Brau im Namen hat. Wie für Kinder erklärt, aber das haben sie gerafft 😅
Es ist ja auch viel einfacher die Schuld auf andere zu schieben, … dann brauche ich nicht bei mir selbst gucken.
Was machen denn solche Schuldzuweisungen mit Dir und Deinen Gefühlen?
Ich glaube, ich verstehe Janes Punkt mit der Kommunikation. Die hätten wir schon viel früher verbessern und lernen sollen, dazu hatten wir 10 Jahre Zeit und waren auch in der Paartherapie. Hat aber nix geholfen. Ich bin sehr interessiert an gewaltfreier, wertschätzender Kommunikation. Er leider nicht. Er knallt Aussagen hin und fertig.
Dass man mit mir in der nassen Zeit nicht reden konnte, ist korrekt. Aber jetzt bin ich trocken und werde es bleiben.
Das Paradoxe ist nur, dass mir jetzt Dinge aus der Zeit vor der Alkoholerkrankung vorgeworfen werden. Und die Schuld an unseren damaligen Problemen gibt er meinem Rückfall, der ja erst dieses Jahr war.
Diese Schuldzuweisungen führen dazu, dass ich mich hilflos und klein fühle. Und unfair behandelt. Ich hab lange Zeit ein normales Leben geführt, bis ich erkrankt bin. Jetzt tut er so, als ob das nie so gewesen wäre. Und er tut auch so, als könne ich eh kein besseres Leben in Zukunft führen, wäre immer noch nass und würde gar nix verbessern. Dabei spiegelt mir der Rest meines Umfelds und ihr ja auch, dass es aufwärts geht.
Du hast aber auch einen Nerv bei mir getroffen... Genauso kommt es mir mit meinem Partner vor. Alles Schlechte wird gesammelt, ggf. auch von vor Jahren.
Wenn ich das bei ihm machen würde, wäre ich nachtragend und kleinkariert. Bei mir ist es legitim, weil ich ja so eine böse Alkoholikerin bin. Dabei werde ich seit ich trocken bin auch jeden Tag besser. Und auch durchsetzungsfähiger. Und Erfolge wegen kleingeredet.
Auf einmal an Allem Schuld...
Ich hab das in den vergangenen Tagen schon öfter beobachtet... Auf einmal ist mein Alkoholismus Schuld an Allem, was ihm nicht gefällt/ bei ihm nicht geklappt hat. Sogar Sachen von vor 2 Jahren, als ich in meiner längsten Trockenphase war, werden mir vorgeworfen. Z.B. dass er was bei uns im Haus nicht repariert hat etc.
"alles wegen deiner Sauferei". Kennt ihr sowas und wenn ja, wie geht ihr damit um?
Ich wünsche dir auch von Herzen gute Besserung! Denk daran: Heute und in Zukunft hast du wegen deines Magens einen dauerhaften Grund mehr, trocken zu bleiben. Ich kenn jemanden, der hat sich mal bei einer Routine OP eine Hepatitis B zugezogen und darf nie mehr trinken. Aus Präventionsgründen. Ich will jetzt keine Krankheit schönreden, dazu bin ich selbst zu chronisch betroffen. Und man muss auch ohne Beschwerden trocken bleiben (wollen). Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.
Da du wieder von vorne anfängst ist das Saufhirn wieder extrem präsent und gierig. So wars bei mir.
Ja, das ist ne gute Beschreibung. Ich würde noch "laut" hinzufügen, weil sich solche Gedanken irgendwie in meinem Kopf lauter anhören.
Zum Thema alkoholfreie Location: Da hilft uns das restliche Gehirn zum Glück: Wenn man diesen Wahrnehmungsfilter hat, sieht man "nur noch" alkfreie Orte ![]()
Auch mal was Schönes und ein positives Beispiel: Sind heute in eine Location geraten, die früher noch ein Biergarten war, heute aber für alle Gelegenheiten offen ist. Kein Alk im Verkauf oder beworben, weder auf Schildern noch auf Bierdeckeln. Zapfanlage stillgelegt und ganz hinten im nicht begehbaren Teil der ehemaligen Kneipe verschwunden. Es gab ein "Fest des Lebens" einer größeren Gruppe mit Musik, Gespräch, Kunst und null Sauferei.
Das stimmt mich gerade sehr zuversichtlich. Wenn der Kontext und die Einstellung stimmen, muss Alkohol gar nicht erst Thema werden.