JEB - Vorstellung

  • aennie , wir sind hier eine Selbsthilfegruppe und der eigentliche Kern ist, eigene Erfahrungen auszutauschen. Wenn dich dieser Thread triggert oder aufregt, dann kannst du ihn auf "Ignorieren" setzen, aber nehme bitte keine Vermutungen oder Analysen vor.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo zusammen!

    Hatte heute endlich einen Termin bei einem neuen Psychiater. Er hat sich viel Zeit genommen für eine umfassende Anamnese. Organisch ist zum Glück alles in Ordnung. Laut ICD-10 stuft er mich als "zeitweise problematische" Trinkerin ein. Mein Medikamentenplan wurde überarbeitet und wir haben über Trigger und Strategien zum Trockenbleiben gesprochen.

    Allgemein fühle ich mich ganz gut aufgehoben.

  • Ja, er sieht mich nicht als Alkoholikerin. Das ist aber eine rein technische Einordnung, z.B. wegen der weiteren Behandlung und der Medikamente.

    Mein Trockenbleiben hat er voll befürwortet, auch gefragt, was ich schon dafür tue, mir zu dieser virtuellen aber auch einer echten SHG geraten. Auch die Medikation ist so verändert worden, dass das Suchthirn leiser wird.

    Gefreut hat sich mein anderes Hirn über eine weitere Ressource, die mich unterstützt

  • 2 Liter Bier pro Tag und diese Einordnung? Das ist doch nicht "zeitweise"? Ich kenn mich mit den Einstufungen und Zuordnungen nicht aus, aber das kommt mir komisch vor. Hauptsache, du hast die Erkenntnis gewonnen, dass du Alkoholikerin bist.

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Als aktuell trockene Alkoholikerin, die alles tun wird, um trocken zu bleiben. Das habe ich dem Arzt auch so kommuniziert. Und solange er mir dabei hilft, bin ich froh, noch mehr Unterstützung zu bekommen.

  • JEB

    Dass sich hier ausschließlich bekennende Alkoholiker austauschen, ist dir vielleicht aus dem Vorstellungsbereich noch bekannt. Deshalb ist mir deine Einordnung auch so wichtig.;)

    Für mich gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen missbräuchlichem Trinken und Alkoholabhängigkeit: Beim Missbrauch steht das problematische Trinkverhalten im Vordergrund. Beim Alkoholiker kommt die Suchtmechanik mit dem Zwang zum Trinken dazu.

    Missbrauch ist problematisches Verhalten. Alkoholismus ist Sucht.

    Und genau darauf ist diese Selbsthilfegruppe ausgerichtet. Hier tauschen sich Menschen aus, die aufgrund ihrer Alkoholabhängigkeit abstinent leben müssen, nicht Menschen, die lediglich eine Zeit lang zu viel oder problematisch getrunken haben.

    Deshalb fragte ich da so genau nach. Es geht nicht um ein "Etikett" sondern darum, ob dieser Austausch überhaupt der richtige für dich ist.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

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