Beiträge von Brombeere

    ich bin weiblich, 62 Jahre alt und mir ist schon seit ungefähr 5 Jahren klar, dass es mir am besten geht, wenn ich gar keinen Alkohol trinke. Ich liebe das klare Gefühl im Kopf und dass ich viel besser schlafe und morgens frisch aufwache.

    Trotzdem bekomme ich immer wieder nach 2-3 Tagen oder 2 Wochen oder manchmal auch 7 Wochen (das war dieses Jahr die längste nüchterne Zeit) die Idee, dass es doch toll wäre, was zu trinken. Während ich mit der Idee kämpfe, werde ich innerlich total unruhig und dann gehe ich los und kaufe mir eine Flasche Wein und trinke sie und dann manchmal noch Reste von Cognac o.ä., die ich eigentlich zum Kochen da hatte. Eigentlich weiß ich schon davor, dass es mir total leid tun wird.

    In Gesellschaft habe ich in den letzten Jahren nur noch sehr selten was getrunken. Nach außen bin ich schon länger die, die nichts trinkt. Ich lebe in einem sehr engen ländlichen Raum. Hier wird viel getrunken und man muss sich dauernd rechtfertigen und sich viele alkoholverherrlichenden Sprüche anhören. Damit komme ich mittlerweile aber zurecht.

    Jedesmal wenn ich wieder was getrunken habe, nehme ich mir vor, mir endlich Hilfe zu suchen. Jetzt habe ich mich schon mal hier her getraut. Ich habe am Donnerstag das letzte Mal was getrunken. Ich bin Alkoholikerin (das fällt sehr schwer zu schreiben) und ich möchte endlich für immer abstinent leben.