Beiträge von Gudi

    Hi Step!

    Ich hoffe, du hattest einen schönen Urlaub.

    Ich bin noch ganz neu hier und gerade mal 12 Tage ohne Alkohol. Ich möchte einfach, dass du weißt, dass DEINE Geschichte, mir jetzt schon geholfen hat. Du bist also nicht nur hier um selbst zu lernen, sondern auch, um deine Erfahrungen weiterzugeben. (Da wo du jetzt bist, muss ich erstmal hin kommen. Step by step ) Ich habe beim Arzt ähnliche Erfahrungen gemacht, wie du. Ein ungläubiger Blick, ein verlegenes Lächeln und die Aussage: "Neee... bei ihnen ist schon alles in Ordnung. Trinken sie einfach in Zukunft weniger." Diese Reaktion von Medizinern scheint gar nicht so selten zu sein.

    Aber es ist nicht in Ordnung. Ganz und gar nicht.

    Und ich fände es schön, wenn du hier am Ball bleibst und deine Erfahrungen mit uns teilst.


    LG Gudi

    Diese Grundbausteine hatte ich mir tatsächlich als Erstes in diesem Forum durchgelesen und musste direkt an meine Ärztin denken...

    Bei meinem letzten Check-Up mit großem Blutbild vor zwei Jahren, bat ich meine Ärztin um besonderes Augenmerk auf meine Leberwerte. Ich habe ganz offen zu ihr gesagt, dass ich viel zu viel trinke und gerne wüsste, was meine Organe dazu sagen. Ob ihr es glaubt oder nicht, sie hat mich null ernst genommen. "Naja, Frau Blablubb... haben Sie denn das Gefühl, dass Sie Entzugserscheinungen haben, wenn Sie ein paar Tage nichts trinken? Was trinken Sie denn überhaupt, auch harte Sachen, wie Schnaps oder so? Glauben Sie, Sie sind Alkoholikerin?" Ich habe alle drei Fragen mit nein beantwortet und (für mich) die Wahrheit gesagt. Ich weiß nicht, wie sie reagiert hätte, wenn ich ich die letzte mit ja beantwortet hätte -die Alkoholikerin wollte ich mir da noch nicht eingestehen. So wurde mit einem Lächeln darüber hinweggegangen und mit dem Rat, in Zukunft einfach weniger zu trinken, konnte ich die Praxis verlassen. Mein Blutbild wurde ein paar Tage später am Telefon als gut eingestuft und alle waren happy.

    Also nehme ich nicht an, dass von dieser Seite Hilfe zu erwarten ist. Zum Glück scheint mein Körper die Entgiftung seit 12 Tagen komplikationslos zu überstehen. So lange war ich tatsächlich das letzte mal als Jugendliche nüchtern. Wahnsinn, wenn ich mir das jetzt so überlege.

    Hallo Nayouk24!

    Ja, auf jeden Fall. Ich schäme mich für vieles was ich in der Vergangenheit angestellt habe, aber nicht dafür, was ich heute bin. Eine Alkoholikerin, die zwar gut "funktioniert", aber die Schnute voll hat von falschen Entscheidungen im Suff.

    Meine Gynäkologin hat gesagt, dass JETZT die gute Hälfte meines Lebens beginnt. Und das möchte ich auf jeden Fall ohne Alk erleben.

    Hallo! Ich bin weiblich, 51 j. jung und trinke seit meinem 16 Lebensjahr große Mengen Bier, Wein und Sekt. Nicht täglich und auch nicht immer bis zum Filmriss... aber es nimmt bedenkliche Ausmaße an.

    Ich meine, ich hatte bisher wahnsinniges Glück! Ich komme vom Dorf und da ist es ziemlich normal, nach 3-5 Bier noch zu fahren. Ich habe auch schon wesentlich mehr gesoffen und bin dann ins Auto gestiegen. Am nächsten Tag schämte ich mich immer in Grund und Boden -aber während der "Tat" selbst, fühlte ich mich überlegen und extrem selbstsicher. 2 mal hätte ich beinahe einen Unfall verursacht (Nachts und bei Glatteis irgendwo in den Serpentinen des Westerwalds) -habe ich daraus gelernt? Nein!

    Wie und warum ich schon so früh mit Alkohol in Berührung kam und mich anfangs sogar gezwungen habe, den Scheiß so stark zu konsumieren, würde hier jetzt wohl den Rahmen sprengen. Nur soviel: Alkohol fester Bestandteil in der Familie und im Dorf. Ich, eine kleine unsichere Lesbe, die noch gar nicht weiß, ob Fisch oder Fleisch.

    Aber ich schätze, jetzt habe ich es endlich begriffen, dass es so nicht weiter geht. Es gab vor fast 2 Wochen ein Schlüsselerlebnis, welches mich 3 Nächte wach hielt, mich grübeln ließ und mein Leben überdenken. Ich will das so nicht mehr. Übermorgen bin ich 2 Wochen abstinent, habe auf meinem eignen Geburtstag Tee getrunken und ein Tag danach zum Hochzeitstag mit O-Saft angestoßen.

    Ich kann jetzt noch nicht mal sagen, dass es mir psychisch schwer fällt oder ich körperliche Probleme hatte/habe. Es juckt mich nicht, wenn andere um mich herum trinken- ich bin eher stolz, dass ich kein Verlangen danach habe. NOCH NICHT!

    Nachdem ich hier schon einige Tage anonym mitlese, nehme ich an, dass mir noch ein langer, steiniger Weg bevorsteht, den ich jetzt noch nicht überschauen/begreifen kann. Ich möchte auf keinen Fall irgendwas auf die leichte Schulter nehmen und will gewappnet sein, wenn das Saufverlangen an die Tür klopft.


    LG Gudi