Beiträge von Cassey

    Danke für das verschieben.

    Ich sitze gerade in meinem Büro, im obersten Stockwerk. Wir haben das Glück Platz zu haben uns aus dem Weg zu gehen. Gestern (Samstag) kam ich nach dem Friseur nach Hause und hatte direkt das Gefühl "gibts doch nicht, er hat schon wieder Adleraugen". So nenne ich das, wenn er angestrengt versucht normal zu wirken aber ich es trotzdem merke aber nicht belegen kann. Beweise gibt es selten aber auch nur, weil ich nicht suche sondern sie mir auf die Füße fallen. Von Anfang an habe ich nicht gesucht, wozu auch? In einem Streit hat mir vorgeworfen das zu tun, meine Antwort war, dass ich nicht beweisen muss was ich sehe und rieche. Er ist mir so peinlich, wenn er getrunken hat. Diese Aussprache, dieser Ekel in mir.... jetzt wo ich es benenne, steigen mir die Tränen auf. Er zerstört alles mit dem Trinken und ich bin die, die alles verliert. Nicht materiell, das auch, sondern meine Träume und Sehnsüchte, die Liebe, mein Zuhause, meinen Mann. Das kann ich ihm nicht verzeihen.

    Wir gehen viel Essen etc. Klar. da kann er trinken. Wie gestern auch. Wie gesagt, ich kam heim und wir sind erstmal einkaufen gefahren. Ich wurde immer mürrischer. Dann hat er erstmal bis Abends auf der Couch geschlafen und dann gingen wir essen. Natürlich hat er nicht zugegeben, dass er eigentlich nicht mehr fahren konnte. Meine Wut steigerte sich und als er dann in der Besenwirtschaft mit der Wirtin sprach, hatte die volle Wirkung eingesetzt und er konnte sein "blau" sein nicht mehr verstecken. Ich habe es nicht mehr geschafft mich mit ihm zu unterhalten, so habe ich gekocht innerlich. Zuhause schlief er fast sofort und ich war wieder allein.

    Ich bin so allein. Unsere Töchter sind erwachsen und haben eigene Probleme und dieses kennen sie zwar, glauben aber es wurde besser. Wir sind gut im Schauspielern. Ich möchte nur noch schreien.

    Nachher werde ich das Gästezimmer für mich richten. Ich habe ihm gesagt, dass ich jetzt nach oben ziehe und nach der Reha (bewilligt aber Termin fehlt noch) werde ich mir eine Wohnung suchen. Ich hoffe ich schaffe es. Mir fehlt die Kraft. Aber ich habe fest vor wieder glücklich zu werden.

    Vor 1 Woche hatten wir noch einen Riesenstreit wg. Sex. Ich bin in den Wechseljahren und habe damit auch Probleme aber das größte Problem ist der Ekel vor dem Geruch und seine Art. Das Gegrabsche von dem er glaubt es ist sexy, wenn er getrunken hat. Nüchtern fasst er mich nicht an.

    Ich könnte so viel schreiben aber ich denke ihr wisst alle von was ich spreche. Ich muss von vorne anfangen. Es macht mir Angst

    Hallo,

    ich bin w, 56 und seit 4 Jahren verheiratet. Wir sind seit 12 Jahren zusammen und kennen uns aber aus Teenagertagen wo wir mal zusammen waren. Eine romantische Geschichte aber alles umsonst.

    An meiner Situation gebe ich mir selbst die Schuld. Es war mir schnell bewusst, dass er trinkt. Aber ich habe es mir "schön geredet". Das wird schon. Er liebt mich und ich ihn, wir packen das. Aber packen kann man nur etwas, wenn beide wollen.

    Er trinkt heimlich und denkt immer ich weiß nichts, sehe nichts und rieche nichts. Ich denke ich muss es nicht erklären. Natürlich bin ich immer Schuld! Ausnahmslos.

    Ich will gehen und finde die Kraft nicht. Ich warte auf meinen Reha Termin (ist bewilligt) und nach den 3 Wochen will ich ernsthaft eine neue Wohnung suchen. Auch bekomme ich eine neue sehr verantwortungsvolle Stelle auf die ich mich freue aber vor der ich auch Angst habe. Und mit all dem neuen und dem alten versuche ich irgendwie Kraft zu finden zu gehen. Ich kann mit niemanden reden, weil ich mich so schäme und privates auch nicht gerne nach außen trage. Unsere erwachsenen Kinder möchte ich nicht belasten und ansonsten habe ich niemanden mehr. Seine Familie sieht kein Problem, da wird es eher gefördert.

    Ach alles xxxxxx

    Traurige Grüße