Beiträge von Paolo

    Zitat

    hm... theoretisch eine gute idee... aber

    dann ist nix mehr da, was man sich wünschen kann, keine träume mehr, keine ziele - ich glaube das wäre langweilig

    aber wenn man glücklich dabei ist?
    Dann wäre doch alles im Lot. :wink:

    Aber im Ernst Summer.
    Vieleicht habe ich in meinem Leben Ziele und Wünsche nicht
    klar genug trennen können. So war es manchmal ein
    Wunsch von mir etwas bestimmtes materielles zu besitzen.
    Ich fieberte dem Besitz regelrecht entgegen, konnte manchmal
    nicht mehr schlafen, meine Denken war nur auf diesen einen
    Gegenstand fixiert.

    Hatte ich mein Ziel erreicht, bzw. mir meinen Wunsch
    erfüllt, verlor ich doch relativ schnell das Interesse daran.
    Dann suchte ich den nächsten Hype.

    So erging es mir auch mit meinen Hobbys.
    Ich wollte der Beste sein. Dafür brauchte
    ich natürlich auch das beste Material.
    Hatte ich dieses Ziel erreicht...verlosch auch
    hier wieder mein Interesse.
    Nichts konnte mich auf Dauer befriedigen.
    Schon garnicht der Alkohol.
    Die Wurzel meiner Unzufriedenheit
    und Unrast.

    Heute habe ich ein neues Hobby.
    Meine Trockenheit. Auch hier will
    ich natürlich der Beste sein.

    Aber diesmal ist es anders.
    Diesmal zählt nicht dert schnell Erfolg.
    Es gibt auch keinen Zielpunkt wo ich
    sagen könnte "Geschafft", sondern
    hier ist der Weg das Ziel. Jeder Tag
    den ich trocken erlebe, kann ich
    auf meiner Habenseite verbuchen.
    Gute und schlechte Tage...

    Und in der Tat habe ich nur einen Wunsch:
    Trockene Zufriedenheit.

    Die Mutter allen (meines) Glücklichseins.

    Paolo

    Hallo,
    dankenswerterweise bin ich bisher -bis auf einmal-
    von solchen (Alb)Träumen verschont geblieben.

    Heute sprach ich aber mit meiner Frau über
    dieses Thema und sie meinte das sie selber
    öfter träumen würde ich hätte wieder getrunken
    und dann würde sie schweissgebadet
    aufwachen.

    Davon hatte sie mir noch nie so
    konkret erzählt und ich war wieder
    mal geschockt, angesichts der Tatsache wie
    sehr meine Sauferei doch mein Umfeld
    geprägt hat.

    Das ist mir Mahnung genug.

    Paolo

    Hallo Plejaden,
    ich erkenne mich in Deinem Bericht an vielen Stellen wieder.

    Das denke ich auch oft, das ich
    als Kind Alkohol, besonders in Gestalt von Bier,
    verabscheute. "Wie kann man nur so etwas trinken,
    was so schlecht schmeckt?" fragte ich damals.
    Genau da möchte ich wieder hin.

    Danke für Deinen Denkanstoß.

    Paolo,
    der im übrigen einer der
    größten Biathlon-Fans ist.

    Leider habe ich die letzten Jahre
    immer Biertrinkend auf der Couch
    zugeschaut.

    Hallo Engel,

    das hört sich gut an was Du schreibst.
    Sehe das so richtig vor mir, wie Du es Dir
    gemütlich machst, bei einer Tasse Hagebuttentee.
    Das gehört ja auch zur Trockenarbeit, das man
    diese Momente so richtig genießt und auskostet.

    Das beste ist das diese Gefühle auch nicht
    aufhören. Heute morgen war ich mit meinem
    Hund spazieren und das war auch so schön.
    Nur wir beide ganz alleine auf weiter Flur.
    Schön dick eingemummelt und mit klarem
    Verstand unterwegs ... das macht Spaß.

    Nacher habe ich meinen Racker gefüttert und mir
    dann eine heisse Tasse Kaffe gegönnt.
    Herrlich, ... da spürt man wie wichtig es ist
    sich selber regelmäßig diese Pausen zu nehmen.

    Das sind die Momente wo mir
    besonders bewusst wird wie gut das Leben
    ohne Alkohol doch ist.

    Ich glaube das geht Dir genau so,
    so lese ich das wenigstens aus Deinen Zeilen
    heraus... das es Dir gutgeht und
    das ist doch das wichtigste.

    Ich wünsche Dir noch weiterhin
    solche schöne Tage.

    Paolo

    Hallo Lütze,
    habe dich neulich schon im Chat gesehen
    und möchte Dir eigentlich nur zu Deinem
    Schritt beglückwünschen.

    Zitat

    heute vor 6 Wochen erst,war der letzte Tag meines ALTEN Lebens.Erst!!!Ich musste schon beim Blick auf den Kalender einsehen,das die Zeit viel zu kurz ist seitdem


    :lol: na, genau so dachte ich auch nach 6 Wochen.
    Schon irre wie wir uns alle gleichen.
    Aber Geduld. Geduld gehört dazu.
    Ich habe auf meinem Weg die Erfahrung
    gemacht das das Sprichwort:
    " Gut Ding brauch Weile"
    zu meinem ständigen Begleiter wurde.

    Ich wünsche Dir noch einen
    schönen, trockenen und besinnlichen Abend
    in Deinem neuen Leben.

    Paolo

    Hallo,
    ich habe auch schon Bionade getrunken.
    Bei unserem Lebensmittel-Händler
    stehen die Flaschen bei Möhrensaft und Co.
    Bei meinen Kindern im Schulkiosk
    wird sie auch verkauft.
    Es ist nicht so das ich ständig Bionade trinke,
    aber immer nur Mineralwasser ist mir zu fade.

    Das dieses Getränk absolut Alkoholfrei ist,
    daran habe ich nicht den geringsten Zweifel.
    Ansonsten hätte ich die Finger davon gelassen.
    Sollte sich im Nachhinein herausstellen, das
    doch Alkohol darin ist, könnte ich mir vorstellen
    dem Hersteller einen geharnischten Brief zu schreiben,
    und natürlich die Schule darüber zu informieren, das
    den Kids Alk. verkauft wird.

    Natürlich, wenn man Jahrzehnte immer nur Bier
    getrunken hat, besteht die Gefahr sich einen
    "Ersatzstoff" zu suchen.
    Allkohlfreies Bier z.B.
    Für mich wäre der Anfang vom Ende.

    Paolo

    Hallo Blizzard,

    ich werde Sylvester der Trockenarbeit widmen
    und will über meine dann 1.jahrige Forum-Mitgliedschaft
    reflektieren.

    Wer weiß wie der Tag wird?
    Wo werde ich da sein?

    Am liebsten möchte ich uns/mir einen schönen Tag
    gestalten. Morgends vielleicht mal wieder in den Zoo.
    Abends ein Fondue. Nur meine Frau und ich.
    Und natürlich "mein" Forum :D

    Aber eines weiß ich ganz genau: Kein Druck auf eine
    Sauf-Party zu gehen, kein Antrinken bis es losgeht,
    keine Sorge ob es auch genug Bier und Zigaretten
    gibt. Dies blöde Hype auf Sylvester.

    Ich bin gespannt auf meine "trockenen" Gefühle.

    Wie werden unsere/meine guten Vorhaben dann aussehen.
    Letztes Jahr nahm meine Frau mich in den Arm und sagte:
    ...und ich wünsche dir das Du schaffst, was du dir vorgenommen hast"

    Paolo,
    Schluck, ich glaube ich bekomm ne Gänsehaut

    Hallo Andreas,

    Zitat

    obwohl sich die Beiträge der Moderatoren im Vergleich zu meiner Anmeldung 04/2006 in der Deutlichkeit schon geändert haben (meine subjektive Meinung).


    das habe ich auch so festgestellt.

    Das mit der (endlosen) Geduld bezieht sich auf Leute
    die hier das kontrollierte Trinken propagieren wollen.
    Bewußt oder Unbewußt.
    Endloses lamentieren und Provokationen,
    bis der Thread dann gesperrt wir.
    Wie neulich geschehen bei 16er Blech.

    Ich wäre im übrigen der letzte, der einem hilfesuchenden
    Menschen die Türe zuschlagen würde.

    Wahrscheinlich bin ich einfach nur ein wenig zu ungeduldig.
    Ein Überbleibsel meines früheren Alkohol-Beschaffungs-Stresses.

    Paolo

    Hallo,
    als ich hier ankam war ich auch einen Moment geschockt über die klaren Worte.
    Heute weiß ich das es keinen Sinn macht einen nassen Alkoholiker mit schmeichelnden Worten einzulullen.

    Im Gegenteil.
    Manchmal wundere ich mich, mit welcher Geduld immer wieder auf
    die gleichen dummen Besserwissereien eingegangen wird.
    Da würde ich am liebsten rufen: Abschalten :lol::wink:

    Paolo

    Hallo Dannie,
    wir haben uns ja schon kurz im Chat kennengelernt.
    Ich freue mich das du jetzt hier bist und wir von Deinen Erfahrungen profitieren dürfen.
    Ich bin schon gespannt darauf was du noch schreibst.

    Paolo

    Hallo ZN,
    schön das du hier einen Thread eröffnet hast.
    Wir alle hier haben ja das gleiche Ziel:
    Ein zufriedenes, erfülltes und trockenes Leben.

    Genau so wie Du habe ich auch hier angefangen.
    Meine Frau war auch die erste die ich einweihte. Und von ihr erhielt ich die notwendige moralische Rückendeckung und Unterstützung auf meinem Weg.
    Als große Hilfe hat sich bei mir mein Alkoholfreies Zuhause und die Distanz zum alten Alkohol-Umfeld erwiesen.

    Das dabei auch "Freundschaften" leiden, oder auf der Strecke bleiben, war und ist mir egal. Wer dich wirklich mag, der mag Dich auch ohne Alkohol zu trinken. So denke ich!
    Meine Abstinenz ist das wichtigste und kommt an erster Stelle in meinem neuen Leben. Dafür bin ich schon reichlich entlohnt worden.
    In der Familie und in meinem Umfeld stößt meine Nüchternheit nur auf offene Türen.
    Endlich gehts im Leben wieder aufwärts, Schritt für Schritt, aber stetig.

    Eines solltest Du beachten:
    Eine zufiedene Trockenheit bekommt man nicht geschenkt.
    Die muß man sie sich erarbeiten.
    Mit Geduld, Ausdauer und natürlich mit Freude.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg
    auf Deinem Weg.

    Paolo
    (Man liest sich)

    Hallo Freund,

    eine der tragenden Säulen meiner Trockenheit hatte ich ja schon festgemacht.

    Meine geistige und räumliche Distanz zu Alkohol

    heute möchte ich folgende Säule für mich hinzufügen:

    Kontrolliertes trinken von Alkohol ist für mich nicht möglich

    Leider bedurfte es erst eines traurigen Anlasses um zu dieser Erkenntnis zu gelangen.

    Vorher war diese Aussage nur Theorie für mich.

    Paolo
    P.S
    Auf wieviel Säulen mag meine trockenes, zufriedenes Leben wohl stehen?

    Hallo Ihr Lieben,

    den Thread komplett zu lesen, das spare ich mir für heute Abend auf, das hier ist so wichtig und lehrreich das ich mich lieber in Ruhe hier einlese um später darüber zu reflektieren.

    Nur soviel, das was Kiki schrieb kann ich nachvollziehen.

    Ich bin so froh das sie uns hier an Ihren Gedanken teilhaben läßt.

    Ein ganz dickes
    DANKESCHÖN
    dafür.

    Paolo

    Hallo Kijara,

    Zitat

    Schon beim ausfüllen des Urlaubsscheins hatte ich ein komisches Gefühl,ignorierte es aber.


    ich denke das war schon der Rückfall im Geiste, oder zumindest eine Warnung, die man nicht hätte ignorieren sollen.
    Ich weiß, das sagt sich so einfach.

    Anfangs meiner Abstinenz war ich drauf und dran eine Veranstaltung zu besuchen, auf der auch Alk. getrunken/verkauft wurde.
    Als ich mir aber ernsthaft die Frage stellte: "Was willst du da?" konnte ich mir keine Antwort geben.
    Ich bin dann nicht dort hin.

    Ich glaube heute, ich wollte anfangs dorthin um mich treiben zu lassen, nach dem Motto: "Mal schauen was so kommt"

    Dieser seinerzeit leichtfertige Umgang mit meiner noch neuen Abstinenz, kam auch schon einem Rückfall im Geiste sehr nahe.

    Paolo
    (Ich kann hier nur für mich schreiben, andere mögen anders empfinden)

    Heute erst sprach ich mit einem sehr lieben nicht-Alki. über das Thema "Beklemmungen".

    Diese Person erzählte mir u.a,, das natürlich auch "normale" Menschen Beklemmungen haben, und eben nicht zur Flasche greifen.

    Dieses Verhalten zu erlernen stellt für uns Alkoholiker eine überlebenswichtige Herausforderung dar, die es zu meistern gilt.

    Paolo