Beiträge von klaro

    Hallo sabine!

    Dein mann ist anscheinend motiviert, weil er schon einige tage ohne sprit ausgekommen ist. Kann er auch, denn es ist für einen spritkopf schon eine leistung, es so lange ausgehalten zu haben.
    Erwarte aber nicht, da es so weiter geht, denn kommt irgend etwas, was deinen mann nicht in den kram passt, so kann es passieren, das er vor lauter druck der dadurch auf ihn lastet, wieder mal zur pulle greift.
    Ich weiss das von mir, denn ich war auch willens aufzuhören, aber es kamen störungen auf, die mich wieder herunterzogen und wo ich dachte, es ist sowieso alles kaputt, so kann ich auch wieder saufen.
    Denke bitte daran, du hast es mit einem kranken zu tun, der jetzt willens ist mit dem saufen aufzuhören. So einfach den schalter umlegen geht nicht.
    Mir ging es doch während meiner saufzeit nicht besser als meiner frau. Was kannte ich denn?
    Ich kannte meinen jahrelangen ablauf, denn ich gut vorrausschauen konnte. Ich wusste, zu welcher zeit ich den alk einsetzte um über die runden zu kommen. Mit den jahren war ich doch so festgefahren, das nichts anderes an mich heranlies. Warum soff ich denn. Weil ich doch gar nicht mehr belastbar war für dinge, die auf mich zukamen. Ich konnte sie doch nüchtern gar nicht angehen, denn woher sollte ich denn noch wissen, wie es geht. mein selbstwertgefühl war doch nur da, wenn ich genug alk in der birne hatte. Nüchtern schämte ich mich wie ein bettsei**er, weil ich nicht wusste, was ich alles gemacht hatte.
    Meine frau drohte auch, mich zu verlassen, obwohl wir schon über 25jahre verheiratet waren.
    Weißt du, was für gedanken in meiner birne waren?
    Sie bekommt das haus und anteilmässig von meiner rente (erwerbsunfähig) und da sowieso alles im eimer ist, säufst du dich eben tod. Sie verlies mich nicht obwohl sie drohte, aber sie machte eins. Sie hielt mich aus meinem leben das ich führte heraus, sagte mir es deutlich und machte ihr ding. Ich kann dir nur sagen, das war für mich schlimmer, als wenn sie ihre drohung wahr gemacht hätte und gegangen wäre. Es gab für mich nichts schlimmeres als die isolation zu meiner familie. Meine frau zeigte mir damit, das ich dies auch alles haben könnte, es aber an mir läge, ob ich es wolle.
    Erst da bekann ich aufzuwachen, um zu kapitulieren.
    Von da an, war ich bereit was für mich zu machen, ohne fragen zu stellen, was dabei rauskommt.
    Ich meldete mich für einen therapie platz und musste fast 8monate warten, bis ich ihn bekam.
    In dieser zeit des wartens habe ich auch noch gesoffen, obwohl der hausarzt mir eine entgiftung empfahl, die ich aber nicht machte, weil ich wusste, sie bringt mir nichts, denn ich musste aus meinem umfeld heraus.
    Meine frau hat damals meinen willen gespürt, das ich aus dem sumpf herauswollte und mich machen lassen wie ich es für richig hielt. Sie hatte so lange gewartet, da kam es auf ein paar monate auch nicht mehr drauf an.
    Sie machte dabei was für sich und das waren regelmässige besuche mit anderen betroffenen die sie bestärkten so weiter zu machen.
    Warum schreibe ich dass? Ich bin der ansicht, das schriftliche abmachungen nicht das gelbe vom ei sind und der schuss in die verkehrte richtung gehen kann.
    Ich habe die erfahrung gemacht, das dies schon des öfteren geschehen ist, wenn ich mich mit abhängigen unterhalten habe, weshalb ihre ehe im eimer gegangen ist. Es war der enorme druck, der dadurch entstanden war und den sie nicht mehr standhalten konnten.

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Hallo!

    Rede dir mal keine schuldgefühle ein, das deine freundin nur deshalb wieder säuft, weil du keine beziehung willst.
    Ist für sie eine willkommener grund wieder zur pulle zu greifen.
    Das spielchen kenne ich bestens von mir, den auch ich hatte während meiner saufphase immer wieder gründe gesucht um ausreden für meine sauferei zu haben.
    Ich kann dir nur raten, steigere dich nicht in was hinein, wo du keinerlei chancen hast was zu ändern.
    Deine freundin wäre doch blöd mit der sauferei aufzuhören, denn ihr geht es doch gut dabei. Du umsorgst sie doch mit allem was sie braucht.
    Frage dich mal, oib du ihr die flasche an den hals gesetzt hat, das sie ihn schlucken musste.
    Nimm deine beine in die hand und laufe so schnell du kannst. Sei wieder du selbst.

    Herzlichst heinrich

    Hallo liebe oiseau!

    Du erwartest von deinem mann entschuldigungen für seine saufzeit und was er dir in der zeit angetan hat.
    Ich möchte mal von den anfängen meiner zeit nach der thera berichten.

    Wenn ich nun glaubte, das nach der Therapie der Weg im Alltagsleben wie früher
    weiterlaufen würde, nur ohne Alkohol, so wurde ich eines besseren belehrt, denn
    da ja eine Veränderung in mir geschehen war, also nüchtern sein, hatte in mir aber
    noch nicht das nüchterne Denken begonnen. Denn ich musste meine Veränderung
    dem Umfeld anpassen und nicht das Umfeld bei mir, was mir am Anfang schwer fiel.
    Also machte ich noch über 1Jahr Ambulant weiter, was mich noch stabiler in
    meiner Abstinenz machte. Auch eine Selbsthilfegruppe suchte ich auf und fand eine,
    die meinen Ansprüchen entsprach und wo ich meine Krücken, die ich aus der
    Therapie mitbekam, hinstellte und wo sie Heute noch stehen. Jetzt da ich ja keinen Alk mehr zu mir nahm, begann ein neuer Abschnitt für mich, denn ich musste Lernen
    wie ich mit meinen Gefühlen umging, zu mir und zu anderen. Dabei bewundere
    ich heute noch meine Frau, das sie meine Unzufriedenheit, die ich mir, und ihr
    gegenüber hatte, Ertragen konnte. Um eine zufriedene Alkoholfreie Zukunft
    erreichen zu wollen, reichten mir meine regelmäßigen Gruppenbesuche nicht
    und besuchte mit meiner Frau im Jahr zwei Partnerschaftsseminare, das von
    einem Ehepaar geleitet wurde, die von Beruf Therapeuten sind. Dabei lernte
    ich, das man auch seine Mitmenschen akzeptieren sollte und auch deren Meinung
    respektieren muss. Was für mich wieder einmal schwierig war, da ich dachte
    was von meinem Ego abzugeben, also Schwäche zu zeigen. Es wurde aber das
    Gegenteil daraus, denn je mehr Akzeptanz ich zeigte, so bekam ich auch mehr
    Anerkennung. Nach 3Jahren bemerkte ich an mir eine Veränderung, die für
    mich positiv war, denn ich wurde ruhiger und meine innerlichen Spannungen
    waren fast verschwunden. Dadurch wurden auch die Spannungen, die noch in
    meiner Familie und in meinem Umfeld waren schwächer, so das ich auf dem
    richtigen Weg war, den zu meiner Gesundung. Nur kamen jetzt öfter von meiner Frau die Worte, das ich ein schwieriger Fall wäre, aber ich glaube, das es ihr so lieber ist, als wenn ich wieder in meinem früheren Fahrwasser kurven würde. Von jetzt an ging es mit mir Bergauf, welches ich auch an meinem Umfeld bemerkte,
    von welchem ich Wärme, Anerkennung ,Zuneigung usw. bekam.


    Kannst du jetzt ein bischen verstehen, was in einem alk vorgeht wenn er aus der thera nach hause kommt, himmelhochjauchzend und innerlich noch so schwach, weil seine gefühle achterbahn fahren, mit angst scham und schuldgefühlen.

    Ich musste alles erst wieder lernen und meine gefühle für mich zulassen. Als ich dieses konnte, war ich auch bereit mich über meine saufzeit unterhalten zu können.
    Den schalter von heut auf morgen umlegen geht leider nicht, so sehr es dir zu gönnen ist.

    Herzlichst heinrich

    Wünsche dir und deinem anhang ein frohes osterfest

    Hallo tihaso!

    Als damals bei meiner tochter die ehe im eimer war (er alki, meine tochter mitterweile auch)musste sie, auf druck von mir das jugendamt benachrichten, weil gewalt von seiner seite aus im spiel war.
    Das jugendamt kam zu dem entschluss, das meine tochter das alleinige sorgerecht für ihr kind bekam.
    Wenn ihr was zustossen sollte, so sind wir für unser enkelkind zuständig.
    Ihr vater hat keinerlei rechte gegenüber seinem kind, ausser das besuchsrecht.
    Sehen kann er sein kind nur durch auflagen und diese sind, im jugendamt unter aufsicht.
    Muss dabei sagen, das er dieses noch nie in anspruch genommen hat, ausser mel 1bis 2 anrufe im jahr.
    Versprechungen macht er dem kind, ohne sie einzuhalten.

    Bei dir sehe ich es etwas anders, da ihr beide das bezugsrecht habt.
    Passiert einem elternteil was, so ist der andere für da wohl der kinder verantwortlich.

    Herzlichst heinrich

    Hallo liebe gotti!

    Mache dir mal nicht den kopf unnötig verrückt, denn du wirst sehr erstaunt sein, wie gut dir dieses erste gespräch tut.
    Es wird ein weiterer stein von dir blumsen und du wirst dir sagen, warum habe ich das nicht schon vorher gemacht.
    Die therapeutin hört zu was du möchtest und nichts anderes. Sie wird dir keine fragen stellen die dir unangenehm sind und nicht an dir herumbohren.
    Also kopf hoch und lasse alles auf dich zukommen, denn, was ich von dir lese hört sich doch gut an.
    Mache weiter so und schraube deine erwartungen nicht so hoch, denn falls mal was nicht so hinhaut, ist schmerz nicht so gross.


    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Hallo liebe gotti!


    Zitat
    Hallo ihr Lieben,
    im Moment geht es mir (seelisch) wirklich sehr gut. Da frage ich mich auch, ob ich überhaupt eine Therapie brauche. Alle "nassen" Sorgen sind weit weg.
    Oder doch nicht?
    In der SHG musste ich mich dieses mal richtig beherrschen, nicht zu sehr belehrend zu klingen. Wenn da so Ansagen kommen wie: kontrolliertes Trinken - da habe ich schon sehr mit mir gekämpft. Und ich war doch auch so doof und habe jahrelang so einen Blödsinn geglaubt!!!!!!!!!!!!!!!


    Komm mal wieder etwas in die realität zurück. Ich freu mich darüber, das du dich besser fühlst, als noch vor einiger zeit.
    Aber frage dich mal, warum du dich darüber aufregst,als du vom konrtollierten trinken hörtest.
    Es hat doch ungute gefühle in dir ausgelöst, weil du auch mal da standest, wo jetzt die anderen stehen. Du wirst dadurch stark an deine anfänge erinnert und das macht dich wütend. Diese wut bezieht sich aber nicht auf die anderen, sondern auf dich selbst, weil sie dir durch diese gespräche den spiegel vorhalten und das tut weh. Daran spürst du, wie empfindlich du noch bist, wenn du davon hörst.
    Du bist auch nicht doof, denn waren die störungen damals schon so gross, oder hast du es noch gut aushalten können.
    Du bist nicht doof sondern hast die dinge noch nicht so ernst genommen um dich über diese krankheit schlau zu machen.
    Du hast es nicht gewusst, das alkoholismus eine krankheit ist und die folgen verhehrend sind.
    Das kommt doch erst, wenn das kind in den brunnen gefallen ist und man verzweifelt versucht es wieder herauszuholen egal wie auch immer.
    Du fühlst dich jetzt gut, aber was ist, wenn plötzlich eine störung auftritt, womit du nicht rechnest?
    Glaubst du, du bist schon stark und belastbar genug um dieses aushalten zu können.
    Ich konnte es damals nach meiner thera nicht und holte mir immer wieder hilfe, um zu lernen wie ich mit manchen situationen umgehen kann. Meine phase und die meiner frau, zu unserem selbstwert, belastbarkeit zufriedenheit dauerte schon jahre, denn es kamen viele dinge auf uns zu, wo wir erst lernen mussten, sie anzunehmen, uns auszuhalten um nicht gleich wieder in alte verhaltensweisen zu fallen.

    Ich persönlich kann dir nur raten, die thera zu machen, auch wenn du glaubst, es wäre jetzt alles friede freude eierkuchen, aber es kommen noch dinge auf euch zu, mit denen ihr euch auseinandersetzen werdet
    Wenn die einsicht von beiden da ist was zu ändern ist alles so schön , das man sagen könnte, so muss es bleiben, was auch jedem gegönnt sei, aber das ist am anfang immer so, weil ich das bestens von uns kenne. Wichtig ist, kleine schritte zu machen und deshalb kann ich dir nur raten, den angefangenen weg weiter zu gehen, und der heisst, mache was für deine gesundheit und gehe in therapie.
    Du wirst dir später dankbar sein diese gemacht zu haben, weil sie zu einem wichtigen abschnitt auf deinen weg in die gesundung sein wird.

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Hallo sabine!
    Dir ist doch bestimmt, trotz rotz und wasser heulen bestimmt eine grosse last von dir gefallen, da du noch obendrein die bestätigung bekommen hast, was für dich zu machen. Schalte deine ohren bei deinem mann auf durchzug, denn er muss sich so richtig bes****en fühlen um einsicht zur einsicht zu kommen.
    Er wird noch härtere geschütze auffahren, aber du weißt ja wo du unterstützung bekommst um das alles auszuhalten.
    Du wirst sehen, je stärker du für dich wirst, um so hilfloser kommt er sich dir gegenüber vor, weil er nicht mehr die vor sich hat, mit der er sein spielchen treiben konnte. Denke daran das er es nicht so meint wie er es sagt, denn die sucht treibt ihn zu solchen angriffen, weil du ihm seinen spiegel vorhälst und er selbst weiss, das du damit recht hast.
    Wenn ich nach hause kam und meine frau meinte, musst du schon wieder trinken, so fühlte ich mich angegriffen und schon war streit vorprogammiert.
    Heut kommt manchmal das thema auf den tisch, wenn wir uns darüber unterhalten. Dann sage ich zu meiner frau, weißt du noch, wie du immer gefragt hast ob ich schon wieder trinken muss?
    Heute, da ich weiss, was sucht ist, ist meine antwort, jawohl ich musste trinken, denn sonst hätte ich nicht für mich funktiuniert. Aber woher sollte man damals darauf kommen, im suff. Ich würde dir empfehlen eine SHG aufzusuchen und dich dort mit betroffenen austauschen.
    Dort sitzen die profis, die den weg aus der abhängigkeit (egal ob alk oder CO) geschafft haben und heute eine zufriedenes miteinander leben, in denen es auch nicht immer reibungslos abläuft, die aber verantwortungsvoll mit sich und seinem umfeld umgehen.
    Ich wünsche dir für jeden schritt in richtung selbstwert alles gute und halte durch, denn der weg lohnt sich allemal, egal wie es zum schluss ausgeht.

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Hallo liebe sabine
    Weil es deine sache ist und nicht seine sache. Du bist der co und machst das für dich.
    Wenn er wissen will wie das gespräch war, so soll er doch selbst hingehen und nachfragen.
    Sag ihm nur, für dich war das gespräch aufschlussreich und hättest nur das bestätigt bekommen, was du dir vorgenommen hast.
    Er muss wütend werden und sich ausgeschlossen fühlen, nur das bringt ihm zu nachdenken.
    Das solltest du aushalten können, denn das dir was an deiner ehe liegt, ist doch nicht von der hand zu weisen.
    Ich weiss nur von anderen abhängigen, das sie so den weg gegangen sind und erfolg dabei hatten.
    Ich weiss doch von mir wie es damals war, denn meine frau machte es bei mir auch so.
    Habe schon des öfteren davon berichtet.

    Halte weiter die ohren steif und denke dabei an dich. Lass ihn ruhig zappeln, denn überlege mal, wie viel male du ihm erzählt hast wie es dir geht. hat sich dabei was geändert?
    Wut in dem spritkopf ist das beste mittel um ihn zum nachdenken zu bringen. Isoliert war ich durch meine sauferei schon genug aber als mich meine familie nicht mehr am familienleben teilnehmen lies, würde es mit der zeit zum horror für mich.
    Das alles hielt meine familie aus und der erfolg ist, das wir jetzt ein bleifreies leben führen, wo auch ab und zu die fetzen fliegen, aber immer im rahmen gegenseitiger achtung.

    Ist deine entscheidung, es mal auf diese art zu probieren.

    Herzlichst heinrich

    Hallo liebe sabine,S

    Ich glaube, das dir ein grosser stein von der seele gefallen ist, als du diese worte gesprochen hattest und gesehen hast wie er reagiert.
    Genau das ist es was dem spritkopf zum nachdenken bringt. Du hast ihm mit deinen worten seinen spiegel vorgehalten und ihm gesagt, das dies nicht weiter dein spiegel sein werde.
    Lasse ihn erst mal zeit zum nachdenken, denn daran hat er schwer zu kauen.
    Ich glaube nicht, das sich eure wege trennen, aber sage ihm ruhig wann der termin ist.
    Lasse dich danach nicht von ihm aushorchen, wie es dort war, sondern falls er fragen sollte,
    das es für dich sehr hilfreich war und du als nächstes eine SHG aufsuchen würdest.
    Was er in büchern liest sind geschriebene worte mit denen er doch in seiner lage nichts
    Anzufangen weiss.
    Verstehen kann man die bücher über sucht erst richtig wenn man, sie erlebt hat.
    Jedes indivitium hat doch seine eigene vorgeschichte, nur ist man erst in der sucht gefangen ähneln sie sich.
    Dann hört man des öfteren, es ist genauso wie bei mir.
    Mach du mal weiter so, denn dein selbstwert ist doch schon ganz schön gestärkt und nach dem nächsten schritt wird es noch stärker werden.
    Ich schätze, das jetzt dein mann so langsam die felle davon schwimmen sieht, weil du es ernst mit dir meinst.
    Werst sehen, liegt ihm was an eurer beziehung, so macht er schon was für sich.
    Wünsche dir ein geruhsames wochenende und drücke dir weiter die daumen.


    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Hallo sabins s!

    Jetzt hast du einen riesenschritt in die richtige richtung gemacht.

    Nimm für dein leben verantwortung und nicht für das deines nes.

    Er ist alkoholkrank und ihm muss zur erkenntnis kommen, will er da raus.

    Ich habe nicht geschreiben, das du für deinen mann in eine SHG gehen solltest, sondern für

    dich solltest du dorthin gehen.

    Dein weg aus der abhängigkeit wird schwer werden und es werden auch rückschläge dabeii

    Sein, aber das wichtigste ist, DAS DU WAS MACHST.

    Fange mal an, das zu tun was du schon immer mal machen möchtest und habe dabei keine

    Schuldgefühle gegenüber deinem mann.

    Bei deinem mann wirst du weiterhin die böse sein, denn du willst ihn ja was wegnehmen,

    wozu er noch nicht bereit ist.

    Du wirst auch die böse sein, weil du zur beratungsstelle gehst, weil er sich dadurch blossgestellt fühlt, aber wenn du schon anfängst, die leichen aus deinem keller zu entsorgen, so geht das nur mit offenheit. Offenheit zu sich und seinem umfeld.
    Es wird scham in dir sein dich zu öffnen aber du wirst schnell merken, das sie auf der beratungstelle und in der SHG es gut mit dir meinen und dir sagen, warum habe ich das nicht schon viel früher in angriff genommen.
    In der beratungstelle machen sie, wenn du es möchtest auch den vorschlag, mit deinem mann, dir und deiner tochter ein gespräch zu führen um möglichkeiten zu finden, ob gemeinsam was an euer situation was zu ändern ist.
    Ich weiss, wie die beratungsstellen vorgehen da ich eng mit denen zusammenarbeite und zur zeit mit meiner tochter einen weg finde, wie ihr weg werden sollte.
    Auch mein enkelkind ist mit eingebunden und der wurde gesagt, das sie die wahrheit ruhig sagen könne.
    Es ist was anderes für deinen mann, wenn eine neutrale person seine lage sieht und sie ihn vor augen führt, als wenn du es machst.
    Vor einer neutralen person kann er sich nicht wie ein aal aus der sache herauswinden, wie bei dir.
    Die von der beratungsstelle binden die ganze familie ein, weil die sauferei deines mannes die ganze familie krank gemacht hat.
    Ich perönlich würde deinem mann ruhig sagen, das du in eine beratungsstelle gehst, um sich hilfe zu holen, da du mit seiner sauferei nicht mehr klar kommst und wissen willst, welche schritte du machen kannst um was für dich zu ändern.
    Meine liebe sabine, was dein mann jetzt bei dir macht, habe ich immer einlullen genannt. Ich habe auf diese art meine frau wieder mal hoffnung gemacht, weil sie sich so daran klammerte es zu glauben, aber wusste das es nur für kurze zeit ist. Ich konnte das bis zu 3monate aushalten, was mir viel energie kostete.

    Wäre dein mann wirklich bereit was gegen seine sauferei zu unternehmen, so ist der weg nur;
    1. arzt, 2. beratungsstelle, um festzustellen ob ambulante oder stationäre thera 3.gruppe,gruppe, gruppe.
    Will er das nicht, so ist sein leidensdruck noch nicht gross genug.
    Sein weg hat aber mit deinem weg nichts zu tun, denn den gehe mal schön für dich auch wenn es dir noch so schwer fallen sollte.

    Ich als alter erfahrener spritkopf glaube, das du schon den richtigen weg gehst, weil du anfängst, die schauze von dem ganzen hick, hack vollhast.

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Hallo oiseau!

    Was du im letzten posting von deinem mann schreibst,erinnert mich viel an meine erste thera, die ich machte.
    Ich dachte damals auch, ich schaffe es allein und brauche keine thera, denn ich dachte, das ich in der thera genug über alkohol gelernt habe.
    Für mich waren die anderen nicht stark genug um ohne alk auszukommen.
    Das resultat war, das ich nach fast fünf jahren krampfhaftem trockenhalten wieder anfing zu trinken, weil ich der ansicht war es kontrolliert zu können.
    Das ich nach einiger zeit mehr soff als vor meiner ersten thera war das ergebniss meines angeblich kontrollierten trinken.
    Ich soff wieder fünf jahre mit allen höhen und tiefen. Die krankenhaus aufendhalte habe ich nicht gezählt die ich während der zeit hatte.
    ich stellte noch mal einen antrag zu einer für eine thera und bekam sie, nach einigen kämpfen mit meiner rentenkasse genehmigt.
    Nach dieser therapie machte ich nägel mit köpfen und suchte eine SHG auf.
    Das es mir am anfang dort auch nicht gefiel, ist aus heutiger sicht für mich ganz normal.
    Da ich doch, hochmotiviert wie ich war, in der gruppe erzählte, wie ich alles angehen wollte, wurde ich schnell wieder auf den boden der tatsachen geholt.
    Sie zeigten mir, das es besser ist, lieber kleine schritte zu machen, als bei einem grossen auf die schnauze zu fallen.
    Obwohl ich doch manchmal auf die schnauze fiel, gaben sie mir immer wieder zu verstehen, das ich es schon schaffe. Mit der zeit wurde mein selbstwert stärker und lernte mich dadurch besser kennen.
    Ich lernte in der gruppe, das ich andere probleme nicht zu meinen machte sondern an meiner eigenen zufriedenheit arbeiten müsse, was ich heute noch mache.
    Liebe oseau, wenn dein mann nicht in eine SHG gehen will, so ist das seine sache.
    Mache das, was du willst und du möchtest gerne in eine gehen.
    Hole du dir dort informationen über einen leben mit einem trockenen alk. du wirst sehen, wie viel verständnis dir entgegen gebracht wird.
    Es ist nicht schlecht, sich erst einmal hier denkanstösse über co-abhängigkeit zu holen, aber es kann nie eine reale gruppe ersetzen.
    Dort spürst du körperliche nähe und anteilnahme, wenn man sich dabei in die augen schauen kann. Dort nimmt dich mal einer in den arm und sagt dir, das du es schaffst, dich zufriedenzustellen.
    Dort kannst du deine freude und deine traurigkeit real mit anderen teilen.
    Meine frau und ich gehen in die selbe SHG, aber in verschiedenen gruppen. Meine frau geht in die betroffenen gruppe und ich in die abhängigen gruppe.
    Wir machen aber auch regelmässige besuche bei anderen SHG’s welches uns sehr am herzen liegt, denn dadurch wird unser umfeld grösser.
    Wir nehmen auch jedes jahr an mehreren seminaren teil, was unserer zufriedenheit gut tut.

    Lasse deinen mann selbst entscheiden ob er in eine SHG will und setze ihn nicht unter druck, sondern gehe deinen weg wie du es für richtig hälst egal wie es bei deinem mann ankommt.
    Wird er mürrisch, so ist er es und er kann es für sich ändern,wenn er es will.
    In der shg wirst du mit der zeit wieder DU sein und deine eigenen bedürfnisse stillen ohne das schuldgefühle in dir sind.
    Stelle endlich mal dich zufrieden und ziehe dir nicht wieder den schuh an, das du andere zufrieden stellen musst.
    Du kannst nichts daran ändern, worüber du keine macht hast, aber frei für dich entscheiden darfst und solltest du auch.

    Meine frau wurde, nach einigen gruppenbesuchen gefragt, was sie machen würde, wen ich wieder anfange zu saufen. Dann verlasse ich ihn, kam wie aus der pistole geschossen.
    Den anderen kam es brutal vor, nur mir nicht, weil es ihre entscheidung war, genauso wie es meine entscheidung gewesen wäre, hätte ich zu pulle gegriffen.
    Das heute nach einigen jahren abtinendem leben anderes denken kommt, hat mit dem lernprozess zu tun, den sie und ich durch die SHG lernen durften.
    Heute kommt, ich unterstütz dich wenn du sofort was unternimmst.

    Liebe oiseau, denke mal darüber nach über eine SHG.

    Herzlichst heinrich

    Hallo Oiseau!

    Aus deinen schreiben lese ich viele ängste, die in dir sind.
    Jetzt kommt dein mann aus der thera und du weißt nicht, was auf dich zukommt. Als dein mann noch gesoffen hat, wusstest du was auf dich zukommt und hattest mit der zeit gelernt damit umzugehen.
    Wenn es deinem mann ernst ist und das ist es ihm wie ich aus deinen postings lese, so wirst du einen mann zurückbekommen, der bereit ist, wieder verantwortung für sein leben zu übernehmen. Aber glaube mir, in ihm sind genauso viele ängste wie in dir. Die erste zeit ist viel europhie bei ihm aber auch er muss erst mal lernen mit sich selbst umzugehen.
    er wird vor situationen stehen, genau wie du wo er nicht weiss wie er sie lösen kann ohne das es zu spannungen kommt. Bei mir dauerte es 3 jahre bis ich einigermassen mit mir zufrieden war. Ich kann euch beiden nur raten, gemeinsam in eine SHG zu gehen, damit ihr beide auf augenhöhe den weg zu einer zufrieden abstinenz findet. Es sind viele dinge die euch vollig unbekannt sind und die in der SHG sitzen haben diesen weg hinter sich und können euch hilfreich zur seite stehen.
    Als ich damals aus meiner thera nach hause kam, machte ich meiner frau den vorschlag, gemeinsam eine SHG aufzusuchen welches sie auch machte.
    Da ich in der thera viel gelernt hatte, wusste ich, gehen wir beide nicht den weg gemeinsam, so bleibt einer auf der strecke, denn krank waren wir doch beide durch meine sauferei geworden.

    Halte den kopf hoch, denn nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird.
    Ihr werdet es schon schaffen, wenn ihr gemeinsam die steine wegräumt auf eurem weg.

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Hallo liebe sabine!

    Es ist schon mal gut, das dein mann die einsicht hat, das er ein problem
    Mit seiner trinkerei hat.
    Lass ihn machen, wie er es für richtig hält, denn was anderes bringt dich nicht weiter.
    Ich möchte dir von einer frau berichten, deren mann weitergesoffen hatte obwohl
    Er wusste, was auf ihn zukam.
    Seine frau probierte auch alles um ihn trocken zu legen, als ihr das nichts brachte, ging sie in eine SHG um sich dort informationen über sucht und ihre folgen zu holen.
    Sie bekam dort, durch gespräche mit, das nicht ihr mann ein problem mit dem alk hatte, sondern das sie ein problem damit hatte.sie begriff, das sie sich selbst im wege stand und daran was ändern musste.
    Da sie sich nicht von ihren mann trennen wollte, weil sie nicht aufgeben wollte, was sie während ihrer ehe angeschafft hatten, änderte sie was an ihrem verhalten.
    Sie lies ihn machen und holte sich die kraft, um dies alles auszuhalten in der gruppe.
    Sie holte sogar sein saufzeug (machte meine frau zum schluss auch) damit er nicht mit dem auto fuhr und dabei andere in gefahr brachte. Sie erlebte alle tiefen mit ihrem mann bis zu seinem tot.
    Die kraft und stärke dafür gab ihr die gruppe, weil sie dort lernte, das sich ihr mann eben für den alk entschieden hatte, oder nicht anders konnte.

    Ich weiss nur, das ich mich beschi**en gefühlt hatte, als mich meine frau nicht mehr am familiengeschehen hat teilnehmen lassen.
    Ich fühlte mich isoliert und soff um so mehr.
    Sah ich einen film, bei dem am ende happy-end angesagt wurde so heulte ich wie ein schlosshund, denn so hätte ich es auch gerne gehabt.
    Ich war aber noch so gefangen in der sucht, war aber noch nicht bereit zu kapitulieren.
    Wenn ein spritkopf noch nicht bereit ist, was gegen seine sauferei zu machen, so muss er eben noch weitersaufen, bis die erkenntnis kommt was zu tun.
    Dabei kann passieren, das der zug für ihn schon abgefahren ist, weil der partner nicht mehr will oder kann,


    Herzlichst heinrich

    Hallo gotti!

    Dein mann sagt, es mache ihm nichts aus wenn andere auf einer feier trinken, weil er doch nichts mehr trinken will.
    Das ist selbstvera***ng von ihm.
    Ich bin schon einige mai-monate weg vom sprit und es macht mir heute noch was aus, die ganze feier azuszuhalten.
    Ich werde bei solchen feiern dabei immer an meine saufzeit erinnert und weiss noch ganz genau wie diese geendet haben.
    Ich weiss doch noch genau wie es war, wenn ich einiges indus hatte und wie die abende endeten.
    Wenn der alkoholpegel sich erhöhte, stieg auch gleichzeitig die lautstärke,ohne das jemand den ton lauter stellte. Auch bekam die schallplatte einen riss, so das sich vieles von dem wiederholte, was man gerade redete, egal ob es sinnvoll war oder nicht.
    Ich werde dabei an den mist erinnert, den ich während meiner saufzeit gemacht habe. Ich kenne noch bestens die sprache, die gesprochen wird, wenn sich der alkspiegel erhöht.
    Als ich mich entschied, nicht mehr zu saufen, blieb mir nur eines übrig, wollte ich jeder gefahr aus dem weg gehen, die mich verführen konnte, wieder ins alte verhalten zu fallen. Ich musste von diesem umfeld erst einmal abstand halten, und stabil belastbar für solche situationen werden.
    Wie gesagt, ich kenne noch gut die sprache der alk,s aber es ist heute nicht mehr meine sprache, weil ich nüchternes denken bekommen habe. Ich gehe heutzutage auch auf feierlichkeiten und schliesse mich bestimmt nicht aus, aber ich weiss, wenn es an der zeit ist aufwiedersehen und angenehmen abend zu sagen. Das ist der zeitpunkt, wo das gelaber losgeht, welches ich nicht mehr mitmachen möchte.
    Wenn ich höre, das man die gruppe nicht brauche, so klingen alle alarmglocken in mir.
    Ich habe einen grossen bekanntenkreis von ehemaligen spritköpfen mit anhang und wenn ich ab und zu höre, das einer rückfääig geworden ist, frage ich nur nach der gruppe.
    Bei allen kam die antwort; nicht mehr hingegangen!!!

    Liebe gotti, ich weiss nicht wie die saufgewohnheiten deines mannes waren, aber denke ich an meine, so war es mir egal, wenn ich genug indus hatte wer es wusste. Was glaubst du wie viel leute es wissen, das das trinkverhalten deines mannes nicht normal ist. Sie sagen es ihm nur nicht, weil es nicht ihre sache ist oder sie auch probleme damit haben. Ich weiss noch genau, das meine frau des öfteren erzählt bekam wo sie mich gerade gesehen haben. Das sagten sie nicht mir selber und es machte mich während meiner nassen zeit immer wütend. Als ich gesoffen habe, habe ich mich nicht versteckt und jetzt, wo ich nichts mehr trinke soll ich da sagen; bitte guckt mich nicht so an, denn ich saufe nicht mehr.
    Ist doch eigentlich hirnrissig, oder?
    Dein mann weis noch nicht, wo er sein ei hinlegen soll, denn in ihm ist sind noch viele zweifel, was er machen soll. Er stellt sich noch selbst die antworten auf seine fragen, weil er angst hat, es kommt was anderes heraus als er denkt und davor hat er angst.
    Solange er den schlüssel nicht wegwirft (kapitulation) wird er sich weiter so herauswinden und sich auf jede frage selbst die antwort geben.
    Ich will dir nicht die hoffnung nehmen, aber ich kann mich in deinen mann und auch in dich hineinversetzen, da ich die erfahrungen die ihr macht, schon hinter mir habe.
    Die angst vom spritkopf, er solle nie mehr trinken ist genauso gross, wie deine angst vor seiner entscheidung, er könne wieder anfangen zu saufen.
    Willst du was für dich machen, so nehme ihn in die verantwortung, wo er selbst für sich entscheiden solle.
    Ich weiss nicht, was dir wichtiger ist bei eurer feier. Die angst, den ganzen tag auf einem pulverfass zu sitzen oder es gar nicht so weit kommen zu lassen.
    Ein leben ohne sucht will gelernt sein, um gelebt zu werden, denn es treten doch störungen im leben auf, die ich mit alk lösen, aber ohne dem hilflos gegenüberstehe.
    Wo geht man hin wenn ich was nicht weiss? Doch immer zu dem der erfahrung damit gemacht hat und dafür lösungen gefunden hat.
    Man sollte von den glauben abstand nehmen, das, nur weil man nichts mehr trinkt sich alles von selbst löst.
    Lösen tut sich nur was, wenn man es anpackt und sich dabei unterstützung holt.
    Liebe gotti ich wünsche euch viel erfolg dabei.

    Herzlichst heinrich

    Hallo sabineS

    Ich kenne den inhalt von dem buch welches dr körkel geschrieben hat.
    Ist für den doktor eine wunderbare sache, denn er hat ganz schön asche für
    Diese mogelpackung kassiert.
    Wenn dein mann der ansicht ist, sich an diesen stohhalm festzuhalten,
    so ist das seine sache, denn als spritkopf probiert man alles um den partner
    davon zu überzeugen und ihn ruhid zu stellen.
    Meist ist das erwachen dann schrecklich und das geschrei noch grösser als vorher.
    Ich habe auch noch nie von einer frau gehört, die nur ein bischen schwanger ist.
    Geht doch auch nicht. Entweder man ist es oder man ist es nicht.
    Ist aber eure entscheidung, denn ihr müsst schliesslich damit klar kommen, aber
    sagt hinterher nicht, ihr hättet es nicht gewusst.

    Ein Mensch muss sich verändern wollen
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes
    Wort zuviel und jede Anstrengung
    Ve r g e b e n s.

    Herzlichst heinrich

    Hallo Oiseau!

    Jawohl, wir haben alkohol im haus und wenn geburtstag ist, so bieten wir diesen unseren gästen auch.
    Es bleibt jedem selbst überlassen ob er alk im haus hat oder nicht, denn es hat auch mit den trinkgewohnheiten eines jeden zu tun.
    Ich habe früher zuhause genauso gesoffen, wie an jeder anderen stelle,
    nur war ich nie ein kneipengänger.
    Wir waren mal 12 päärchen die regelmässig zusammen waren und es ging ganz schön rund wenn wir am feiern waren. Als ich damals, nach meiner 1,thera nach hause kam und eine geburtstagfeier anstand, sagten wir unseren bekannten,das es bei uns keine alkohol gab. Von den 12 päärchen kamen 2 zum geburtstag.

    Ich denke, es ist schon sinnvoll, wenn kein alk im hause ist, ist einer erst im anfangsstadium seiner trockenheit.
    Kommt ungewollt mal saufdruck auf, so kann er/sie noch zeit zum nachdenken, wenn er losgeht um sich alk zu besorgen, als wenn er nur in den keller oder an die hausbar gehen braucht.
    Man ist, in der anfangsphase der trockenheit zwar euphorisch und meint es mache einen nichts aus, wenn alk im hause ist oder der andere ihn trinkt, aber das ist meiner ansicht nach selbstbetrug.
    Ich hänge seit 10jahren nicht mehr an der pulle und es macht mir heute noch was aus, wenn ich bei anderen zu besuch oder auf eine feier gehe.
    Das hat nichts damit zu tun, das ich nicht mittrinken kann, aber es macht mir was aus, wenn nach einiger zeit, die lautstärke automatisch sich steigert und die schallplatte einen riss bekommt und sich vieles wiederholt.
    Ich kenne dieses lied noch bestens, aber es ist nicht mehr mein lied, welches ich mitsingen möchte.
    Deswegen fühle ich mich unwohl und sage tschüss bis zum nächsten mal.
    Meist ist es meine frau, die mir zu verstehen gibt, jetzt ist aufbruch angesagt.
    Liebe oiseau, ich möchte dir mal schreiben was ein rückfall heisst, weil ich denke du siehst ihn aus einer anderen perspektive als er ist.

    Wir haben uns damals bei meinen suchthelferlehrgang intensiv mit dem thema beschäftigt und sind zu folgendem ergebnis gekommen.

    Man nennt die Suchtmitteleinnahme (Alkohol bzw. Medikamente ) nach einer Zeit der bewussten Enthaltsamkeit -Rückfall.


    1.) Der Rückfall ist die vorsätzliche bewusste Einnahme eines Suchtmittels nach längerer Abstinenz.
    2.) Der Rückfall ist der unbeabsichtige „Genuss“ eines Suchtmittels; der Rückfällige merkt es zwar, macht aber weiter, um der Wirkung willen.
    3.) Nach der Aufnahme des Suchtmittels entsteht ein Verlangen nach mehr, dem der Suchtkranke nachgibt.

    Es kommen aber noch zwei sehr wichtige Punkte hinzu:
    4.) Der Rückfall ist der bewusste Genuss des Suchtmittels, um der Wirkung willen.
    5.) Der geistige Rückfall ist die Ablehnung oder die nicht überzeugte und verinnerlichte Annahme der alkoholfreien Lebensweise.

    Gehe deinen weg so weiter wie bisher und schreibe fleissig, aber schaue weiter über den tellerrand hinaus, denn das macht dich nur stabiler und stärkt dein selbstwert.

    Herzlichst heinrich

    Hallo Oiseau.
    Ich kann dich voll und ganz verstehen, wenn du dich entschieden hast keinen alkohol zu trinken.
    Für meine frau war es selbstverständlich, darauf zu verzichten, denn wodurch unsere ehe fast gescheitert ist, solle für nur für den alki zählen und nicht für sie.
    Hört sich doch an als wenn es heisst, du hattest doch ein problem damit und nicht ich, oder du hast doch gesoffen und nicht ich.
    Irgendwie klingt es doch verückt, oder?
    Wir sind doch alle beide davon krank geworden und darum finde ich solche entscheidungen voll und ganz in ordnung.

    Gruss heinrich

    Hallo schnecksche!
    Seine eltern sind so, wie sie sind und denken, er braucht nur den alk stehen zu lassen, dann regelt sich alles von selbst. Woher sollen sie auch wissen was sucht ist. Sie haben sich bestimmt nicht schlau darüber gemacht wie du.
    Bei ihnen trinkt er eben mehr und wenn es ihnen zuviel wird, soll der liebe junge eben mal weniger trinken.
    Das er das nicht mehr kann, sondern das er saufen muss, um überhaupt was mit sich anfangen zu können.
    Ich weiss nicht wie alt dein partner ist, aber dem kinde nach seit ihr noch jung an jahren.
    Kannst du dir vorstellen, was es für einen alk heisst er solle sein leben lang kein alk mehr trinken, will er die krankheit stoppen.
    Muss doch ein horror für den alki sein. Als ich meine 1,thera machte, tat ich dies auf druck meiner frau und meiuem arbeitgeber.
    Meine frau nörgelte mir als meine sauferei vor, was mir mit der zeit auf den geist ging und mein arbeitgeber meinte, ich solle was tun gegen meine sauferei. Entlassung deswegen war nie das thema.
    Um sie zu beruhigen, machte ich eine 4monatige thera, welche ich als eine art urlaub sah. Mir wurde angeboten noch 2monate länger zu machen, welches ich aber ablehnte.
    Da ich noch nicht so alt war, dachte ich, jetzt säufst erst mal nicht und der rest regelt sich von alleine. Meiner frau sagte ich, ich werde nie sagen, ob ich noch mal alk trinke.

    Ich ging danach nicht in eine gruppe, weil ich der meinung war ich schaffe alles alleine. Ich hielt mich 5jahre trocken und danbach soff ich wieder ohne ende.
    Ich kann dich verstehen und finde es stark von dir, wie du versuchst mit der situation umzugehen und sehe, das du schritt für schritt dich besser berstehen lernst.
    Du fängst langsam an loszulassen von den gedanken ihn helfen zu müssen und stellst deine bedürfnisse immer mehr in den vordergrund.
    Ich kann aber auch deinen freund verstehen das er weitersäuft, denn seiner meinung nach ist doch sowieso alles im a**ch und was bringt es mior, wenn ich njetzt aufhöre zu saufen.
    Ich glaube auch, das du noch gefühle für deinen partner hast und im stillen noch hoffnung da ist, das er was an sich ändert. Er ist ja auch der vater eures kindes und den möchtest du ihn auch nicht nehmen.
    Du hast, wie ich lese ein gutes verhältnis zu deinen schwiegereltern und besuchst sie, so oft es dir möglich ist.
    Du möchtest dich jetzt lieber woanders mit ihnen treffen, weil dort meist dein partner aufkreutzt,wenn du da bist. Ich finde, darin liegt die chance, das er doch noch was an sich ändert. Mach weiter deine besuche bei deinen schwiegereltern. Dein partner wird doch immer aggressiver, je mehr er sieht, das du auch ohne ihn auskommst. Auch gefallen ihn deine antworten nicht, die du ihm gibst, weil er merkt, das dort eine starke frau ist die sich gegen ihn behaupten kann. Mich erinnert diese situation an meine frühere saufzeit, da meine frau mich auch mehr aus dem familienleben raushielt und mir zeigte das es auch ohne mich ging.
    Ich soff auch mehr und wurde immer unzufriedener mit allem. Dies ging so weit, bis ich was für mich machte.
    Ich sehe für euch noch licht am horizont, denn je mehr er unzufriedener wird, je grösser ict die chance das er was macht.
    Solltest dabei nur keine schuldzuweisungen an ihn machen, sondern klar ihm und deutlich zu verstehen geben, das er es auch so haben könne wenn er es für sich will.
    Dabei solltest du Acht geben, das du ihm keine munition gibst (vorhaltungen) damit er zurückschiessen kann.
    Bei mir hatte es geholfen, obwohl ich schon bereit war, was gegen meine sauferei zu machen.

    Herzlichst heinrich

    Hallo sabine!

    Dein mann ist deiner aussage nach ein periodentrinker, der wenn er denn ersten tropfen alk auf der zunge hat, nicht aufhören kann zu saufen weil er keine kontrolle über seinen konsum hat.
    Das beantwortet schon deine frage, ob kontrolliertes trinken geht.
    Ich finde es richtig, das du deinen mann vor die wahl stellst, was er will, nämlich familie oder weiter saufen.
    Denke bitte daran, das auch einzuhalten was du ihm sagst, denn machst du das nicht so wirst du für ihn unglaubwürdig und er wird dir was husten, mit dem saufen aufzuhören.
    Wenn du der ansicht bist, das die kinder nichts mitbekommen so täuscht du dich. Sie bekommen wohl alles mit den sie merken doch die spannungen, die zwischen dir und deinem mann sind. Sie sagen euch nur nichts, da sie euch beide lieben und angst haben, einen von euch zu verlieren.
    Wenn es deinem mann ernst ist, was für seine sauferei zu machen, so geht das nur mit offenheit zu sich selbst. Das heisst ich hole mir dort hilfe, wo ich sie bekomme.
    1. zum arzt 2, beratungsstelle 3, Selbsthilfegruppe
    ohne diesen weg gibt es keinerlei möglichkeiten aus der sucht zu kommen, denn geht man ihn nicht so ist man noch nicht bereit mit dem saufen aufzuhören.
    Ich kann verstehen, das man sich vorwürfe macht was falsch gemacht zu haben und sucht fehler bei sich, aber man macht sich doch keine grossen gedanken über den vermehrten alkoholgenuss und glaubt, er/sie hat probleme und trinke mal ein bischen mehr, aber es wird sich mit der zeit wieder legen.
    War doch bei meiner sauferei genauso. Für jeden schluck den ich damals mehr trank kam eine erklärung und da das andere noch ganz gut funktiunierte war alles noch im bereich der norm, so glaubten ich und meine frau dass doch.
    Auffällig wird es erst wenn das kind in den brunnen gefallen ist und dann versucht man, mit allen mitteln es sio schnell wie möglich wieder heraus zu holen. Dieses geht meistens schief, denn was sich jahrelang angestaut hat, kann man nicht von heute auf morgen abstellen.
    Du kannst an deinem mann nichts ändern, was er nicht möchte, aber du kannst an dir was ändern.
    Mache seine sauferei nicht zu deiner, denn du trichterst es ihn nicht ein, sondern er nimmt es sich selbst.
    Es ist sein problem und nicht deins, auch wenn du noch so sehr daran glaubst mitschuldig zu sein.
    Er muss genau wissen was auf ihn zukommt andert er nichts an seinem verhalten. Da helfen keine drohungen, versprechungen,bemittleiden uvm. Sondern nur konsequentes handeln für sich selbst. Bei dieser krankheit kann sich der spritkopf nur selbst helfen und in verantwortung nehmen und kein anderer.
    Du kannst dir nur grenzen ihm gegenüber setzen, wie weit er bei dir gehen kann und diese auch einhalten.
    Es ist ein schmerzhafter prozess, aber dieses muss man aushalten können, dich aushalten und nicht deinen partner.
    Ich bin nicht nur ein spriti sondern auch ein CO (tochter)und weiss wie schmerzhaft es ist um dies alles ertragen zu können.
    Ich habe gelitten wie ein hund, denn dinge die mir an den kopf geworfen wurden gingen schon stark unter die gürtellinie.
    Ich musste stark für mich sein und die grenzen einhalten, die ich gesetzt hatte.
    Ich brauchte auch hilfe, obwohl ich schon jahrelang in der suchthilfe tätig bin.
    Ich suchte vertraute personen auf die für meine probleme den mülleimer machten um meine spannungen abbauen zu können.
    Es hat seine zeit gebraucht, bis bei meiner tochter die einsicht kam und ohne bedingungen zu stellen hilfe annahm.
    Sie hat auch ein kind 8jahre, welches alles mitbekam. Nur hatte mein enkelkind mich und sie erzählte mir viel über ihr gefühlswelt.
    Ich nahm meine enkelin mit in die verantwortung und sagte zu ihr, sage es deine mutti, wie du dich fühlst.
    Meine enkelin stellte ihre mutti vor die wahl, entweder du machst was oder ich komme nicht mehr nach hause und bleibe bei oma und opa.
    Meine enkelin weiss auch, das ich früher auch mal gesoffen habe, weil ich offen über die krankheit rede und ihr sage, wie man gesund werden kann.
    Liebe sabine, wenn dein mann nicht diesen weg gehen möchte, so mache was für dich und gehe mal in eine SHG oder beratungsstelle und hole dir dort informationen über alkohl in der familie.
    In der SHG sitzen viele abhängige und bertoffenen, die den weg aus der sucht gegangen sind. Dort kannst du on angesicht zu angesicht mit denen reden und wirst viel verständnis für deine lage bekommen.
    Kannst deinen mann fragen ob er mit will und wenn nicht so gehe du, egal ob er mosert oder nicht.
    Ist oft sehr hilfreich, wenn derjenige den ersten schritt wagt, der bereit ist hilfe anzunehemen.
    Bei uns kommen öfter erst CO“s und machen sich kundig über sucht.
    Der saufende schämt sich noch so sehr, das er nicht bereit ist mitzugehen. Mit der zeit wird der aber immer unzufriedener, weil er merkt, das sein partner sich verändert. Er hat dann schwierigkeiten diese veränderungen zu ertragen, weil er sich ausgeschlossen fühlt.
    Es kann passieren das er noch mehr säuft oder da ihm was an der partnerschaft liegt auch was für sich tut.
    Ich habe, als mich meine frau machen lies was ich wollte und sie machte was sie wollte erst vermehrt gesoffen und da ich mich immer mehr isoliert und einsam in meinem suff fühlte veränderungen vor genommen.
    Sage heute dazu, es hat unsere leidenszeit beendet.

    Herzlichst heinrich