Einfach mal was von der Seele schreiben

  • Hallo liebe sabine!

    Es ist schon mal gut, das dein mann die einsicht hat, das er ein problem
    Mit seiner trinkerei hat.
    Lass ihn machen, wie er es für richtig hält, denn was anderes bringt dich nicht weiter.
    Ich möchte dir von einer frau berichten, deren mann weitergesoffen hatte obwohl
    Er wusste, was auf ihn zukam.
    Seine frau probierte auch alles um ihn trocken zu legen, als ihr das nichts brachte, ging sie in eine SHG um sich dort informationen über sucht und ihre folgen zu holen.
    Sie bekam dort, durch gespräche mit, das nicht ihr mann ein problem mit dem alk hatte, sondern das sie ein problem damit hatte.sie begriff, das sie sich selbst im wege stand und daran was ändern musste.
    Da sie sich nicht von ihren mann trennen wollte, weil sie nicht aufgeben wollte, was sie während ihrer ehe angeschafft hatten, änderte sie was an ihrem verhalten.
    Sie lies ihn machen und holte sich die kraft, um dies alles auszuhalten in der gruppe.
    Sie holte sogar sein saufzeug (machte meine frau zum schluss auch) damit er nicht mit dem auto fuhr und dabei andere in gefahr brachte. Sie erlebte alle tiefen mit ihrem mann bis zu seinem tot.
    Die kraft und stärke dafür gab ihr die gruppe, weil sie dort lernte, das sich ihr mann eben für den alk entschieden hatte, oder nicht anders konnte.

    Ich weiss nur, das ich mich beschi**en gefühlt hatte, als mich meine frau nicht mehr am familiengeschehen hat teilnehmen lassen.
    Ich fühlte mich isoliert und soff um so mehr.
    Sah ich einen film, bei dem am ende happy-end angesagt wurde so heulte ich wie ein schlosshund, denn so hätte ich es auch gerne gehabt.
    Ich war aber noch so gefangen in der sucht, war aber noch nicht bereit zu kapitulieren.
    Wenn ein spritkopf noch nicht bereit ist, was gegen seine sauferei zu machen, so muss er eben noch weitersaufen, bis die erkenntnis kommt was zu tun.
    Dabei kann passieren, das der zug für ihn schon abgefahren ist, weil der partner nicht mehr will oder kann,


    Herzlichst heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hallo Klaro,

    danke für dein Mail.

    Ja, ich werde ihn machen lassen. Ich kann ja doch nichts tun. Ich habe mir Ziele gesetzt und hoffe die durchstehen zu können.

    Ihr helft mir hier sehr

    Sabine

    Nicht ärgern nur wundern!

  • Hallo Sabine,

    es ist schoen, wenn Du Dich durch uns unterstuetzt fuehlst.

    Ich drueck Dir die Daumen, dass Du durchhaelst.

    Wenn Du nicht durchhaelst, lass den Kopf nicht haengen, dafuer ist ein Forum wie dieses da. Hier darfst Du ehrlich sein und hier bist Du nicht alleine mit Deinen Problemen.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hi,

    ich habe nächste Woche einen Termin bei der Suchtberatung. Ein komisches Gefühl da anzurufen.

    Ich habe mal eine Frage. Ihr sagt ja, ich soll meinen Mann machen lassen, aber wie steht es mit meinen Aktivitäten?
    Soll ich ihm sagen , das ich mir einen Termin bei der Suchtberatung gemacht habe.?

    Er hat schon ziemlich irritiert geschaut, als ich ihm erzählte, das ich meinen Chef gefragt habe, ob er mich nicht öfter braucht.
    Er weiß auch nicht das ich hier schreibe, aber wohl mache ich kein Geheimnis daraus, das ich mich informiere und das das Thema aktuell ist.

    Er trinkt auch seit unseren Gesprächen höchstens mal ein Glas Wein. Ich weiß auch das er das jetzt längere Zeit so aushält, aber ist schon ätzend, wenn man nicht so recht weiß, ob er das so ohne fremde Hilfe durchsteht (Hilfe, die ich ihm nicht geben kann.)
    Er schleicht hier ganz schön rum und ist so was von freundlich.... :roll:

    Ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg, aber ich wäre für ein paar Tips dankbar.

    Liebe Grüße

    Sabine.S

    Nicht ärgern nur wundern!

  • Hallo Sabine,

    Zitat

    Soll ich ihm sagen , das ich mir einen Termin bei der Suchtberatung gemacht habe.?

    klar kannst du ihm das sagen was du machst, musst nichts verheimlichen. Die Offenheit ist unsere Verbündete.

    Denn all dies kann ihm zum Nachdenken und Handeln ermutigen.

    Aber wichtig ist halt das er auch weiß das du das für dich machst.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hi Sabine,

    das ist Deine Entscheidung, ob Du Deinem Mann das sagst, wenn Du nicht moechtest, dann musst Du ihm das nicht sagen. Ich hatte damals meinem Ex gesagt, dass ich zu einer Selbsthilfegruppe gehe, da ich nicht mit seinem Alkoholkonsum klarkomme und ich mich wieder auf mich konzentrieren muss.

    Es kann gut sein, dass Dein Mann freundlich und lieb ist und sich zusammenreisst, jemand der eine Alkoholsucht hat, muss ja nicht jeden Tag volltrunken sein, eine Sucht faengt immer irgendwo an und kann sich dementsprechend verschlimmern.

    Wichtig ist, dass Du fuer Dich etwas tust, damit Du wieder gluecklich wirst und Du weisst, was Alkoholismus bedeutet. Eine SHG ist ein sehr guter Weg, denn man hat direkten Kontakt und es tut gut auch mal die Menschen zu sehen, die genausolche Probleme haben wie Du. Das Forum hier ist auch sehr gut, aber die Unterstuetzung durch eine reale SHG ist natuerlich besonders gut.

    Denk an Dich, Dein Handeln kann etwas aendern, lass Dich nicht davon abbringen und schau auf diesen Weg nach Dir und nicht nach Deinem Mann, das ist die einzige Erfahrung, die ich Dir weitergeben kann.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hallo Sabine,

    bei meinem Mann hat die Alkoholsucht auch schleichend angefangen.
    Als wir uns vor mehr als 26 Jahren kennengelernt haben, hätte ich nie gedacht, dass Trinken mal ein Problem werden könnte.

    Außerdem haben wir uns ja geliebt, waren jung und Sorgen weit weg.

    Oder sie wurden verdrängt, weil man sie nicht sehen wollte.

    Jetzt, nachdem mein Mann endlich begriffen hat, dass er etwas gegen seine Krankheit tun muss, schüttelt es mich, wenn ich an Situationen denke wie viele von euch sie hier noch immer erleben.

    Ich möchte nie mehr unter dem Druck stehen, heimzukommen, und "nachsehen" in welcher Stimmung er ist. Nie mehr Entschuldigungen suchen, warum er nicht hier, da oder dort ist. Weil er betrunken ist.

    Mich nie mehr vor meinen Kindern schämen, weil ich zu feige bin, mich von dem Mann, der keine Achtung vor mir hat, zu trennen.

    Mich nie mehr vor unseren Gästen schämen, weil er mich in seinem Suff
    nur herunterlassen kann.

    Und, und, und.....

    Du hast schon eine gute Entscheidung getroffen. Gehe zu der Beratung. Das wird dir sicher helfen und guttun.

    Ich wünsche dir viele nette Leute dort, gute Gespräche, viel Hilfe für dich,
    Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallo,

    danke für eure Antworten. Heute geht es mir gut. Ich habe das Gefühl etwas ins Laufen gebracht zu haben. Habe erkannt, warum ich oft so unzufrieden und unglücklich war.

    Ich bin auf dem Weg.
    Egal in welche Richtung. Ich bin mir sicher es werden eine Menge Fallgruben und Berge auf mich warten, aber es wird auch immer wieder eine Blume am Wegesrand stehen und mich aufmutern.
    Ich dreh mich zwar immer noch manchmal im Kreis, aber ...das wird schon.

    Ja, Gotti du hast recht. Ich will nie wieder ein menschliches Frack neben mir liegen haben.
    Nie wieder in die traurigen Augen meiner Tochter blicken müssen.
    Ich will meinen Mann achten und lieben, aber nicht wenn wie dabei vor die Hunde gehen und er etwas anderes mehr liebt als uns.
    Ich werde das nicht mehr dulden. Hier ist Schluss. Meine Geduld am Ende.

    Allerdings weiß ich auch das meine Mann jetzt lange erstmal nichts trinken wird und vor dem Tag des ersten Vollrausches graut mir jetzt schon.
    Plan B hab ich schon im Kopf muss ihn dann nur realisieren.

    Und Heinrich... ich werde ganz sicher nicht in eine SHG gehen, damit mein Gatte in Ruhe weitersaufen kann zu Hause.
    Sondern damit es uns besser geht. Damit ich lerne ihn loszulassen.

    Garnicht einfach... muss ich täglich schon bei meiner Tochter spüren.Ich wünschte, mein Mann würde auch so für seine Unabhängigkeit kämpfen wie meine Pupertierende Tochter.

    Bis denn liebe Grüße Sabine

    Nicht ärgern nur wundern!

  • Hallo sabins s!

    Jetzt hast du einen riesenschritt in die richtige richtung gemacht.

    Nimm für dein leben verantwortung und nicht für das deines nes.

    Er ist alkoholkrank und ihm muss zur erkenntnis kommen, will er da raus.

    Ich habe nicht geschreiben, das du für deinen mann in eine SHG gehen solltest, sondern für

    dich solltest du dorthin gehen.

    Dein weg aus der abhängigkeit wird schwer werden und es werden auch rückschläge dabeii

    Sein, aber das wichtigste ist, DAS DU WAS MACHST.

    Fange mal an, das zu tun was du schon immer mal machen möchtest und habe dabei keine

    Schuldgefühle gegenüber deinem mann.

    Bei deinem mann wirst du weiterhin die böse sein, denn du willst ihn ja was wegnehmen,

    wozu er noch nicht bereit ist.

    Du wirst auch die böse sein, weil du zur beratungsstelle gehst, weil er sich dadurch blossgestellt fühlt, aber wenn du schon anfängst, die leichen aus deinem keller zu entsorgen, so geht das nur mit offenheit. Offenheit zu sich und seinem umfeld.
    Es wird scham in dir sein dich zu öffnen aber du wirst schnell merken, das sie auf der beratungstelle und in der SHG es gut mit dir meinen und dir sagen, warum habe ich das nicht schon viel früher in angriff genommen.
    In der beratungstelle machen sie, wenn du es möchtest auch den vorschlag, mit deinem mann, dir und deiner tochter ein gespräch zu führen um möglichkeiten zu finden, ob gemeinsam was an euer situation was zu ändern ist.
    Ich weiss, wie die beratungsstellen vorgehen da ich eng mit denen zusammenarbeite und zur zeit mit meiner tochter einen weg finde, wie ihr weg werden sollte.
    Auch mein enkelkind ist mit eingebunden und der wurde gesagt, das sie die wahrheit ruhig sagen könne.
    Es ist was anderes für deinen mann, wenn eine neutrale person seine lage sieht und sie ihn vor augen führt, als wenn du es machst.
    Vor einer neutralen person kann er sich nicht wie ein aal aus der sache herauswinden, wie bei dir.
    Die von der beratungsstelle binden die ganze familie ein, weil die sauferei deines mannes die ganze familie krank gemacht hat.
    Ich perönlich würde deinem mann ruhig sagen, das du in eine beratungsstelle gehst, um sich hilfe zu holen, da du mit seiner sauferei nicht mehr klar kommst und wissen willst, welche schritte du machen kannst um was für dich zu ändern.
    Meine liebe sabine, was dein mann jetzt bei dir macht, habe ich immer einlullen genannt. Ich habe auf diese art meine frau wieder mal hoffnung gemacht, weil sie sich so daran klammerte es zu glauben, aber wusste das es nur für kurze zeit ist. Ich konnte das bis zu 3monate aushalten, was mir viel energie kostete.

    Wäre dein mann wirklich bereit was gegen seine sauferei zu unternehmen, so ist der weg nur;
    1. arzt, 2. beratungsstelle, um festzustellen ob ambulante oder stationäre thera 3.gruppe,gruppe, gruppe.
    Will er das nicht, so ist sein leidensdruck noch nicht gross genug.
    Sein weg hat aber mit deinem weg nichts zu tun, denn den gehe mal schön für dich auch wenn es dir noch so schwer fallen sollte.

    Ich als alter erfahrener spritkopf glaube, das du schon den richtigen weg gehst, weil du anfängst, die schauze von dem ganzen hick, hack vollhast.

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hallo Heinrich,

    danke für die Antwort. Ja,...ich denke mein Mann ist noch nicht so weit.
    Ich kann aber leider nicht warten bis er so weit ist.
    Nicht leider,..ich will darauf nicht warten. Vielleicht langt es ja seinen Leidensdruck dadurch zu erhöhen, wenn wi uns von ihm zurückziehen, wenn nicht kann ich es auch nicht ändern. Auch wenn das schmerzt.

    Ich bin sehr froh mich hier austauschen zu können.

    Sabine

    Nicht ärgern nur wundern!

  • Habe meinem Mann jetzt von dem Termin bei der Suchtberatung erzählt.

    Er hat es sich interessiert angehört und mich gefragt, wieso ich das tue, wo er doch das Problem hätte.
    Ich habe ihm dann erklärt, das ich es tue um mich zu informieren, um besser damit umgehen zu können.

    Ich habe ihm auch gesagt, das ich gerne glauben würde, das er durch ein Buch und das aufschreiben seines Konsums sein Problem in den Griff bekommt, aber ich habe ihm auch gesagt, das er sich etwas vor macht.
    Ich habe ihm angesehen, das es furchtbar in ihm arbeitet.
    Er weiß jetzt das ich es akzeptieren muss, wenn er seinen Weg so gewählt hat und ihm deutlich aufgezeigt, wie mein Weg aussieht.

    Dort könnten sich unsere Wege dann trennen, und das wäre wirklich sehr Traurig :cry:

    Liebe Grüße Sabine

    Nicht ärgern nur wundern!

  • Hallo liebe sabine,S

    Ich glaube, das dir ein grosser stein von der seele gefallen ist, als du diese worte gesprochen hattest und gesehen hast wie er reagiert.
    Genau das ist es was dem spritkopf zum nachdenken bringt. Du hast ihm mit deinen worten seinen spiegel vorgehalten und ihm gesagt, das dies nicht weiter dein spiegel sein werde.
    Lasse ihn erst mal zeit zum nachdenken, denn daran hat er schwer zu kauen.
    Ich glaube nicht, das sich eure wege trennen, aber sage ihm ruhig wann der termin ist.
    Lasse dich danach nicht von ihm aushorchen, wie es dort war, sondern falls er fragen sollte,
    das es für dich sehr hilfreich war und du als nächstes eine SHG aufsuchen würdest.
    Was er in büchern liest sind geschriebene worte mit denen er doch in seiner lage nichts
    Anzufangen weiss.
    Verstehen kann man die bücher über sucht erst richtig wenn man, sie erlebt hat.
    Jedes indivitium hat doch seine eigene vorgeschichte, nur ist man erst in der sucht gefangen ähneln sie sich.
    Dann hört man des öfteren, es ist genauso wie bei mir.
    Mach du mal weiter so, denn dein selbstwert ist doch schon ganz schön gestärkt und nach dem nächsten schritt wird es noch stärker werden.
    Ich schätze, das jetzt dein mann so langsam die felle davon schwimmen sieht, weil du es ernst mit dir meinst.
    Werst sehen, liegt ihm was an eurer beziehung, so macht er schon was für sich.
    Wünsche dir ein geruhsames wochenende und drücke dir weiter die daumen.


    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hallo Heinrich,

    ja ich bin erleichtert. Das wird schon, wird halt noch was dauern, aber ich lass nicht locker.

    Wieso soll ich ihm nicht von dem Gespräch erzählen? Glaubst du das er mich dann einwickeln will?

    Sabine

    Nicht ärgern nur wundern!

  • Hallo liebe sabine
    Weil es deine sache ist und nicht seine sache. Du bist der co und machst das für dich.
    Wenn er wissen will wie das gespräch war, so soll er doch selbst hingehen und nachfragen.
    Sag ihm nur, für dich war das gespräch aufschlussreich und hättest nur das bestätigt bekommen, was du dir vorgenommen hast.
    Er muss wütend werden und sich ausgeschlossen fühlen, nur das bringt ihm zu nachdenken.
    Das solltest du aushalten können, denn das dir was an deiner ehe liegt, ist doch nicht von der hand zu weisen.
    Ich weiss nur von anderen abhängigen, das sie so den weg gegangen sind und erfolg dabei hatten.
    Ich weiss doch von mir wie es damals war, denn meine frau machte es bei mir auch so.
    Habe schon des öfteren davon berichtet.

    Halte weiter die ohren steif und denke dabei an dich. Lass ihn ruhig zappeln, denn überlege mal, wie viel male du ihm erzählt hast wie es dir geht. hat sich dabei was geändert?
    Wut in dem spritkopf ist das beste mittel um ihn zum nachdenken zu bringen. Isoliert war ich durch meine sauferei schon genug aber als mich meine familie nicht mehr am familienleben teilnehmen lies, würde es mit der zeit zum horror für mich.
    Das alles hielt meine familie aus und der erfolg ist, das wir jetzt ein bleifreies leben führen, wo auch ab und zu die fetzen fliegen, aber immer im rahmen gegenseitiger achtung.

    Ist deine entscheidung, es mal auf diese art zu probieren.

    Herzlichst heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hallo Heinrich!

    Ich glaube ich verstehe.
    Er wird langsam wütend...das scheint zu funktionieren. Er ist auch völlig verunsichert und weiß nicht mehr wie er reagieren soll.
    Es brodelt in ihm und er fängt an sich zu verändern. Ich glaube das ist gut..., aber auch ganz schön heftig.

    Er merkt das ich meine eigenen Wege gehen will und das macht ihm Angst.
    So...jetzt Schluss mit den trüben Gedanken für ein paar Stunden.
    Die Sonne scheint und ich werde mich jetzt aufs Rad schwingen und eine kleine Tour zur Eisdiele machen.

    Oder doch eine Tour mit dem Mopped?

    Liebe Grüße Sabine

    Nicht ärgern nur wundern!

  • Hi,

    ich habe den freien Tag für mich genutzt und sehr genossen.

    Aber..., ich werd hier verrückt. Mein Mann ist so was von freundlich, das es mir schon unangenehm ist. Er trinkt für seine Verhältnisse extrem wenig und ist sehr stolz darauf. Er sagt auch es würde ihm überhaupt nichts ausmachen.

    Für ihn ist jetzt alles wieder in bester Ordnung. Die Frau ist wieder besser gelaunt und er macht ja etwas gegen sein Problem. Denkt er.

    Ich habe ihm gesagt das ich nicht glaube das er das durchhält und er sich was vor macht. aber er hat seinen Weg gewählt und ich meinen.
    Wir hatten keinen Streit haben uns ruhig und sachlich unterhalten, auch über seine Kindheit. Seine Eltern haben beide getrunken, das war mir auch so noch nicht bewußt. Er hätte das meiste aber vergessen. Das obwohl er ein Teeny war und sich sonst an Dinge aus dem Kleinkinderalter erinnert.

    Er sucht extrem meine Nähe, aber die kann ich nicht ertragen. Zuviel ging mir in den letzten Tage durch den Kopf zu viel ist kapput gegangen durch seinen Konsum. Das kann man nicht einfach so vergessen und wieder gut machen nur weil man weniger trinkt.

    Er will alles besonders gut machen, weil er mich nicht verlieren will, aber.. ich bin froh, wenn ich meine Ruhe habe und mich nur auf mich konzentieren kann.

    So, genug Mist abgeladen

    Gruß Sabine

    Nicht ärgern nur wundern!

  • Hallo,

    ich hatte diese Woche ein langes Gespräch bei der Suchtberatung. Der Weg dahin war nicht einfach, aber jetzt bin ich sehr froh darüber.

    Wie soll es anders gewesen sein hat er mir genau das erzählt was ihr mir hier auch immer sagt. Mädel pack die Koffer und lass dir das nicht gefallen.

    Er wird nichts ändern...! Och menno.
    Ich habe nächste Woche noch einer Gespräch mit einer "Ex Co" die Ehrenamtlich bei der Beratung arbeitet. Was soll ich sagen..., ich freu mich drauf.
    Aber diesmal werde ich mir Taschentücher mitnehmen, hab dem armen Kerl schon total einen vorgeheult, aber ich denke, der ist das gewöhnt.

    Das hatte wenigstens den Vorteil, das ich die Freundin meines Chefs auf dem Rückweg traf und weil ich so jämmerlich aussah , auch gleich fragte was denn mit mir los sei. So weiß mein Chef , mit dem ich mich gut verstehe auch Bescheid und hat mir seine Unterstützung zugesagt.

    Abends hatte ich dann noch ein Gespräch mit meinem Mann.
    Ich habe ihm jetzt die Pistole auf die Brust gesetzt. Entweder Alkohol oder wir.
    Ein halbes Jahr ohne Alkohol.., er soll das Buch vom kontrollierten Trinken verbrennen.

    Ich hab ihn selten so wütend gesehen. Er hatte Mühe sich zu beherrschen
    und ich bin so froh, das ich ich hier schon viel gelesen hatte, denn er hat wirklich das ganze Programm ausgepackt. Mir gar einen Liebhaber andichten wollen. Er hat sich gewunden wie ein Aal und hat sich echt beschissen gefühlt, aber da muss er halt jetzt durch.

    Am Ende hat er dann gesagt, er würde jetzt ein halbes Jahr keinen Alkohol trinken, wenn es das wäre was ich wollte. Aber wenn er zu einer Suchtberatung gehen würde, wäre das doch nur geheuchelt.!!!
    Da ist mir dann auch die Hutschnur gerissen.

    Ich zieh das jetzt durch und wenn er meint ohne Hilfe auszukommen bitte, aber ich bin froh Hilfe zu bekommen und werde sie auch nutzen.
    Er muss den Weg alleine gehen. Wir leider auch. Das tut weh, aber hier passiert gerade so viel... Ich habe mehr Unterstützung als ich glaubte,..und das tut sehr gut.
    Man muss sie nur zulassen.

    Sabine

    Nicht ärgern nur wundern!

  • Mensch, Sabine,

    lass dich mal drücken! Du bist / ihr seid jetzt in DER schwierigen Phase! Ich fühle mit dir. Es ist hart zu erkennen, dass alles Reden nichts gebracht hat.
    Aber du hast eine Chance: Wenn dein Mann erkennt, wie ernst du es meinst und er dich wirklich liebt, dann wird er handeln. Vielleicht dauert es ein bisschen, aber ich wünsche dir, dass er aktiv wird und vor allem, sich wirklich in Therapie begibt!

    Alles Liebe und Gute für euch!

    Oiseau

  • Hallo sabine!
    Dir ist doch bestimmt, trotz rotz und wasser heulen bestimmt eine grosse last von dir gefallen, da du noch obendrein die bestätigung bekommen hast, was für dich zu machen. Schalte deine ohren bei deinem mann auf durchzug, denn er muss sich so richtig bes****en fühlen um einsicht zur einsicht zu kommen.
    Er wird noch härtere geschütze auffahren, aber du weißt ja wo du unterstützung bekommst um das alles auszuhalten.
    Du wirst sehen, je stärker du für dich wirst, um so hilfloser kommt er sich dir gegenüber vor, weil er nicht mehr die vor sich hat, mit der er sein spielchen treiben konnte. Denke daran das er es nicht so meint wie er es sagt, denn die sucht treibt ihn zu solchen angriffen, weil du ihm seinen spiegel vorhälst und er selbst weiss, das du damit recht hast.
    Wenn ich nach hause kam und meine frau meinte, musst du schon wieder trinken, so fühlte ich mich angegriffen und schon war streit vorprogammiert.
    Heut kommt manchmal das thema auf den tisch, wenn wir uns darüber unterhalten. Dann sage ich zu meiner frau, weißt du noch, wie du immer gefragt hast ob ich schon wieder trinken muss?
    Heute, da ich weiss, was sucht ist, ist meine antwort, jawohl ich musste trinken, denn sonst hätte ich nicht für mich funktiuniert. Aber woher sollte man damals darauf kommen, im suff. Ich würde dir empfehlen eine SHG aufzusuchen und dich dort mit betroffenen austauschen.
    Dort sitzen die profis, die den weg aus der abhängigkeit (egal ob alk oder CO) geschafft haben und heute eine zufriedenes miteinander leben, in denen es auch nicht immer reibungslos abläuft, die aber verantwortungsvoll mit sich und seinem umfeld umgehen.
    Ich wünsche dir für jeden schritt in richtung selbstwert alles gute und halte durch, denn der weg lohnt sich allemal, egal wie es zum schluss ausgeht.

    Es grüsst dich recht herzlich heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hallo,

    erst mal lieben Dank, das ihr mir geantwortet habt. Ich weiß das wirklich zu schätzen.

    Hier ist was los..., gestern wieder Gespräche mit meinem Mann. Es hat ihm absolut keine Ruhe gelassen und er war immer noch sichtlich geschockt.

    Also hab ich ihm die Leier wieder erzählt, Alkohol oder wir, basta.
    Auf dem Klo lag die Zeitung mit den Imobilienanzeigen.

    Ich muss dazu sagen, das mein Mann schon lange nichts mehr getrunken hat.
    Er ist wie gesagt ein Quartalssäufer.

    Immer wieder... nein, außer das du trinkst habe ich keinen Grund zu gehen.
    Ich hab das ganze dann abgewürgt und bin zum Sport gegangen, das ich die letzten Wochen schon ein paar mal sausen lassen musste wegen verschiedener Termine.

    Außerdem hatte ich alles gesagt und mehr hatte ich dazu nicht zu sagen.

    Als ich wieder kam, hat mich mein Mann ehrlich geschockt... und ich habe es mir dreimal wiederholen lassen.

    Er meinte, er hätte sich in den 2 Stunden in denen ich weg war, im Internet kundig gemacht und sich verschiedenes durchgelesen.

    Ich hätte recht.

    Warscheinlich würde er sich etwas vormachen. Er würde zwar immer noch glauben es kontrolieren zu können, aber ..er hätte aber auch gelesen, das genau dies typisch Alki sei.
    Er könne es eben nicht einschätzen und er würde sich einen Termin bei der Suchtberatung machen, denn er hätte dort nichts zu verlieren.
    Wir aber wären ihm doch wichtiger, als der Alkohol.
    Er wollte auch wissen, ob ich ihn begleiten würde, es würde mich ja schließlich auch angehen.

    Es scheint ihm ernst zu sein und ich hoffe er hat nicht den Schw... eingezogen.

    Lügen Alkis eigendlich immer...?

    Meiner hat das bisher nie getan. Musste er auch nicht, denn ich hab ja nie wirklich Stunk gemacht. Deshalb ist es warscheinlich auch so heftig für ihn. Er weiß das ich es ernst meine.
    Naja, also klar er belügt sich selbst, weil er denkt es unter Kontrolle zu haben.

    Nochmal vielen Dank für die lieben Worte und Oiseau ich drück dich auch ganz lieb.

    Liebe Grüße Sabine
    immer noch misstrauisch!!

    Nicht ärgern nur wundern!

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