Hallo Lilly12,
ich danke dir , dass du mir vor Augen führst, was ich in den 1 1/2 Wochen die ich jetzt in diesem Forum aktiv bin schon erreicht habe. Durch meine intensive Auseinandersetzung mit unserer Krankheit, meinen Perspektivwechsel und meine Einstellungsänderungen kommt es mir vor als wären anderthalb Monate vergangen. Schon blöd wieviel Zeit ich, mit Alkohol trinken, an Alkohol denken und mich vom Alkohol trinken erholen,
verschwendet habe.
Ich denke auch, dass irgendwann der Zeitpunkt kommt, dass ich in den geschützten Bereich des Forums wechsel. Im Moment bin ich aber mit dem offenen Bereich noch nicht "fertig". Ich hoffe, dass ich auch, wenn ich erstmal im offene Bereich des Forums weiter schreibe und lese, als vollwertiges Mitglied des Forums und der SHG angesehen werde.
Dass du liebe Lilly12 dich jetzt entschlossen hast deine letzten "Altlasten" zu entsorgen, zeigt mir auch, dass die Arbeit an den Lebensumstellungen nie so richtig abgeschlossen ist.
Auch habe ich nicht vergessen, dass du es warst die mir hier im Begrüßungsfaden die Hand gereicht hast, was dazu führte, dass ich über die Eingangsschwelle getreten bin. Ich habe zu dem Bild in meinem Avatar einen Text geschrieben, den ich dir liebe Lilly12 widmen möchte. (sollte der Text gelöscht werden, wofür ich Verständnis hätte, werde ich ihn dir nochmals per PN schicken)
Endstation
Klirrend klagen gute Geister,
ein Choral im Abendwind,
dort wo stille Lauscher sind
und die Lippen Zugereister
beben, Blick vereinsamt – blind.
Aus den tauben Ohren kriechen
Maden der Verschleierung,
die im Klang der Prophezeiung
taktvoll nun im Munde siechen,
reizend, abhusten – Befreiung.
Und von hohen Barrikaden
schütten Mütter säckeweise
ihre Sorgen, lächeln leise,
es erklingen schon Balladen
dieser schier endlosen Reise.
Liebe Grüße
Scrooge
Gestern war es nun soweit, ich hatte ja hier im Forum schon davon gelesen. Ich hatte eine Alkoholtraum. Ich habe mich gestern nach dem Mittag zu einem Schläfchen hingelegt da ereignete sich folgendes. Ich gang an ganz frühe Orte meiner Jugend und traf ganz viele Personen an die ich seit Jahren nicht mehr dachte. Irgendwo war ich auf einer Party in einem Wald in einer Hütte. Dort waren sehr viele Leute aus meiner Vergangenheit. Viele waren betrunken oder tranken. So musste ich wieder gehen. Ich irrte also durch diesen Wald und kam immer wieder und wieder zu dieser Hütte, ich fand einfach den Weg nicht hinaus. Dann kam eine Exfreundin, die ich in der 8. Klasse hatte, nahm mich bei der Hand, führte mich. Sie war sehr böse auf mich und sagte, dass ich nicht nur an mich denken solle und was denn mit den anderen sei. Ich sagte, dass ich jetzt nur an mich denke dürfe. Dann Filmriss. Ich erwachte in meinem Kindergarten, in dem ich gedanklich seit 25 Jahren nicht mehr war. Ich erwachte auf eben jenem Bett, wo ich immer Mittagschlaf gehalten habe. Viele Leute waren im Raum und schimpften. Ich fühlte mich sehr verkatert. Neben meiner Liege standen zwei halbleere Flaschen Bier. Ich war sehr verzweifelt, weil ich mich nicht erinnern konnte, wann ich diese getrunken haben soll. Ich wollte die Flaschen wegräumen, bevor sie jemand sieht, aber es wurden immer mehr. Unter dem Bett standen mit einem mal bestimmt an die hundert Flaschen. Irgendwelche Leute halfen mir sie in Tüten zu räumen. Ich versuchte mich die ganze Zeit zu rechtfertigen, dass ich nicht wisse woher die ganzen Flaschen kämen, doch ich ahnte, dass ich einen Rückfall gehabt habe. Ich holte meine Handy aus der Tasche, es war zerschlagen. Ich wusste ich muss wieder ganz von vorne beginnen. So wachte ich auf. Ich war überglücklich, dass es nur ein Traum war, brauchte aber etwa eine halbe Stunde, um wieder ganz zu mir zukommen.
Gestern abend hatte ich leichten Saufdruck, den ich aber durch eine lange Dusche, leicht überwinden konnte. Ich hatte das Gefühl, dass er durch vermehrte Rückfallgeschichten, die ich hier im Forum las, ausgelöst wurde. Soviel für heute.
Scrooge(Alkoholiker)