Hallo marlon,
auch ich möchte dich herzlich hier im Forum willkommen heißen.
Scrooge(Alkoholiker)
Hallo marlon,
auch ich möchte dich herzlich hier im Forum willkommen heißen.
Scrooge(Alkoholiker)
Hallo Annika,
deine positive Verstärkung kam genau zu einem Zeitpunkt wo ich sie sehr gebraucht habe. Dafür danke ich dir.
Ansonsten träume ich Moment sehr stark und intensiv. Trockenes und nasses Denken wechseln sich ab, wobei die nassen Denkphasen deutlich abnehmen. Gestern abend ging es mir garnicht gut, aber viel trinken, schöne Musik hören, im Forum lesen und bewusstes Beobachten meiner Alkoholrezeptorenaktivität hat mir geholfen diese Phase zu überstehen.
Einen schönen trockenen Tag
wünscht
Scrooge(Alkoliker)
Hallo jean,
Zitatin einem - mittlerweile äußerst seetüchtigen - Schiff
Ich hoffe inständig, dass du dich damit nicht überschätzt. Deinen Vergleich mit der Seefahrt finde ich gut und werde ihn in meine Vorstellung integrieren. Ich sitze im Moment in einer Nussschale, die ich am stabilisieren bin, durch Anbauten rechts und links, damit sie nicht bei jeder größeren Welle ins Schlingern kommt. Ich sitze zwar in einer Nussschale, aber manchmal bilde ich mir ein einen Großsegler zu steuern, was ein verhängnisvoller Irrtum wäre, denn ich könnte ja durchaus am Steuer der Titanik stehen.
Vielleicht passt als Bild hierzu auch das grimmsche Märchen "Vom Fischer und seiner Frau". Erst lebens sie in einer Kate, dann in einem Haus, einem Palast, sind König, wollen gar Gott sein und sitzen am Ende wieder in ihrer Kate. Ich persönlich bin mit meiner Nussschale jetzt zufrieden und möchte keinesfalls wieder im Meer schwimmen.
Liebe Grüße
Scrooge
Ansonsten macht meine Umfeldveränderung Fortschritte. Ich war gestern zu Kaffee bei einer befreundeten Familie und habe sie über meine Krankheit und meinen neuen Weg informiert. Sie haben sich sehr gefreut und ich habe einen neuen Telefonansprechpartner für meinen "Notfallplan". Gestern abend war ich wieder auf einem Spieleabend und habe alle Teilnehmenden im Vorfeld über meine Krankheit informiert. Alle haben auf Alkohol verzichtet, damit ich teilnehmen konnte. Ich freue mich, dass ich meinen Freunden so wichtig bin.
Scrooge(Alkoholiker)
Hallo ihr Lieben,
ich habe gelesen, dass man bei starkem "Saufdruck" durch psychologische Tricks einen "Gegendruck" aufbauen kann, der das Verlangen nach Alkohol überlagert. Wendet jemand von euch dieses Verfahren an und kann mir mehr über dessen Anwendung berichten?
Hier wird viel über das sogenannte "Suchtgedächtnis" geschrieben. Mich würde interessieren, wie es genau funktioniert.
Ich hoffe meine Fragen sind in dieser Rubrik richtig eingestellt, ansonsten kann der Faden ja in den richtigen Bereich verschoben werden.
Liebe Grüße
Scrooge (Alkoholiker)
Hallo Micha,
auch ich bin beim Lesen jetzt bei deinem Brief angelangt. Er hat mir gut gefallen. Ich glaube ich werde ihn morgen mal handschriftlich abschreiben.
Liebe Grüße
Scrooge
Hallo ralle66,
auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum. ![]()
lg Scrooge
Hallo Micha,
ich danke dir für deine Informationen, sie sind für mich nützlich und ich habe mich in vielem wiedererkannt.
Heute Vormittag wollte ich eigentlich meine Wohnung unräumen, aber mein Körper hat stark nach Schlaf verlangt. Ich habe ganz komisch geträumt. Irgendwelche sehr angenehmen weiblichen Simmen haben auf mich eingeredet..sehr liebevoll...ich weiß nicht mehr worüber sie sprachen nur, dass sie mir Zuspruch gaben und ich mich nach dem Aufstehen sehr wohl fühlte.
Heute Nachmittag nach dem Fußballspielen (nein, dass verbinde ich nicht mit Alkohol trinken und auch keiner meiner Mitspieler trinkt dort Alkohol) wurde gefragt ob ich heute abend mit in eine bestimmte Kneipe komme. Ich lehnte natürlich ab und sagte ich hätte etwas wichtigeres vor.(Hab ich auch: Lese im moment "Der Name der Rose" und natürlich hier im Forum...achso Nachtdienst habe ich ja auch noch, währe sonst mein einziger Grund gewesen) Aber trotzdem...in meinem Kopf ist bei der Rfage nach dem Kneipenbesuch irgendein Schalter umgesprungen und ich hatte starkes Trinkverlangen. Es ging schnell wieder weg. Ich habe zuhause 1,5 Liter Wasser getrunken und war durch den Fußball sowieso ausgepowert.
Das wars für heute
Liebe Grüße
Scrooge
Hallo Pauli und Blue Bouncer,
Zitatich finde echt Klasse,dass du die Ratschläge die du bekommst sofort versuchst umzusetzen.
Ich habe keine andere Wahl, denn ich habe mich für das Leben und die Freiheit entschieden.
Mir ist klar geworden, dass ich Personen, Orte und Eindrücke, die ich mit dem Alkohol assoziiere einfach meiden MUSS. Ich werde mich da auf meine Bauchgefühl verlassen und so Stück um Stück erfahren welche Dinge auf meine Trockenheit förderlich oder schädlich wirken könnten.
Liebe Grüße
Scrooge
Im Moment stelle ich mir die Frage welche Merkmale genau, nasses oder trockenes Denken kennzeichen. Vielleicht finde ich ja etwas im Forum dazu.
Hallo Freund,
Zitatschwer oft als erwachsener Mensch "anzunehmen", du musst vertrauen und es "erlernen".
Genau das werde ich, denn ich habe keine Alternative.
Liebe Grüße
Scrooge
Ich bin gerade dabei meine Trinkgewohnheiten zu analysieren.
Ich habe am meisten in meiner Wohnung alleine oder mit einem Freund der auch Alkoholiker ist getrunken. Selbst wenn ich auf Partys oder anderen Veranstaltungen war, habe ich es vorgezogen zuhause mir in Ruhe den Rest zu geben. Ich habe seit meiner letzten Trinkpause vor einigen Jahren nur abends getrunken und auch in den meisten Fällen nur an Abenden, wo ich am daurauffolgenden Tag frei hatte.(um meinen Kater in Ruhe austragen zu können.)
meine ersten Konsequenzen sehen darauf wie folgt aus:
Zur Umfeldveränderung:
Ich war heute bei meinem Freund der auch Alkoholiker ist und habe mit ihm gesprochen. Ich erklärte ihm, dass der Spieleabend gestern für mich nicht gut war. Ich begründete es mit meiner Alkohokrankheit und meinen Angestrebten Umfeldveränderungen. Ich habe ihm mitgeteilt, dass ich den Kontakt zu ihm nur dann halten kann, wenn er in meinem Beisein kein Alk mehr trinkt. War schon ein komisches Gespräch, da er mit lauter nassen Kommentaren kam und Witze machte. Ich signalisierte ihm wie ernst mir die Sachen ist. So sind wir erstmal auseinander gegangen.
Meine Wohnung ist Alkoholfrei. Da ich in einem Studentenwohnheim lebe, habe ich heute mit meinem Mitbewohner gesprochen. Wir teilen uns einen gemeinsamen Kühlschrank, in den er hin und wieder ein Bier stellt. Ich habe ihn gebeten, dies aufgrund meiner Alkoholprobleme zu unterlassen. Er hatte sofort Verständnis dafür.
Ich werde morgen meine Wohnung komplett Umräumen, nichts soll mehr an dem Platz sein wo es vorher war. Mit Duftkerzen möchte ich den Geruch meiner Wohnung verändern. Es soll nicht mehr an das Domizil erinnern an dem ich gerne Alkohol getrunken habe.
An 10 Tagen im Monat habe ich Nachtdienst. Dort bin ich an einem Ort, den ich nicht mit Alkohol in Berbindung bringe. Am gefährlichsten sind zuhause für mich die Abendstunden an denen ich am nächsten Tag nichts wichtiges Vorhabe. Ich werde darum wie von Lilly12 empfohlen mit dem Joggen beginnen. Des weiteren soll es für mich in nächster Zeit keine freien Tage mehr geben. Es gibt keine freien Tage um einen Kater auszukurieren.
Ein anderes befreundetes Paar habe ich angerufen. Ich werde sie nächste Woche besuchen um auch ihnen mein Ansinnen mitzuteilen.
Soweit für heute. War ein anstrengender Tag, aber ich bin zufrieden. Ich hoffe ich bin auf dem richtigen Weg, habe aber auch ein bisschen Angst vor den Veränderungen die mir bevorstehen.
Liebe Grüße
Scrooge
Hallo Sensei,
schön etwas mehr über dein Leben erfahren zu haben. Leider kann ich dir keine Tipps und Halt geben, da ich selbst noch ganz am Anfang stehe. Ich hoffe es nimmt sich deiner bald einer der Erfahrenen hier an.
Ein Rat vielleicht:
Schreib über dich, was du denkst und fühst...schreibe, schreibe, schreibe...über dich.
Pass auf dich auf
Scrooge
Oje, ich habe gerade meine letzten Beiträge im Forum gelesen und sie vermitteln mir den Eindruck, als wenn ich glaube etwas im Griff zu haben, was ich nicht im Griff haben kann, was ich niemals im Griff haben werde.
Nun, wenn es mir diesen Eindruck vermittelt muss es wohl auch so sein.
Angst vor dem Kontrollverlust?
Naja, nicht zu trinken, ist immerhin ein Anfang.(und dafür bin ich stolz auf mich) Es ist aber nicht zu leugnen ich stehe am Anfang und von dort aus muss es weiter gehen!
Wieder der Teufel Alkohol, der versucht im Mantel der Willenstärke in Sicherheit zu wiegen.
Ich glaube jetzt muss ich mich erstmal entspannen, mir tut schon der Kopf weh.
Vielleicht sollte ich das mit den Selbstbewusstseinstärkenden Tiefensuggestionen auch lassen.
Liebe Grüße
ein erschöpfter
Scrooge
ein
Hallo ernetika,
deine Antworten und dein Auftreten in diesem Faden erinnern mich aufs auffälligste an die Verhaltensweisen eines "Internettrolls", wenn dir das etwas sagt.
Ne, gefällt mir nicht..ganz und garnicht.
Liebe Grüße
Woitek
Hallo Karsten,
ich werde nun über deinen lieben Beitrag und dieses Zitat von Spedy nachdenken.
ZitatEs gibt aber auch Alkoholiker, die versuchen, trocken zu leben, aber nicht mit der erforderlichen Konsequenz, ihr Leben komplett umzustellen und ihre Einstellung zum Alkohol dauerhaft zu ändern. Diese "Art" Alkoholiker schafft es oft für einen längeren Zeitraum keinen Alkohol zu konsumieren, fällt aber irgendwann wieder in die alten Verhaltensmuster zurück und trinkt dann wieder. Die "Zwischenräume" ohne Alkohol bezeichnet man dann als Trinkpausen, da sich die Einstellung dierses Menschen nicht geändert hatte, der unbedingte Wunsch, ohne Alkohol leben zu wollen, nicht da war.
Ich danke dir.
Liebe Grüße
Scrooge[/quote]
Lieber Freund,
Ich danke dir fürs "dranbleiben".
Trockenheit, ein Leben ohne Alkohol, kann man nur erlernen fern des Alkohols und seinem Umfeld !
Ich verstehe dich schon, aber es kommst mir dabei folgender Gedanke in den Kopf: Überall ist Alkohol! Ich will es dir beschreiben. Als ich gestern zum Nachtdienst gegangen bin kamen mir grölend drei Besoffene entgegen, auf dem Weg lagen überall leere Alkoholflaschen. Ich komme zur Arbeit, schließe die Küche auf, da steht dort ein leerer Kasten Bierflaschen(alkoholfrei). Ich blätter in einer Zeitung und mir wird Bier angeboten. Ich gehe heute morgen nach der Arbeit an die Tankstelle, um Zigatetten zu kaufen, da stehen dort drei Arbeiter und trinken Bier, ich schalte den Ferseher ein... Was ich sagen will...ist es nicht viel wichtiger es zu akzeptieren, dass es auf dieser Welt nunmal Alkohol gibt, dass die Menschen ihn trinken und viele damit sehr viel geld verdienen andere Menschen zum Trinken zu animieren? Ist es für mich als alkoholkranken Menschen nicht wichtig, den Alkohol wahrzunehmen und ihn mit meine Unangenehmen Erinnerungen an ihn zu verbinden, ihn lächerlich zu machen, aber in seiner Macht nicht zu unterschätzen? Quasi der Alkoholteufe in Unterhosen beim Kotzewischen, eine wirklich bemitleidenswert schwächliche Gestalt.
Oder unterliege ich hier einem Denkfehler, und welchem?
Könnte mir sonst unter einem alkohofreien Umfeld nur eine Isolierung von der Außenwelt vorstellen, eine Art Klosterleben...das kann es doch nicht sein?
Grübelnd grüßt
Scrooge
Hallo Lilli12, hallo dorothea,
ich habe wie im "Scrooge-Faden" nachzulesen ist nun doch am Spieleabend teilgenommen. Hier steh ich nun ich konnte nicht anders. Bin mir der zwingenden Notwendigkeit einer Umfeldänderung nach wie vor bewusst, allerdings muss ich es in kleinen Schritten handhaben. Ich hatte nicht das Gefühl, dass der gestrige Abend für mich schädlich war, sondern mich in meinem Ansinnen zur Trockenheit noch bestärkt hat. Doch heute ist eine neuer Tag an dem ich KEINEN Alk trinken werde und ich freue mich darauf. Habe es gestern übrigens nur geschafft zwei Saiten der Gitarre neu zu bespannen, irgendwie habe ich vergessen, wie dieser komische Knoten ging. Werde die Sache heute beenden, ist halt nicht so leicht, wenn man neue Saiten aufziehen will. ![]()
Ich bin trocken und das ist gut so.
Ich wünsche euch einen zufriedenen trockenen Tag.
Liebe Grüße
Scrooge
Nun kam es beim gestrigen Spieleabend doch anders, als ich dank einiger Ratschläge hier geplant habe. Ich bin nicht wieder nach hause gegangen, als ich merkte, dass Alkohol im Spiel war. Ich hatte nicht die Kraft 5 Freunde mit einem mal zu versetzen, zumal ich schon am vergangenen Wochenende für eine LAN-Party "keine Zeit" hatte. Nun so bin ich also geblieben und hatte einen sehr angenehmen, ablenkenden Abend. Keiner meiner Freunde fragte warum ich nichts trinke, da alle wohl vorausgesetzt hatten, dass ich Nachtdienst hätte. Ich weiß nicht wo die ganzen Endorphine hergekommen sind, aber ich war verdammt glücklich. Glücklich, weil ich nicht wieder gegangen bin, glücklich, dass ich mit guten Freunden beisammen war und überglücklich darüber, dass ich zu keiner Sekunde Alk vermisst habe. Ich konnte den Abend völlig frei im Kopf genießen, weil ich nicht unglücklich darüber war, durch meinen Nachtdienst keinen Alkohol trinken zu können, sondern weil ich weiß, dass Alk in meinem Leben keine Alternative ist. Die Entalkoholisierung des Umfeldes scheint noch viel schwieriger zu sein als die Trockenheit, aber ich bleibe dran. Ich habe mir nun vorgenommen, es in kleinen Schritten zu unternehmen. Ich werde mit jedem Freund/Familienmitglied einzeln sprechen (nach und nach). Ich werde ihnen mein Ansinnen erklären, sie darauf vorbereiten, dass sie von jetzt ab in mir nicht mehr den zwanghaften nassen Alkoholiker kennen, sondern den trockenen alkoholkranken Menschen kennenlernen müssen. Ich werde ihnen auch vermitteln, wie sie mich in meinem Ansinnen unterstützen können und wie sie mir schaden würden. Ich denke so wird sie Umfeldsänderung gelingen...Stück für Stück.
Aber ich bin trocken und das ist super (*mich mal ganz doll selbst tätschel und auf die Schulter klopf*)
Hallo Sensei,
an dich habe ich im Moment zwei Fragen:
Ich weiß, dass du jetzt eine Woche trocken bist.
Was tust du für deine Trockenheit?
Du hast geschrieben, dass du meistens schon betrunken warst, wenn deine Kinder nach hause kamen.
Ist deinen Kindern inzwischen eine Veränderung an ihrer Mutter aufgefallen, und wenn ja, wie haben sie darauf reagiert?
Liebe Grüße
Scrooge
Hallo dorothea,
dann könnte ich ja auch Dinge wie Duschen, Zähneputzen, Abwaschen in die Liste aufnehmen, aber Sachen die selbstverständlich sind müssen nicht auf die Liste. ![]()
Liebe Grüße
Scrooge
Hallo Freund,
danke für deine schnelle und hilfreiche Antwort. ![]()
Gut, ich werde an dieser Verantstaltung heute abend nicht teilnehmen. Ich werde zwar hin gehen( weil ich noch ein paar Sachen abholen muss) aber nicht bleiben. Wenn mich meine Freunde nach dem Grund fragen werde ich sagen, dass mir aufgrund meiner Alkoholkrankheit solche Treffen, bei denen Alkohol zu sich genommen wird nicht mehr möglich sind. Ich werde ihnen mitteilen, dass ich sie nicht vergrätzen möchte, sondern das ich bei dieser Sache einzig an mich denken muss...an mein Leben und an meine Lebensqualität. Ich werde Vorschlagen das nächste Treffen ohne Alkohol zu veranstalten.
Liebe Grüße
Scrooge
Hallo Lilly12,
ich danke dir für deine lieben unterstützenden Worte. ![]()
Hier mein Tagesplan für heute:
-Heute keinen Alkohol trinken
-Küchenzeile
-Wohngeldantrag
-Tintenpatronen besorgen
-Heute keinen Alkohol trinken
-Gitarre bespannen
-Papiere ordnen
-Banktermin
-Heute keinen Alkohol trinken
-Spieleabend
-Heute keinen Alkohol trinken
Liebe Grüße
Scrooge