Hallo zusammen,
habe ja jetzt eine Woche nichts mehr von mir hören lassen. Ist aber auch verdammt wenig los hier im Unterforum (Sommerloch?).
Mir gehts weiterhin ziemlich gut. Immer wieder werde ich zwar weiterhin für kurze Momente von "störenden Gedanken" befallen (werde ich es schaffen meine Krankheit langfristig und völlig in den Griff zu bekommen? Werde ich mein Leben dann ohne Depressionen, Zweifel und krankhafte Sorgen führen können? Werde ich eine Arbeitsstelle finden und diese Arbeit dann langfristig und verläßlich meistern?), aber insgesamt fühle ich mich weiterhin ganz gut.
Irgendwie ist es schon komisch. Objektiv geht es mir eigentlich ausgezeichnet, aber ich traue dem Frieden weiterhin nicht wirklich über den Weg. Ständig fürchte ich, dass es seelisch doch noch einen Einbruch oder was auch immer gibt. Wer meinen Strang hier mitverfolgt hat, weiß ja, dass ich diese Zweifel und Sorgen schon die ganze Zeit mit mir rumschleppe.
Morgen ist Dienstag - da ist wieder Gruppensitzung in meiner ambulanten Therapie. Mal sehen, wie es diesmal wird. Letzte Woche waren wir ja nur zu viert + Therapeut. Fand ich aber ganz gut. Mir war schnell klar, um was es dem Therapeuten vordergründig geht und das finde ich in Ordnung.
Insgesamt 5 Bewerbungen habe ich jetzt am laufen. Bis jetzt kam noch keine Rückmeldung. Das ist ja weder positiv noch negativ, v.a. deswegen, weil die Bewerbungsfristen bei den betroffenen Stellen noch laufen.
Wenn ich an Arbeit denke, dann habe ich sowohl ein freudiges Gefühl, als auch ein besorgtes. Ein freudiges deswegen, weil ich dann wieder mein eigenes Geld verdiene und natürlich auch wegen der sozialen Wirkung. Irgendwie fühle ich mich ja doch von meiner gesamten Verwandtschaft in dieser Hinsicht "beobachtet". Auch wenns keiner sagt, erwartet man natürlich von mir als jungem gesundem Mann, das er arbeiten geht.
Andererseits habe ich auch hier Sorgen: Ich fürchte mich davor, zu versagen, indem ich wieder seelisch einbreche, irgendwelche depressiven Phasen bekomme, was weiß ich. Beim letzten Mal war das für mich wirklich eine Katastrophe - aber auch wegweisend. Denn wegen den Depris damals habe ich den endgültigen Entschluss gefasst, dem Alkohol abzuschwören, der für mich die grundlegende Ursache meiner seelischen Probleme war.
Was sich ja jetzt auch bestätigt. Ich lebe jetzt bald 5 Monate ohne Alk und es geht mir vieeeel besser! Aber wird es auch so bleiben? Diese Frage treibt mich einfach noch sehr um....
Herzlichst,
Blizzard