Hallo zusammen,
das Zitat in der Signatur von Pauly ist mir in den letzten 2 Wochen immer wieder durch den Kopf gegeistert und ich habe mich intensiv damit auseinander gesetzt und die dahinter stehende Wahrheit für mich "beleuchtet".
Ich glaube eines der größten Probleme der Menschen ist es, die Ursachen für seine eigenen Probleme in seiner Umwelt oder beim "Schicksal" zu suchen um sie sich irgendwie zu erklären oder das eigene Versagen erträglich zu machen.
Am Anfang habe ich mir zu dem Spruch gedacht "na gut, dass ein Streit mit einem Angehörigen, ein verlorenes Fussballspiel, eine Auseinandersetzung im Straßenverkehr oder das schlechte Wetter kein Grund ist, sich das eigene Saufen zu rechtfertigen, ist ja klar - das begreift doch jeder".
Aber die Wahrheit geht doch noch viel tiefer: Ob ich negative Gedanken habe, aus denen sich negative Gefühle wie Angst, Sorgen oder Wut entwickeln, die dann wiederum zu negativen Handlungen/Haltungen führen (z.B. sich zurückziehen, lethargisch werden, das Haus nicht mehr verlassen, Gesellschaft meiden, herummurren und über das eigene Schicksal schimpfen und jammern; bei nassen Alkoholikern schlichtweg: Trinken) - all dies entspringt doch meinem eigenen Geist, meinem eigenen Denken!
In den letzten Wochen und Monaten saß ich oft in der Früh bei meiner Tasse Kaffee und fragte mich voller Sorgen "Oh Gott, was werden mich heute wohl wieder für Gefühlslagen erwarten?" Wie ein willenloses Stück Treibholz auf offener See, das von Wind und Wetter nach Belieben hin und her geworfen wird, so kam ich mir vor. Ich fühlte mich machtlos.
Jetzt wächst aber langsam die Erkenntnis in mir, dass dem gar nicht so ist. Ich bin nicht irgendwelchen negativen Gefühlslagen machtlos ausgeliefert. Ich kann sehr wohl was dafür zu tun, negative Kreisläufe (aus Gedanken werden Gefühle, aus Gefühlen werden Handlungen, Handlungen erzeugen widerum Gefühle usw.) aufzubrechen. Ich kann dem Hin- und Hergeworfen werden selbst entgegensteuern - indem ich dem Sturm meine positiven Gedanken entgegensetze.
"Positives Denken" - dies gilt es jetzt für mich zu kultivieren.
Herzlichst,
Blizzard