Beiträge von panther

    Liebe Rose!

    Ich konnte gestern nicht gleich auf deinen letzten Beitrag antworten, auch wenn ich online war. Ich mußte erst über baggerschens und deine Worte nachdenken.

    Ich denke das ein Teil der Alkohol diese Distanz zu unseren Liebsten, egal ob Kinder, Partner oder zu uns selbst gemacht hat. Der andere Teil, denk ich, liegt in unserer ureigenen Biographie und Familienstruktur. Und was für Botschaften in der Kindheit sich eingeprägt haben. Und dann sind wir bei baggerschens gedanken

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    Berührung hat was mit Vertrauen zu tun. Vertrauen geben und Zulassen. Bei diesem Wechselbad der Gefühle kann man das aber nicht.

    Wie soll man auch Liebe und Zuneigung geben können, die man selbst nicht erfahren hat? Und dann sind wir bei deinen Gedanken, daß man ein mangelndes Selbstwertgefühl hat. Vielleicht hat man versucht mit Alkohol diese Defizite in uns wegzuspülen, zu ertragen und uns vorgegaugelt doch was wert zu sein.

    Ich denke es wird an der Zeit, daß egal ob Co, erwachsenes Kind, Betroffener (Alkoholiker) sich gegen des Verhaltens der Eltern und Umfeldes sich es wieder wert zu sein und sein Selbstwertgefühl zu entwickeln.

    Ich konnte mit diesem es sich selber wert sein und ein positiven, gesunden Egoismus, der hier öfter erwähnt wird, nichts anfangen. Er war mir sogar eher befremdlich. Jetzt wo ich es verstanden hab fängt das Leben und die Trockenheitsarbeit mir regelrecht Spaß zu machen. Ich verspüre Energien wieder in mir.

    Ich bin froh, daß ich noch mal eine Chance habe Veränderungen an mir selbst und mein Leben wie es bis lang verlaufen ist vornehmen zu können. Und ich weiß daß das noch ein langer Weg sein wird. Und doch verspür ich jetzt schon ein positives Gefühl.

    lg panther

    Danke rose!

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    Die Distanz, die körperliche, seelische, emotionale, ergibt sich denke ich, aus der veränderten Persönlichkeit eines Alkoholkers.

    Ja. Ich hab mich auch mit dem Alkohol verändert. Auch genüber meiner Tochter und nicht gemerkt.

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    "Ich habe immer gewußt, daß du mich lieb hast ", sagte sie eben, "nur, ich hätte mir mehr Kuscheln gewünscht, trotz Fahne".
    Tja, das waren meine Berührungsängste.

    Daran muß ich noch arbeiten, das mit dem kuscheln. Manchmal geht es ganz gut und manchmal gar nicht. Warum haben wir Berührungsängste? sind doch unsere Kinder! Und diese Berührungsängste hatte ich auch bei den Partnern und Partnerinnnen in meinem Leben. Gehört das zur Alkoholkrankheit dazu?

    lg klaudi

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    Zur Einsicht in ein konsequent abszinentes Leben gehört nicht eine selbstbeschämende Denkweise über seine Krankheit.

    hm, dante!

    Diese Art der Demut meine ich nicht. Ich lasse mich von gar niemanden mehr demütigen. Und schon gar nicht mit einer beschämenden Denkweise.

    Und doch gehört zum Leben eine gewisse Demut dazu. Und diese habe ich im Suff verloren. Und finde sie hier wieder.

    Demut in der Psychologie def. bei https://beispiel.rocks/beispiel.rocks/de.wikipedia.org/

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    Nach Erich Fromm (Die Kunst des Liebens) ist Demut die der Vernunft und Objektivität entsprechende emotionale Haltung als Voraussetzung der Überwindung des eigenen Narzissmus.

    Für mich heißt daß, daß ich von anderen Menschen lernen und annehmen kann und dabei mein eigenes Ego und nasses denken überwinden muß, damit ich einen gesunden Egoismus entwickeln kann und es mir selber wieder wert sein kann

    Demut in der Religion def. bei Wikipedia:

    Zitat

    Entgegen manchen Formen des religiösen Lebens, in denen eher Demütigung als Demut im Vordergrund stand, wird in der heutigen christlichen Spiritualität Demut nicht als ein sich klein Machen oder als Leugnen des eigenen Wertes gesehen, sondern als realistische Selbsteinschätzung des Menschen in seiner Position in der Welt: seiner eigenen Geringfügigkeit im Vergleich mit der Größe Gottes, aber zugleich seine Würde und seinen Wert als Geschöpf und Kind Gottes.

    Und so empfinde ich das auch. Demut nicht in Form von sich kleiner machen, sondern andere um Hilfe bitten kann mir zu helfen mein nasses denken aufzudecken und sie zu bitten ihre Erfahrungen mir mitzuteilen. Denn das kann ich nicht alleine, auch wenn ich aufhören will. Ich weiß doch gar nicht was nasses Denken ist und wie ich trocken werden kann. Wie gesagt alleine hab ich es nicht geschafft.

    Zitat

    Das Gegenstück der Demut ist Hochmut und Überheblichkeit

    Ich möchte lieber mit Demut und Dankbarkeit den Menschen begenen die sich Zeit für mich nehmen, von sich und ihren Erfahrungen erzählen, als mit Hochmut im Herzen und Überheblichkeit wieder einen Rückfall zu riskieren. Drum werde ich mit genau dieser Demut und Dankbarkeit lernen, annehmen und umsetzen. Den die SHGs egal welcher Art sind für mich keine Selbstverständlichkeit. Sind doch dort Menschen die mir zeigen und sagen könenn wie ich mein Leben wieder kriege und ich trocken werde. Und dafür ihre Zeit mir widmen.

    Und dafür hab ich gerne Demut im Herzen und schäm mich dessen nicht.

    gruß panther

    Mein Gott,

    mit welcher Geduld hier immer und immer wieder Neu angemeldeten und neuen Mitgliedern wie mir versucht wird diese Basis/Grundbausteine nahe zu legen.

    Danke!

    Heut Vormittag war ich wieder im Meeting. Hatten dort auch ein Neuen. Wieder das gleiche wie hier im Forum. Aufzählen und Erfahrungsberichte der Basis- Grundbausteine für den Weg ins trockene Leben.

    Immer und immer wieder nehme ich es auf wie einen Schwamm. In der Erkenntnis mein nasses Denken in trockene Ufer bringen zu wollen. Und zu wissen, daß da welche sind die wissen wie ich dort hinkomme.

    karsten (und andere) schrieb in einem anderen Thread:

    Zitat

    Wenn ich an einem Punkt angekommen bin, wo ich nicht mehr weiter kann, weil der Alkohol mich nicht mehr leben läßt, dann brauche ich keine Erkenntnis, dass der Alkohol aus meinem Leben verschwinden muß. Dann mache ich das von ganz alleine.

    Es muß aber eben der persönliche Tiefpunkt sein. Wenn ich den erreicht habe, brauch mir eigentlich keiner sagen, dass es keinen Alkohol im Haus geben darf, dass ich Menschen, die weiter trinken, nicht sehen will, weil der Alkohol mein Leben so zerstört hat, dass ich ihn um jeden Preis aus meinem Leben verbannen will.

    Etwas, was mein Leben vernichtet hat, mich an den Abgrund bis vielleicht kurz vor den Tod gebracht hat, gehe ich aus dem Weg, wo ich nur kann.

    Die Erkenntnis, das dies nicht ausreicht und auch andere Lebensveränderungen notwendig sind, kann man hier lernen, aber wer weiterhin den Kontakt mit Alkohol, egal in welcher Form sucht und nicht unterbindet, dem kann der Alkohol noch nicht genug geschadet haben.


    rose

    Zitat

    Aber es gibt gewisse Grundvoraussetzungen, wie z.B.

    ein alkoholfreies zuhause,
    einen Partner, der zumindest !!! nicht in meinem Beisein Alkohol konsumiert,

    Veranstaltungen zu meiden, auf denen Alkohol getrunken wird.

    Ohne diese mindestens 3 Punkte, wäre Ich nicht trocken geworden.
    Mir sind harte Worte lieber, damit erspare ich mir unnötiges Fehlverhalten.
    Es gibt eigentlich nur einen Weg zum Trockenwerden, Geradeaus und konsequent.

    blue

    Zitat

    Ich bin Alkoholiker,und ich mache keine Ausnahmen,wenn es darum geht,für mich jegliches Risiko zu minimieren!Weder gehe ich auf Veranstaltungen,wo voerdergründig Alkohol konsumiert wird,weder lasse ich zu,daß in meiner Wohnung Alkohol konsumiert wird,selbst wenn das mit fadenscheinigen Behauptungen versucht wurde,so nach dem Motto,wir bringen die Flaschen selber mit,und wenn sie leer sind,entsorgen wir diese.Solche Menschen,die durchaus zu meinen Umfeld gehörten,hatten,und haben in meinem Leben keinen Platz mehr.Ich habe gänzlich mit dem Alkohol abgeschlossen,ohne Ausnahmen,bedingungslos!

    freund

    Zitat

    Wenn man zu jenen 2% ( d.h. 2 von 100 Menschen) gehören möchte, die lebenslang abstinent bleiben,
    muss man schon manches anders machen als die anderen 98%.

    Einen schönen Sonntag und Zeit zum Nachdenken

    Ich glaub ihr wißt gar nicht was diese Worte für mich bedeuten. Tiefe Dankbarkeit erfüllt mich.

    Ich hatte erst alleine versucht mit dem trinken auf zu hören. Ging nicht. Zu sehen es gibt diesen bewährten Weg und ich bin nicht allein, läßt mich demütig werden und zu tiefste Dankbarkeit verspüren.

    Danke an alle die Menschen die mich in meinem trockenen Weg unterstützen und mir durch ihren Weg Mut geben auch wenn ich mal stolpere.

    lg panther

    Zitat

    Leute das geht runter wie Öl. Also tut euren Kindern was gutes und gebt ihnen die Möglichkeit in Ruhe und Frieden aufzuwachsen...( Alkohol zerstört sowas)

    Ja baggerschen, genau darum sind wir hier.

    Wie du ja weißt hat meine Tochter am 16 zum ersten mal mit einer nüchternen Mama ihren Geburtstag erlebt. Ich konnte alles so liebevoll vorbereite und organisieren. Die Kids haben echt schön gefeiert.

    Ein Tag später nahm sie mich in den Arm und gab mir ein dicken Kuß und sagte: '' danke mama, daß war ein echt toller Geburtstag. jetzt hab ich richtig Anschluß und bin nicht mehr die neue.''

    Hatte mir auch Zeit für die abholdenden Eltern genommen , um die Eltern der Kinder in der Klasse besser kennzulernen.

    Meine Eltern sind auch Nachkriegskinder.

    Ich hab in einen meiner Therapien die Biographie meiner Mutter geschrieben mit ihrer Hilfe. Mein Bruder hat mein Vater kurz vor seinem Tod aufgesucht und mit unserer Tante seine Biographie und den Stammbaum der Familie väterlicherseits aufgestellt und besprochen.

    Zu dieser Zeit haben eigentlich alle bei uns in der fernen Heimat getrunken und ihre Kinder geschlagen. Es war zu der Zeit normal.

    Mir hat das geholfen meine Eltern zu verstehen. wie sie gelebt haben. was sie dazu veranlaßt hat, uns so zu behandeln.

    Es hat mir aber auch gezeigt, daß das ihre Biographie ist und nicht meine. Und ich meine noch schreibe und es in der Regie habe wie sie verlaufen wird. So wie es meine Eltern in der Regie hatten. Sie haben sich für diesen Weg entschieden. Es muß aber nicht meiner sein.

    Und trotzdem ist mein innere Kind verletzt und schreit immer noch nach dieser elterlichen Liebe, Zuneigung, Aufmerksamkeit, Zuwendung.

    Ich muß es ihm selbst geben. Und lerne jetzt Stück für Stück es mir auch wert zu sein und die Botschaften meiner Eltern, es nicht wert zu sein, neu zu besetzen.

    Ich werde nicht ruhen, bis ich mein inneren Frieden und Ruhe gefunden habe. Und dafür mach ich mich auf die Reise nach meinem ich und schreibe dabei mein eigenes Drehbuch. Und so kann ich es wieder in meine Verantwortung legen. Da wo es jetzt hingehört, denn nun bin ich erwachsen.

    Es wird kein leichter Weg sein. Aber durch mein Frieden und Nüchternheit bekommt auch die nächste Generation eine Chance geliebt zu werden, es sich selbst wert zu sein. Ich möchte meiner Tochter sagen und zeigen: sie ist es wert. Damit sie in Ruhe mit der Liebe im Rücken in die Welt ziehen kann.

    Ich hoffe inständig das mir das gelingt und es noch nicht zu spät ist. Das ihre Kinderseele nicht so leiden muß wie unsere es tat.

    Eine Frage noch an Rose.

    Warum kann man im Suff beim trinken diese Liebe nicht geben? Warum dreht sich dann alles nur um ein selbst? ist ja nicht so, daß nur weil man trinkt sein kind nicht liebt. Wiso macht der alkohol diese Distanz?

    Hallo Rose und Larissa!

    Dieser Thread läßt mich nicht los.

    Ich hab bis jetzt die Coabhängigkeit immer bei Seite geschoben in meiner Trockenheitsarbeit. Und doch wenn ich im offenen Meetings saß oder hier und da mal laß, hatte ich das Gefühl die reden von meiner Mutter und die Erwachsenen Kinder von mir. Ich hab all ihre Nöte verstanden und mich verbunden gefühlt. Hab bei der Vorstellung hallo ich bin.... Alkoholiker und erwachsenes Kind nicht verstanden. langsam begreife ich.

    Ich begreife, daß ich das nicht unbedacht lassen kann in meiner Trockenheitsarbeit.

    Wenn meine Partnerin aus dem Haus geht überfällt mich eine Gefühl der Ohnmacht, verlassensein und Einsamkeit, daß es mir fast den Atem raubt. das waren auch die beiden male, wo ich ein Rückfall hatte. Vielleicht kommt aber genau dieses Gefühl von einem erwachsenen Kind wo Mutter Co ist und Daddy Alki war.

    Und was heißt hier überhaupt verstehen. Ich möchte meine Eltern gar nicht mehr verstehen. Ich möchte nur noch mich verstehen. Sie sind für sich verantwortlich. Den Blick auf sie gerichtet zu halten hat mir fast das Leben gekostet. Mein inneres Kind ist immer noch sehr verletzt. Kinder können nicht verstehen. Sie nehmen die Botschaften für sich auf, die ihnen ihre Eltern vermitteln. Du bist mir nicht so wichtig und es nicht wert. Das muß ich jetzt als Erwachsene nachholen. Mein inneres Kind an die Hand nehmen beruhigen und mir zeigen, du bist es wert. Und da wartet eine größe längere Aufgabe auf mich. Vorallem diese Botschaft nicht der nächsten Generation zu geben, sondern dies zu durchbrechen. Das kann ich nur, wenn ich nüchtern bleibe. Und dafür will ich alles tun.

    Morgen wird meine Tochter 12. Ihr Geburtstag und morgen wird sie diesen mit einer trockenen Mama verbringen. Und darauf freu ich mich.

    lg klaudi

    Hallo rose!

    Mein vater war Alkoholiker und ist jetzt seid 4/5 Jahren tod. Ich kann ihm keine Fragen mehr stellen. Unsere ganze Familie ist Alkoholkrank. Insbesondere der Onkels und männliche Seite. In unserer Generation also meine trifft es jetzt auch die Frauen.

    Meine Mutter ist die perfekte Co und hat uns meiner Meinung nach auch zu Cos gemacht.

    Nun bin ich selbst Alkoholkrank und habe eine 12 jährige Tochter. Im Co-bereich habe ich noch nicht geschrieben, weil meine Alkoholkrank und Trockenheitsarbeit wichtiger ist. Inwieweit ich mich dann eines Tages auch mit meiner Coabhängigkeit auseinandersetzen muß weiß ich noch nicht.

    Meine Mutter ist wieder neu verheiratet. Er der neue wieder ein Alki. drum kann ich sie zur Zeit nicht besuchen. das macht mich traurig.

    Tausende Fragen habe ich an meine Eltern, insbesondere an meinen Vater.

    Hat er uns jemals geliebt, waren wir ihm jemals wichtig? Und die liebe MamaCo! War der Papa und die anderen Familienmitglieder wichtiger als wir Kinder?

    Warum hat sich die Welt nur um euch gedreht und nicht um uns?

    Werde ich wie meine Eltern sein? Kann ich jetzt noch die Notbremse ziehen und das meiner eigenen Familie ersparen? Hab ich meiner Tochter auch schon zu verstehen gegeben, mir ist der Alkohol wichtiger ist als sie? Ja hab ich.

    Meine einzigste Chance ist Nüchternheit, trocken bleiben und mir mein Leben und das meiner Tochter wieder zu geben und endlich Mama sein zu dürfen.

    Ich danke dir für dein Thread vielleicht kannst du mir Dinge beantworten die ich noch mit meinen Kindernaugen frage und sehe obwohl ich selbst Alkoholikerin geworden bin.

    LG klaudi

    Ihr länger Trockenen!

    Könnt ihr bitte auf acetaldehyd Beitrag antworten!!!!!

    Wär ich bloß nicht heut morgen ins Forum gegangen. Das macht mich alles ganz kirre.

    Zitat

    Alle die jetzt so tun, als wären sie erleuchtet, meinen dass ihr Weg der einzig richtige sei.

    Was hat das den mit Erleuchtung zu tun, wenn man sein Leben wieder einen Sinn gibt und Tag für Tag sein Leben wertschöpferisch ausrichtet. Ist es nicht das was man im Suff verloren hat und jetzt step bei step wieder erlernt?

    Zitat

    Was passiert aber wenn ihr in einem Jahr rückfällig werdet? Sind eure Weisheiten mit einem Schlag auch nicht mehr richtig?

    Wenn ich eine stabile Trockenheit erlangt habe und täglich Trockenheitsarbeit leiste, kann es dann trotzdem zum Rückfall kommen???

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    Für mich gehören Rückfälle zum Alkoholismus dazu, Alkoholiker sollten aber auch damit umgehen können - das heißt, so schnell wie möglich wieder ihr altes Leben aufnehmen können.

    Wiso das alte Leben. Wenn ich Rückfällig bin/war/wurde stimmt doch mit mir und meinem leben was nicht. Dann hab ich doch nicht genug an mir gearbeitet oder mich in etwas verrannt oder nicht mehr so gut auf mich geachtet oder vielleicht meine Trockenheit als zu selbstverständlich genommen. Oder????

    Man, wiso irretiert mich sowas immer???

    Karsten kann man das zum eigenen Thema machen? Ich möchte den Thread von Sonja nicht jetzt für meine eigenen Fragen mißbrauchen.

    Hallo,

    Jetzt muß ich mal was los werden.

    Hier ist eine Frau, die Rat sucht. Rat sucht bzw. Fragen wegen ihrem Freund hat, der evttl. Alkoholiker ist und sich diesbezüglich austauschen möchte.

    Dabei ist es nach meiner Erfahrung egal, aus welcher bruflichen Gruppierung man kommt, ob Psychologe, Sozialpädagoge, Krankenschwester ect.. Wenn es ein selber trift stößt man genau wie bei allen anderen auf seine Grenzen und hinterfragt sich und die Krankheit/Sucht mit der man konfrontiert wird.

    Warum sollte es ein Psychologe besser wissen? Meine Partnerin ist selbst Sozialpädagogin und ich komme aus der Krankenpflege und trotzdem haben wir Fragen über Fragen. Und darum meldet man sich hier an. Um Erfahrugen aus zu tauschen und nicht allein damit und diesen Gedanken zu sein. Man lernt nie aus. Und schon gar nicht bei sich.

    Nerverfee achtet meiner Meinung nach gut auf sich. Hat den gesunden Egoismus den man sowohl als Betroffener als auch als Co und überhaupt meiner Meinung nach brauch im Leben. Und doch sind bei ihr noch Fragen offen. Warum diese hinterfragen oder gar wegen ihres Berufes hinterfragen? Hier ist sie eine von uns die Hilfe sucht. Klarheit und Erfahrungsaustausch sollte die Antwort sein. Gegenseitige Angriffe auch noch persöhnlicher Natur bringt keinen weiter.

    LG panther

    Hallo Elke!

    Den Tread finde ich richtig gut. da ich ja Neuling mit Partnerin bin, kannste dir ja vorstellen was bei uns partnerschaftlich losgetreten wird.

    Gestern erst, hat meine Frau mir gesagt unter Tränen, daß sie nicht weiß wie sie mit mir umgehen soll. Ob sie mich lassen soll. Darf sie Fragen stellen. Wann überfordert mich was. Sie fühlt sich mit meiner Veränderung verunsichert (ich doch mich selber auch noch).

    Bei mir geht es ja zur Zeit viel um gesunden Egoismus. Ich finde diesen gesunden Egoismus muß der Partner auch wieder für sich erlangen, weil ja gerade es in der partnerschaft einiges ins Ungleichgewicht geraten ist. das habe ich auch meiner Partnerin gesagt und ihr gesgt, sie soll ertsmal bei sich bleiben und vorallem, ob sie sich nicht doch nach mal überlegen will in eine SHG zu gehen, wo sie mit all ihren Gedanken und Ängsten nicht alleine wäre.

    Ich werde diesen Tread mit Interesse verfolgen und danke dir jetzt schon für diesen Beitrag.

    LG panther

    Hallo paula!

    Mach dir nichts draus. Ging mir am Anfang auch so.

    Am Anfang habe ich immer mit Teufelchen und Engelchen geredet. Bis mir einer der 'alten hasen' gesagt hat, so lange ich den Alkohol als Teufelchen verniedliche wird das nix.

    Er sollte recht behalten. Erst als ich den Alkohol zu meinem Feind erklärt habe und Teufelchen verdammt (der kann nicht mehr mit mir reden). Gings besser. Wer holt sich den schon den Feind ins Haus.

    Ansonsten freut es mich, das du noch dabei bist.

    Wie läuft es den sonst so bei dir? Bist du auch noch in einer realen SHG oder hast dir mal überlegt, jeden Tag hier zu schreiben wie es dir geht und welche Gedanken um dein Trocken werden da sind?

    Gruß panther

    Warum eröffne ich diesen Tread?

    Weil gerade als Neuling man orientierungslos ist, und mit Ratschlägen wie der weitere Weg zu gehen ist oft überfordert ist, da es mehrere SHGs gibt.

    Gesagt bekommt man in jeder man schafft es nicht alleine trocken zu werden/ zu bleiben.

    Ich kann nur von mir berichten. Und vielleicht hilft es dem einen oder anderen der sich hier neu anmeldet nicht so orientierungslos zu bleiben.

    Ich wußte, wenn ich aus meinem Nassen Zustand raus will schafffe ich das nicht alleine.

    Ich persöhnlich habe mich für beide Formen der SHG entschieden. Denn das Ziel ist das gleiche und bei meiner realen SHG und in dieser online SHG wird die gleiche Marschroute angegeben und die Grundbausteine zum Nüchtern bleiben aufgezeigt.

    Ich gehe in die realen SHG um Gemeinschaft zu pflegen, neue trockene Kontakte zu knüpfen. Mit trocknen Alkoholikern z.B tanzen zu gehen und in Kontakt zu bleiben. Mir fällt es schwer mich jemanden anzuvertrauen. Es brauch seine Zeit bis ich mich öffnen kann.

    Hier in der online SHG konnte ich von anfang an, einfach meine Geadanken aufschreiben und habe sofort Hilfe bekommen. ich konnte mich im geschriebenen Wort besser öffnen, so daß ich gerade in den ersten Wochen mit all meinnen Ängsten und Fragen auf offene Ohren hier gestoßen bin.

    Was ich richtig gut finde, das es wohl einige gibt, die beide Formen der SHG nutzen. Und keiner die eine SHG schlecht macht oder besser findet. Nein das opliegt dem Betroffenen welcher SHG er sich anschließt.

    Bei meiner realen SHG stoße ich auf offene und interessierte Ohren. Sie finden das sogar gut das ich beides mache und haben schon manches von diesem Forum gehört. Nur gutes und mir versichert, daß es einige in den Reihen gibt, die dieses online Forum für sich in Anspruch nehmen und nutzen.

    Also ist für mich der Fazit, es gibt keine Antwort auf die Frage online SHG oder reale SHG. beides ist gut und verfolgt einem gleichen Ziel und hilft mir trocken zu bleiben.

    Die online SHG hat für mich den Vorteil, das ich zur jeder Tages und Nachtzeit ins Forum kann. Ansonsten geben mir beide SHG Formen gleich viel.

    hallo paddy und kiki!

    Jetzt verfolge ich schon eine ganze Weile diesen Tread. Er lies mich nicht los.

    Mir sind Treue, Erlichkeit in der Partnerschaft sehr wichtig. Lügen und betrügen war für mich das aller letzte und eine Charakter/ Lebenseinstellungs Frage. Ich war in meinem Leben noch nie fremdgegangen auch nicht all die 9 jahre die ich mit meiner Partnerin zusammen war.

    Bis letztes Jahr.

    Ich habe mir viele Gedanken dazu gemacht, wie es dazu kommen konnte. War es der Alkohol?

    Je mehr ich darüber nachdenke ist es ein Zusamenschluß meherer Umstände die teilweise was mit meiner Alkoholkrankheit zu tun haben aber auch ganz normale Partnerschaftliche Defizit-Verhalten aufweisen/sind.

    Wie war das den? Mit meinem Alkoholkonsum bin ich mir selber immer untreuer geworden. Meine Prioritäten haben sich verschoben und ich habe es nicht gemerkt. Hab heimlich getrunken. Nur noch der alk im Kopf der mich meiner Sinne beraubt hat und mich in einer geistigen Umnachtung stehen lies. Habe angefangen meine Frau an zu lügen, (hier geht es noch nicht um fremdgehen, sondern um ob ich was getrunken habe. und das war der erste schritt wo ich mir selber untreu geworden bin) mich abzukapseln, nicht mehr aktiv an der Partnerschaft und Familienleben teilgenommen und an dieser gearbeitet. Dies führte zur Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Bis man sich schließlich nur stritt und am Ende eigentlich gar nichts mehr zu sagen hatte.

    Diesen Zustand haben aber auch Partner, wo nicht der eine Alkoholiker ist. Die in ihrem Alltag vergessen haben, ihre Liebe und Partnerschaft zu pflegen. So muß ich meinen Vorrednern recht geben, das der Alkoholkonsum nur noch mehr eins drauf gesetzt hat(Hemmschwelle), was in meiner Persöhnlichkeitsstruktur und partnerschaftlichen Struktur eh schief gelaufen ist/wäre. Ich habe mich von meiner Frau und unserer Liebe abgewand und distanziert, ohne aktiv an meinen Problemen zu arbeiten. Auch ohne Alkohol ist so ein Verhalten zum scheitern verurteilt. Das Ende jeder gemeinschaftlichen Basis. Der alkohol hat es nur verstärkt und mir einen Grund gegeben in meinem Suff woanders diese vermeindlichen Defizite/Sehnsüchte zu bekommen/in andere Arme zu laufen, satt mich den Problemen zu stellen.

    gruß panther

    hallo Tiger, das wollte ich damit nicht gesagt haben.

    Der sozialpsychatrische Dienst ist insbesondere für Krisensituationen da.

    Es kommt drauf an wie dringend es ist. Muß z.B ein Amtsarzt eingeschaltet werden? Damit eine Zwangseinweisung oder Zwangsversorgung sofort erfolgen kann. Auch solltest du baggerschens Beitrag nicht außer acht lassen und den Hausarzt informieren. Wenn du zum Amtsgericht gehst oder zum ambulanten Pflegedienst, wird dort sowieso eine ärztliche Begutachtung erfolgen. Also es kommt wirklich drauf an wie dringend es ist. Aber jede Instutition die dir hier genannt wird kann dir weiterhelfen erst mal das Rad ins rollen zu bringen für die Versorgung deines Vaters.


    Der Sozialpsychiatrische Dienst arbeitet auf der gesetzlichen Grundlage des Nds. PsychKG vom 16. Juni 1997 (Niedersächsisches Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen für psychischen Kranke). Sozialpsychiatrie beginnt dort, wo Menschen notwendige Hilfen, die sie aufgrund einer Störung, Krankheit oder Behinderung benötigen, krankheitsbedingt nicht nutzen können.

    Amtsgericht/Vormundschaftsgericht ist für die rechtliche Seite der Versorgung zuständig. z.B. Muß ein Betreuer gestellt werden?

    Wenn du rechtliche Fragen hast mußt du einen Anwalt/Rechtsbeistand einschalten/aufsuchen.

    gruß panther

    Hallo Tiger!

    Ich gehe mal davon aus, daß dein Vater von deinem Vorhaben nichts weiß. Sollte das nicht so sein, könnte er einfach eine Betreungsverfügung (kannst dir aus dem Internet holen) ausfüllen, diese beim Amtsgericht/Vormundschaftsgericht einreichen. Dieser prüft, in wie weit ein Betreungsbedarf vorhanden ist. Wenn ja und da gehe ich bei deinem Vater von aus. Bekommt er einen Betreuer gestellt. Dieser leitet alles in die Wege, für die Versorgung deines Vaters.

    Sollten Angehörige gegen den Willen eines Betroffenen handeln müssen. Ist es eigentlich der gleiche Weg. Nur es gibt halt nicht diese Betreuungsverfügung. Ihr reicht beim Amtsgericht/Vormundschaftsgericht ein Antrag ein, das ein Betreuer gestellt werden soll. Und dann wird ein Gutachten erstellt, ob Betrungsbedarf besteht. Wenn ja wird ein Betreuer gestellt.

    Im jetzigen Augenblick gibt es die Möglichkeit, (allerdings muß dein Vater dann erst seine Zustimmung dazu geben) den MDK (Medizinscher Dienst der Krankenkassen) ein zuschalten. Dies machen auch die ambulanten Pflegedienste mit dem Patient und den Angehörigen zusammen und helfen bei den Antragsstellungen (würd ich dir raten). Der MDK prüft ob dein Vater ein Pflegefall ist und wird bestuft. Es gibt unterschiedliche Pflegestufen. Bei der Einstufung wird auch ermittelt welchen pflegerischen/gesundheitlichen Betreuungsbedarf dein Vater unterliegt. Ist er eingestuft übernimmt die Pflegekasse und je nach dem teilweise (z.B. Kontrolle der Medikamenteneinnahme) auch die Krankenkasse die Kosten.

    Ich hoffe dir helfen die Infos etwas.

    gruß panther

    Hallo Olivia!

    Wilkommmen hier im Forum!

    Schön das du für dich und deine Kinder den Entschluß gefasst hast mit dem trinken auf zu hören und ein nüchternes Leben anstrebst.

    Fürs Wochende könnte man auch den ärztlichen Notdienst anrufen und aufsuchen. Die würden dir auch sofort eine Einweisung zum Entzug geben.

    Wenn du bis Montag warten möchtest, könntest du doch schon mal alle Vorkehrungen am Wochende treffen, damit deine Kinder in guter Obhut sind und gut versorgt sind, und auch beruflich einem stationären Entzug nichts mehr im Wege steht.

    Ich wünsch dir viel Kraft und Mut.

    LG panther

    Wo endet das Selbstmitleid von uns und wo beginnt die Arbeit?

    Die Arbeit beginnt

    an dem Tag wo ich aufhören wil zu trinken/saufen ohne aber

    an dem Tag wo ich dieses Ziel als erste Priorität setze ohne aber

    an dem Tag wo ich hilfe anneheme ohne aber

    gewillt bin zu lernen, zu verstehen und umzusetzen ohne aber

    dann hört auch das IAS-Syndrom auf, welches mich in meiner nassen Zeit genug begleitet hat und mir eh nicht weiter hilft.


    IAS=Ich Arme Sau