Beiträge von panther

    Hallo seele!

    Ein Entzug auch mit scheinbar keinen Entzugserscheinungen, obwohl bei deiner Beschreibung das schon welche sein können,

    muß ärztlich begleitet werden

    Lese dir doch bitte entsprechend die Beiträge durch zu diesem Thema.

    Was du jetzt tun kannst :

    heute
    noch den vertretenden Arzt aufzusuchen
    oder
    bei dir örtlich befindlichen Suchtberatungsstelle aufzusuchen. die helfen auch weiter.

    Nicht alleine den Entzug machen.

    Depressive Verstimmungen gehören meist dazu.

    Gruß panther

    Hallo Sanhen!

    Solange für deinen Mann der Alkohol an erster Stelle steht, hast du keine Chance für eine zufriedene, glückliche Partnerschaft.

    Ich hätte meine Frau fast verloren. Nicht nur als Partnerin. Ich hätte sie fast zu grabe tragen müssen so aufopferungsvoll hat sie versucht die Familie zusammen zu halten, versucht mich zu retten. Sich selbst aus den Augen verloren. Gehofft, gebangt. Alles half nichts.

    Der Alkohol ist so stark, daß ich nicht in der Lage war zu sehen, wie es ihr eigentlich geht und meiner Tochter. Meine Frau war schuld. Würde sie mich lieben, würde sie mich akzeptieren und lieben wie ich bin. Ich habe ihr sogar gesagt in meiner nassen Zeit: mit dir ist das leben ja nur besoffen zu ertragen. Wenn du nicht ..., dann würde ich weniger trinken. Sollte froh sein, daß ich noch bei ihr bin. Ich hab sie manchmal fertig gemacht daß sie geweint hat. Das weinen wiederum hat mich genervt und war Grund genug weiter zu trinken. War ja nicht zum aushalten. Alle Freunde sagten ihr trenne dich, warum läßt du das zu. Ein einzigen Wrack hab ich aus ihr gemacht. Hat dann Krebs bekommen und trotzdem hier zu Hause die stange gehalten. War am Ende. Und ich habe weiter getrunken.

    Jetzt wo ich trocken bin und an meiner Trockenheit arbeite habe ich gefragt, warum hast du all die Jahr das mitgemacht. Sie sagte: Ich habe immer an dich geglaubt, wollt unsere liebe/ dich nicht verlieren. Und habe nicht gesehen, daß ich beinahe bei drauf gegangen wäre.

    Ich denke wenn sie dieses Forum vorher schon gekannt hätte, hätte sie sich anders entschieden.

    Hätte erkannt, daß ein Alkoholiker der nicht aufhören will zu trinken, jedem die schuld gibt und immer wieder ein Grund findet zu trinken. Sei es die Politik die gerade was doofes ausheckt, die Familie, die Vergangenheit, die Arbeit usw.

    Sie hätte erkannt daß so eine Partnerschaft gar nicht zu führen ist und hier es nicht um liebe geht. Sondern eine tödliche Krankheit. Nicht nur für den Betroffenen sondern auch für die Angehörigen, wenn sie sich aufopferungsvoll unsinnigerweise sich selbst dabei aufgeben und ihr leben wegwerfen/verlieren.

    Du kannst dein Mann nicht retten, überreden, zur vernunft bringen: aber dich selbst.

    Und dafür wünsche ich dir viel Kraft und Mut auf deinem Weg

    LG panther

    Hallo paula06!

    ich glaube du hast den Beitrag von Annika mißverstanden.

    Sie schrieb: Alkohol und Antidepressiva sind lebensgefährlich das ist Fakt.

    Ich denke, daß Annika beides in Kombination meint. Ich würde mich freuen, wenn Annika da auch noch mal was zu sagt.

    Wenn du Antidepressiva verschrieben bekommen hast, solltest du sie auch nehmen. Diese regulieren deine Stimmungsschwankungen und sollen dich stabilisieeren. Nur wegen einer Depressionsdioagnose die Suchttherapie zu vernächlässigen oder gar seine Alkoholabhängigkeit als sekundäres Problem anzusehen wäre nicht richtig. Beides zusammen stabiliesiert dich auf dem Weg des trockenen Lebens. Ohne ärztlich oder fachliche Beratung würde ich dir abraten Medikamente einfach nicht einzunehmen.

    Dies schreibe ich, aus meiner beruflichen Erfahrung als Krankenschwester.

    Ich bitte die 'alten Hasen um Kommentare' wenn ich da falsch liege im bezug auf :wie gehe ich mein trockenen Weg.

    gruß panther

    Hier schreibt mal ein Frischling seine Meinung dazu!!

    Gestern hat mir Spedi geschrieben aufgrund dessen, daß ich mich angegriffen gefühlt habe, daß man als Frischling sehr dünnheutig ist und Angriffe sieht, die gar nicht da sind.

    Dann hatte ich nachmittags einn Gespräch mit einem langjärig Trockenem Ehepaar, welches schilderte, wie persöhnlich man am Anfang klare Worte an sich oder auch nur gehörtes auf sich proeziert und nimmt.

    Klare Worte können manchmal sehr hart rüber kommen. Aber rumgeeier bringt mir nichts. Hab genug in meiner Saufzeit rumgeeiert.

    Ich danke jedem für genau diese klaren Worte auch wenn sie manchmal hart sind und ich erstmal schlucken muß. Aber genau die bringen mich weiter.

    gruß panther

    Hallo Spedi!

    Danke für die mal wieder lieben aber klaren Worte.

    Ja ich habe mich angegriffen gefühlt oder auf mein nicht vorhandenen Slips getreten gefühlt.

    Mit typisch Co kann ich nichts anfangen. Und mit Co Abhängigkeit, auch wenn hier viel drüber geschrieben wird, auch nicht. Kann das in unser Parntnerschaft irgendwie nicht ummüntzen. Und teilweise verstehe ich diesbezüglich nur Bahnhof bzw. stößt das zur Zeit an meine Grenzen.

    Entschuldige wenn ich da etwas heftiger drauf reagiert habe. Merke manchmal nicht, daß ich dünnheutig bin.

    lieben gruß panther

    Mein voriger Beitrag war auch an lischen gerichtet.

    Und ich muß sagen lischen. Bleib bei dir. wenn du meinst aus Beiträgen eventuell einen Weg entnehmen zu können, der nicht nüchtern ist. Sondern eine psychische Erkrankung ablenkt das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren ein nüchternes Leben anzustreben. Gehst du einen Irrweg. Aber ich laß nicht zu das du jemanden dabei mitnimmst.

    paula06 laß dich nicht irretieren und gehe deinen Weg weiter.

    lischen dir wünsch ich den Mut dich nicht ablenken zu lassen und bei deiner Alkoholkrankheit zu bleiben

    Grüß dich paula06!

    Deine Diagnose muß fachlich behandelt werden. Dies kann man aber nur ohne andere Einflüsse. Das heißt eine Behandlung/Therapie diesbezüglich macht nur Sinn, wenn man kein Alkohol oder Drogen während dessen einnimmt. Der Behandlungs/Therapie Erfolg wäre sonst dann gleich null.

    Dabei ist es unerheblich ob die Alkoholkrankheit als sekundär eingestuft wird, es sei den man benutzt dies als Freibrief zum weiter saufen. Keine Therapuet, keine psychosomatische Klinik würde dich im nassen Zustand weiter behandeln. Mit einem nassen Patienten kann man nicht zusammen arbeiten. Bei diesem Patienten sind die Wahrnehmungen getrübt.

    Zumal und das sage ich dier jetzt aus eigener Erfahrung, eine Psychotherapie einen an die Grenzen bringt, man nur im nüchternen Zustand in Therapiephasen an sich arbeiten kann und aufgefangen werden kann. Da geht es ins eingemachte und da brauch man jede Energie, Kraft und einen freien Kopf. Aber es ist so schön was man da so nüchtern lernen kann. Für sich und fürs Leben. Jeder gute Arzt oder Therapuet rät erst Entzug (selbstverständlich ärtzlich begleitet) dann Therapie egal welcher Art.

    Ich weiß, wenn man erst mal down ist und soviel in ein einströmt. Die Stimmungsschwankungen einher gehen, ist es schwer sich ans Herz zu fassen um nicht darin zu baden. Aber das IAS-Syndrom (Ich-Arme-Sau) hilft hier nicht weiter. Nimm dich selbst an die Hand. Ziel Nüchternes Leben beibehalten und Therapie machen. Du bist doch schon den richtigen Weg gegangen, laß dich nicht entmutigen. Bleib bei dir. Höre auf deine innere Stimme.

    Ich wünsch dir viel kraft und Mut und gute 24 Stunden

    lieben gruß panther

    Hallo!

    spedi schrieb
    In dem Zusammenhang: ich lese da so unterschwellig, dass Deine Frau mit der Situation auch ein Problem hat, "typisch" Co.

    Was heißt typisch CO?????
    Du weißt nichts von meiner Frau. Auch nicht ob sie typisch Co ist.

    In jeder Partnerschaft entwickelt man sich und muß den anderen mitnehmen. Da ich erst so kurz dabei bin habe ich das verpasst. Selbstverständlich hat sie ein Problem mit der Situation, wußte sie doch nicht daß das eine Krankheit ist, geschweige den daß sich im Zuge meiner Nüchternheit sich auch unser Leben /gemeinsamer Weg ändern wird. da muß man als Partner erstmal hinterherkommen insbesondere wenn vorher es Verletzungen gegeben hat.

    Ob sich Deine Frau auch spezifisch für sich Hilfe suchen mag...?!?
    Meine Frau hat ab morgen Urlaub. Wir werden diese Zeit nutzen um zu gucken wie unser gemeinsamer Weg ohne das einer auf der Strecke bleibt aussieht. Ich habe sie letzten Sonntag zum offenen meeting mitgenommen und von diesem Forum erzählt, daß es hier auch für Angehörige ein Bereich gibt. Ferner wird es bei der Suchtberatung Paargespräche geben und wenn sie mag auch für sie Einzelgespräche. Was und wie diese Angebote genutzt werden, werden wir gemeinsam im Urlaub erarbeiten.

    hermann schrieb
    Zwischen Egoismus und Egozentrik besteht glaube ich ein kleiner Unterschied
    nicht wenn es kein gesunder Egoismus ist

    ansonsten Danke ich Dir für deine Zeilen. Ohne euch würd ich mich nicht ständig daran erinnern Geduld und Zeit mit zu bringen. Dies ist eines meiner großen Schwächen.

    Was die Urlaubsplanung betrifft muß ich erst drüber nachdenken diese zu kenzeln. In solchen Terminen verbinde ich auch noch andere Termine/Tätigkeiten. Zwei davon waren mir sehr wichtig.

    gruß panther

    Hallo Zusammen!

    Spedi,
    das mit dem einen neuen Verwendungszweck für die Zimmern zu geben, wo man getrunken hat, finde ich eine geniale Idee. Da habe ich richtig Lust zu.
    Danke für den Tip.

    Das mit den Hunden ist eher so, daß ich durch diese ja zwangsläufig jeden Tag gassi gehen muß. Dadurch das ich das muß, haben die Hunde und meine Nüchternheit mir jeden Tag Stück für Stück die Naturwahrnehmung wieder gegeben. ich staune immer wieder jeden Tag wie blind ich durch die Gegend gelaufen bin. Mit der allein sein Problematik, hat der Psychologe von der Suchtberatung mit mir eine andere Trainingsstrategie entwickelt. Zuvor haben wir geguckt was mir beim allein sein Angst macht. Mit diesem Training beginne ich jetzt und Montag wollen wir darüber reden wie es mir dabei ergangen ist.

    Annika,
    Ich habe gar nicht so Verzichtgedanken. Ich fand das Saufen zum Schluß nicht mehr schön. Es hat mich eher gequält. Was jetzt aber immer mehr hoch kommt ist, auf was ich wegen dem Alkohol verzichten habe, verlernt habe und meine Familie verzichten mußte. Und das will ich neu besetzten.

    Jetzt bewegt mich aber aktuell ewas anderes. Und vielleicht könnt ihr mir da Ratschläge oder eure Gedanken mitteilen.

    Bei uns (mir und meiner Frau) ist heute nachmittag zum ersten mal wegen meines nicht trinkens Mißstimmung aufgetreten.

    Meine Frau hat bald Kohlfahrt. Ob ich sie hin fahren könnte und wieder zurück. ich habe ja gesagt, unter der Bedingung, daß ich nicht in die Gaststätte rein muß, sondern sie dann raus kommt (so war es früher immer und ich hab da noch eine mitgeraucht). Ja das war soweit in Ordnung. Dann kam das Nächste. Wir haben seit längerem geplant meine Familie und Freunde zu besuchen. Diese wohnen weiter weg. Also müßen wir da auch übernachten. Die Freunde wo wir übernachten, kenne ich nicht so gut und habe meine Frau gefragt, ob diese trinken. Sie hat gesagt ja und sie wollte eigentlich in ihrem Urlaub da auch ein Wein trinken. Ob ich das den für den Abend nicht mal aushalten könnte. Da habe ich ihr gesagt, daß könnte ich wahrscheinlich schon, aber mit sehr viel Kampf und alle in den SHGs raten davon ab. Sich in so eine Situation zu begeben. Und ich auf die alten Hasen hören möchte und das nicht ausprobieren will. Ich sehe das als Gefahr und Risiko für mich. Auch was im nachhinein mit mir dann geschieht. Sie könne das schwer nachvollziehen.
    Da habe ich sie gefragt warum, wenn ich Asthma hätte würde sie vor mir auch nicht rauchen und wir würden nicht dahin gehen wo Leute rauchen. Ob sie den meine Abhängigkeit als Krankheit sieht.

    Da hat sie mit Tränen in den Augen gesagt. Schatz ich würde für dich alles tun. Selbstverständlich würde ich wenn du Asthma hättest rauchende Räumlichkeiten meiden. Aber du hättest mich nicht vorher so verletzt. Ich habe all die Jahre all das mitgetragen und mir so sehr gewünscht, das du aufhörst zu trinken. Du warst in dieser Krankheit so egoistisch. Der ganze Alltag auf dich abgestimmt. wie geht es dir. Hat sie wieder getrunken. Ist zu Hause alles in Ordnung. Du hast mich letztes Jahr in Angst und Schrecken versetzt und ich habe um dein Leben gebangt. Und jetzt wo du aufgehört hast merke ich wie Wiederstand in mir aufkommt, daß ich und unser Umfeld sich wieder ganz nach dir richten muß, damit du nüchtern bleibst. Wenn du dich outest werden die Freunde Rücksicht nehmen das weiß ich und ich werde auch nicht trinken, aber es ist Wiederstand in mir. Ihre Tränen liefen. Sie küsste mich sagte noch Ich liebe dich und ist mit den Hunden gegangen.

    Ist das so, ist man auch in der zeit ein glücklies, zufriedenes nüchternes Leben zu erlernen, wieder so egoistisch und sieht seine Liebsten nicht. Verlange ich zuviel???Geht das zu weit? Und wie soll ich die Ratschläge annehmen von den alten Hasen ohne meine Frau zu beschneiden oder zu egoistisch zu sein?

    ein nachdenklicher panther

    Guten Morgen!

    Nun sind drei Tage vergangen, als ich mich zum letzten mal gemeldet habe.

    Ich brauche manchmal für Dinge etwas länger. Gerade wenn es so viele Eindrücke gibt, oder ich Dinge nicht so verstehe. Schlaf ich erst mal ne Nacht drüber.

    Die letzten drei Tage haben mir gezeigt, was es heißt :

    'Allein nicht mehr zu trinken reicht nicht, du mußt an dir arbeiten, lernen.'

    Sonntag gings mir wieder schlecht. Bedingt daß meine Frau mal wieder arbeiten gehen mußte (24 h) von Sonntag Mittag bis nächsten Montag Mittag.
    Da Sonntags meine Tochter immer zum Kindergottesdienst geht und ich sie dann zu meiner besten Freundin fahre, die dann mit ihr dort hingeht. Und ich die Hund versorgen mußte konnte ich nicht ins Forum gehen. Sonntag Vormittag habe ich ja auch noch reale SHG.

    Ich hatte so einen Saufdruck. Hab mir überlegt, ob ich mir was hole um das spätere allein sein nicht wieder zur Qual werden zu lassen.

    Dann viel mir der Satz von Hermann ein: renn in die Gruppe.

    Thema war Alkoholfreie Zone (das ist etwas was ich als aller erstes umgesetzt hatte) und Rückfälle. Einer der Teilnehemr erzählte, daß er sich am Anfang ganz viel über Rückfälle beschäftigt hätte. Da hat ihm mal jemand gesagt, wenn du so viel drüber nachdenkst und die anderen Rückfallbeispiele so reinziehst, gebe ich dir nicht mehr lange bis du selber einen hast. Lenk deine Gedanken auf dein Nüchternes leben. Höre und lerne.

    So und so ähnlich wird es ja auch hier immer wieder gesagt. Höre und lerne. Ich habe gelernt. Habe mir zu Hause Gedanken gemacht, wie ich dieses alleine sein anders besetzen kann. Wie ich Kontakte wieder knüpfen kann die mir gut tun und dir mir auch fehlen (hab einige durch das Saufen verloren).

    Obwohl ich nur meiner Frau erzählt habe wie es mir geht, kam etwas wo ich manchmal denke, gibt es doch etwas wie Schicksal. Als erstes rief mich meine beste Freundin an. Sie hatte sich einige Monate schon von mir zurück gezogen. Ihr Vater war Alkoholiker und sie wußte wie es um mich stand. Sie mußte mich gehen lassen. Jetzt hat sie sich mit mir verabredet. Morgen frühstücken wir zusammen. ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr mich dieses Telefonat gefreut hat. Am späteren Nachmittag riefen noch zwei von meiner SHG an, wie es mir geht und so. Eins davon ist ein langjähriges trockenes Paar. Knallharte. Die reden nichts schön, sag ich euch. Aber genau die brauche ich. Auf jedenfall haben die mich zu sich eingeladen. So entstehen wieder Kontakte.

    Nun habe ich trotzdem ja noch das allein sein Problem. Mit diesem Problem bin ich gestern zur Suchtberatung gegangen. Vorher mußte ich noch die ganzen Fragebögen ausfüllen. Woran ich nicht alles arbeiten möchte.
    Ich weiß jetzt warum ich nicht allein sein kann und wie ich diese Hürde überwinden kann. Alle anderen Vorhaben soll ich erstmal auf Eis legen. da das mein größter Saufdruck ist, konzentrieren wir uns ganz dieser Thematik. Mit diesem Rüstzeug kann ich leben und arbeiten. jetzt kann ich aktiv an mir arbeiten.

    Das heißt also:
    'Alleine nicht mehr zu trinken reicht nicht'

    Unsere Pflegetochter (nicht im herkömmlichen Sinne, haben uns ihrer angenommen als sie 16 jahre alt war. mitlerweile hat sie eine 6 jährige tochter) ist aus dem Urlaub zurück (war 3 wochen weg). Sie wohnt hier im Ort, so daß ich auch zu ihr gehen kann, wenn ich mal nicht so gut drauf bin. In unserem Freundeskreis wird gott sei dank nicht soviel getrunken (vieleicht wenn jemand Geburtstag hat). Meine Pflegetochter hat auch ein Hund und eine Tochter, so gehe ich auch nicht mehr alleine spazieren. Sie freut sich über meinen Schritt nicht mehr zu trinken.

    So wollte ich euch nur mal erzählen, wie es mir die Tage ergangen ist, und wünsche euch noch einen schönen Tag.

    Hallo Freunde!

    Das Forum ist so schön. Alle mit dem gleichen Ziel. Alle mit unglaublichen Lenenserfahrungen und Persöhnlichkeit.

    Es ist mysisch zu gucken, ob jemand wegen einer Bemerkung nicht mehr schreibt. Vielleicht ist Moni ja schon längst in Therapie. Vieleicht brauch sie aber noch Zeit. Diese klaren Worte, machen manchen erstmal Angst und es bedarf einer gewissen Zeit für sich diese anzunehmen. Nicht jeder kann mit klaren Worten umgehen und zieht sich dann lieber erst mal zurück. Oder brauch Zeit diese zu verinnerlichen.

    Wir wissens nicht was mit Moni ist. Wir können ihr nur alles gute wünschen und hoffen von ihr mal was zu hören.

    Schuldzuweisungen bringen hier nichts. Das hält uns von unserem Ziel ab.

    ich wünsche allen gute 24 stunden
    gruß panther

    Hallo Lillifee!

    Es ist niemals zu spät.

    Gehe heute zum Arzt und sag ihm ganz klar so wie du es hier getan hast, daß du nicht mehr aus eigener Kraft aufhören kannst zu trinken.

    Wenn ein Patient seine Alkoholkrankheit verharmlost, z.B in dem er sagt, daß er nur trinkt wenn es ihm nicht gut geht. Kann es dazu kommen, daß die Alkoholproblematik nicht als Alkoholsucht/Alkoholabhängigkeit/Krankheit behandelt wird, sondern als sekundäres Problem (Alkoholmisbrauch). So daß man erst mal ein Freibrief zum Saufen erhält. Wieso ich tu ja schon was für mein Problem. Ich mach ja jetzt Therapie und ich hab doch gesagt, daß ich ein Alkoholproblem habe. So war es bei mir. Erst als ich über mein Trinkverhalten ganz offen und klar geredet habe. Konnten wir über einen Entzug und Entwöhnungstherapie sprechen und angehen. Und eigentlich weiß man selber ganz genau, wenn sein Trinkverhalten krank ist. Sonst würde man ja zum Beispiel nicht so ein Forum aufsuchen.

    Jetzt gilt es sich ans herz zu fassen zum Arzt zu rennen und einen Entzug zu machen. Sofort, umgehend. Und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen Kraft und Mut zuholen. Und von Erfahrungsberichten zu lernen. Und es ist nie zu spät sein Leben wieder glücklich ohne Alkohol zu gestalten.

    Gruß panther

    Guten Morgen!

    Karsten hat mir in einem seiner Beiträge geschrieben, ich soll mir nicht nur die Negativberichte durchlesen. Hat er gesagt, weil mir die Rückfälle der anderen zu denken gegeben haben und angst gemacht haben. Er sagt, ich soll mir die positiven Berichte durchlesen.

    Nun habe ich mir Berichte durchgelesen, Das Leben nach dem Alkohol. Ich muß sagen das macht Mut und stark. Ich möchte mich für diese Beiträge bedanken. Insbesondere das von Lilly12.

    Der Ratschlag sich in Geduld zu üben und Zeit mitzubringen und sich die Berichte durch zulesen, wo und wie es funktioniert haben mir sehr geholfen, nachdem es mir vorgesten so schlecht ging.

    heute mache ich meine 2 wochen voll. Mein 14. Tag.

    Und ihr habt mich diese zwei Wochen begleitet. Mir beduetet das Forum sehr viel. Ich bin viel alleine. Mit diesem Forum/SHG kreisen meine Gedanken nicht mehr so wild umher.

    Jetzt habe ich den Antrag für meine Therapie und kann am Montag bei der Suchtberatung gemeinsam mit dem Psychologen diesen zu Ende ausfüllen und er kann dann den Sozialbericht fertig machen. Auch das habe ich euch zu verdanken. Ohne die Bericht Anregungen eine Suchttherapie zu machen, oder wie sie auch bei Einzelnen gewirkt hat, hat mich zu diesem Entschluß gebracht eine Therapie zu machen.

    Ich danke euch allen. Mein 14. Tag werde ich in Besinnung verbringen.

    Euch allen gute 24 stunden

    Ich liebe mich, Ich bin wertvoll, Ich verdiene Das Beste!

    o Gott soviel Selbstliebe.

    Ich muß sagen: Wenn ich mich im Spiegel schaue, könnt ich mir eine reinhauen.

    Für mich gilt eher: ich liebe meine Frau mein Kind, die verdienen das Beste und sind das wertvollste was ich habe.

    Das mit dem selber lieben ist so ne Sache. Ich kann mich nicht selber lieben. Ich verachte mich.

    Ein Leben in Frieden und Harmonie!
    ja das wünsch ich mir und allen anderen auch, endlich Frieden und Ruhe

    panther

    Hallo ihr lieben!

    Heute ist mein 13. Tag und morgen bin ich schon 2 Wochen trocken.

    Gestern war ja wohl der Hammertag. Heute geht es mir schon wesentlich besser. Hab auch viel mehr gebacken gekriegt. War aber auch nicht allein.

    Aber das ist jetzt das nächste was ich angehe. Also erst mal fand ich die Idee ins Forum zu gehen wenn man sich alleine fühlt richtig gut. Dann ist man ja nicht mehr alleine. Außerdem hat mir der Gedanke gut gefallen sich zu erinnern, wie es war mit diesem alleine trinken. So wie Sensei war es bei mir auch. Und jetzt kann ich für meine liebsten kochen, sauber machen und klar meine Tochter in Empfang nehmen und muß nicht mehr mir schon vorher Ausreden einfallen lassen, wenn alle nach hause kommen und ich schon getrunken habe. Oder siniert neben meiner Tochter liegen/sitzend. Jetzt spiel wir zwischen durch. Kniffel oder Rommy.

    Nun liegt mir noch was am Herzen.

    Ich möchte mich hier heute outen.

    Ich hatte mit dem Wort Alkoholiker ein richtiges Problem. Ich hatte es bis dato anders in meinem Hirn gespeichert. Eher so, pennermäßig mit roter aufgequollener Nase und Gesicht, oder abgemagetes Elend, minderwertig, charakterschwach. So halt.

    Durch die SHG auserhalb und dieser SHG habe ich durch Berichte und persöhnlichen Kontakt der einzelnen Betroffenen Menschen ein anderes Bild bekommen. Jetzt erst sehe ich dies auch als Krankheit an, für die man sich nicht schämen muß (das heißt nicht, daß ich mich nicht dafür schäme wie ich mich alkoholisiert benommen habe).

    In der SHG wo ich hingehe, habe ich bis jetzt nur zugehört nicht gesprochen. Wegen dem Satz Ich bin '........' und Alkoholiker. das fiel mir so schwer. da hab ich lieber gar nichts gesagt.

    Aber jetzt oute ich mich und sage zum ersten mal

    Ich bin panther (für euch) und Alkoholikerin.

    Und noch was: Ich will ohne Alkohol leben. Betonung liegt auf leben. Und dafür werde ich alles tun. Ich will das wie letztes Jahr nie wieder so haben.

    Und Sonntag werde ich das erste mal in der SHG reden.

    danke fürs zuhören

    liebe Grüße panther

    Hallo LeniM!

    Du strebst ein nüchternes Leben an. Das finde ich gut. Wann soll es beginnen? Wenn ich das so richtig verstanden habe bist du noch 'nass'. Ist das richtig?? Anstreben allein reicht nicht.

    Im ersten post sagst du am Ende, daß du Alkoholikerin bist. Dann verstehe ich nicht so ganz warum du es nur anstrebst. Was hindert dich zum ersten Schritt?

    Erzähl mal ein bisschen von dir.

    Gruß Panther

    Hallo LeniM!

    Schön das du in dieses Forum gefunden hast.

    Das mit der PN weiß ich auch nicht wie das funktioniert. Müßtest den Administrator Karsten eine PN schicken, der loggt sich meist so ab 9:00 Uhr ein, der kann Dir weiterhelfen.

    du bist der erste "kontakt": was heißt den das genau??

    ich wäre total froh, wenn ich bereits d-a wäre, wo d-u dich befindest...:
    Liebe LeniM ich bin ganz am Anfang meines nüchternen Lebens. Ich weiß nicht wo Du dich in meinen Beiträgen angesprochen oder wiedergefunden hast. Wenn auch Du ein nüchternes Leben anstrebst, können Dir hier im Forum ganz viele Menschen helfen, die schon länger trocken sind und mehr Erfahrungen auf diesem Weg haben. Ich weiß nicht, ob ich da so die richtige bin. Ich kann Dir nur Mut zu sprechen Dich zu trauen ins offene Gespräch zu gehen. Wenn es Dir nicht liegt öffentlich zu schreiben, gibt es ja auch noch den erweiterten geschützteren Rahmen/Forenzugeng.

    Ich würde mich freuen von Dir was zu hören

    Ein wunderschönen guten Morgen an alle!

    Geistige Umnachtung umgibt mich
    Gedanken verselbständigen sich
    Renn zur Gruppe rein
    und die Gedanken werden klarer sein
    Dem Alkohol zu viel Beachtung schenkt
    sich in Irrwegen verennt
    Und doch unterschätz ihn nicht
    damit es keine Rückfälle gibt

    Ich danke euch. Schön das es euch gibt. Dieses Forum gibt.
    Ihr habt mir gestern richtig gut getan. Ich hoffe, daß ich eines Tages dies auch zurück geben kann.

    Wenn meine Liebsten zu Hause sind, ist der Alkoholgedanke nicht so present. Was mir am meisten zu schaffen macht ist, wenn ich alleine bin. Und das bin ich sehr viel. Wenn ich alleine bin verselbständigen sich Gedanken und ich bin kaum in der Lage was gebacken zu kriegen. Hab die innere Ruhe nicht. Wenn ich alleine wahr habe ich getrunken. Das jetzt irgendwie neu zu besetzen erweist sich als sehr schwierig. Wenn ich alleine bin habe ich den Saufdruck und kann mit mir nicht soviel anfangen. Ich bin froh, daß ich doch Sucht-Therapie mache.

    Zeit und Geduld soll ich mitbringen und standhaft sein. ich wills versuchen.

    Hallo und lieben, lieben dank für eure Kommentare

    Mein Gott war das ein Tag.

    Heute als wir so gefahren sind, habe ich gedacht ich bin auf einem anderen Planet. Irgendwie habe ich verpasst, das wir wunderschön wohnen. All diese Felder mit einem hauch von Schnee bedeckt. Diese Ruhe. Diese idylle. Die Spiegelreflexe der Sonne. Mein Gott war das schön.

    Wir mußten noch zur Post. Meine Frau macht am Computer Musik und wir haben ihr PC-Keyboard abgeholt. Als Fachfrau mußte ich diesen natürlich gleich anschließen. Es macht Freude seine liebsten lachen zu sehen.

    Hm, was ich schon immer machen wollte:
    -Ein Gewaltfreies, trotzdem superspannendes Computerspiel Programmieren.
    -Kindheitstraum ist Geige spielen zu lernen (Geige habe ich mir schon vor drei jahren besorgt, nur nie Unterricht genommen)
    -Ein Auto mal auseinander zu bauen und wieder zusammen bauen, damit ich nicht immer zur Wekstatt rennen muß. Stell mir das halt wie mit einem PC vor.
    -Nach Slowenien fahren (hab meine Verwandschaft seid fast 25 jahren nicht mehr gesehen) ich liebe die Berge
    -Ich wollte schon immer mal mit meiner Familie nach Fantasialand, ins Universum, und meiner Tochter mal eine Steintropfhöhle zeigen.

    -Und in diesem Haushalt muß wieder mehr getanzt werden.

    Im Moment geht es mir besser als heute Vormittag. Ich mußte noch einige Tränen vergießen. Ich glaube mich hat eine Nachricht von meiner Schwester sehr berührt. Erst als sie gemerkt hat, daß es mir ernst ist mit dem Trinken aufzuhören, hat sie mir jetzt offenbart, daß auch sie sich hilfe geholt hat und seid 11 Wochen trocken ist und zu den AAs geht. Wir haben viel geredet. Über Erfahrungen mit dem Alkohol und ohne. Auch über Vergangenes, unserer Kindheit und unserer Kinder. Wir haben uns am Ende des Telefonats gute 24 Stunden gewünscht. Und von jemand fremdes das zu hören ist irgendwie anders als von seiner Schwester. Danach habe ich geweint. Ich war so froh das wir das jetzt angehen und unser Leben in die Hand nehmen und doch so traurig über all diese Schmerzen und unserer verlorenen Kindheit. Im Moment kommt halt alles hoch. Der Rest der Familie weiß nichts davon.

    Heute war ein lernreicher Tag. Aber ein guter Tag.
    Und die Geduld lerne ich auch noch.