Hallo bordy!
Ich bin schon öfter jetzt mal über deine Beiträge gestolpert.
Bei einigen Beiträgen habe ich ein dickes Fragezeichen im Gesicht. Habe ich das hier doch anders gelernt. Da du länger trocken bist als ich irritiert mich das sehr.
Es geht um die Trockenheitsarbeit. Die so wichtigen Grundbausteine, die man hier in die Hand bekommt, um sich eine stabile Nüchternheit aufzubauen.
Nach einem Jahr der Abstinenz, wirkt das bei dir alles irgendwie anders, als bei den Anderen, die schon länger nüchtern/trocken sind als ich.
Ich habe mir erlaubt, aus den verschiedenen Threads einige deiner Beiträge zu kopieren und dich da zu zitieren.
Zitat
.....das handy kannste doch mit einschläusen,psss
nicht weitersagen,ich mach das immer,grins.
Hier ermunterst du ein ‚Frischling’, die für ein Alki so wichtige Erkenntnis und Einhaltung von Regeln zu ignorieren, zu übergehen.
Zitat
...ja stimmt mit den regel,hast recht.
sorry,ich halte mich ungern an regel,
da muss ich noch viel arbeiten,
bin dabei,weil zu meiner alkerk.hab ich noch borderline.
So wie ich das hier gelernt habe gibt es aber genau diese Regeln, um eine stabile Trockenheit zu erlangen. Ihr Lieben länger Trockenen verbessert mich, wenn dem nicht so ist. Zudem wunderts mich, dass du nach einem Jahr überhaupt noch daran arbeiten musst. Das sind doch eigentlich die ersten Schritte.
Nächste wichtige Regel die ich hier gelernt habe. Alkoholfreie Zone
Zitat
darum mache ich meine wohnung aber nicht zur alkfreien zone,i
ch will trocken bleiben und habe kein verlangen nach alk und es geht.
Auch hier übergehst du eine wichtige Regel und preist sie auch noch anderen an, weil es bei dir bis jetzt gut gegangen ist. Ich muß mich da schwer wundern.
Zitat
.thomas war gestern auf einer feier,wo er klar auch alk trank.ich war voll sauer,ich hasse den geruch und das angetrunken sein,ekelig.jetzt ist er stinkig,weil ich wenn es um alk geht,meistens flippe.bin da etwas extrem geworden.
Auch diesen Beitrag verstehe ich nicht so ganz. Was habt ihr in der Partnerschaft erarbeitet, was deine Alkoholkrankheit anbelangt. Ich könnte eine Fahne neben mir auch nicht ertragen. Und nach einem Jahr wäre eine Konsequenz meinerseits erfolgt, wenn Partner oder Partnerin dies übergeht. Den es ist mein Leben. Meine Nüchternheit die da auf dem Spiel steht. Es wird viel vom Suchtgedächnis gesprochen. Von an sich arbeiten. Alte Gewohnheiten ablegen. Ich seh all dies bei dir nicht so wirklich. Und trotzdem bist du ein Jahr trocken. Bist du eins dieser Ausnahemn? Wenn ja, dann bedenke das ein Frischling das vielleicht nicht ist. Nicht zu diesem Ausnahmekreis gehört. Bei ihm so ein Verhalten tödlich enden könnte.
Zitat
aber gedanklich hatte ich eben einen Rückfall. Wie früher in der nassen Zeit die bange Frage, was mich nach dem Urlaub alles erwartet an Vorwürfen. Angst und Unsicherheit machten sich breit. Blöd, nicht?
Ja und weiter. Wo ist dann die weitere Erarbeitung, dass genau dieser Gedankenrückfall nicht in Trinkrückfall rutscht?
Mir ist auch aufgefallen, dass du deine Borderline-Diagnose dazu benutzt dich zu endschuldigen.
Zitat
sorry,ich halte mich ungern an regel,
da muss ich noch viel arbeiten,
bin dabei,weil zu meiner alkerk.hab ich noch borderline
Ja und? viele haben eine Doppeldiagnose. Aber wir sind hier, mit all unseren Defiziten, trocken zu bleiben und unsere Alkoholsucht zu stoppen und an uns zu arbeiten. Immer im bestreben eine stabile Trockenheit zu erlangen und andere von unseren Erfahrungen teilhaben zu lassen. In Verantwortungsvollerweise.
So zu mindens habe ich das bis jetzt hier im Forum verstanden und gelernt.
Ich möchte dich nicht angreifen, aber ich möchte das verstehen. Ich bin noch nicht solange nüchtern wie du und wunder mich halt. So wie bei dir habe ich das noch nicht gehört und dann auch noch wirklich ein Jahr trocken zu bleiben.
gruß panther