Beiträge von panther

    Zitat

    Der erste schöne Tag, der jede Einschränkung, die man oft als Verzicht ansieht, beginnt mit der Erkentnis, dass es etwas gibt, das stärker ist, als ich selbst.
    Sich eine Schwäche einzugestehen, dass man eben nicht mit Alkohol umgehen kann, ist für viele eine Niederlage.
    Ich habe mich dieser Niederlage hingegeben und dadurch eine Lebensbereicherung erfahren.

    danke Karsten.
    frage is ja warum hab ich das überhaupt als niederlage gesehen.

    für mich glaub ich zu wissen, weil es bequemer war

    Ich weiß nicht ob der Ton wirklich hart ist für mich 'frischling'.

    Ich glaub das vielmehr die nackte Wahrheit und die Wahrheit wo ich stehe viel härter ist.

    Durch meine Alkoholabhängigkeit sind auch meine Wahrnehmungen getrübt.

    Mein ganzes Denken und handeln galt dem Alkohol und nun muß ich meine Denken und Handeln ändern. Und dabei fühlte und fühl ich mich nackt. Nackt den Tatsachen gegenüber, wo ich mir meiner eigenen Unzulänglichkeit bewußt werde.

    Durch die klaren Worte meines Gegenübers, die die nackte Wahrheit wiederspiegeln, fühl ich mich in die harte Realität versetzt, die ich versuchte durch den Alkoholkonsum zu entgehen. Und es bietet sich mit dem aufhören des Trinkens mein Leben da.

    Wenn mein Leben so toll war und alles so einfach wäre, warum konnt ich dann nicht aufhören zu trinken bzw. habe getrunken? Sich selbst zu belügen und die Wahrheit zu verschließen, mit all meinen Ängsten und Verletzungen, hab ich mit Alkohol getan. So tief hab ich erlaubt das der Alkohol sich in mir eingeprannt hat, daß dann da auch einer herkommen muß, mich auf den Boden der Tatsachen zu holen, damit ich wieder aufstehen kann, erkennen kann und wieder handlungsfähig für meine eigene Verantwortlichkeit und Herr meines Lebens werde.

    Der Alkohol mit all seinem zerstörerischen Eigenschaften ist härter, als jedes Wort, daß mir ein Langzeittrockener geben kann.

    Hallo Nadine!

    Die Antworten kommen von allein.

    Ich z.B. muß manchmal auch erst ne Nacht drüber schlafen, bevor ich was sag. Und manchmal berühren mich die Geschichten so sehr, daß es mir die Sprache verschlägt und ich erstmal die Sprache für denjenigen wieder finden muß.

    Zitat

    keine Schläge oder Verwahrlosung „bieten“

    Liebe nadine, bei so einer Aussage frage ich mich:

    Wo und wann finden die Schläge im Herzen an und wo hört Verwahrlosung auf?

    Des Einen Leid ist vielleicht nicht des Anderen, aber deswegen nicht weniger als Seine.

    Du bist eine Weise, die mit einem alkoholerkrankten Vater zusamen gelebt hat und früh Verantwortung für die Familie übernommen hat. Deine Aufgabe ist es jetzt als Erwachsene die Lücken und die Leere die eigentlich eins deine Eltern dir hätten geben müssen in deinem Herzen zu füllen. Ein Selbstwertgefühl zu entwickeln, die deine Eltern dir nicht geben konnten. Und dies schafft man meist nicht allein. Und hier findest du Betroffene, die genau auch diese Dinge suchen und sich wieder geben wollen in gemeinschaftliche Unterstützung.

    Schön das du hierher gefunden hast.

    gruß panther

    Hallo Annika!

    Die Threads von Teleny und Marlen und ihre Anwesenheitszeit sind in dem Zeitraum gewesen, als ich in der Klinik war. Ich habe sie jetzt nachgelesen.

    Und ich muß sagen, daß ich finde dies nicht nur ganz neue Mietglieder lesen sollten.

    Ich steuer ja auf mein halbes Jahr trocken sein zu. Noch 2 1/2 Wochen.

    Auf Grund eurer Worte ist mein Leitfaden entstanden (siehe Signatur). Der mich immer wieder daran erinnert, daß es notwendig ist, die Grundbausteine zu beachten und Veränderungen meines bisherigen Lebens vorzunehmen.

    Und auch nach der anfänglichen Euphorie, gibt es immer wieder auch Situationen, die durch meine Veränderungen positive Gefühle und Freude auslösen. An sich arbeiten und sein Leben Verändern, ist aber nicht nur honigschlecken. Immerhin habe ich jahrelang meine Gefühle weggetränkt und muß erst lernen sie zu ertragen, zu meistern und positiv neu zu besetzen.

    Euphorie erinnert mich irgendwie, wie aufgeputscht zu sein. Als ob man ein Adrenalinschub hat. Dieser kann mich erstmal vorwärts bringen. Aber was, wenn sich der Putsch oder Adrenalinspiegel auflöst,wieder senkt? Dann stehe ich da und soll nicht zu einem Suchtmittel greifen. Mich ertragen lernen. Mich mit all meiner nackten Angst und vor mir gebreitet mein Leben sehen und in die Hand nehmen.

    Und ich glaube, daß ist es wovor hier gewarnt wird. Nicht das man positive Gefühle einem nicht gönnt, aber nach der Euphorie mit seinen nackten Gefühlen die dann nicht mehr so positiv sein können konfrontiert wird, mit geballter Ladung und vor dem Nichts steht. Nur der Erkenntnis, ich will nicht mehr trinken, aber wie halte ich das aus und wie mache ich das, daß ich mich nicht mehr so allein und dünnhäutig fühle? und dabei nicht rückfälllig werde?

    Und dann geht die eigentliche Trockenheitsarbeit los.

    Und dafür habe ich Menschen, die vor mir diesen Weg schon gegangen sind und mich bei meinem Weg begleiten. Der natürlich nicht immer euphorisch ist, nur weil ich jetzt nicht mehr trinke. Sondern auch steinig und beschwerlich sein kann. Aber hinter diesem Weg ist dann das Ziel. Das Ziel ein trockenes, zufriedenes Leben zu führen. Und ich endlich dann Frieden und Ruhe im Herzen finde und mich nicht mehr betäuben muß.

    himmelprächtig muß es mir dabei nicht gehen.

    liebe annika ich liebe diesen Satz:

    es geht mir gut, auch wenn nicht alles gut ist.

    mir geht es gut, weil ich nicht mehr trinke, auch wenn noch nicht alles gut ist. Kann es auch nicht, den Veränderungen brauchen Zeit. und was nicht gut war und mich bewog zu trinken muß ich ertsmal ändern.

    in diesem sinne

    lg panther

    Hallo Blizzard!

    Auch von mir herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit nachträglich.

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    Die ambulante Therapie hört sich ja auch nach mehr an, als sie ist. Es sind im Prinzip 2 wöchentliche Sitzungen. Ein Einzelgespräch mit meiner Psychologin, bei der ich schon seit Monaten regelmäßig zu "Gast" bin und von der ich sehr viel halte - und ein 90minütiges Gruppengespräch mit Therapeuten, ohne spezielle Themenvorgaben. Hört sich für mich irgendwie an wie "Selbsthilfegruppe mit professioneller Moderation". Frage

    Egal, ich werde es machen - schaden wirds mir schon nicht, ausserdem sind die Einzelgespräche mit der Psychologin ja doch immer schon sehr fruchtbar für mich gewesen. Da kann ich mich sehr gut reflektieren.

    Genau so ist es. Man hat ja beim Saufen verlernt zu reflektiren, seine Bedürfnisse wahrzunehmen und sich mit dem Saufen Startegien entwickelt mit Problemen umzugehen, die nicht sogut für einen waren. Dies gilt es zu ändern. Und es ist tatsächlich so, daß die Gruppentherapie wie ne Art SHG mit psychologischer Moderation ist. Zu sehen ich bin nicht allein und wie machen es die anderen. sich bei dem oder anderen wieder zu finden oder auch zu sehen, ach so wars bei mir auch. Zu sehen ich hab schon was für mich geschafft, erarbeitet.

    Es gibt dabei kein ist besser du machst es oder nicht. Es ist ein Hilfsangebot, daß man nutzen kann wie eine SHG. Hauptsache man macht es nicht allein. ich persöhnlich mag die SHGs lieber. sie bringen mir mehr. In so ne Theragruppe fehlt mir der Austausch mit den 'alten Hasen', also mit den länger trockenen. Trotzdem hat mir meine Therapie in der Suchtklinik nochmal viel gebracht.

    gruß panther

    Hallo Bernd!

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    Heute macht mich das Nachdenken darüber , das nun unsere schöne Wohnung weg ist und wir an verschiedenen Orten allei leben ganz schön traurig.
    Solche tage sind nicht fair.

    Warum?

    Du bist nüchtern und sie auch. Besser als zusammen sein in einer schönen Wohnung und unglücklich. So kannst du sie sehen, wann du willst. Und Abstand halten, wenn dus brauchst.

    lg panther

    Hallo bordy!

    Leider kenn ich ja deinen Namen nicht. Mir wiederstrebt es dich in deiner Diagnose als Verniedlichungsform anzusprechen.


    Zitat

    klar bin ich tolat gegen alk und ich habe bis jetzt kein problem,
    trocken zubleiben.es gibt tage wie gesagt da ekelt es mich bei meinem mann,deshalb stelle ich aber keine verbote auf.

    hallo karsten,

    ich verstehe das mit den regeln die den alk betreffen.habe mich wahrscheinlich falsch ausgedrückt.mein hauptsächliches ist BL,
    und ich hab den alk als medis eingesetzt.
    jetzt bin ich gut eingestellt und brauche den alk
    gott sei dank nicht mehr,bin da sehr überzeugt von mir.ich möchte niemanden etwas böse hier.lg bordy

    Bist du nun Alkoholkrank oder nicht? Oder Borderliner und hattest halt das falsche Medikament eingesetzt? Nur gegen Alk sein reicht nicht aus für eine stabile Nüchternheit.
    Du schreibst du bist gut eingestellt, deswegen brauchst du den Alk nicht mehr. Ein Alkoholabhängiger brauch den Alk trotzdem.

    Zitat

    der satz,aber gedanklich hatte ich eben einen rückfall.....stammt nicht von mir.


    stimmt

    Zitat

    meine meinug,überall in unserer gesellschafft wird alk getrunken,verk.u.s.w,da dürfte ich ja nirgends mehr hingehen.
    da bin ich stark,ich will kein alk mehr trinken und gut,ich komme so klar.

    Auch hier habe ich das im Forum anders gelernt. Es geht darum Gefahren für meine Nüchternheit zu minimieren. Einkaufen muß ich. Aber eine Alkoholfahne neben mir oder gesellschaftliche Anlässe wo getrunken wird muß ich nicht haben. Also kann ich auch in einer alkoholtrinkenden Gesellschaft Gefahren für mich minimieren.


    Zitat

    ich bin in therapie,borderl-sucht-trauma.
    die regel für meine alkerk.halte ich ein,bis jetzt habe ich es auch geschafft.ich hoffe es geht weiter so.
    was mein BL betrifft,stehe ich zur zeit auf derstelle,da meinte ich,
    das ich mich an keine regel halte.
    ich fühle mich zu schnell angegriffen,ach da ist so vieles im moment
    nicht ok was ich tue .

    Ja bordy das verstehe ich sehr gut. In deiner Diagnose sind Wahrnehmungen verschoben. Nicht nur, das du Süchtig bist und das schon allein genug an sich arbeiten bedeutet. Du hast auch noch traumatische Erfahrungen durchlebt. In ihnen verbirgt sich viele Ängste und Unsicherheiten noch in anderer Form. Gekoppelt mit Stimmungsschwankungen und somit sich ganz schwer in Balance halten zu können. Und sich schnell angegriffen zu fühlen. Auch sich schwer an Regeln halten zu können gehört dazu. Und eher sein Weg zu gehen. Dahinter verbirgt sich autonom bleiben zu wollen. In Maßen ist es ja ok, aber es kann auch zum Einzelkampf führen.

    Zitat

    es liegt mir am herzen dir zu sagen entschuldige bitte,sei mir nicht böse.
    lg bordy

    Bordy, du brauchst dich nicht entschuldigen. Im Grunde habe ich nur Fragen an dich gestellt.
    Es gibt auch keine Grund böse auf dich zu sein. Guck du hast es bis hierher geschafft.

    Hier ist aber in erster Linie ein Alkoholiker-Forum und kein trauma-borderline, wo man vielleicht denkt und damit seine Sucht verharmlosen würde: ach ich hab das ja als falsches Medikament eingesetzt.

    Wenn du schreibst, was die BL betrifft stehe ich zur zeit auf der Stelle....

    Dann schreibs auf. Es gibt nicht nur dich mit der Mehrfachdiagnose. Und es gibt hier Menschen die dich da sehr gut verstehen können und begleiten können, auch mit dieser Diagnose eine zufreidene glückliche Trockenheit und damit Leben zu erlangen. Darum sind wir hier.

    gruß panther

    Hallo bordy!

    Ich bin schon öfter jetzt mal über deine Beiträge gestolpert.

    Bei einigen Beiträgen habe ich ein dickes Fragezeichen im Gesicht. Habe ich das hier doch anders gelernt. Da du länger trocken bist als ich irritiert mich das sehr.

    Es geht um die Trockenheitsarbeit. Die so wichtigen Grundbausteine, die man hier in die Hand bekommt, um sich eine stabile Nüchternheit aufzubauen.

    Nach einem Jahr der Abstinenz, wirkt das bei dir alles irgendwie anders, als bei den Anderen, die schon länger nüchtern/trocken sind als ich.

    Ich habe mir erlaubt, aus den verschiedenen Threads einige deiner Beiträge zu kopieren und dich da zu zitieren.


    Zitat

    .....das handy kannste doch mit einschläusen,psss
    nicht weitersagen,ich mach das immer,grins.

    Hier ermunterst du ein ‚Frischling’, die für ein Alki so wichtige Erkenntnis und Einhaltung von Regeln zu ignorieren, zu übergehen.

    Zitat


    ...ja stimmt mit den regel,hast recht.
    sorry,ich halte mich ungern an regel,
    da muss ich noch viel arbeiten,
    bin dabei,weil zu meiner alkerk.hab ich noch borderline.

    So wie ich das hier gelernt habe gibt es aber genau diese Regeln, um eine stabile Trockenheit zu erlangen. Ihr Lieben länger Trockenen verbessert mich, wenn dem nicht so ist. Zudem wunderts mich, dass du nach einem Jahr überhaupt noch daran arbeiten musst. Das sind doch eigentlich die ersten Schritte.


    Nächste wichtige Regel die ich hier gelernt habe. Alkoholfreie Zone

    Zitat

    darum mache ich meine wohnung aber nicht zur alkfreien zone,i
    ch will trocken bleiben und habe kein verlangen nach alk und es geht.

    Auch hier übergehst du eine wichtige Regel und preist sie auch noch anderen an, weil es bei dir bis jetzt gut gegangen ist. Ich muß mich da schwer wundern.

    Zitat


    .thomas war gestern auf einer feier,wo er klar auch alk trank.ich war voll sauer,ich hasse den geruch und das angetrunken sein,ekelig.jetzt ist er stinkig,weil ich wenn es um alk geht,meistens flippe.bin da etwas extrem geworden.

    Auch diesen Beitrag verstehe ich nicht so ganz. Was habt ihr in der Partnerschaft erarbeitet, was deine Alkoholkrankheit anbelangt. Ich könnte eine Fahne neben mir auch nicht ertragen. Und nach einem Jahr wäre eine Konsequenz meinerseits erfolgt, wenn Partner oder Partnerin dies übergeht. Den es ist mein Leben. Meine Nüchternheit die da auf dem Spiel steht. Es wird viel vom Suchtgedächnis gesprochen. Von an sich arbeiten. Alte Gewohnheiten ablegen. Ich seh all dies bei dir nicht so wirklich. Und trotzdem bist du ein Jahr trocken. Bist du eins dieser Ausnahemn? Wenn ja, dann bedenke das ein Frischling das vielleicht nicht ist. Nicht zu diesem Ausnahmekreis gehört. Bei ihm so ein Verhalten tödlich enden könnte.


    Zitat

    aber gedanklich hatte ich eben einen Rückfall. Wie früher in der nassen Zeit die bange Frage, was mich nach dem Urlaub alles erwartet an Vorwürfen. Angst und Unsicherheit machten sich breit. Blöd, nicht?

    Ja und weiter. Wo ist dann die weitere Erarbeitung, dass genau dieser Gedankenrückfall nicht in Trinkrückfall rutscht?

    Mir ist auch aufgefallen, dass du deine Borderline-Diagnose dazu benutzt dich zu endschuldigen.

    Zitat

    sorry,ich halte mich ungern an regel,
    da muss ich noch viel arbeiten,
    bin dabei,weil zu meiner alkerk.hab ich noch borderline

    Ja und? viele haben eine Doppeldiagnose. Aber wir sind hier, mit all unseren Defiziten, trocken zu bleiben und unsere Alkoholsucht zu stoppen und an uns zu arbeiten. Immer im bestreben eine stabile Trockenheit zu erlangen und andere von unseren Erfahrungen teilhaben zu lassen. In Verantwortungsvollerweise.

    So zu mindens habe ich das bis jetzt hier im Forum verstanden und gelernt.

    Ich möchte dich nicht angreifen, aber ich möchte das verstehen. Ich bin noch nicht solange nüchtern wie du und wunder mich halt. So wie bei dir habe ich das noch nicht gehört und dann auch noch wirklich ein Jahr trocken zu bleiben.

    gruß panther

    Hallo Spedi!

    Schön sowas zu lesen. Und schön, daß du Mitglied in diesem Forum bist. Ich lese dich gerne. Du hast mir in der Anfangszeit, bevor ich im Geschützten gegangen bin mit deinen Beiträgen sehr geholfen.

    Ich wünsche dir und mit deiner Familie, daß noch viele Jahre der Trockenheit folgen.

    lg panther

    was nützt es weltweit zu demonstrieren, wenn in seinem eigenen umfeld man es nicht schafft seinen kindern zu vermitteln das auch alkohol zur lebensbedrohlichen droge werden kann bzw. ein suchtmittel darstellt?

    erst wenn jeder in seinem umfeld in seinem kleinen lebensrahmen/raum für aufklärung sorgt und so wenigstens bei sich und seinen kindern bewußter lebt und lernt, kann das umdenken kreise ziehen.

    Zitat

    Hallo Panther, sicher gehört Willen dazu, nicht zu trinken. Aber mindestens genauso wichtig ist für mich zu WISSEN, dass ich nicht (wenig) trinken kann!

    [/b]

    ????Häää????

    Was ist den dis für ne Aussage????? hab grad in brett vorm kopf. auf diese aussage komm ich gar nicht drauf klar.

    Hallo Freund!

    Ich muß da mal nachhaken, nachfragen

    Zitat

    Was bedeutet für mich geistige Loslösung ?
    Der Alkohol darf in meinem Denken KEINE Rolle mehr spielen, darf keine Alternativmöglichkeit mehr sein, kein Tröster bei egal welchen Ereignissen.

    Wenn ich Saufdruck bekomme. Klar ist trotzdem: Alkohol ist jetzt keine Option für mich.

    Ist es dann nicht erstmal der Wille nicht mehr zu trinken der ein abhält. Ist es aber nicht so, daß nur mit dem Willen es nicht geht auf Dauer nüchtern zu bleiben ? Was ist an Stelle des Alkohols, damit ich auch wirklich eine geistige Loslösung erfahren kann?

    gruß panther

    hallo Maxie!

    Menschen geraten nun mal in eine Abhängigkeit aus unterschiedlichen Gründen. Egal aus welchen Berufsstand sie kommen. Wissen schütz sie nicht. Meine Frau ist Sozialpädagogin und trotzdem als Erstberuf Mensch. Sie kann nur in ihrer Coabhängigkeit ihr Wissen und ihre Erfahrung und aus ihren beruflichen Kontakten schöpfen und dies als Resource nutzen.

    Auch hier in der SHG kannst du schöpfen. lernen, verinnerlichen, umsetzen. Wenn meine Vorredner dir nahe legen, daß du eigentlich jetzt schon den Klienten abgeben solltest, weil du Gefühle für ihn hegst und du aber eher dazu neigst dieses fortführen der Zusammenarbeit mit ihm zu rechtfertigen/zu erklären, macht das einen etwas wütend und kopfschüttelderweise wirft es Fragen auf.

    Wenn du in deiner Arbeit professionell arbeitest, mußt du ihn in andere opjektivere, distanzierendere Hände geben. Den mit Gefühlen zu einem Klienten hat man nicht mehr die nötige Distanz für eine professionelle Begleitung/Zusammenarbeit. Es ist nicht fair gegenüber den Klienten. Aber auch nicht dir gegenüber.

    Das erstmal loslassen des Klienten wäre so ein annehmen aus einer SHG. Natürlich entledigt sich dadurch nicht deine Coabhängigkeit. Aber du würdest dir eine Chance geben, verantwortungsvoller mit dir und ihm umzugehen. Und du könntest dann nur noch privat drauf gucken. Mit einem festhalten des Klientenverhältnisses machst du ein privaten/beruflichen Spagat. Es ist unnötiger Streß. Veränderung alter Verhaltensstrukturen, darum gehts in einer SHG. Nicht so weitermachen wie bis her. Annehmen, umsetzen. Gucken wo bin ich, was macht das mit mir. Fragen stellen. erzählen wobei brauch ich hilfe. und dann sacken lassen und sich Zeit mitbringen.

    Meine lieben hier aus der SHG sagen mir ständig: Pantherchen laß dir Zeit. Verinnerlichen braucht Zeit. Setz dich nicht so unter Druck. Du mußt jetzt nicht alles gleich verstehen. Vertrau auf die Erfahrung anderer. Und mach doch einfach mal. und berichte wie es dir dabei geht.

    Das ist arbeiten in einer SHG.

    schöne phingsten wünscht dir

    panther
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    Apfel schrieb:

    Zitat

    aber bei deinem klienten, weißt du doch schon, dass er ein alki ist. warum läuten da nicht die alarmglocken und dein verstand sagt dir finger weg der mann ist alki?

    Die Alarmglocken sind geläutet sonst hätte Maxie sich nicht hier angemeldet. Der Verstand kann noch soviel sagen, laß die Finger davon. In einer Abhängigkeit siegt der Verstand erstmal nicht. erst nach arbeiten an sich. und wenn auch die emotionswelt mitkommt. wenn das so einfach wäre, würde es dieses forum nicht geben.

    Hallo Diandra und Spedi!

    Eure Kommentare bezüglich neverfee finde ich völlig daneben und überflüssig. Sollte Maxi nicht gleich neverfee sein und mit ihr in einen Topf geworfen werden, empfinde ich das als sehr überheblich und vorurteilhaft in eine Schublade gesteckt.

    Aber auch wenn Maxi neverfee wäre hätte dieser Thread in seiner Thematik seine Berechtigung . Den wo fängt Co-Abhängigkeit an? Und wo hört sie auf?

    Muß man dafür in einer längeren partnerschaftlichen co-abhängig sein? Maxie trennt sich von ihren Partnern, aber meiner Meinung nach entledigt sie sich damit nicht ihrer Coabhängigkeit. Sie ist eher nicht in einer längeren Partnerschaft darin gefangen, sondern in ihren wiederkeherenden Handlungen sich wieder einen Alkoholiker als Partner zu nehmen. Und ich sehe bei Maxie sehr wohl einen Leidensdruck. Sie möchte eigentlich gerne eine längerfristige Partnerschaft in der sie sich geborgen und gesehen fühlt. Kann dieses aber durch ihre Co-Abhängigkeit nicht erreichen. Und wirkt darin verzweifelt und traurig und teilweise gehemmt durch ihr Verhalten immer wieder sich Alkoholkranken hingezogen zu fühlen.
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    Hallo Maxie!

    Mich kennst du noch nicht. Ich bin sowohl Betroffene als auch Co-Abhängig. Allerdings widme ich mich hier im Forum eher meiner Alkoholabhängigkeit und Trockenheitsarbeit.

    Wenn ich bei dir so lese muß ich meinen Vorrednern recht geben. In der Tat ist es bei dir schwierig zu antworten. Manches sprengt den Rahmen einer SHG. Einiges mußt du eigentlich noch mal in einer Therapie bearbeiten.

    Z.B wie dein Männerbild/Frauenbild ist und entstanden ist (Vater/Mutter). Zudem in Anlehnung, daß sie auch im sozialen Berufen arbeiten und deine Schwester auch in gewisser Weise diese Verhaltensmuster aufzeigt in ihrer Partnerwahl. Auch sollte man bei dir gucken, was in deinem Herzen eigentlich mit deiner erstern Erfahrung als 15 jährige mit einem Alki bei dir ausgelöst hat. Brauch ich dir ja nicht zu erzählen, was in so einem Alter man für Idealbilder als Mann sich aufbaut, was bis ins erwachsenen Alter hängen bleibt. Zudem hat deine erste Beziehung zu einem Alkoholiker, der von dir bezeichnete 'sogenannte Minus-Mann' dich verlassen. das bleibt hängen.

    Du kannst hier im Austausch mit Co-Abhängigen gucken, wo ähnelt sich die Gefühlswelt und Gedanken. Und hier in der SHG erarbeiten, wie kann ich meine Co-Abhängigkeit ablegen. Ganz. Nicht nur in Versuchen durch Trennung und kurzfristigen Beziehungen. Damit du wieder Frieden im Herzen findest. So wie Karsten schon schrieb differenzier die Beiträge nach Erfahrungswerten. Wo findest du dich wieder. Die Theorie kennst du teilweise besser als manch einer hier. Und wenn nicht, dann laß dir sogenannte Thesen nicht von Laien erzählen. Du weißt selbst, daß das auch nach hinten los gehen kann. Hol dir professionelle Begleitung dafür. z.B. professionel begleitende Familienaufstellung.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Mut weiter in dich rein zu hörchen. Nicht das du eines Tages erwachst und merkst das du in deiner CO-Abhängigkeit mit deinen eigenen Defiziten zur 'Minus-Frau' geworden bist.

    lg panther

    Übrigens mag ich die Bezeichnugn Minus bei einem Menschen nicht so gerne. Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen. Schwächen können gleichzeitig auch seine Stärken beinhalten. Guck auch da mal, warum du das als Minus (Manko) benennen mußt.

    Lieber Freund!

    Auch wenn Beiträge vom neuen Mietglied JanaS von Karsten gelöscht worden sind, kann man sie teilweise immer noch sehen, wenn man sich alle Beiträge von diesem Mietglied anzeigen läßt. So daß ich eine Ahnung habe was gestern hier abgegangen ist.

    Ich möchte zu Deiner Person dir und allen anderen was sagen und dir Mut und meine Dankbarkeit dir gegenüber (den anderen natürlich auch) zusprechen.

    Auch ich hatte und habe manchmal Schwierigkeiten mit deinen Beiträgen. Sind sie doch so anders als andere. Bei dir muß man erst mal nachdenken. Sätze mit ganz viel Inhalt zwischen den Zeilen. Und so kommt es, das man sich bei dir manchmal angegriffen oder mißverstanden fühlt.

    Ich habe dann länger über dich nachgedacht. Ich bin dabei zu einer Erkenntnis gekommen.

    Ich bin hier in diesem Forum um zu lernen und was zu verändern. Zu meiner Trockenheitsarbeit gehört auch dazu nicht gleich zu keifen, sondern noch mal nach zu fragen und auch zu sagen, daß mir das jetzt geschriebene aufstößt oder verletzt und das dann höflich respektvoll anzusprechen. Denn ich will ja was von den Moderatoren, Mietgleidern, von diesem Forum. Also muß ich nachfragen und worte reflektieren und nicht mein gegenüber. Er kann mir nur dabei behilflich sein. Das kann er aber nur, wenn ich noch mal nachfrage.

    Kannst du dich noch erinnern, als ich das mit dem wertschöpferischen Tag nicht verstanden habe. Du bist einer der sein Augenmerk darauf gerichtet hat. Und mir dabei das zu verstehen sehr geholfen hast.

    Manchmal muß ich gucken und schlucken und denk: ogott wie meint er das jetzt den? Du bringst mich zum nachdenken. Du bist länger trocken als ich und hast dementsprechen Erfahrungen auf deinem trockenen Weg gesammelt die ich nicht habe. Und die kann ich dir nicht absprechen. Zumal ich mir damit ja auch was vergeben würde.

    Ich freue mich immer noch, auch wenn wir mal verschiederner Meinung sind, wenn Moderaor Freund hier und da auftaucht und ich deine Beiträge lesen kann/darf.

    Ich danke dir und bleib wie du bist. Wäre ja noch schöner wenn Moderatoren alle gleich wären. Bin froh das du hier bist und ich von dir lernen kann.

    und wenn mir das wieder zu komplex wird kann ich ja noch mal fragen gel? :wink:

    Danke das du hier bist und mich und die anderen auf meinem Weg begleitest und dir Zeit dafür nimmst.

    lieben gruß panther


    Man muß deine Worte nicht gleich verstehn. Aber sei gewiß: bei denen die es ernst meinen und am Ball bleiben, bleibt von deinen Worten was hängen. Auch wenns dann erst später ist.

    Hallo ihr Lieben!

    Ich bin etwas verwirrt und muß mich schwer wundern über diesen Thread.

    Erstmal an Falk ein paar Worte:

    Es gibt Grundbausteine für den bewärten Weg ins trockenen Leben. Ich habe diese mal in einem anderen Thread zusammen gefasst und die länger Trockenen dabei zitiert. Mir hat das sehr geholfen. Ich war in den ersten Wochen ziemlich durcheinander und war froh so ne Art Richtschnur zu haben, an der ich mich bedingungslos halten konnte, auch wenn ich nicht gleich alles verstanden habe.

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…=grundbausteine

    Die Grundregel nummer eins war für mich
    dankbar annehmen; Erfahrungen der länger trockenen nicht in frage stellen; nicht denken bei mir ist das was anderes; lernen von den länger trockenen; umsetzen; erlich sein wo ich Schwierigkeiten dabei habe, aber dabei mich in frage stellen und nicht die Erfahrungen der länger Trockenen. Dabei ist mein Leitsatz zustande gekommen der mich immer noch stark begleitet.

    Kompromisse bedeuten einen Rückfall zu riskieren. Manchmal habe ich aber gar nicht gesehen, daß meine Handlung ein Kompromiss wäre. Ich war dankbar, daß ich darauf aufmerksam gemacht wurde von den länger Trockenen.

    bei dir wäre dieser komprommiss lieber die feier ausrichten, statt alkohol zu meiden. grundregel am anfang: feierlichkeiten meiden, wo alkohol getrunken wird gerade in der anfangszeit. später kann das jeder für sich aufweichen. später ist individuell ausgerichtet (1-3 Jahre vielleicht oder bei einem auch gar nicht). aber wie gesagt, da kommt man erst hin, wenn man sich eine stabile Trockenheit aufgebaut hat. also für uns noch tabu und nicht dran zu denken.

    Ja und jetzt mal ne Frage an euch länger Trockenen.

    Wenn ich das richtig verstanden habe gibt es auch für länger Trockene eine Grundregel.

    Du kannst niemanden retten. Du kannst nur deine Erfahrung weiter geben. Sollte dieser nicht annehmen wollen, laß ihn gehen und konzentriere dich auf deine Trockenheitsarbeit und dein Netzwerk (SHG).

    so wie freund es ja schon in einem beitrag hier eigentlich schon gesagt hat.

    Zitat

    Hallo Falk,

    wenn ich mir die Entwicklung dieses threats anschaue, ist "unproduktiv" im Sinne von Erfahrungsaustausch auf dem Weg zur Trockenheit passend.
    Alleine das Lesen ist verschwendete Zeit, hinzu kommt noch der Aufwand all jener, die dir hier hilfsbereit geantwortet haben.

    Wir sind hier keine Unterhaltungsplattform, hinterfrage ob du den Zielen dieses Forums folgen möchtest ... und dabei will dir keiner unsere Meinung aufzwingen, nur Erfahrung vermitteln, die du annehmen solltest.

    Falk ist erst 8/9 Tage trocken. körperlich. Nasses denken begleitet ihn. Er weiß aber doch gar nicht das er nass denkt. Zudem ist er noch in einer kritischen Phase des Entzugs insbesondere emotional, wo auch manchmal agressives Verhalten an den Tag gelegt wird. Stänkerlaune würde ich das nennen.

    Warum artet dieser Thread so aus. Gibt ihm doch eure Erfahrung weiter wie mir.

    die Grundbausteine in die Hand

    und laßt ihn entscheiden und seinen weg gehen.
    wenn er nicht annhemen kann, warum bemüht ihr euch noch und laßt ihn nicht gehen und seine erfahrungen machen?

    zu petra:

    dein beitrag ist unverantwortlich.
    ich bin froh, nicht mit dir in den ersten wochen kommuniziert zu haben.
    hätte mich auf deine worte ausgeruht, weil du länger trocken bist.
    mit dir im schlepptau wäre ich nicht so weit wie jetzt.

    Hallo,

    Da hier immer wieder auch Ängste über einen Rückfall berichtet wird oder auch mal hier und da darüber gesprochen wird, ob der Rückfall zur Alkoholkrankheit gehört, habe ich diesen Thread zur Diskussion eröffnet.

    Das habe ich gemacht, weil es natürlich auch in der Klinik Thema ist, und ich da interessante Sachen erfahren habe und erfahre, über den Rückfall. Wie er zu stande kommt und wie ich dem Vorbeugen kann.

    Es wird gesagt mal soll das erste Glas stehen lassen. Ja aber was ist passiert, daß ich es bei einem Rückfall nicht getan habe und meine Nüchternheit aufs Spiel gesetzt habe? Ihr länger Trockenen sagt, der eigentliche Rückfall kündigt sich schon viel vorher an.

    Die in der Klinik sagen sogar: vor dem eigentlichen trink-Rückfall gibt es immer den Verhaltensrückfall.

    Das heißt:
    Ich erarbeite mir in der Trockenheitsarbeit ein anderes Denk- und Verhaltensmuster, welches mir zum positiven Lebenseinstellung ohne Alkohol verhelfen soll. Nun geht das nicht von heut auf morgen. Dafür muß ich alte Gewohnheiten/Verhaltensmuster ablegen und neu besetzen. Wenn ich das tue, sind die alten Verhaltensmuster aber nicht gelöscht, sie schlummern in einer Gehirnecke.

    Beispiel:
    Ich war beim Saufen eher der Typ der gerne allein getrunken hat und sich nicht gerne mitgeteilt hat, alles mit mir selbst ausgemacht habe. Jetzt habe ich mir in der Trockenheitsarbeit ein Netzwerk aufgebaut, wo ich immer in Kontakt mit mir und anderen Menschen bin. Aus irgend einem Grund, sagen wir mal ich hab ein neuen Job bekommen, der mich so in Anspruch nimmt, daß ich mein Netzwerk und Kontakte nicht mehr pflege. Und damit mich selbst auch nicht. Was passiert? ich würde wieder langsam immer mehr mit mir ausmachen, mich immer mehr zurück ziehen und den Kontakt verlieren. Da wäre der Verhaltensrückfall und das erste Glas der trink-Rückfall wäre nicht mehr weit entfernt.

    So habe ich das jetzt mit den Rückfällen verstanden.

    was sagt ihr dazu??

    gruß panther