Beiträge von Ette

    Zitat von matthias33

    nach 8 jahren, die erste trinkpause, ist ein riesen
    erfolg,und ein anfang. ohne die neue freundin hätte
    ich das nie erreicht bei meiner frau.

    vieleicht verstehen frauen sowas nicht.

    ich finde S** ist besser als klappse.

    lg matthias

    hallo matthias,

    ich les mir das schon eine ganze weile durch, was du hier so schreibst. Und weißt du was? ich empfinde dich als keinen deut besser als einen nassen alkoholiker. manipulativ, egozentrisch auf den erhalt seines "suchtmittels" bedacht und menschenverachtend in den wegen, von denen du denkst, sie führen zu DEINEM erfolg - der trockenheit deiner frau. deine frau sorgt gut für die kinder. klar, wenn du etwas anderes zugeben würdest, wärest du ja womöglich in zugzwang. und sich alleinerziehend um kinder zu kümmern, ist bei weitem nicht so bequem wie der ein oder andere ONS. deine kinder interessieren dich dabei, so wie mir scheint, ziemlich wenig.

    s... ist besser als klapse? s... ist in diesem fall, so empfinde ich das, der austausch des suchtmittels, sonst nix. in der klapse hättest du womöglich die chance, gesund zu werden. denn ein problem haben wir alle, die wir hier schreiben - ein psychisches, und das lässt sich nun mal am besten in therapie heilen und nicht mit s... oder einer trockenen ehefrau.

    ette

    ette

    Zitat von empty

    Und ich glaube er weiß ganz genau was sein Problem ist, er war schon mal auf Entzug. Er hat Angst davor glaub ich und lässt sich jetzt 100 Gründe einfallen um davon abzulenken. Und zwingen kann man ja niemanden. Aber ich weiß ich müßte das nicht mitmachen, ich kann nicht anders.

    Hallo empty,

    du kennst also sein problem, warum er keine therapie anfängt. Und was ist dein problem, deine angst, die dich dazu bringt, immer wieder zu hoffen, es immer wieder mitzumachen?

    zum "ich kann nicht" hat ein kluger mann in einem buch über alk-sucht geschrieben, dass "ich kann nicht" meine eigene entscheidung ist, macht durch hilflosigkeit auszuüben. wenn ich sage "ich kann nicht", vermeide ich ein klares "ich will nicht". da unterscheiden wir co´s uns nur minimal von den alkis, die nicht ohne alkohol "können".

    ging mir grad so durch den kopf, als ich dein posting las.

    lg
    ette

    Hallo gartenarbeit,

    als logisch würde ich es nicht bezeichnen, wenn ich nur auf den anderen gucke. Es jedoch ein recht häufiges verhalten von co´s deren partner aktuell noch trinkt.

    Gerade wenn ich dabei bin, MEINE haut zu retten, muss ich ganz viel auf mich gucken. Ich lese hier aber immer wieder, dass die „schandtaten“ immer wieder aufs neue hochgeholt werden und im gleichen atemzug bzw. in der gleichen zeile steht dann, ich lasse mich von ihm nicht mehr runterziehen. Nö, ist auch nicht erforderlich, denn das machen in der regel die schreiberInnen schon ganz alleine, indem sie wieder und wieder in der vergangenheit herbrockeln. Vielleicht muss ja auch einfach die vergangenheit dazu dienen, es durchzuziehen und den abstand zu wahren. Obwohl – auch das scheint in der regel nicht wirklich zu funktionieren. Nicht anders als ein alki, der nicht trocken werden WILL, wird jede gelegenheit genutzt, wieder in kontakt zu kommen und wenn dies nicht möglich ist, zeigen sich die heftigsten entzugserscheinungen.

    Irgendwann, als „mein alki“ weg war und ich nicht wusste, wie ich ohne ihn den tag überstehen sollte, ging mir durch den kopf, dass ich durch die wohnung tigere, wie jemand, der saufdruck hat. Eine erkenntnis, die mir richtiggehend auf den magen schlug und die ich in meiner shg auch lange nicht preisgab. Die tatsache, dass das, was ich als sehnsucht gedeutet hatte, nix anderes als entzugserscheinungen war, war für mich einfach zu beschämend.

    Lg
    ette

    Hallo und willkommen, bigbee,

    tröste dich, du bist nicht die einzige betroffene, die neben ihrer alk-abhängigkeit auch noch eine satte co-abhängigkeit mit sich herumträgt. In meiner realen shg kann ich das immer wieder sehen.

    Ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist, ein solche beziehung zu leben. Zwei kranke.... hmmm... es kann gut gehen, wie so eine art mini-shg, könnt ihr euch gegenseitig motivieren, trocken zu bleiben. Andererseits macht es das zusammenleben natürlich auch schwierig. Zumal dein freund ja noch nicht lange trocken ist. Mir hat einmal ein therapeut gesagt, dass zwei kranke in einer beziehung wie zwei hungrige kinder sind, die jeweils vom anderen gesättigt werden wollen. Was natürlich logischerweise nicht geht.

    Die frage von kaltblut hätte ich dir auch gestellt. Wenn du dich zudem fühlst, wie eine lehrerin, die etwas mit ihrem schüler anfängt, hast du womöglich bereits das empfinden, dass die geschichte für dich nicht wirklich gut ist. Aber das ist jetzt nur mein empfinden. Ich beneide dich nicht darum, hier eine entscheidung treffen zu müssen. Denn ich denke, du wirst nicht darum herumkommen, genau zu überlegen, ob diese beziehung für DICH gut ist.

    Ich wünsch dir kraft und mut, den für dich richtigen weg zu finden.

    Lg
    ette

    Hallo schlumpfine

    Und willkommen hier im forum. Hier kannst du die geschichten von menschen lesen, denen es ganz ähnlich geht, wie dir. Geschichten, die von der beziehung zu einem alkoholabhängigen menschen erzählen, gleichen sich nun mal im großen und ganzen. Hier kannst du dann von erfahrungen der anderen profitieren.

    Du fragst, warum du dich ändern sollst. Na ja, vielleicht, um dann nicht mehr nachts weinen zu müssen? Was macht dich denn glücklich in deiner beziehung, dass du bleiben möchtest? Als ich deine beschreibung gelesen habe, dachte ich nur, dass ich da alleine um ein vielfaches schöner lebe. Allerdings konnte ich das auch nicht sehen, als ich noch mit „meinem alki“ zusammenlebte.

    Ihn und sein trinkverhalten wirst du nicht verändern können. Das kann nur ER, wenn ER es will. Da kannst du reden bis zum sankt-nimmerleins-tag. Einen guten schritt hast du bereits getan, indem du nicht mehr für ihn kochst.

    Schuld für etwas, was in seinem leben nicht richtig läuft, würde ich mir an deiner stelle gar nicht anziehen. Es ist SEINE entscheidung, wie er sein leben lebt. Ob mit oder ohne freunde, mit oder ohne alkohol. Du kannst nur für DICH entscheiden, wie dein leben aussehen soll. Und im moment, so lese ich aus deinen zeilen, ist es wohl nicht so dolle.

    Wir alle sind hier, weil wir eine eigene abhängigkeit haben, die co-abhängigkeit. Näheres kannst du darüber hier finden:

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…bhaenigkeit.php

    vielleicht kannst du ja hier für dich hilfreiche tipps finden.

    Ansonsten kann ich dir nur empfehlen, viel zu lesen und natürlich auch zu schreiben. Die sachen aus dem kopf aufs „papier“ bzw. den bildschirm zu bringen, befreit.

    Lg
    ette

    ich hab heut den nachmittag in der hängematte unterm apfelbaum genossen. ohne mücken. denn die dienten den kleinen meisen, die sich oben in der krone tummelten und füttern ließen, als nachmittagssnack. doppelter genuss also.

    lg
    ette

    .... haben wir alle. Wir machen uns illusionen über unsere beziehungen, über uns selbst und über die menschen um uns herum. Solange dies in einem halbwegs „normalen“ umfeld geschieht, ist es auch zu verschmerzen und nicht unbedingt ein grund, überall genau hinzugucken.

    In dem maße, in dem ich mich mit meiner co-abhängigkeit auseinander setzte, wurden mir einige meiner „blinden flecken“ sichtbar. An manchen stimmte einfach mein eigenbild mit dem, was andere in mir sahen nicht überein. Vor allem wollte ich nicht sehen, dass mein selbstbewusstsein nicht so doll war, wie ich es mir gern vormachen wollte. Ich WOLLTE die starke sein, die alles schafft. Haushalt, beruf, kind, ehe, alles wollte ich unter einen hut bringen können. Warum? Na, im nachhein stellte sich heraus, dass ich das alles wuppen wollte, damit ich ein lob, anerkennung und zuneigung dafür bekäme.

    Erst als ich im zusammenleben mit einem abhängig trinkenden mann an die absolute grenze meiner leistungsfähigkeit kam, also meinen eigenen tiefpunkt erreicht hatte, konnte ich mit professioneller hilfe und der menschen in meiner shg auf meine blinden flecken gucken. Das war in manchen punkten ziemlich schmerzhaft für mich.

    Von daher kann ich es nachfühlen, dass viele der menschen, die hier schreiben, ebenfalls die augen vor ihren blinden flecken verschließen und ihr augenmerk eher auf den trinkenden partner richten. DA ist es schließlich ganz offensichtlich, dass der krank ist, schwächen hat. Auch wenn diese für ihn unsichtbar sind, der oder die partner/in sieht seine blinden flecken ganz genau. Die sind auch einfacher zu entdecken, als die eigenen. Es ärgert uns zwar, dass er nicht so „funktioniert“, wie wir es wollen, aber wir hoffen, dass wir es mit genug anstrengen, lieben, unterstützen, schon hinkriegen.

    Den Blick für uns selber verlieren wir dadurch vollkommen. Ich hatte das gefühl, je weiter in meine co-abhängigkeit rutschte, desto mehr wurden meine blinden flecken. Ich konnte nur noch sehen, was er mir antat, wo er nach meiner meinung falsche verhaltensweisen zeigt, mit seiner sucht nicht richtig umging. Ich fühlte mich ausgenutzt, belogen und betrogen, austauschbar. Enttäuscht, trotz all der anstrengung, wieder nicht liebe von ihm bekommen zu haben, die ich doch so sehr suchte. Wenn ich aber ent-täuscht bin, muss ich mich da vorher nicht getäuscht haben? Wieder einer meiner meiner blinden Flecke. Ich hatte ein bild von „meinem Alki“, dem er nach meiner meinung nur nicht entsprach, weil er trank. Wenn er folglich aufhörte zu trinken, würde er so sein, mich so lieben, wie ich es mir wünschte und vorstellte. Das war meine eigene täuschung, die folglich eine ent-täuschung zur folge haben MUSSTE. Einer meiner blinden flecke, weil ich mir eingestehen wollte, dass ich ihn nicht liebte, weil er ist, wie er ist, sondern so, wie er in meiner vorstellung sein würde, wenn er nicht mehr trank. Aber – das war dann wohl nix..... es waren einfach illusionen, realitätsverlust, nicht anders, als sie ein abhängig trinkender sich über seinen alkoholkonsum macht.

    Lg
    ette

    Hallo wirdrei,

    die antwort auf meine fragen finde ich bemerkenswert. Alles, aber auch wirklich alles bezieht sich auf deinen mann. Vielleicht hast du meine fragen ja auch einfach falsch interpretiert.

    Ich schreib sie dir gern noch mal auf:

    Zitat von Ette

    Du schreibst, DU bist seit 8 jahren co-alkoholikerin. Woran merkst DU das? Was bedeutet das für DICH? Und – wie willst DU DEINE krankheit angehen? Du schreibst viel von deinem mann, aber nichts von DEINER co-abhängigkeit.

    Was können wir hier in diesem forum für DICH tun? Welche unterstützung erhoffst DU DIR von uns?

    lg
    ette

    hallo dicke katze,

    du hast dich im bereich der alkoholabhängigen beklagt, dass du bei den co´s zu wenig ressonanz bekommst. Wie sollen wir denn deiner meinung nach reagieren? und vor allem - worauf? du hast hier gut zwei monate nix geschrieben. wie sollen wir da reagieren? zudem habe ich den eindruck, dass du nach wie vor dein wohlfühlen am verhalten deines partners festmachst. was tust DU für DICH, damit es dir gut geht, egal ob er trinkt oder nicht? und welche hilfe erhoffst du dir von diesem forum und somit von uns?

    lg
    ette

    Zitat von Nele 43

    .ich dachte anfangs immer nur ans Trinekn...aber heute weis ich ja nun so viel um ihn...er braucht die Kicks mit perversen Schreibereien über Handy, jetzt über PC...teils als Mann, teils als Frau! Das geht dann eben so weit das er sich den S** holt egal wer, wo wie...das ist die innere Leere...Sexsucht, ganz krasse Persönlichkeitsstörungen, bedingt durch die lieblose, brutale Kindheit und den jahrelangen Mißbrauch ab 9Jahre...Er weis dies jetzt alle und es sollte nochmals vor 2Wochen eine amb. Therapie beginnen wo er mal dies mit anfangangen wollte aufzuarbeiten...in den LZ war die Zeit zu kurz. Zum heutigen Zeitpunkt sage ich, er will das nicht...er kommt "klar" und es ist zu viel Mühe,...er müßte ja dann was ändern, er hat sich entschieden, für die Süchte und gegen uns.

    hallo nele,

    ich denke, das ist SEIN rucksack. Warum belastest du dich damit?

    Deiner ist in meinen augen da:

    Zitat von Nele 43

    eben das Gefühl verlassen worden zu sein,

    und das ist auch der, an dem du etwas ändern kannst. Und siehst du auch, wie viele worte du für die einzelnen „rucksäcke“ verwendest?

    Lg
    ette

    Guten morgen,

    manchmal ist die zufriedenheit so nah und einfach zu spüren. Besonders im sommer und vor allem im garten.

    Erste rosenblüten, paeonien und holunder. düfte, die ich mir stark und kräftig in die nase steigen lassen kann, wenn ich nah an den blüten stehe und die mir ein leichter wind ins empfinden haucht, wenn ich an den büschen vorübergehe. Minze,lavendel und melisse, denen ein herrliches aroma entströmt, wenn ich leicht mit der hand durch die blätter streiche. Hummelgesumm und vogelgezwitscher, das rascheln von blättern, verursacht durch eine amsel, die unter dem alten laub nach insekten und würmern sucht. Ein dach aus tausenderlei grün, durch das das blau des himmels schimmert unter alten eichen, großen ahornbäumen. Sonnenstrahlen auf der haut und ein leichtes lüftchen, das ihnen die hitze nimmt und meine haut angenehm streichelt. Und nicht zuletzt natürlich meine hängematte. Die mich mit ihrem schaukeln wiegt wie eine liebevolle mutter ihr kind. Die welt ist rund für mich, auch wenn niemand außer mir im garten ist. Was will ich mehr?

    Lg
    ette

    Hallo dagmar,

    deine rucksack-metapher finde ich gut. Ich hab mir mal gedanken über meinen rucksack gemacht und festgestellt, dass ich den schon mein leben lang mit mir rumtrage und ihn auch mein restliches leben nicht mehr ablegen kann. Ich kann nur entscheiden, was ich in ihn hineinpacke.

    Als junges kind packte ich die freude darüber in den rucksack, wenn ich stolz wie oskar mit meinem vater in der kneipe am stammtisch sitzen und noch eine und noch eine limo bestellen durfte. Das machte den rucksack leicht. Zu hause dann kam das geschimpfe meiner mutter hinein und ihr schweigen, weil sie böse auf MICH war, weil ich den vater nicht rechtzeigig ans nachhause-gehen erinnerte. Schwer hing der rucksack mir dann im rücken und drückte mich. Also war ich ganz lieb und ruhig, versuchte alles, damit meine mutter wieder mit mir sprach, damit der rucksack wieder leichter wurde. Tisch abräumen, abtrocknen, auf meine kleinen brüder aufpassen, all das ohne meckern, waren dinge, die sie mochte und die mir den rucksack leichter machten.

    Und so ging es mir mein leben lange. Wenn ich das gefühl hatte, nicht angenommen zu sein, tat ich etwas, von dem ich dachte, der andere mag es und mag dann auch mich. Dieser mechanismus war mir ganz lange nicht bewusst, denn ich war ja stark und konnte viel tun, ohne dass es mich überlastete und mir der rucksack zur qual wurde.

    Dann traf ich irgendwann „meinen alki“. Und damit kamen plötzlich schlag auf schlag dinge auf mich zu, die ich mir in den rucksack packte, sodass er immer und immer schwerer wurde. Und wieder kam mir nicht in den sinn, dass es ja MEIN rucksack war und ich mir aussuchen kann, was ich dahin packe. ER war es, der mir den rucksack so schwer macht. So schwer, dass ich irgendwann unter ihm zusammenbrach. Dass ich „meinen alki“ irgendwann vor die tür setzte, damit mein rucksack wieder leichter werden sollte. Dass er da war, der rucksack, war mir immer noch nicht bewusst. An ein gewisses gewicht auf meinen schultern war ich einfach gewöhnt. Wenn es mir leicht war, war irgend etwas nicht richtig, war ich der meinung.

    Da nun „mein alki“ weg war, packte ich mir halt wieder andere dinge in den rucksack, damit ich das gewicht, das ich kannte, spüren konnte. Arbeit, kümmern um freunde, meinen erwachsenen sohn alles hatte platz in meinen gedanken und auch in meinem rucksack. Langsam lernte ich, dass ich diesen rucksack eben mitbekommen habe und SELBST entscheiden kann, womit ich ihn fülle. Mit zufriedenheit, die recht leicht wiegt und mich gut leben lässt. Oder mit vorwürfen an den alki, den chef, die böse welt, die mir den rucksack immer wieder erschweren. Mit viel arbeit, damit ich gut bin und als gut anerkannt werde, mich aber im übermaß verrichtet, schwächt und überfordert.

    Dieser tage erst wieder wurde mir mit schrecken bewusst, dass dieser rucksack mich mein leben lang begleiten wird und dass es MEINE ganz eigene entscheidung ist, was ich in diesen rucksack packe. So, wie halt jeder so sein „päckchen“ zu tragen hat, und entscheiden muss, was er reinpackt oder nicht. Und da ist es mir auch ziemlich egal, warum „mein alki“ wann angefangen hat zu trinken und was er mit seiner sucht kompensieren möchte. Ich hab genug damit zu tun, auf meinen eigenen rucksack zu gucken, damit er das gewicht hat, mit dem ich zufrieden und gesund leben kann. Wenn ich mir da die sucht „meines alkis“ noch reinpacke, dann wird er mir wieder schwer.

    Lg
    ette

    Hallo wirdrei,

    erfahrungen mit alkoholikern kannst du hier in jeder geschichte lesen. Sie ähneln sich. Nicht in allen einzelheiten, aber im großen und ganzen schon.

    Du schreibst, du bist seit 8 jahren co-alkoholikerin. Woran merkst du das? Was bedeutet das für dich? Und – wie willst du deine krankheit angehen? Du schreibst viel von deinem mann, aber nichts von deiner co-abhängigkeit.

    Was können wir hier in diesem forum für dich tun? Welche unterstützung erhoffst du dir von uns?

    Lg
    ette

    hallo ihr beiden,

    ich dank euch für die rückmeldung. grad beim spazierengehen habe ich nochmal versucht zu ergründen, warum mir das gestern so in die knochen und ins hirn gefahren ist.

    ich glaube, weil mir das erste mal so ganz offen bewusst geworden ist, wie wenig sich meine abhängigkeit von der alkoholabhängigkeit unterscheidet und wie sehr diese abhängigkeit mein leben, zu dem sie nun einmal gehört, beeinflusst. mit dem kopf hab ich es wohl schon gewusst, aber gefühlt, also ENDLICH als unverrückbaren teil von mir empfunden, das war wohl gestern.

    lg
    ette

    hi kaltblütiger,

    ich dank dir für deinen pragmatismus. klar, logisch! ich weiß sowohl, wie mein suchtmittel aussieht also auch, wie ich damit umgehen muss. Hmmm.... aber manchmal steh ich mir halt selbst im weg. gut, dass dann einer wie du vorbeikommt, mir nicht in die suppe spuckt, die sowieso lügt, sondern mir das brett vorm kopf wegnimmt.

    lg
    ette

    hallo rosita,

    nein, das sind keine unangemessenen erwartungen. aber was mir als erstes bei deiner aufzählung durch den kopf ging, ist:

    bist du selbst freundlich und liebevoll mit dir?akzeptierst du dich, so wie du bist? gehst du selbst mit dir anständig um? kritisierst du dich auch nicht dauernd?

    ich merke immer wieder, dass ich von anderen verlange, was ich selbst mir nicht tun kann. hmmm... ich weiß, das ist nicht leicht zu verstehen. im moment weiß ich auch nicht, wie ich es besser erklären soll. vielleicht kannst du ja doch etwas damit anfangen.

    lg
    ette