Beiträge von Ette

    Hallo Trauerkloß,

    es ist mir nun schon vermehrt aufgefallen, dass du irgendwelche Statements hier postest, Antwort und Rückmeldung bekommst und dann einfach nicht mehr auftauchst.

    Vielleicht liest du ja nur mit, um für dich die richtige Strategie zu finden. Vielleicht suchst du garnicht den Austausch. Vielleicht aber sagst du uns einfach mal, wie es dir geht, wie du mit deiner Situation umgehst, wie wir dich unterstützen können. Weißt du, das ist hier auch eine Art SHG und die lebt nun einmal davon, dass Menschen miteinander kommunizieren. Deshalb würde ich mich freuen, mehr von dir zu lesen.

    LG
    Ette

    Guten Morgen Nancy,

    ich habe eben deinen Thread mal quer gelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass du seit fast einem Vierteljahr hier Probleme mit deinem trinkenden Freund formulierst und trotzdem immer wieder den Kontakt hältst. Was genau bringt dir dieser Kontakt?

    Du hast schon einige Schritte in die richtige Richtung getan. Stell dir mal vor, du hättest bei einer guten Fee ein paar Wünsche frei, was würdest du dir noch wünschen?

    LG
    Ette

    Zitat von wiki

    Hallo Ette!
    Das mit der Essensverweigerung hat eher psychische Ursachen im Allgemeinen. Ich kann in Streßsituationen nichts essen. Ich habe Vieles durchgemacht und hatte auch als Kind derartige Probleme. Es gab eine Zeit, wo ich sehr abnahm und habe wieder "gelernt" zu essen. Ich esse 1 Brot, damit es nicht wieder soweit kommt.
    Daß mein Mann es bemerkt, jetzt wo er trocken ist, ist für mich kein Triumpf. Ich sehe mehr, daß er mich mal wieder "wahrnimmt", was lange untergegangen ist. Ich freue mich eher darüber, was für ihn ein Erfolg ist. Womit wir wieder bei einem Punkt "Co" sind.
    Aber Recht hast Du...Ich sollte meinen Körper gesund halten...lernen, mehr zu essen, auch wenn´s schwer fällt...
    LG

    Hallo wiki,

    psychische Ursachen, ja, schließlich hat die ganz Co-Geschichte psychische Ursachen, aber wir suchen zu gerne den Grund dafür im Trinken des Partners. Und dass du es als einen "Erfolg" siehst, dass er dich mal wieder wahrnimmt, zeigt, wie genügsam wir doch werden im Laufe unserer Co-Abhängigkeit. Das mit dem Triumph, etwas erreicht zu haben, war auch etwas was ich mir erst sehr, sehr spät eingestanden habe. Hat er meine Worte nicht gehört, hat er mich spätestens wenn ich vor lauter Hungern umgekippt bin, wahrgenommen. Im Laufe der Zeit lernte ich, dass das Umkippen lediglich die Notbremse meines Körpers ist, wenn mir die Situation, in der ich steckte zu schlimm wurde. Anstatt etwas für mich zu verändern, kippte ich einfach um. Guck an, was du mit mir machst! - war sicherlich die Botschaft dahinter. Noch mal - die ganze Co-Geschichte hat auch viele psychische Ursachen in mir selbst und ich glaube nicht, dass ich da die Ausnahme bin.

    LG
    Ette

    Hallo wiki,

    so eine Zeit hatte ich auch: nix essen, so nach dem Motto - sieh an was du mit mir machst, ich werde immer dünner. Mir hat es nix genützt, ihm auch nicht und dir wird es sicherlich auch nichts nützen, außer dass du Raubbau mit deinem Körper treibst. Es ist kein Triumph, dass er etwas merkt. Meinst du, er wird aufhören zu trinken, nur damit du wieder vernünftig isst? Im nachhinein habe ich gesehen, dass ich "ihn" damals mit meiner Hungerei erpressen und manipulieren wollte.

    Ich habe das Gefühl, du möchtest das, was du bei ihm mit Worten nicht erreichen kannst, mit deiner Opferrolle bezwecken. Ich kann das gut nachvollziehen. Wie gesagt, ich hab das auch durchexerziert. Das einzige Ergebnis, das ich damals hatte, war, dass er sich umbringen wollte, weil er "nicht gut für mich ist und mich nicht glücklich machen kann". Aufgehört mit dem Trinken hat er deshalb nicht.

    Überleg dir, für wen du deinen Körper gesund erhältst.

    LG
    Ette

    Dagmar,

    genau das ist es! Leitfäden, Rückzug von "alten Hasen".... das ist doch nur wieder ein Weg, Verantwortung abzugeben.

    Leben.... und leben lassen und mir aus dem Geschriebenen das herauspicken, was MIR hilft. So funktioniert Eigenverantwort und somit Selbsthilfe. Dank dir!

    LG
    Ette

    @ Andi:

    irgendwie habe ich das Gefühl, du möchtest etwas lesen, was ich gar nicht geschrieben habe. Ich habe NICHT kontrolliert, aber einen angetrunkenen Anruf erhalten und dieses Angetrunkensein registriert. Und Menschen sind mir schon vom Grundsatz her nicht egal, einerlei, ob ich mit ihnen eine Partnerbeziehung habe oder nicht. Mir ist auch meine Nachbarin nicht egal, die aufgrund einer Operation nicht mehr richtig laufen kann. Ich weiß nicht, wie du mit Menschen umgehst oder welches Verhältnis du zu ihnen hast. Wenn ich die Verantwortung für meine Gefühle SELBST übernehme, heißt das nicht, dass ich den Kontakt zu anderen Menschen und das Einfühlen gänzlich einstellen muss.

    Ich weiß nicht, ob du nachvollziehen kannst, was ich für und an mir und meinem Verhalten geändert habe. Ich kann das bei dir auch nicht. Wenn ich jedoch das Empfinden habe, dass meine Worte bei dir nicht so angekommen sind, wie ich sie meinte, erläutere ich dir das gern näher. Ich bin mir aber auch im Klaren darüber, dass du immer das aus meinen Worten lesen und annehmen wirst, was DU möchtest.

    @ Weitsicht:

    Ja, dass Bedenken hochkommen wenn der Kernpunkt der Co-Abhängigkeit angesprochen wird, kann ich gut nachvollziehen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich überhaupt akzeptieren konnte, dass sich hinter meinem ständigen Helfen und mich in Andere einfühlen bis zur Selbstaufgabe die Angst vor der eigenen Minderwertigkeit versteckte. Einer Minderwertigkeit, die mir in einer dysfunktionalen Familie mit auf den Lebensweg gegeben worden ist und die ich heute für mich nicht mehr annehme. Meine Eltern haben mich als Kind so gut oder schlecht behandelt, wie sie es eben konnten. Ich selbst bin jetzt dafür verantwortlich, anders mit mir umzugehen. Und dazu gehört für mich, dahin zu gucken, wo es schmerzt, denn da ist es für mich sinnvoll zu arbeiten.

    So, und jetzt geh ich spazieren.

    LG
    Ette

    Hallo Weitsicht,

    sorry, aber ich kann nicht wirklich dein Anliegen in deinem Posting finden. Ich frage dich noch einmal, warum du derartig reagierst. Und diese Frage meine ich nicht auf deine Vergangenheit bezogen sondern darauf, was gerade JETZT bei dir abläuft. Was genau ist dein Problem, das du in den vorliegenden Posts zu sehen meinst?

    LG
    Ette

    Hallo Melanie,

    ich finde deine Frage sehr interessant. Was genau veranlasst dich zu deiner Frage? Wer könnte denn noch eine ähnliche Fragestellung hier haben?

    Wenn alle diejenigen, die sich schon zum Teil aus ihrer Co-Abhängigkeit befreit haben, hier nicht mehr schrieben, wie sollen dann Neulinge an Erfahrungen teilhaben können? Wer sollte denn, deiner Meinung nach, einen "Leitfaden zur Bearbeitung der Co-Abhängigkeit" erarbeiten? Würdest du einem solchen Leitfaden, der ja letztendlich nur eine Sammlung von Ratschlägen sein kann, folgen wollen? Lässt sich die Situation, aus der heraus ein solcher Leitfaden womöglich erstellt würde, auf deine eigene Situation ummünzen? Was ist dein Anliegen genau?

    LG
    Ette

    Weitsicht,

    du hast recht: zuhören können und auch lesen können, was der ander meint, sind wichtig. Hier in diesem Forum geht es um Co-Abhängigkeit und die beinhaltet nun einmal zu sehr großen Teilen, für den Anderen zu denken, zu fühlen und zu handeln. Dies nicht zu tun, heißt nicht im Umkehrschluss, nicht empathisch zu sein. Hinter dem Mäntelchen Empathie versteckt sich aber allzu gern die Co-Abhängigkeit.

    Warum reagierst du derart auf mein obiges Posting? Sind für dich eigenständiges Denken Handeln und Empathie ein Widerspruch?

    LG
    Ette

    Zitat von Elocin


    Boah und das war jetzt sowas von Co von mir, im Namen von jemand anderen zu reden/schreiben...aber ich brauch das heute für mich zur Ablenkung.... :roll:

    Noch was.....

    dies halte ich für den Kernsatz deines Postings. Er sagt nämlich genau das aus, was ein Leben in Co-Abhängigkeit ausmacht. Für Andere reden und handeln, damit wir uns von uns selbst ablenken können. So ist auch im nicht so guten immer noch was Gutes.... ;)

    Ette


    Hihi, Elo,

    ich wollt grad schon mächtig widersprechen in der Form, dass ich durchaus in der Lage bin, für mich selbst zu sprechen oder zu schreiben. Allerdings fühle ich mich von dir mehr verstanden als von Andi.

    LG
    Ette

    Hi Andi,

    mag sein, dass es bei dir so ankommt, als wäre ich widersprüchlich. Aber es ist mir nun einmal nicht egal, wenn jemand krank ist. Ich habe jedoch eingesehen, dass ich mit all meinem Sorgen und Kontrollieren keinen Einfluss darauf habe. Wenn er trinken will, wird er es tun. Egal, ob ich mich wieder in ein schlechtes Gefühl reißen lasse oder nicht. Und hier ist meine Eigenverantwortung. Ich mache mich und meine Befindlichkeit nicht davon abhängig, ob er trinkt oder nicht. Ich lebe mein Leben und er seins. Manchmal berühren sie sich. Aber nicht so, dass einer ohne den anderen nicht könnte. Jeder ist für sein Leben allein verantwortlich und so leben wir.

    LG
    Ette

    Zitat von Laurina5

    Auch dieses vertraute Gefühl, wenn er neben mir nachts leicht röchelte vermittelte mir das Gefühl, dass er zumindest während dieser Zeit ganz mir gehörte. Niemand konnte mich so treffen, so rasend machen und so tief in gedankliche quälende Grübeleien versetzen. Wir waren und sind beide gefühlsgestört. Während er den Hang zum Verletzen hatte, hatte ich den Hang mich selbst zu quälen, war regelrecht süchtig danach, um mich zu fühlen, auch eine negative Beachtung schien mehr zu sein als gar keine. Ganz selten sagte er mal mich zu lieben. Vieles wollte ich aus ihm heraus zwingen, auch sollte er das sagen, was ich hören wollte, wenn dies nicht stattfand, konnte ich mich regelrecht ereifern und verfiel in Hass- und Erpressungsversuche. Wollte überzeugen und nach meinen Vorgaben geliebt werden. Dieses Erkämpfen müssen löste eine enorme fast euphorische Kraft in mir aus und machte ihn interessant und unwiderstehlich. Das wusste er, so ging das Spiel hin und her. Streiten, verachten und wieder vertragen bis zum nächsten Mal. Seine Unfähigkeit zur Nähe kam meinem Bedürfnis gleich, weil auch ich ein Nähe/Distanz Problem habe. Wenn er weg war, habe ich ihn wieder rangeholt, erobert für mich. Mein heutiges Problem ist, ich weiß nicht, wie ich Liebe empfinden soll, wenn sich bei einem anderen Mann nichts tut, nichts regt, so halte ich dieses Gefühl nicht für Liebe, er erregt mich nicht und lässt mich kalt. Anscheinend brauche ich Aufregung, anstatt Anregung. Anregende nette Männer kann ich lediglich als gute Kumpel betrachten. Intuitiv will ich immer den, dem ich beweisen muss, dass ich liebenswert bin. Ich weiss sehr wohl es ist krank und co.-abhängig, folglich muss ich weiterhin allein leben und an mir arbeiten, bis ich vielleicht doch noch eines Tages offen werde für eine gesunde und liebevolle Beziehung.

    Hallo Laurina,

    du hast eine ganze Menge Punkte gepostet, die für ziemlich viele Co´s kennzeichnend sind. Leider sind sehr Wenige so mutig, sich selbst so ehrlich zu betrachten. Ich danke dir für deine Offenheit.

    LG
    Ette

    Zitat von Trauerkloss

    Ich war letzten Mittwoch in einer Al Anon Gruppe, ich denke ich gehe da schon öfter hin, um mich zu informieren, wie es den anderen Ehefrauen von Alkoholikern geht.
    Wenn ich wo anders über dieses Thema rede, wird wohl oft erwartet, dass ich mich scheiden lasse, aber so schlimm ist das Alk.problem bei meinem Mann noch nicht.
    So einfach wäre das mit Scheidung ja auch nicht nach 20 J. Ehe, da gibts einiges zu regeln, das könnte auch in Stress ausarten, und ob man dann zufriedener wäre mit evtl. weniger Geld und noch mehr Arbeit , ich weiß es nicht, man kann eben nicht in die Zukunft sehen.
    Leider klappte es noch nicht, hier im Profil meine neue Mailadresse einzugeben, so dass ich die neuen Antw. nicht gleich sehe, deshalb bekomme ich nicht alles Neue gleich mit.

    Hallo Trauerkloß,

    es ist schon mal ein guter Schritt, in eine SHG zu gehen. Allerdings sollte der Ansatz nicht das Interesse an den Problemen der anderen Ehefrauen sein. Ich ging auch eine Zeit lang zu Al Anon und war immer wieder sehr betroffen, wenn andere Mitglieder Dinge erzählten, die ich genauso gut selber hätte erzählen können. Mir hat es dann sehr geholfen, wenn ich gehört habe, wie diese anderen Menschen mit diesen ihren Problemen fertig geworden sind.

    Trennungen und Scheidungen sind nie einfach und ganz oft mit Stress verbunden, so wie dies jede Veränderung in unserem Leben ist. Wie schlimm muss das Alkoholproblem deines Mannes denn werden, dass du wirklich etwas für dich tust? Im Moment habe ich das Gefühl, du tust einige Dinge alibimäßig, damit du sagen kannst, du tust etwas. Richtig mit Überzeugung scheinst du noch nicht zu agieren. Das ist aber lediglich MEIN Eindruck.

    Ich weiß, dass es schwer ist, in einer alkoholgesteuerten Beziehung etwas zu verändern. Schließlich ist dies, wie du schon schreibst, mit Stress, Unbequemlichkeit und womöglich finanziellen Einbußen verbunden. Es ist deine Entscheidung, welchen Weg du wählst. Wenn du dich auf den Weg zu dir machst, der aus meiner Erfahrung alles andere als bequem ist, findest du hier auf jeden Fall jede Menge Unterstützung.

    LG
    Ette

    Hi summer,

    danke für diesen Thread. Ich erwische mich auch immer wieder dabei, in die ratschlägigen Formulierungen zu verfallen vom "müssen" und "sollen". Meist versuche ich schon, von mir zu schreiben. Wie ich meine Probleme gelöst habe. Doch die Ratschläge beherrschen uns Co´s ja scheinbar. In meiner realen Gruppe merke ich auch immer wieder, dass, kaum hat einer ein Problem benannt, Ratschläge auf ihn einprasseln. Und das, ohne dass explizit darum gebeten wird.

    Selbsthilfe bedeutet, dass derjenige, der Hilfe sucht, andere ERFAHRUNGEN kennenlernt, damit er selbst entscheiden kann, was er davon für sich nutzt. Ich habe mich eher selten von Ratschlägen beeinflussen lassen. Natürlich mit dem Erfolg, dass ich nicht immer angenehme Erfahrungen selbst machen musste. DIE haben mich dann schon vorwärts gebracht. Aber aufgrund von Ratschlägen habe ich nichts verändert, wei ich immer der Meinung war, dass bei mir und meinem Ex sowieso alles ganz anders wäre als bei dem Ratschläger.

    LG
    Ette

    Hallo und guten Morgen,

    ich fand es zu Anfang sehr schwierig mit meinem trockenen Ex umzugehen. Immer wieder heiße Tipps für Jobs usw. Jedoch hatte er, wie er mir sagte, ständig das Gefühl, kontrolliert zu werden. Ganz subtil zwar (Atemluft riechen, Fragen stellen, misstrauische Blicke), aber stark genug, dass er damit nicht leben konnte und sich von mir trennte mit der Begründung, dass das Zusammenleben mit mir seine Trockenheit gefährdet.

    Ein halbes Jahr nachdem er sich von mir getrennt hatte, ging ich selbst in Therapie, was mir sehr gut tat. Inzwischen habe ich so viel eigenes Leben, dass ich gar nicht mehr die Zeit hätte, mich ständig um seinen Kram zu kümmern und mir Sorgen zu machen. Eins ist mir aber in der Nachschau ganz bewusst geworden: ich bin mit ihm umgegangen wie mit meinem Sohn, als er noch nicht mündig war. Meinte immer, dass ich besser wüsste als er selbst, was gut für ihn ist. Was für mich gut war, hab ich dabei übersehen. Hatte ich ja auch gar keinen Blick mehr für, da er meine gesamte Aufmerksamkeit beanspruchte.

    Heute sehen wir uns mehrmals in der Woche, besuchen die gleiche gemischte Selbsthilfegruppe und machen sehr viel zusammen. Allerdings gibt es bei mir keinen Alkohol im Haus und auch wenn wir weggehen, trinke ich selbst nichts. Das ist aber keine Einschränkung für mich, da mir das Zeug so wichtig nicht ist.

    Das Getrenntleben hat uns sehr geholfen, bei uns selber zu bleiben und den Anderen machen zu lassen. Und wir haben akzeptiert, dass das, was wir Liebe nannten, nur eine alkoholgesteuerte Notgemeinschaft war. Trotzdem mögen wir uns nicht aus den Augen verlieren.

    Ein-, zweimal hatte ich den Eindruck, er hätte etwas getrunken. Er behauptete natürlich das Gegenteil. Vielleicht waren es wirklich Rückfälle. Einmal sagte ich ihm, dass es mir nicht egal ist, wenn er wieder trinken würde, er aber selber am besten wissen müsse, wie er damit umzugehen hat. Ich konnte dies ziemlich entspannt sehen. Vielleicht auch deshalb, weil ich nicht mehr das Gefühl habe, dass es mich mitreißt, wenn er wieder tränke.

    LG
    Ette

    Hi Elo,

    klar bleibt es nicht aus, auf äußere Umstände zu reagieren. Besonders im Berufsleben, wo Anforderungen gestellt werden. Sind diese jedoch so gestaltet, dass sie nach dem Motto "immer mehr und nie genug" funktionieren, beinhalten sie schon die Gefahr, dass ich reagiere wie in meiner tiefsten Co-Abhängigkeit. Ich rackere und rackere, um den Anforderungen gerecht zu werden. Ein wenig habe ich aber doch gelernt. Nämlich, mich zu verändern, auch arbeitstechnisch, wenn ich die äußeren Umstände nicht verändern kann. Auf diesem Weg bin ich gerade und es hat mich teilweise ganz schön geschockt, dass meine Verhaltensweisen dort nicht so sehr unterschiedlich von denen sind, die ich im Zusammenleben mit "meinem Alki" an den Tag gelegt habe. Es hat mich sehr nachdenklich gemacht und mir gezeigt, dass bestimmte Strukturen einfach ziemlich tief verankert sind und sich in vielen Bereichen zeigen.

    LG
    Ette

    Zitat von Meikel


    Auch wenn die Einsicht jeder selbst bekommen muss, von alleine passiert das nie,....

    @ Meikel,
    das ist vielleicht DEINE Erfahrung. Meine nicht.....

    Zitat von Meikel

    ... man kann schon ein wenig lenken. Ist natürlich kein einfacher Weg, aber auch dafür gibt es Wegweiser, damit man selbst nicht so viel Schaden nimmt.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass du nirgends einen „Wegweiser“ dafür findest, es ist aber der sicherste Weg in deiner Co-Abhängigkeit zu bleiben. Denn lenken, das können Co´s schon ganz ohne Wegweiser und das nicht zu knapp.

    Hallo junge Mutti,

    auch Ratschläge können Schläge sein. Sie spiegeln immer nur die Erfahrungen des Ratgebenden wider. Sie müssen nicht unbedingt auch auf deine Situation zutreffen. Mir hat es am besten geholfen, herauszufinden was ICH will und was für MICH gut ist. „Mein Alki“ konnte das für sich dann auch tun, ganz ohne „Lenkung“ und aus freiem Willen.

    LG
    Ette

    Hallo maddison,

    was nützt es dir, zu wissen, inwieweit dein Partner sich für ungesund für dich hält? Ändert es etwas an DEINEM Verhalten? Was weißt du selbst über DEIN Verhalten, DEINE Strukturen? Wirst du gesund, wenn sich jemand dir gegenüber nicht mehr "ungesund" verhält? Und - bist DU gesund für deinen trinkenden Partner?

    Sorry, aber solange wir darüber diskutieren, was am Anderen uns nicht guttut, geben wir die Verantwortung für unser Befinden an ihn ab. Und das ist auf JEDEN Fall ungesund.

    LG
    Ette

    Hallo wiki,

    es ist wirklich schlimm, was dir passiert ist. Was bringt dich dazu, trotzdem täglich in die Klinik zu ihm zu fahren? Was möchtest du mit deinen Besuchen erreichen? Was muss passieren, damit es dir besser geht?

    LG
    Ette