Beiträge von Ette

    Hallo Dagmar,

    wenn das Konto nur auf deinen Namen läuft und du es für die Mietzahlungen nicht mehr brauchst, kannst du es doch jederzeit auflösen. Das Angebot, es auf seinen Namen umschreiben zu lassen, wurde anscheinend nicht wahrgenommen. Was hält dich also davon ab, ein unbenötigtes Konto löschen zu lassen? Dein doch recht ausgiebiges Posting und der neue Thread steht in meinen Augen in keinem Verhältnis zu der doch recht unbedeutenden Handlung der Kontoauflösung. Du wirst Gründe haben, warum du dich lieber ausgiebig schriftlich darüber auslässt, als einfach den kleinen, effektiven Schritt zu tun.

    LG
    Ette

    Zitat von billi

    Meine Psyche darf ich gefälligst alleine kitten, damit muss man sich ja nicht beschäftigen, wird ja so schlimm nicht sein. Haha

    Hallo billi,

    hast du denn schon jemanden angerufen und vielleicht dein Bedürfnis nach Gesellschaft und Austausch formuliert? Sonst kann doch niemand wissen, dass gern mit jemanden reden würdest.

    LG
    Ette

    Hallo Herz,

    niemand verlangt von dir Rechtfertigungen. Dies ist eine virtuelle Selbsthilfegruppe. Und Selbsthilfe ist Entwicklung. Die ist manchmal schmerzhaft. Schmerzhafter und unbequemer noch als in der Vergangenheit zu verharren.

    Ich wünsche dir einen zufriedenen, sonnigen Sonntag.

    LG
    Ette

    Guten Morgen,

    dieser Tage habe ich an anderer Stelle gelesen, dass jemand, der aus seiner Co-Abhängigkeit einen Weg gefunden hat, keine neue Partnerin sucht. Mir geht es ganz ähnlich.

    Vor einigen Jahren hätte ich es mir nicht vorstellen können, alleine zu leben. Zu sehr brauchte ich Menschen um mich herum, die mir das Gefühl gaben, wichtig, zu etwas nütze zu sein.

    Inzwischen genieße ich - mich! Mein Alleinsein mit mir. Einsam bin ich deshalb nicht. Ich habe Menschen, mit denen ich mich austauschen kann und solche, denen ich sagen kann: nimm mich mal in den Arm, mir ist so danach.

    Ich habe solange "ohne mich" gelebt, dass es mir nun ein Genuss ist, mich kennenzulernen, mit mir allein zu leben.

    LG
    Ette

    Guten Morgen,

    dass meine Eltern ein Alkoholproblem hatten, hab ich erst in der Zeit festgestellt, als ich durch die Beziehung zu „meinem Alki“ begann, mich der Thematik auseinander zu setzen. Ob sie es noch haben, weiß ich nicht, denn ich habe sie seit mehr als 25 Jahren nicht mehr gesprochen. Dennoch haben sie in meinem Leben noch gewirkt und wirken manchmal noch heute. Nur bin ich jetzt eigenständig genug, diese Strukturen, die sie mir mitgegeben haben, zu hinterfragen und für mich andere zu entwickeln.

    @ Dinchen, ja meine Frage war krass. Und in meiner Entwicklung von „voll co-abhängig“ bis gemäßigt mit der Tendenz zur Besserung, waren es genau derart krasse Fragen, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Dinchen, ich kann gut verstehen, dass du so reagierst. Ich habs zu Anfang genauso getan. Inzwischen habe ich das Gute in solchen Fragen kennen gelernt und sage erst mal gar nix. Denn ich habe erfahren, wenn mich eine Frage derart anpackt, dann hat sie einen wunden Punkt getroffen. Und ich habe immer wieder festgestellt, dass nicht die Fragen krass waren, sondern meine Verletzungen, die ich dadurch spüren musste.

    Wie Karsten schon schreibt, Schuldzuweisungen in die Vergangenheit bringen weder Co´s noch Alkis noch die Kinder von Alkis weiter. Vorwärts in eine gesunde Richtung kommen wir nur, wenn wir bei uns bleiben. Der Hass hält uns in der Vergangenheit und macht, dass wir uns nicht weiterentwickeln können. Ich weiß, dass es auf den ersten Blick ein alberner Vergleich ist, aber mir hat er sehr geholfen. Ich würde niemanden dafür hassen oder verantwortlich machen, dass er bei Masern rote Flecke bekommt oder bei einer Erkältung eine laufende Nase. Wer alkoholkrank ist, hat auch bestimmte Symptome, die zu dieser Krankheit gehören. Lügen, Schuldzuweisungen, manchmal auch Schlimmeres. Aber es sind Symptome seiner Krankheit. Und so wenig wie ein Masernkranker seine roten Flecken abstellen kann, kann ein Alki, solang er nass ist, sein „Symptome“ abstellen.

    Ich weiß, dass besonders Kinder es sehr, sehr schwer haben mit trinkenden Eltern. Aber ihr seid jetzt erwachsen. Und solange ihr den Hass und den Zorn auf euere Eltern nicht loslasst, seid ihr es nur äußerlich. Ich hatte es an anderer Stelle schon geschrieben. Ich muss jetzt nicht mehr glauben, was meine Mutter mir immer wieder gesagt hat und wie sie mich behandelt hat. Sie konnte nur so handeln, wie ihre eigenen Fähigkeiten und ihre Krankheit es zuließen. Jetzt kann ich selbst für mich entscheiden, wie ich MICH behandele und behandeln lasse.

    Ich kann eueren Hass nachvollziehen. Weiß aber auch, dass Alkis keine Verletzungen aus Bosheit oder aus Freude am Verletzen zufügen. Solange sie trinken, können sie nicht anders. Wir, egal ob erwachsene Kinder oder ehemalige oder Noch-Partner, wir müssen für uns selbst sorgen. Und für mich war der Hass etwas, was mir nicht gut tat. Ich hätte mich mit ihm nicht weiterentwickelt.

    LG
    Ette

    Guten Morgen TaLu,

    herzlich willkommen hier im Forum. Dich hier anzumelden, um dich auszutauschen, war ein erster, guter Schritt in die richtige Richtung. Und mit vielen solcher guten Schritte, wirst du auch für dich etwas verändern können, wenn du es willst.

    Unsere Krankheit ist der der Alkis gar nicht so unähnlich. Wenn du hier die vielen Geschichten durchliest, wirst du für dich immer wieder Ähnlichkeiten feststellen. Und natürlich auch die Tatsache, dass das Verharren in den jeweiligen Situationen mit dem Verstand nicht unbedingt zu begreifen ist. So, wie das Trinken für uns Angehörige mit dem Verstand nicht zu erfassen ist. Aber Sucht ist nun mal keine Frage von Verstand, sondern sie hat ihre ganz eigenen Gesetze. Und auch unsere Krankheit, die Co-Abhängigkeit, ist eine Sucht. Nach Anerkennung, nach Zuwendung, nach Gefühlen.

    Lies dich hier in Ruhe ein. Du wirst viele Hinweise und Tipps finden, dich aus deiner Sucht zu lösen. Wenn du sie für dich angenommen hast. Dazu ist es wichtig, deine Gedanken auf dich zu konzentrieren. Dies kannst du hier gut üben und bekommst bestimmt viele Rückmeldungen mit der Zeit.

    Keine Sorge, auch schwere Wegstrecken lassen sich bewältigen. Noch dazu mit der Unterstützung einer Gruppe von Menschen, die wissen, wovon du sprichst.

    Ich wünsch dir Kraft.

    LG
    Ette

    Hallo Karsten,

    danke für dein Posting. Ich war heute den ganzen Tag nicht hier, sonst hätte ich mich sicher auch schon zu Wort gemeldet.

    Ich persönlich finde es absolut daneben, was hier so geschrieben wird. Noch dazu denke ich, dass dies keinesfalls der richtige Weg ist, sich von seiner Co-Abhängigkeit zu lösen.

    Nein, Herz, dein Herz ist alles andere als tot. Es ist vom Hass zerfressen. Tut es dir gut, dich in deinem Hass zu suhlen? Kannst du dir eigentlich vorstellen, dass viele deiner Postings Schläge ins Gesicht für die Menschen hier sind, die ernsthaft trocken werden und bleiben wollen?

    Wenn deine Mutter schon trank, als du Kind warst, hast du es, unbenommen, schwer gehabt. Aber ich frage dich noch einmal: WIE LANGE WILLST DU DICH NOCH IN DEINER KIND- UND OPFERROLLE HALTEN?! Du bist eine erwachsene Frau. Wie lange willst du deine Mutter noch verantwortlich dafür machen, dass du nicht zufrieden bist?

    LG
    Ette

    Ja, Karl, so war es bisher und so ist es. Ich lese dich nun schon eine ziemlich lange Zeit. Manchmal hast du mir die Tomaten von den Augen gezogen, dass ich ganz durchgedreht im Ketchup lag. Manchmal hab ich dir welche vors Schienbein getreten, so dolle, dass dein Hirn erschüttert wurde. So ist Gruppenarbeit. Mal merkt der Eine etwas und mal der Andere. Ich wünsch dir weiterhin so viel Energie für deine Entwicklung und mir, dass ich immer wieder von dir lesen kann, du Königskind.

    LG
    Ette

    Zitat von billi

    Ich habe vor einiger Zeit schon gemerkt, dass ich schon lange nicht mehr weinen konnte, nicht vor Trauer, oder Enttäuschung oder aus welchem Grund auch immer.

    Hallo billi,

    das mit dem nicht weinen können, hatte ich die erste Zeit auch. Ich habe mich eisern selbst am Weinen gehindert, weil dachte, wenn ich einmal anfange, kann ich nie wieder aufhören. Das ging so, zwei, drei Woche nach seinem "Auszug" gut. Bis ich auf einem Konzert war, das ich im Jahr zuvor mit ihm besucht hatte. Dann begannen sie plötzlich zu laufen, die Tränen. Zum Glück regnete es, sodass es nicht wirklich auffiel. Allerdings brachten mich die Freunde, mit denen ich war, dann hause, denn es war wirklich eine längere Aktion. Allerdings fühlte ich mich hinterher richtig erleichtert.

    Die erste Zeit ist nun einmal die schwerste. Aber auch sie geht vorbei, auch wenn es manchmal nicht so scheint.

    Ich wünsche dir alles Liebe und dass du hier hilfreiche Worte und Unterstützung für dich findest.

    LG
    Ette

    Guten Morgen,

    Zufriedenheit ist etwas anderes als das, was ich im Moment empfinde. Mein Termin hatte wenigstens den Vorteil, dass ein klares Ziel erarbeitet wurde und Schritte für die nächste Zeit definiert wurden. In diesen Tagen beneide ich die Frauen sehr, die einfach jemanden haben, der sie ernährt, obwohl dies nie meine Vorstellung von Leben war. Ich weiß aber aus meiner Vergangenheit, dass mich schwierige Zeit immer wieder ein Stück stärker gemacht haben. Also werde ich durch diese schwierige Zeit gehen mit der Gewissheit gehen, dass sie sicherlich auch ihr Gutes hat, auch wenn mir dies im Moment noch nicht offensichtlich ist.

    LG
    Ette

    Hallo Amy,

    Karten sind in wunderbares Spielzeug. Ich selbst habe es in meiner "akuten" Phase auch immer wieder mit dem Tarot versucht. Auch heute ziehe ich mir aus Spaß oder einfach als Denkanstoß eine Karte. Jedoch geht mir persönlich das viel zu sehr in die Esotherik. Leben ist zwar mehr, als wir mit unserem Verstand begreifen können. Trotzdem bin ich der Überzeugung, dass es in erster Linie in unseren eigenen Händen und unseren eigenen Köpfen liegt, wie wir es gestalten.

    Und es ist wieder eine Art von Außen, in der meiner Meinung mit Karten die Hilfe gesucht wird. Sie ist nicht außerhalb von uns, die Hilfe zu einem zufriedenen Leben. Wir, wir ganz allein haben es in der Hand, wie unser Leben aussieht. Im Moment sehe ich an mir selbst sehr deutlich, was es bedeutet, positiv oder negativ eingestellt zu sein. Woher soll positive Energie kommen, wenn ich in meiner grauen Wolke verpackt in einem Loch sitze? Um mich daraus zu befreien, helfen keine Karten und keine Engel. Das muss ich schon selbst bewerkstelligen. Ich kann mich dabei professioneller Hilfe bedienen, ja. Aber Karten - sind einfach ein schönes Spielzeug und alles andere als eine professionelle Hilfe - habe ich erfahren.

    LG
    Ette

    Zitat von Amai

    Wie schafft man es eigentlich, hier im Forum, mit jemanden in Kontakt zu treten, ohne dass man öffentlich seine e-mail Adresse oder seinen Skype-Namen reinschreiben muss? Ich frage nur prophylaktisch, man (frau) weiß ja nie.... :D

    Guten Morgen Amai,

    aber du bist doch hier mit allen Schreibern und Schreiberinnen in Kontakt! Du hast natürlich auch die Möglichkeit, dich für den geschlossenen Bereich anzumelden. Dort kannst du sicherlich die privaten Kontaktdaten anderer Mitglieder bekommen.

    Für die Bearbeitung meiner Co-Abhängigkeit war es jedoch nicht erforderlich, mich privat mit jemandem auszutauschen. Aber für mich war und ist auch die Vielfältigkeit einer Gruppenarbeit hilfreich. Jedoch habe ich eine Vermutung, worauf deine Frage abzielt.

    Ich selbst habe die erste Zeit meines Alleinsein recht schnell die Fühler nach "etwas Neuem" ausgestreckt. Für mich war es nicht gut. Zu sehr war ich noch mit meinem "Alki" verbunden und trotz allem, was passiert war, habe ich jeden Mann mit im verglichen und wirklich gewonnen hat kein anderer dabei. Inzwischen habe ich diese hektische Suche im Außen längst aufgegeben. Ich suche meine Zufriedenheit in mir. Denn solange ich sie dort nicht habe, werde ich mit keinem Mann der Welt zufrieden leben können. Aber - das ist nur meine Erfahrung und Erkenntnis.

    LG
    Ette

    Hallo bienchen,

    na, das war doch schon mal eine prima Aktion, ihn nicht betrunken aufzusammeln in der Nacht. Wenn du konsequent sein möchtest, wirst du wohl heute nachmittag deine Sachen holen müssen und für dich entscheiden, ob du den "Kompromiss" leben willst. Ich muss dir gestehen, dass ich dem Versprechen, nicht mehr zu hause alleine zu trinken, nicht sehr viel Wert beimesse. "Mein Alki" hat es mir sogar schriftlich gegeben, dass unsere damals gemeinsame Wohnung alk-frei bleibt. Er hätte mir alles versprochen, was ich hören wollte, wenn ich ihn nur nicht weiter mit dem Thema Alkohol penetriert hätte.
    Ich bin jedoch im Gegensatz zu dir, sehr wohl davon überzeugt, dass "dieser Dussel" etwas merkt. Aber wahrscheinlich ist er selbst noch nicht so weit, wirklich etwas verändern zu wollen. Warum sollte er dies auch tun? Euer Kompromiss gibt ihm doch die Möglichkeit, weiterzutrinken. Na gut, er muss sich vielleicht an ein paar Regeln halten, aber wirklich verändern braucht er ja nichts. Du akzeptierst doch sein Trinken, auch wenn du ein paar Bedingungen damit verknüpfst. Damit gibst du ihm doch die Möglichkeit, so weiterzumachen und keine Konsequenzen aus seinem Trinken tragen zu müssen.

    LG
    Ette

    LG
    Ette

    Guten Morgen Ingrid,

    du fragst, was uns abhält, etwas zu verändern. Ich denke, es ist ganz einfach Angst. Angst vor dem Unbekannten, dem Unbequemen, den neuen Erfahrungen. Warum haben wir oft den gleichen Typ Mann auf den wir uns einlassen? Weil wir nichts verändern müssen, bekannte Strukturen weiterleben können.

    Du schreibst, dass deine Freundin dir geraten hat, an deinem Mangel-Gefühl zu arbeiten. Wer hat dieses Mangel-Gefühl festgestellt? Empfindest du tatsächlich diesen Mangel aus dir heraus oder weil deine Freundin es dir gesagt hat? Wenn hier ein Mangel besteht, hast du dich auf diesen Mangel eingelassen? Was würde sich für dich verändern, wenn dieser (bisher von außen diagnostizierte) Mangel beseitigt wäre?

    LG
    Ette

    Guten Morgen Laurina,

    mir hat einmal ein schlauer Mensch gesagt, wenn wir unsere Träume nicht hätten als Ventil für unsere Seele, würden wir wahrscheinlich verrückt werden. Sicherlich sind Träume über Vergangenes oftmals schwer und bedrückend. Aber sie sind auch ein Zeichen, dass die Seele ein Stück weit gesund wird. Verzeih dir selbst, da kann ich mich den Vorschreiberinnen nur anschließen. Du hast gehandelt, wie du zu diesem Zeitpunkt handeln konntest. Heute, mit den gemachten Erfahrungen, handelst du sicherlich anders. Und das ist das Gute an Fehlern - sie lehren uns, es anders, besser zu machen.

    LG
    Ette

    Zitat von kaltblut

    Hallo Ette,

    wo sollte ich denn Marmelade machen? Ich habe z. Zt. keine Küche. Außerdem muß ich mich dabei konzentrieren, mit fremden Frauen alleine in der Küche rumfummeln, da kocht die Pülpe über.

    Moin, moin,

    sorry, das hab ich ja gar nicht bedacht, dass du im Moment "küchenlos" bist. Du hast recht, ohne Küche ist schlecht Marmelade kochen. Na, irgendwann wird sich das auch ändern und der Hollunder wird auch im nächsten Jahr wieder reif.

    Ich wünsch dir einen schönen Tag.

    LG
    Ette

    Guten Morgen,

    heut ist für mich ein schwieriger Tag. Ich habe einen Termin vor mir, der über meine nachhaltige Zufriedenheit bestimmen wird. Trotzdem bin ich relativ gelassen. Dass dieser Termin stattfindet ist die Folge von einem auf mich achten, von Grenzziehung und einer klaren Formulierung meiner Bedürfnisse. Ich weiß nicht, was bei diesem Termin herauskommt. Und doch bin ich zufrieden, denn ich habe ihn initiiert, um für mich mein Leben zufriedener zu gestalten. Ein Schritt, den ich noch vor gar nicht allzu langer Zeit im Leben nicht getan hätte. Das macht mich trotz des "schwebenden Verfahrens" zufrieden.

    LG
    Ette