Guten Morgen,
heute ist er wieder ein wenig kühler nachdem gestern ein heftiger Gewitterregen die Luft gereinigt hat. Gestern Mittag habe ich mir eine Stunde Zeit gewünscht von einem Menschen, der sehr viele Anteile von mir in sich trägt. Wir haben einen langen Spaziergang gemacht, ich hatte die Mutter zu hause gelassen und wir waren einfach zwei erwachsene Menschen, die sich unterhielten. Es war eine Stunde, die ich nicht missen möchte und die mir sehr viel Nähe zu meinem Sohn gezeigt hat, ohne dass es etwas Klammeriges, Gluckenhaftes hatte. Dass ich dieses Bedürfnis, mit ihm alleine etwas zu machen, formuliert habe, hätte ich früher auch nicht getan. Ich hätte ihn immer schön im Doppelpack genommen, wie es meistens ist, seitdem er in einer Beziehung ist. Es hat mich auf eine sehr ruhige Art und Weise zufrieden gemacht, einfach nur mal so mit ihm zu sprechen. Ohne dass ich das Gefühl hatte, ich muss für ihn sorgen oder etwas für ihn tun. Ich denke, auch das Mutter sein soweit loszulassen, habe ich gelernt dadurch, dass ich gelernt habe, mehr auf meine eigenen Bedürfnisse, mein eigenes Leben zu schauen. Es tut uns beiden gut.
LG
Ette
P.S. Heißkalter, einige blaue Flecke, Hautabschürfungen und jede Menge schlechter Träume sind mir geblieben. Und der Gedanke, dass es auch im Alltag immer wieder schnell passieren kann, dass es vorbei ist. Noch ein Grund mehr, Zufriedenheit und Leben zu genießen.