Beiträge von Alex G.

    Hallo Engel

    Ich sag dir mal hier in deinem Thread herzlich willkommen und antworte auch gleich hier auf einen Beitrag von dir aus einem anderen Thread :wink:

    Zitat

    Hallo, habe doch heute meine Gläser aus dem Schrank geholt. Wollte sie wegschmeissen und meine Mutter sagte: OOOH das Bitburger Glas nehm ich mit, das ist schön.
    Das ist furchtbar. Heute war ein ganz komischer Tag, kann das gar nicht beschreiben, hab ein bisschen Schiss vor dem was alles auf mich zu kommt.

    Ich glaube dir gerne das du dich heute komisch fühlst denn es ist ja dein 2ter Tag ohne Alkohol. Deine Angst die du gerade hast vor der Zukunft, wie schwer doch alles wird usw sind im Prinzip schon Entzugserscheinungen.

    Du solltest, wie dir Speedy53 und andere schon ans Herz gelegt haben, erst einmal als nächsten Schritt zum Arzt gehen. Auch ich hatte vor meinem ersten Arztbesuch Angst, von der ich rückblickend aber sagen kann das diese bei mir unbegründet war und nur vom Alkohol selbst erzeugt wurde.

    Ein kalter Entzug, so wie du ihn gerade machst, kann tödlich werden wenn du plötzlich einen Krampfanfall bekommst, der sich auch nicht vorher ankündigt.

    Willst du etwa dein Leben so leichtfertig aufs Spiel setzten, jetzt wo du dich doch gerade für Dein Leben entschieden hast?
    Du brauchst keine Angst vor einem Arzt zu haben keiner wird dich schief anschauen oder dir etwas böses wollen.

    Wir haben eine Krankheit die ungestoppt immer tödlich verläuft, mit dieser sollten wir auch mal hin und wieder zum Arzt gehen, wie bei jeder anderen Krankheit auch.

    Für mich war es auch sehr beruhigend zu erfahren das mit mir soweit noch alles ok ist, zumal ich mir wegen meines hohen "Konsumes" schon längere Zeit fragte ob ich nicht doch schon zu viel gesoffen habe. So ein kleiner Gesundheitscheck tut auch nicht weh, du solltest nur offen und ehrlich mit dem Arzt reden und nichts verheimlichen.

    Verstecken brauchen wir uns nicht mehr und das sollten wir auch nicht tun, denn es ist nicht normal wenn jemand Alkohol trinkt :!:

    Liebe Grüße und gib auf dich acht! Alex

    Hallo Freund

    Zitat

    Es geht doch eigentlich darum, dass das Ziel der Weg an sich ist, wir trotz Trockenheit uns unseres Handelns und Tuns immer bewußt sein müssen.

    Ja, genau darum geht es.

    Wenn ich mich bewusst auf Abwege begebe(vom Ziel entferne), wo ich schon war und nicht mehr hin wollte, dann kann es passieren das ich dann doch länger auf diesen Wegen bleibe, und weiter auf ihnen zurück schreite, als mir lieb ist und ich es wollte und mein Ziel aus den Augen verliere.


    Je weiter ich auf meinem trockenen Weg gekommen bin, um so stabieler werde ich, mit jeder gemeisterten Situation, die ich früher nicht einmal ertragen konnte, wachse ich.

    Ich werde aber nie so stabil und groß genug sein um mich sicher auf Abwegen bewegen zu können, wobei ich das auch garnicht will, weil mir der jetzige Weg schon zu sehr gefällt, weil es mein Weg ist, auf dem ich dem Leben entgegen gehen kann und nicht dem Tod, dem ich auch nicht ständig begegnen möchte.

    Es ist schon schlimm genug das man seinen eigenen Tod überall in Flaschen kaufen kann und er auch sonst in vielen Dingen ist zum länger haltbar machen, wie man sagt, wobei aber da in meinen Augen auch "nur" entstehendes Leben abgetötet wird damit es nicht wächst, wie es von der Natur ja eigentlich vorgesehen war/ist! Da muss ich nicht noch auf ihn zu gehen!

    So, und zu guter letzt für heute....
    Es gibt keine Verpackung die sicher genug ist, damit Alkohol in meiner Nähe nicht gefährlich für mich werden könnte, weil ich wüsste das er da ist und so müsste ich über ihn nachdenken obwohl ich es garnicht wöllte, womit er mich schon wieder beeinflussen/bestimmen würde, gedanklich, wo ja auch jeder Rückfall anfängt, im Kopf.

    Die Verpackung Mensch als Hülle in der sich der Teufel befindet find ich sowieso viel zu durchlässig und vergänglich, da ist Glas wohl schon "sicherer", zumal der Teufel auch durch Glas nicht sprechen kann :wink:
    Alkohol "verpackt" in Menschen, sehe ich für mich als größte Gefahr!

    Liebe Grüße und schönes Wochenende, Alex

    Hallo Panther

    Zitat

    so, das würd ich so machen. das würdest du so machen. und wo liegt da der unterschied, ob ich länger trocken bin oder nicht?

    Ich denke das der einzigste Unterschied sein könnte, das es bei dem einen vielleicht etwas länger dauert bis er wieder trinkt als bei dem, der noch nicht geistig vom Alkohol entfernt ist.

    Einen Unterschied im Resultat gibt es nicht, denn beide würden wieder trinken, somit Rückfällig werden.

    Liebe Grüße, Alex

    Hallo Plejaden,

    Zitat

    Ich werde mir auf jeden Fall eine SHG suchen, denn ich hab grad kaum einen Schimmer was ich gegen dieses "nasse Denken" tun soll.

    Aktuell hab ich das Problem, dass mir der innere Teufel immer wieder zuflüstert, ich solle mich doch bitte noch einmal richtig besaufen, und dann könne doch für immer Schluss sein. Sein "Hauptargument": Als ich vor zwei Wochen meine zwei letzten Bierflaschen geleert hatte, wusste ich noch gar nicht, dass es meine Letzten sein würden. Das sei alles so unabgeschlossen.
    "Also trink dir nochmal richtig einen, und dann kannst du anfangen mit deiner blöden Abstinenz..."

    Also das du dir eine SHG suchen willst finde ich gut!

    Was den Saufdruck angeht den du hast, ist es erst einmal wichtig das du dich von trinkenden Menschen gänzlich fern hälst, egal wieviel oder "wenig" sie trinken.

    Zitat


    Heute abend grillen meine Eltern wieder, und es wird wohl reichlich "Stoff" fließen. Ich werde mir das Essen kurz abholen gehen und dann drinnen essen, ich glaube ich werde sogar hoch in meine eigenen vier Wände watscheln. Ist besser so.

    Ja das ist besser so, noch besser wäre es aber wenn du dort garnicht hin gehst. Ein trinkendes Umfeld lässt auch bei mir Verzichtsgedanken aufkommen aus denen ein Druck entsteht dem ich früher oder später nicht mehr aushalten würde.


    Liebe Grüße, Alex

    Hallo, für mich wird die Bionade immer ein Gebräu aus der Brauerei bleiben auch wenn es da um Fermentation handelt.

    Ich kenne nämlich die Brauerei und die dazugehörige Discothek aus meiner Jugendzeit, wie oft ich mich da hingerichtet hab :oops:

    Nun ja, beim Kombucha und dessen Fermentation mit Hilfe eines Pilzes entsteht ja auch Alkohol.

    Selbst wenn bei der Fermentation des Malzes zur Bionade keiner entsteht habe ich beim Geschmack des Getränks eben durch den Malz auch so meine Bedenken.

    Im übrigen hab ich schon weitaus leckereres Zeugs als die Bionade getrunken, mein Fall ist es daher geschmacklich schon nicht :wink:

    Ich bin auch mal gespannt was die Herrn von der "Brauerei Peter" sagen

    Liebe Grüße, Alex

    Hallo Freund,

    heute nach 4 Monaten, kann ich sagen das ich mit diesem deinem Leitfaden bisher sehr gut voran gekommen bin, und den Punkt der Radikalität aus deinem letzten Beitrag hier, schon weitaus besser verstehe als vor kurzem noch :wink:

    Dein Leitfaden hat die Grundlage für meinen Weg gebildet auf dem ich mich hier und heute befinde, und mit dem ich meinem Ziel, der totalen und radikalen eigenen Zufriedenheit, die es nur ohne Alkohol gibt, Schritt für Schritt nähere :!:

    Dafür möchte ich dir hier und jetztz an dieser Stelle danken :!::D

    Liebe Grüße, Alex

    Hallo Allerseits,

    ich habe ja nun auch schon mehrere "erfolglose Versuche" hinter mir, ein Leben ohne Alkohol zu führen.

    Rückblickend kann ich auch sagen das es jedes Mal mit den Gedanken anfing, warum kann ich denn jetzt nicht nur einmal was trinken, obwohl ich auch nie mehr was trinken wollte.

    Ich selbst habe es damals nicht wahrgenommen, auch ich wusste nicht woher diese Gedanken denn kommen konnten, da ich es wie gesagt nie mehr wollte. Ich würde es heute als den bewussten Anfang des Rückfalls bezeichnen den ich selbst aber oft nie bewusst wahrgenommen hatte.

    Heute weis ich dank den Erfahrungen vieler Menschen hier warum und wodurch diese Gedanken entstehen, die man ja eigentlich nicht haben möchte.

    Bei mir kommen solche Gedanken aus dem Unterbewusstsein aus den Erinnerungen die dort gespeichert sind. Seit dem ich mehr Abstand halte zum Alkohol egal in welcher Form, habe ich solche Gedanken nicht mehr.

    Seit dem Abend nach der Entgiftung, wo ich in Gedanken schon wieder die ersten Flaschen leer hatte, mich gerade noch so selbst beim Versuch erwischt habe Alkohol zu kaufen, obwohl ich es nicht wollte, da mir die Gefahren bewusst sind, weis ich wie wichtig es für mich ist das sich unmittelbar in meinem Umfeld kein Alkohol befindet, so habe ich das mit dem "Alkohol aus 2ter Hand" verstanden und erlebt.

    Sollte ich wieder einmal solche Gedanken haben befürchte ich, nicht daran zu denken das erste Glas stehen zu lassen.

    Ich denke auch das jeder Mensch direkt und indirekt von seinem Umfeld beeinflusst wird, positiv und negativ, ob man es will oder nicht, bewusst oder unbewusst. Gerade das unbewusste handeln, das handeln gegen meinen eigenen Willen sehe ich bei mir als die größte Gefahr.

    Deshalb halte ich mich zu meinem Schutz fern vor Orten, Menschen oder dem Teufel selbst und ich lebe bisher ohne Verzichtsgedanken jeglicher Art.

    Je mehr ich mich von ihm fernhalte um so mehr sehe ich sein wahres Gesicht, bzw. über wie viele Menschen er schon mehr oder weniger die Macht hat und wie sehr er beeinflussen kann.

    Liebe Kiki ,

    Zitat

    ich habe Angst vor dem danach..wenn die beziehung wirklich beendet ist...wie geht es mir dann...besser... schlechter...sicher kann man mit klarem kopf mit jeder Situation umgehen..

    wie alles genau wird weis keiner vorher, aber Alles wird gut und noch viel besser als vorher, solange wir mit klarem Kopf jeder Situation gegenüberstehen und uns von "Situationen" aus alten Zeiten fernhalten, da diese ja Erinnerungen hervor rufen können...

    Freund`s Worten kann ich mich nur anschliessen und auch ich möchte weiterhin das gegenseitige nehmen und geben mit dir nicht missen müssen :!:

    Liebe Grüße, Alex

    Hallo Freund,

    das ist eine gute Frage, über die ich erst einmal genau nachdenken musste, um eine einigermaßen kurze Antwort zu finden.

    Meine zufriedene Trockenheit bedeutet mir mehr als alles was ich kenne.

    Sie ist mein Weg und mein Ziel, meine Zukunft.
    Sie ist meine Chance auf ein wirklich wahres Leben.

    Sie ist sogar meine einzigste Chance die es für mich gibt um überhaupt leben und überleben zu können.


    Sie bedeutet mir mehr als ich mir selbst, denn nur sie macht mich, durch sie kann ich erst wirklich ich sein, durch sie kann ich lerst leben.

    Ich bin also abhängig von ihr und bisher auch recht zufrieden mit ihr, ich lerne sie immer mehr lieben weil sie mir gibt was ich wirklich haben will, was ich wirklich brauche um auch wirklich ich zu sein:)

    Ich lerne meine zufriedene Trockenheit jetzt erst kennen, bisher hat sie mich schon einiges so sehen lassen wie es wirklich ist, durch sie erkenne ich immer mehr Zusammenhänge, nicht nur was mich und meine Krankheit betrifft sondern alles was es sonst noch gibt in der wahren Welt.


    Wenn also meine zufriedene Trockenheit ein Frau wäre, hätte ich nichts gegen eine standesamtliche Eheschließung und das JA würde dann auch von Herzen kommen bei der Frage wie lange das ganze gehen soll :wink:

    Ich stelle mir eine glückliche Zukunft mit ihr vor, die wir uns gemeinsam erarbeiten, an guten und an schlechten Tagen.

    Liebe Grüße, Alex

    Hallo Herman,

    meine Worte sollten in keinster Form negativ angreiffend wirken, ich hatte es nur so aufgefasst das du plötzlich vom Trinker zum Alkoholiker wurdest und dann plötzlich nicht mehr trankst.

    Nachdem ich aber jetzt einen Teil deines Weges genauer kenne, stelle ich fest das wir ja doch im Grunde die gleiche Ansicht haben was den Alkoholiker betrifft.

    All das sehe ich und die meisten hier genauso :!: , weil es ja auch so ist. :wink:

    Zitat

    Wenn ich das 1, Glas stehen lasse kann ich niemals besoffen werden

    Da ich schon ein paar Mal das erste Glas nicht stehen lassen konnte, könnte mein Vorsatz wie folgt lauten:

    Wenn ich mich vom ersten Glas fern halte kann ich es garnicht erst greiffen.
    Nur so habe ich die Chance dauerhaft zufrieden trocken zu bleiben, das weis ich für mich und das ist mein Weg, einen anderen gibt es für mich nicht.

    Na klar kenne ich diese Anrufe in der Firma, mal war es der Wecker, mal das Auto, und oft auch eine Krankheit die ich nur auf dem Papier stehen hatte und die nicht wirklich in mir war.

    Als ich noch trank bezeichnete ich sie auch noch als Notlügen, sie entstanden ja da auch noch aus meiner Notlage die wiederum auf meine magelnde Einsicht zurück zu führen waren, weil ja meine Krankheit damals auch für mich nur ein Alkoholproblem war.
    Es waren aber trotzdem nur Lügen.


    Zitat

    Diese Erkenntnis ergibt sich im Rückblick, konnte damals natürlich nicht gesteuert werden, ist sozusagen nachgereift, wie es war, was geschah und wie es aus heutiger Sicht ist. War bei mir jedenfalls so!

    Ist bei mir auch so, nur bin ich erst am Anfang dieses Reifeprozesses :roll::wink: Die ganze Wahrheit wird jetzt erst sichtbar für mich.

    So, von meiner Seite aus gibts erst einmal keine Fragen mehr dazu, du hast es mir ja jetzt verständlicher gemacht.

    Und ich finde das große Stück deines Lebensweges schon beachtlich :!:

    Liebe Grüße, Alexej

    Hallo Hermann,

    Zitat

    Als ich noch gesoffen habe, "benötigte" ich sehr häufig Notlügen,

    "Notlügen" gibt es für mich nicht, es gibt für mich nur Lüge oder Wahrheit.

    Zitat

    Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt auch noch "kein Alkoholiker".

    Zitat

    Seit ich Alkoholiker bin, bin ich Trocken ohne Rückfall

    Es freut mich das du bisher ohne Rückfall trocken bist! , aber für mich hört sich das so an als ob du plötzlich Alkoholiker warst, von einem Moment auf den anderen.

    Ich kann für mich nicht genau sagen ab wann ich Alkoholiker war und nicht "nur" Missbräuchler, wobei ich als Alkoholmissbräuchler ja auch schon Abhängig war, wenn auch vorerst "nur" psychisch.

    Abhängig vom Alkohol war ich also schon sehr früh, am Anfang machte ich meine eigene Stimmung vom Alkohol abhängig, z.Bsp. in der Disco um besser drauf zu sein. Da war ich in gewisser Weise schon abhängig. Wann ich dann auch körperlich abhängig war, kann ich nicht sagen, an die ersten Entzugserscheinungen in Form von zitternden Händen kann ich mich nicht mehr erinnern, das ist schon zu lange her. Der Übergang war auch bei mir schleichend und ich bemerkte es nicht selbst.

    Nun ja, es spielt ja keine Rolle für mich, ab wann ich nun Alkohoiker war, ich bin es und ich kann damit sehr gut leben seit ich nicht mehr trinken muss.
    :wink:

    Ich war als nasser Alkoholiker auch einer der besten Lügner, heute lege ich auch sehr großen Wert auf die Wahrheit, da ich ja nun im wirklich wahren Leben lebe :)


    Liebe Grüße, Alexej

    Hallo Helga,

    ich habe mir deinen Beitrag gerade ein paar Mal durchgelesen und ich könnte ihn noch ganz viele Male lesen.

    Ich kann es jetzt auch nicht recht in Worte fassen, aber in deinen Zeilen steckt so viel Kraft, Hoffnung, Mut, so viel positive Energie aus der ich sehr viel schöpfen kann, bei jedem lesen.

    Es ist wie ein kleiner Blick in die Zukunft meiner Träume. Es ist schön von deinem Weg des wahren Lebens zu lesen und ich danke dir das du mir und allen anderen hier einen kleinen Reisebericht gegeben hast. Danke!!!

    Zitat

    ich kann authentisch leben und das Leben mit Alkohol war nur eine Ilusion, die mir fast das Leben gekostet hat

    Diese Worte beeindrucken mich gerade am meisten :!:

    Liebe Grüße, Alex


    PS: Bitte entschuldige meine Reaktion von vor ca. 3 Monaten auf einen von dir eröffneten Thread. Ich hatte in diesem Moment einfach nur Angst :?:roll: (Falls ich mich gerade irre und du nicht die jenige bist von vor 3 Monaten, dann bitte ich dies ebenfalls zu entschuldigen)

    Hallo Falk,

    du schreibst unter anderem

    Zitat

    ich bin auch davon überzeugt, dass viele „Tiefstpunkte“ weit nach vorne gelegt würden und viele erst gar nicht eintreten würden

    Davon bin ich nicht überzeugt. Wir reden hier von dem persönlichen Tiefpunkt, den wohl ein jeder erst erreichen muss, jeder einzelne muss ihn selbst erfahren.

    Ich glaube nicht dass man den persönlichen Tiefpunkt vorverlegen kann. Wenn viel mehr ihren persönlichen Tiefpunkt nicht erreichen, sehe ich das nicht als positiv.

    Es gibt meiner Meinung nach keinen individuellen Tiefpunkt für einen Menschen. Wenn man dem Tod gerade noch davon gekommen ist, ist das wohl der tiefste körperliche Tiefpunkt den man haben kann, weil danach direkt der Tod kommt.


    Zitat

    Es ist für mich völlig unmöglich mich mit einem Satz wie

    dass ich ein verkommenes Objekt war, das mit vollgepisster Hose in einem Haufen Dreck gelegen habe

    zu identifizieren. Es trifft auf mich nicht zu und ich möchte definitiv nicht, dass jemand auch nur annähernd mich und meine Krankheit so sieht, mich und mein Umfeld, meine Familie mit einem solchen Bild in Verbindung bringt.

    Sei froh das du noch nicht so weit unten warst, aber es ist die Realität, der Verlauf unserer Krankheit wenn sie nicht gestoppt wird. Viele erreichen diesen Punkt aber erst garnicht weil sie schon viel früher sterben.

    Karstens Offenheit zeigt mir und vielen Menschen wo man hinkommen kann, aber gleichzeitig zeigt sie auch das man von da unten auch wieder nach oben kommen kann.

    Der Weg und das Ziel der ungestoppten Alkoholkrankeit ist immer der gleiche, am Ende steht immer der Tod.
    Nur die Länge des Weges ist bei vielen unterschiedlich.

    Ein Penner ist nur ein Obdachloser der kein eigenes zu Hause mehr hat, ansonsten ist er ein normaler Mensch wie du und ich. Ein alkoholkranker Obdachloser ist genauso alkoholkrank wie du und ich, nicht mehr und nicht weniger.

    Das ist meine Meinung dazu.

    Liebe Grüße, Alexej

    Hallo Falk,

    mittlerweile erzähle ich es auch jedem ohne mich zu schämen, erst am Wochenende hab ich es der Dame an der Eisdiele gesagt.

    Natürlich nicht sofort, ich hab erst einmal gefragt ob da und da eventuell Alk drin ist, dann sagte sie nein. Dieses nein war mir aber nicht s genug.

    Zu meiner Sicherheit habe ich ihr gesagt das ich Alki bin und das der nächste Tropfen tödlich sein kann. Daraufhin hat sie zwar etwas geschockt geschaut, aber sie hat es mir dann "versichert" und ich habe ihr geglaubt.
    Ich tue es also ausschließlich für mich und mein Leben, was ein anderer dann denkt ist mir mittlerweile egal, es geht ja um mich.

    Mir ist es aber am Anfang auch nicht leicht gefallen, aber auch ich kann sagen das es von Mal zu Mal leichter geworden ist :wink:

    Also ein anderes Wort für Alkoholiker brauche ich nicht, da bei unserer Krankheit ja der Alkohol der ausschlaggebende Punkt ist, sollte auch jeder sofort verstehen das ich Alkoholiker bin, das trägt dann wiederum nur meiner eigenen Sicherheit bei.

    Ich könnte auch sagen ich bin Ethanoliker, aber die Mehrheit wird doch bei Alkoholiker ehr verstehen um was es sich handelt :wink:

    Na ja, und mit dem "iker" am Ende müssen doch viele andere Menschen die eine Krankheit haben auch leben, der Diabetiker ebenso wie der, Rheumatiker oder der Asthmatiker.

    Tja, der Diabetiker hat immer Diabetis, der Asthmatiker hat Asthma, aber nicht alle Alkoholiker haben immer Alkohol, also find ich es gut dass es die Bezeichnung nass und trocken gibt. :D

    Ich denke dass auch du bald anders darüber denkst wenn du deinen Weg weiter gehst, so ist es zumindest bei mir.


    Liebe Grüße, Alexey

    Guten Morgen Pauly,

    ich möchte dir auch sagen das du vorsichtig sein solltest.

    Zitat

    Nach dem Telefonat war ich wie paralysiert. Gerade bei
    ihm hatte ich immer das Gefühl, dass er das locker packen würde. Meine gute Laune war wie weggeblasen.

    Ich weiß, ich muss mich um mich selber kümmern, aber sowas geht nicht spurlos an mir vorüber.

    Das zeigt doch das es dich selbst sehr runterzieht, die Gefahr ist groß, das du dann selbst nicht mehr an dich glaubst und an dir zweifelst.

    Als ich Karstens Lebenslauf gelesen habe, ist mir das deutlich bewusst geworden. Als sein Bekannter damals wieder trank, hat er das auch an seinem eigenem Leibe erfahren müssen.

    Auch ich kann nur sagen, pass auf dich auf und denk dabei nur an dich!

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag, Alex

    ....und nun ich auch noch einmal zu Freund :lol:

    Zitat

    Die Natur hat mir selbst im benebelten Zustand etwas Leben zurück gehaucht, habe sie genossen.

    Das kann ich nur bestätigen, auch ich liebe die Natur schon immer, auch für mich war die Natur manchmal das "einzigste" was ich noch lieben konnte, sie tat mir ja auch noch nie weh, dafür liebe ich die Natur, und genau so liebe ich sie auch.

    Zitat

    Meine Gefühle, mein Glück und meine Zufriedenheit, alles real wahrnehmen zu können, ohne Suchtdruck und Leiden, sind gewachsen.

    Ich denke, dass man das auch auf anderes übertragen kann.

    Das denke ich auch, es hat so vieles nur mit der Wahrnehmung von Gefühlen zu tun, nicht nur bei der Liebe, es btrifft wohl alle Gefühle die wir haben, Angst, Freude, Trauer........

    All diese Gefühle können wir als Alkoholiker nur ohne Alkohol wirklich Wahr nehmen, somit auch erst wirklich wahr erleben. :wink:

    Einen schönen Samstag, Alex

    Kleine Ergänzung zu meinem

    Zitat

    lieben kann doch jeder.

    Ich denke lieben kann jeder, der auch selbst Liebe bekommen hat, das bedeutet für mich, Ich kann nur so gut lieben wie ich auch schon geliebt worden bin.

    Eine Liebe die ich nie erfahren durfte, nie bekommen konnte, die kann ich auch nicht weitergeben, da ich sie nicht kenne.

    Die Liebe die ich zum Beispiel als Kind nicht erfahren durfte, kann ich so auch nicht weitergeben, zumindest noch nicht.
    :wink:

    Aber auch ich werde noch viele Arten von Liebe erfahren dürfen, diese kann ich dann verstehen lernen und sie dann auch weitergeben, wenn ich sie als Liebe empfinde.

    Liebe Grüße, Alexey

    Guten Morgen,

    vielleicht sollte hier nur Frage dieses Themas anders gestellt werden.

    Kann ein nasser Alkoholiker besser lieben als ein trockener Alkoholiker?

    Wie Freund und andere hier schon schreiben, Liebe ist relativ und bedeutet für viele etwas anderes. Man kann sie nicht an einem Pukt festmachen.

    Es geht doch auch nicht um Verurteilung, es geht doch "nur" um die Fähigkeit des liebens, lieben kann doch jeder.

    Ich zum Beispiel liebe die Natur, ich kann sie als trockener Alkoholiker wieder besser lieben, denn erst jetzt sehe ich auch wieder die ganzen kleinen Dinge, die vielen kleinen Vögel, die vielen kleinen Blüten, die konnte ich als nasser Alki nicht sehen, zumindest konnte ich sie nicht so wahrnehmen wie heute. Das lag nur am Alkohol.

    Liebe Grüße und einen schönen Tag, Alexey

    Guten Morgen Thorsten,

    auch von mir herzlich willkommen hier.

    Zitat

    Ich bin zwar noch in Nachsorge, aber ich fühle mich ein wenig verarscht von den möchtegerntherapeuten !

    Ich kann mich da Freund nur anschliessen, solange du nicht an dich glaubst und wirklich trocken werden willst, für immer, solange wird dir auch kein Therapeut helfen können.

    Denn auch zur Hilfe gehören immer mndestens 2 Personen, einer der hilft, und einer der sich helfen lassen möchte.
    Möchtest du wirklich für immer trocken werden?

    Gruß, Alexey