Beiträge von Alex G.

    Hallo Sonja,

    du schreibst:
    Das ist ja das verrückte an der Sache. Ich habe das nicht-trinken als totale Bereicherung empfunden. Ich habe so lange in meinem Leben getrunken, inklusive aller Peinlichkeiten und allem Mist was das trinken eben mit sich bringt, dass ich mich ohne Alkohol wirklich frei gefühlt habe. Das ich auf etwas verzichte oder das mit was entgeht, habe ich nicht empfunden.

    Das kenne ich auch von mir, so verrückt ist das nicht.
    Heute weis ich, das, nur nichts trinken, nicht reicht

    Die ersten beiden Male hatte ich auch keine bemerkenswerten körperlichen Entzugserscheinungen, beim den nächsten Malen bekam ich den Ernst meiner Lage zu spüren.

    Was Freund dir schrieb, traf auch genau auf mich zu, somit war klar für mich, das ich noch einiges ändern muss, um nicht wieder zwangsläufig zum Rückfall zu gelangen.

    Deine Angst ist begründet, bei mir ging es das letzte Mal so schnell bis ich wieder unten war, mehr noch, ich war sogar noch weiter unten als die Male zuvor.

    Gruß, der Alex

    Hallo Sonja,

    willkommen hier im Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum.

    Ich bin auch noch nicht lange hier und erst kurze Zeit wieder nüchtern.

    Das beste wäre morgen zum Arzt zu gehen und ihm genau dein Problem zu schildern, sag ihm was du möchtest. Er wird dann gemeinsam mit dir alles weitere entscheiden und die Entgiftung, stationär oder ambulant, veranlassen.
    Für mich kam nur die Stationäre Entgiftung in frage, da ich enorme Entzugserscheinungen hatte.

    Vor was hast du Angst?

    Viele Grüße, der Alex

    Hallo Mars,

    das mir der Angst vorm Wochenende kann ich gut verstehen, denn bei mir waren die Wochenenden besonders schlimm, da gab es kein erbarmen, ich war alleine in meiner Wohnung und hab eigentlich nur gesoffen)-:

    Ich wollt mich auch noch um vieles kümmern, aber bei mir ging garnichts mehr, ausser das trinken.

    Sollte es dir schlecht gehen, kannst du jeder Zeit ins Krankenhaus gehen, oder dich auch vom Notazt abholen lassen.

    Das geht, ging bei mir auch. (lies mal im Alkoholiker Forum meinen Thread, "Ich bin neu hier, und wieder...", ab ca. Seite 8, steht mein erlebter Abend des 12.02.06), man war ich da fertig.

    Viele Grüße, der Alex

    Hallo Mars,

    meine Entgiftung war für den 19.02.07 festgelegt, ich wollte dann auch schon früher und bin am 12.02.07 zum Hausarzt und habe gesagt das ich schnellstens die Entgiftung antreten wolle, daraufhin hatt ich den Termin für den 13.02.06+ Überweisung in der Tasche und nagetreten hab ich dann die Entgiftung doch am 12.02.06, ich konnt einfach nicht mehr, bin abends alkoholisiert ins Krankenhaus.

    Also könntest du theoretisch die Entgiftung in der Egel jeder Zeit antreten.

    Für mich war an diesem Tag jede Stunde länger einfach zuviel.

    Viele Grüße und alles gute, wünscht dir der Alex

    Hallo MZ80b,

    Auf meiner Bescheinigung die ich vom Krankenhaus stand auch nur das ich von..... - bis.... zur stationären Behandlung war. Nicht warum.

    Ich hatte auch ein wenig Bedenken aber du glaubst garnicht wieviele Leute Verständniss für unsere Krankheit haben. Du glaubst garnicht wieviele Menschen in der Verwandschaft oder Bekanntschaft schon mit Alkoholikern zu tun hatten, leider sind davon sehr viele Todesfälle gewesen.

    Von diesen Menschen bekam ich sogar Bewunderung und sie wünschten mir alles Gute (-:
    Denn die wenigsten sehen selbst ein, was sie für eine Krankheit haben oder schämen sich für diese.

    Und wie Freund schon meinte, wir haben diese Krankeit en Leben lang, deshalb sollten wir auch offen damit umgehen, sonst Spießrutenlauf, der nicht sein muss(-;

    Mir hatt es bis jetzt nur geholfen, das ich mit der Krankheit offen umgehe.
    Und wenn du schon so gut denkst über deinen Chef, solltest du ihn auch einweihen. Feuern könnte er dich sowieso nicht deshalb. Er könnte höchstens von dir verlangen das du ins Krankenhaus gehst, aber das machst du doch eh schon freiwillig.

    Also keine falsche Scham.

    Viele Grüsse, der Alex

    Hallo MZ80b, herzlich willkommen.

    Ich kann da nur aus meiner Erahrung schreiben, da ich erst vor kurzem mit meinem Chef ein längeres Gespräch hatte über meine Krankheit, ich habe dieses Gespräch vor der stationären Entgiftung angesprochen.

    Aber ich finde das muss jeder selbst entscheiden wie er sich da verhält, du kennst deinen Chef/Betrieb am besten. Meinen Chef kannte ich ja, und von meinem Problem wie ich es damals noch nannte, wusste er schon länger.Schon länger als ich dachte.

    Wenn du es nicht möchtest, muss der Betrieb nichts erfahren. Du bist ja krank und hast dafür eine Bescheinigung auf der nicht die Krankheit vermerkt ist.

    Auf die 2 veschiedenen Meinungen von Suchtberatung und Arzt würd ich nichts geben, die kennen ja die Firma nicht in der du tätig bist.

    Mich persöhnlich hat es aber erleichtert, Chef und Kollegen über meine Krankheit zu informieren, das bewahrt mich dann später vor Rechtfertigungen die eventuell anstehen könnten,spätestens bei Feiern.

    Hätte ich aber Bedenken gehabt das ich dadurch kein Verständniss erhalten hätte oder gar benachteiligt gewesen wäre, hätt ich erst einmal nichts gesagt.


    Viele Grüsse, der Alex

    Hallo Janna, ich wollte mich eigentlich auch erst mal nicht mehr um andere kümmern, da ich wie Tine, sellbst noch viel zu lernen habe, aber ich möchte mich noch ein letztes mal hierzu äussern.

    Du schreibst volgendes:

    "es geht mir den umständen entsprechend gut, warum das so ist ist jetzt nicht die frage.
    ich danke dir für deine besorgnis und deine anteilnahme an meiner situation. und jedesmal wenn ich hier schreibe wird mir selbst was deutlich."

    zu 1. Du solltest dich aber ernsthaft mal selbst fragen, warum es dir den Umständen entsprechen gut geht! Du solltest den Umstand dabei mal genau betrachten den du gerade durchmachst.

    zu 2. Es wäre besser für dich, wenn dir beim lesen hier mal so einiges deutlich werden würde. Denn deine Freundinn hatt, mit ihrem mangelndem Wissen über diese unsere Krankheit, dir mit Sicherheit keinen Gefallen getan. Auf gut Deutsch, sie hatt absolut keine Ahnung was den Alkoholentzug angeht.

    Du wirst sehen, beziehungsweise spüren, das man selbst nicht in der Lage ist gegen diese Entzugserscheinungen, wie du sie ein wenig ja schon kennst, alleine anzukämfen.

    Und ich hoffe für dich, das du dann den Ernst deiner Lage erkennst und endlich die vielen Ratschläge, die dir hier schon mehrfach gegeben wurden sind, auch in die Tat umsetzt. Denn es geht hier um Dein Leben, nicht um das deiner Freundinn!

    Und ein allerletztes mal sage ich dir, denk bitte an deine Kinder, sie brauchen ihre Mutter.

    Viele Grüße und alles gute, der Alex

    Hallo Freund,

    in meinen Nassen Zeiten konnte ich das auch nie ausleben, da ich mich erstens nicht getraut hätte und zweitens hatte ich da auch nie das Bedürfniss dazu, mich mit anderen Auszutauschen,da war der Alk wichtiger als alles andere.
    Es ist doch in jeder Zwischenmenschlichen Beziehung so,das man sein Gegenüber verstehen sollte und den anderen akzeptieren sollte wie er ist und wie er lebt, tut einer von beiden das nicht, funktioniert diese Beziehung nicht.Endwerder man versteht sich oder nicht.Wenn meine Freunde also eine Flasche Wein auf dem Tisch hätten und mir eventuell noch etwas anbieten würden,würden sie mich und meine Einstellung nicht akzeptieren.Da es aber meine Freunde sind,würden sie es niemals tun.

    Leider nimmt die Oberflächlicheit in dieser Gesellschafft immer mehr zu und daran möchte ich mich nicht beteiligen.Ich finde es sehr schade und traurig,das immer mehr Menschen nur noch an sich denken.

    Gerade die kleinen Gespräche die eigentlich überall in vielen Situationen entstehen,find ich oftmals besser als ewig lange Diskussionen.

    so, das reicht für heute ich muss jetzt was für mich tun,mein Körper braucht Schlaf.

    Ich freue mich das es noch Menschen gibt,die anderen helfen wollen,so wie ihr, ihr die nicht Oberflächlig seid.

    Allen eine gute Nacht und einen kommenden trockenen Tag.

    Viele liebe Grüsse,der Alex

    Hallo liebe Annika,
    warum sollte ich böse sein,dazu gibt es keinen Grund.

    So wie ich jetzt denke und schreibe, hab ich fast das ganze letzte Jahr gelebt. Ich hatte ja schon berichtet das ich da auch fast ein halbes Jahr lang jahr eine Ambulante Therapie gemacht hatte,die mir damals sehr weit geholfen hatt.Ich hab mit meiner Therapeutin damals alle Gründe,denke ich zumindest, herausgefunden und hab so gut es ging daran gearbeitet.Vieles auch schon erfolgreich umgesetzt.Mein Nebengewerbe das seit letztem Jahr prima lief bis zu meinem Rückfall, hatt mir dabei sehr geholfen,am Anfang war ich noch sehr unsicher aber von Kundengespräch,angefangen per Mail,Telefon bis zu persöhnlichen Treffen,wurde ich immer sicherer.Die Angst zu fremden Menschen wurde weniger,mein Selbstwertgefühl steigerte sich enorm schnell weil alles prima lief.Ich wusste ich kann was,was andere nicht können,was ich mir in kürzester Zeit selbst beigebracht hatte,alles durch lesen,begreiffen und probieren. Ich war einfach nur stolz auf das was ich mir geschaffen hatte in so kurzer Zeit,ohne Startkapital sozusagen fast von 0 an.
    Ich denke auch fast das alles zu gut lief und ich mich zu sicher fühlte in jeder Hinsicht. Sonst hätte ich mir nicht wieder vorgemacht,das ein Bier nicht schaden kann.Ich hatte fast alles im Griff,warum sollte nicht auch das endlich funktionieren. Ich denke auch das viel Euphorie im Spiel war.Ich dachte nicht mehr an alles was ich eigentlich hätte noch wissen müssen.
    Das wichtigste, und zwar das ein Tropfen reicht.Mit diesem Rückfall habe ich innerhalb kürzester Zeit fast alles zu nichte gemacht was ich mir aufgebaut hatte. Aber wie heisst es so schön, nach dem Hochmut kommt der Fall. Ich bin viel zu leichtfertig mit meiner Krankheit umgegangen,das mein Fehler,den ich sehr bereue. Ich weis das ich zur Zeit sehr euphorisch bin, das liegt aber daran das ich endlich den Mut hatte und eingesehen habe, das ich endlich vollkommen offen mit meiner Krankheit umgehen kann und mir endlich auf Dauer auch helfen lassen will und nicht alleine meinen Weg gehen möchte. Ich weiss auch das diese Euphorie wieder nachlässt.Ich weiss ich muss sehr aufpassen.Ich möchte nicht noch einmal so tief fallen,denn ich weiss das es beim nächsten Mal noch schlimmer werden könnte. Aber ich möchte kein nächstes Mal mehr haben.

    Ich kann leider nichts dafür das ich so viel schreibe,vieleicht ist es eine Art Nachholbedarf? Die letzten Monate war ich dazu ja nicht in der Lage,da konnte ich keine klaren Gedanken fassen. Ich bin einfach nur wieder froh das ich es wieder geschafft habe.Und diesmal endlich vernünftig,ohne Selbstversuch.

    Alles was ich seit Sonntag schreibe kommt nur von meinen Gedanken und meinem erlebten. Ich kanns nicht ändern denn lügen möchte ich nicht mehr,das hab ich schon zu oft getan in meiner nassen Zeit.

    Ich werde versuchen mich zu bremsen und in meinem Thread zu bleiben und nur auf Fragen zu antworten vorerst.

    Liebe Grüsse,der Alex

    Nachtrag, vielleicht hab ich grad das eine etwas falsch verstanden.

    Klar verstehe ich die Leute die ich bei Meinen Hobbys treffe,da kann man sich so schön austauschen unter einander,denn gerade diese Hobbys sind sehr,wie soll ich schreiben?, weitläufig oder Grossräumig.Da kann man stundenlang voneineinander lernen und von sich berichten. Da ist Alkohol vollkommen fehl am Platz.

    Liebe Grüsse,Alex

    Hallo Freund,

    In Partys und Feiern sehe ich keinen Sinn mehr,schon länger nicht mehr.
    Das sind für mich alles so gezwungene Veranstalltungen,alles so festgelegt.
    Ich möchte lieber jeden Tag voller Glück leben, das kann ich nur wenn ich abstinent bleibe.Und wenn ich jeden tag glücklich leben kann wozu brauch ich da noch Party?

    Ja,da magst du recht haben, ich versuche jeden Menschen zu verstehen,egal in welcher Lebenssituation oder besser gesagt,in welchen Lebensumständen er sich gerade befindet. Denn keiner wurde so geboren wie er heute ist.
    Und ich weis wie schnell man sehr tief fallen kann.
    Klar versuch ich jeden Menschen zu verstehen,ich will doch auch nur verstanden werden.Es beruht doch alles auf Gegenseitigkeit, leider in der heutigen Realität nicht mehr so oft.

    Das ich meine alten Kumpels mit denen ich oft trank nicht mehr in meiner Nähe befinden, ergab sich sozusagen ganz von alleine,naja fast, Jobwechsel war auch gleichzeitg Wohnortswechsel. Vom Dorf in die Kleinstadt. Ich verachte die alten Bekannten auch nicht und werd sie auch nicht aus meinem Gedanken streichen wollen und können. Ab und zu treff ich mal auf der Strasse einen,Guten Tag,wie gehts aber meisst nicht mehr.
    Viele von ihnen tun mir auch Leid,denn wie schon erwähnt gabs bei denen noch keinen Funken einer Einsicht. Wir passen einfach nicht mehr zusammen, ich würde sie vielleicht verstehen,aber sie verstehen mich nicht mehr. Müssen sie auch nicht und das werden sie auch nicht,ausser einer kommt mal zur Einsicht und will auch etwas verändern. Von all den ganzen Bekanntschafften,und es waren viele, blieben 2 Freunde übrig.
    Ich muss dazu nicht viel schreiben,es sind halt wahre Freunde die mich so akzeptieren wie ich bin und wie ich sein will und sie sind genauso stolz im Moment auf mich wie meine liebe Mutter und meine liebe Schwester,die keinen Alkohol trinken. Ich hab den beiden auch schon zu viel Kummer und Sorgen bereitet vorallem Angst,da sie den Leidensweg meines Vaters schon mitbekamen,schon ehr als ich und sie wussten genau wie ich enden würde und hofften sicher sehr, das ich endlich zur Einsicht komme. Sie haben mir so viel geholfen wenn ich am Boden war und haben mich nie im Stich gelassen, nun ist es an der Zeit das ich mal was zurück gebe und ich ihnen Helfe,auch wenn ich vieles sicher nicht mehr gut machen kann.

    Ja, heute liebe ich Gespräche, früher hatte ich Angst davor.
    Und Gespräche kann man überall haben, manchmal muss man halt den Anfang machen.Das hab ich in den letzten Tagen erst wieder gemerkt,ob im Supermarkt,auf der Strasse oder sonst wo,man glaubt garnicht wie viele Leute gerne mal eine Unterhaltung hätten(-:
    Ich stand heut an der Fleischtheke und bin so mit der Verkäuferinn ins Gespräch gekommen,mitten im Gespräch merkte ich das sie mir grad ihr Leid vorgetragen hatt,ihre Kolleginn war krank,sie stand alleine hinter der Theke und 8Mann einschliesslich mir standen davor und wollten bedient werden.Ich merkte ihr den Stress gleich an so kamen wir ins Gespräch,den anderen 7 hatt das nicht so gepasst,aber der Verkäuferinn tat die Pause gut und konnte sich ein wenig von der Seele reden. Zu den anderen 7 sagte ich dann die schöne freundliche Weisheit, In der Ruhe liegt die Kraft.Natürlich mit einem Lächeln im Gesicht. Und sofort war es
    auch ruhiger.

    Seit dem ich wieder trocken bin, werd ich wieder viel ruhiger.

    Ich freue mich hier gelandet zu sein und freue mich auf eine lange Gemeinsame Trockene Zeit hier.

    Viele liebe Grüsse, der Alex

    Hallo Olivia,

    Warum Du? das kann ich dir nicht sagen,das musst du schon selbst rausfinden,wenn nötig,mit Fremdhilfe.

    Ich kann dir aber genau sagen,warum ich jetzt die Alkoholkrankheit habe.
    Angefangen hatt es bei mir mit Alkoholmissbrauch in der Jugend.Ich trank Alkohol aus verschiedenen Gründen,ich fühlte mich minderwertig,hatte wenig Selbstwertgefühl,kaum Selbstvertrauen,wollte dazugehören und und und.
    Genau möchte ich das hier nicht erörtern,da diese negativen Gefühle ja auch einen Grund hatten die aus meiner Vorjugendzeit stammen, sprich meiner Kindheit.

    Auf jeden Fall missbrauchte ich den Alkohol um diese negativen Gefühle zu verdrängen.Da diese Gefühle aber im nüchternen Zustand wieder da waren,missbrauchte ich den Alkohol immer öfters und da sich der Körper auch an den Alkohol gewöhnt hatte,wurde die Trinkmenge dementsprechend grösser,damit die gewünschte Wirkung erreicht wurde, die wiederum diese negativen Gefühle verdrängte. Das steigerte sich im Laufe der Jahre und wurde zur Regelmässigkeit,sprich täglicher Konsum von Alkohol. Bis ich aber gemerkt hatte das ich ein Alkoholproblem habe,verging auch viel Zeit.Selbst so komische Ereignisse wie zum Beispiel Trunkenheitsfahrt mit 1,8Promille(da hatten sie mich mal zufällig erwischt),oder edas Ende einer Beziehung,Jobverlust wegen keiner Lust usw., bezeichnete ich damals als Schicksal und war halt irgendwie normal für mich. Ich könnt jetzt hier noch weitermachen,aber ich glaube bis dahin reicht es,denn somit war ich Alkoholkrank und hatte ein Alkoholproblem.
    Natürlich wusste ich das bis vor 2Jahren noch nicht alles,es dauert ja alles ein wenig länger,etwas zu registrieren und zu verarbeiten im Gehirn,vor allem wenn der Alkohol dabei mitspielt.
    So bin ich zum Alkoholkranken geworden.

    Aus meiner Sicht könnte man aber theoretisch jeden Menschen zum Alkoholkranken machen, man braucht ihm nur regelmässig eine bestimmte Menge Alkohol über einen mehr oder weniger langen Zeitraum zu verabreichen,so wie ich es mit mir gemacht habe.

    Also Angst vorm Alkohol hab ich da nicht so,denn er kommt ja nicht einfach so über Nacht und geht in meinen Körper rein,sondern ich bin ja immer auf ihn zugegangen und hab ihn zu mir eingeladen.

    Ich find meine Krankheit auch nicht schlimm.Die meiner Schwester find ich da schon schlimmer,sie könnte sich zum Beispiel mit ihrer Kiefergelenksarthrose schon ehr fragen,warum sie?
    Sie kann nichts für ihre Krankheit,ich schon.Sie braucht sehr starke Schmerzmittel um leben zu können,ich nicht.
    Mein Kumpel ist Diabetiger und braucht sein Insulin zum leben.
    Ich bin Alkoholkrank,ich "muss" nur mein Leben lang darauf achten das kein Tropfen Alkohol mehr in meinen Körper kommt um Leben zu können.

    Verstehst du was ich meine? Ich bin nur todsterbenskrank wenn ich wieder trinke.Und das will ich nicht,ich bin froh das ich diesmal mit fremder Hilfe meine Krankheit wieder sicher stoppen konnte,denn nur so kann ich Leben und will ich Leben.

    Ich weis das ich auch nach jedem Aufhören bis jetzt immer gesagt habe,das ich immer trocken bleiben will.Aber bisher hatte ich immer den falschen Weg gewählt und wollte ihn immer alleine gehen.Diesmal möchte ich ihn nicht alleine gehen,deshalb bin ich hier.

    Ich hoffe,liebe Olivia,ich konnte dir damit einige Fragen beantworten,und ein wenig Angst nehmen.

    Liebe Grüsse,der Alex

    Hallo Heiko,
    ich glaube viele hier waren früher auch so leichtsinnig wie wir beide.

    Aber darum gibt es ja auch dieses Forum hier,es soll den Menschen den richtigen Weg in die dauerhafte Abstinenz zeigen.

    Sicher werden auch noch viele Menschen genauso leichtsinnig sein, wie wir es waren. Manche werden von Fehlern anderer lernen und manche werden diese Fehler erst selbst machen müssen,um zu begreiffen.

    Zwingen kann man niemanden zu etwas,aber zumindest zeigen und anbieten.

    Danke Annika für die Verschiebung,hier ist er besser aufgehoben.
    Über einen eventuell anderen Titel werde ich nachdenken und mich melden.

    Ja, langsam klappt es wieder mit dem schreiben bei mir.Es wird auch noch ein bisschen dauern bis ich wieder total klar denken kann.
    Aber es geht wieder aufwärts,mir gehts von Tag zu Tag besser.
    Langsam kommt das wahre Leben wieder zurück und es macht Spass und Freude.

    Hallo Olivia,
    ich hoffe das du ehrlich bist zu deinem Arzt.

    Liebe Grüsse an Alle, der Alex

    Hallo Mr.Smili,

    ich wollte mich als Neuling hier eigentlich nicht mehr so oft einmischen,aber
    ich erkenne mich da gerade wieder,zumindest meine Jugendzeit.

    Ich war damals auch ehr der ruhige ehr schüchterne Typ,der aber am Wochenende mit seinen Freunden auf Partys zum feiern wollte.Und das mit dem "warmtrinken" war bei mir genauso,damit man schon gut gelaunt auf der Party ankommt.
    Ich habe auch immer gedacht ich werde dadurch offener.
    Aber wenn ich jetzt so zurückschaue kann ich sagen,das man nicht offener wird,sondern ein anderer Mensch ist für die Zeit in der man besoffen ist,und am nächsten Tag vieles nicht mehr weis und sich schlecht fühlt.

    Du schreibst:"Ich denke die Ursache meines Trinkens ist erstmal aufjedenfall die Gewöhnung, da ich das ganze jetzt schon Jahre so treibe. Zweitens denke ich das ich vor irgendetwas Angst habe, aber ich weiß nicht vor was.

    Du sagst du hast Angst aber weisst nicht vor was.Das kenn ich auch von mir.
    Ich denke, das die Ursache deines Trinkens genau diese Angst ist.
    So war es bei mir.

    Da du ja selbst nicht weisst vor was du Angst hast, musst du dieses herausfinden,sonst wirst du immer weitertrinken.

    Ich habe mich damals an die nächste Suchtberatungsstelle gewand und das war genau richtig in meinem Fall. Dort habe ich mit meiner Suchtberaterinn zusammen meine Ängste und Gründe fürs trinken herausgefunden,und Wege mit ihr erstellt um mein Verhalten zu ändern.

    Du bist noch jung und willst doch leben,also missbrauche den Alkohol nicht um Ängste zu verdrängen. Lass dich beraten,ist völlig kostenlos.

    Viele Grüsse, Alex

    Hallo an Alle,
    ich bin noch nicht lange wieder trocken,aber ich freue mich auf jeden weiteren trockenen Tag in meinem Leben.

    Ich möchte hier speziell noch mal aus meiner Sicht kurz etwas zum Kalten Entzug,den viele nicht verstehen wollen,können oder wie auch immer,etwas schreiben.

    Ich habe den Begriff "Kalter Entzug" auch lange nicht begriffen. Erst beim 3ten Kalten Entzug wusste ich was damit gemeint war,denn da hatte ich das erste Mal wirklich die Folgen zu spüren bekommen.Sprich Zittern,Schlaflossigkeit,schlimmste Albträume,Krämpfe im Körper,Armen und Beinen,Herzrasen,Panikattacken usw. Es war die Hölle auf Erden für mich und heute bin ich heil froh das ich noch lebe und damals nicht gestorben bin,denn viel hätte nicht mehr gefehlt.

    Die beiden ersten Kalten Entzüge,bezeichnete ich damals als einfaches Aufhören zu trinken,es funktionierte ja scheinbar wunderbar,nur ein bisschen unwohl fühlen aber das war ja wohl nach 2Wochen vorbei und ich war Nichttrinker und so stolz auf mich,das ich es alleine geschafft hatte.

    Aus heutiger Sicht und Erfahrung bezeichne ich mein damaliges Verhalten als gefährlich. Heute weis ich,ich hätte beim ersten Kalten Entzug schon sterben können.Aber damals war ich noch unwissend,unerfahren und viel zu eitel um fremde Hilfe anzunehmen. Auf andere höhren,war nicht nötig,ich war ja erwachsen. Und ein alkoholproblem hatte ich ja scheinbar auch nicht,ich konnte ja jeder Zeit aufhören zu trinken.

    Und anstatt auf andere Menschen zu höhren,ihren Rat anzunehmen und aus ihren Fehlern zu lernen,ging ich meinen Weg den ich für richtig hielt.
    Somit kam ich von Rückfall zu Rückfall.Von Selbstversuch zu Selbstversuch.

    Und als ich dann im 4Quartal letzten Jahres wieder mal dachte,das eine Bier... ging alles so rasend schnell.
    Mir wurde klar das ich Alkoholiker bin und wieder rückfällig war,von da an wollte ich jeden Tag aufhören ich hatte es mir täglich vorgenommen,sogar mehrmals am Tag. Aber es ging nicht,ich wusste nicht wie ich das schaffen könne,ich suchte das ganze Internet durch nach Seiten wo ich vieleicht Tipps über den Entzug zu Hause finden könne.Ich hatte so grosse Angst vorm kalten Entzug vor den Schmerzen,Ängsten die ich vom letzten ja noch kannte und die ich nie vergessen werde.
    Ich war so verzweifelt,verlor immer mehr,sank immer tiefer und die Angst wurde immer grösser.Ich sah einfach keinen Ausweg.Ich stand oft neben mir und betrachtete mich selbst,irgendwann sah ich mich an und sah wie hilflos ich war und dann sagte ich zu mir,jetzt brauchst du Hilfe,sonst geht es noch weiter runter und weiter runter wollte ich nicht mehr,denn an diesem Punkt ging nichts mehr,das Bier ekelte mich an blieb oft nicht im Körper,vorallem frühs. Die Vorräte die ich mir anschaffte reichten nicht mehr,das ich oft noch abends zur Tanke fuhr um Nachschub zu holen.
    Es war der Punkt erreicht andem ich mit Alkohol nicht mehr betäuben und vergessen konnte.Je mehr ich trank um so Ängstlicher wurde ich,ich steigerte mich in Gedanken hinein die jenseits von gut und böse waren und ich merkte das alles immer schlimmer wurde.
    Mir war klar ich musste handeln und da ich selbst nicht mehr klar handeln konnte,begriff ich für mich,das handeln für mich nur noch bedeuten kann,mir helfen zu lassen.

    Und dann bin ich hier gelandet und hab auch erst einmal lange rumgeeiert,
    bis ich begriff das zum helfen lassen auch immer mindestens 2 gehören.
    Einer der hilft und einer der sich helfen lässt,ohne wenn und aber.
    Und dann hab ich ENDLICH die Stationäre Entgiftung gemacht.

    Und wie Freund mal schrieb: " Die Stationäre Entgiftung ist ein psychischer
    Meilenstein", wusste ich was damit gemeint war.Und er hatt damit vollkommen Recht.

    Jeder Kalte Entzug ist nicht nur Lebensgefährlich,sondern gleichzeitig ist auch der Rückfall vorprogrammiert. Denn jedesmal wenn man es von alleine geschafft hatt,ist dies im Gehirn gespeichert und meist unbewusst ist man sich sicher es immer wieder alleine zu schaffen.Und somit ist es nur eine Frage der Zeit bis zum nächsten Rückfall.So seh ich das und musste es bisher erleben.

    Ich bin froh das ich endlich voll und ganz zu meiner Krankheit stehe und mich nicht im geringsten dafür schäme,denn es ist nur eine Krankheit.
    Und das gute an dieser Krankheit im Gegensatz zu anderen Krankheiten ist, das sie jeder stoppen kann wenn er es wirklich will.

    Kommt der nächste Tropfen Alkohol in meinen Körper bricht sie wieder aus und dann bin ich nicht nur Alkoholkrank sondern habe auch wieder ein Alkoholproblem.
    Und das werd ich versuchen mir mein Leben lang vor Augen zu halten,mir jeden Tag aufs neue.

    Viele liebe Grüsse und allen eine wunderbare Trockene Zeit wünscht der Alex

    Guten Morgen und Hallo, micmac

    Deine Geschichte könnte von mir sein,nur war ich damals 19.
    Ich wollte meinen Führerschein wieder haben und die MPU bestehen,
    auch ich hattte von meinem damaligen Bewährungshelfer ein Buch bekommen.Aber das einzigste was ich aus dem Buch für mich begreiffen konnte,war,das ich mit dem trinken aufhören muss,um die MPU zu bestehen.
    Ein Problem mit Alkohol hatte ich ja damals noch nicht,oder vielleicht doch?

    Heute mit 29Jahren und nach 4 Rückfällen und wieder ohne Führerschein,kann ich sagen, wenn jemand gezwungenermassen etwas aufgibt um etwas anderes zu erreichen,ist die Gefahr sehr gross,das wenn man das eine wieder hatt,das andere auch wieder anfängt.

    Klar möcht ich auch mal meinen Führerschein wieder haben,aber das wichtigste bin im Moment ich selbst,denn ich weis jetzt für mich tief in mir,was ich für eine Krankheit habe und das ich sie für immer habe.
    Mit jedem Tropfen Alkohol hab ich wieder ein Alkoholproblem,lebe ich abstinent für immer,bin ich nur Alkoholkrank.

    Viele liebe Grüsse und alles gute,der Alex

    Hallo Mala,
    wenn du wirklich die Nase voll davon hast, schaffst du das auch.
    Ich war bis letzten Montag genauso,nur noch Alk und sonst nichts mehr.
    Und jetzt bin ich endlich wieder trocken. Es geht nicht alleine und es ist Lebensgefährlich alleine. Wenn du dir wirklich helfen lassen willst, geh zu deiner Ärztin und lass dich ins Krankenhaus zu stationären Entgiftung einweisen. Alles andere bringt nichts und ist gefährlich.
    Ich sprech da aus Erfahrung.
    Alle Ängste die du davor eventuell hast sind unbegründet. Angst musst du haben,wenn du es alleine versuchst,denn dann wirds gefährlich für dein Leben.

    Liebe Grüsse und gute Nacht,der Alex

    Hallo Alex,

    den Traum vom runtertrinken hatte ich auch mal vor kurzem.
    Bei mir klappte es nicht.
    Und das runtertrinken kann genauso gefährlich sein wie der Kalte Entzug.
    Hätt ich auch nie gedacht,ist aber so.

    Liebe Grüsse und alles gute,der Alex

    Hallo Blizzard,

    deine eine Bemerkung gefällt mir gar nicht.
    Und zwar: " - und kein Penner mit Schnapsnase, der unter der Brücke haust."

    Mir tun solche Menschen die unter solchen Bedingungen leben, sehr Leid.
    Denn die meissten dieser Menschen hatten auch mal einen guten Job,eine Familie und ein gutes Leben. Man sollte sich immer vor Augen halten,das man da auch mal ganz schnell landen kann. Denn oft sind diese Menschen nicht ganz alleine Schuld an ihrer jetztigen Lebenssituation.
    Denn keiner von ihnen ist mit Sicherheit als Alkoholkranker unter der Brücke geboren worden.

    Hallo Verrybitter, auch ich war erst bereit jede Hilfe anzunehmen, als es mir ohne und mit Alk dreckig ging,als ich immer mehr verlor was ich mir zuvor aufgebaut habe, als ich nur noch eins auf die Reihe bekam, Alkohol zu beschaffen,der mir schon lange nicht mehr schmeckte.Als ich mich selbst nicht mehr anschauen konnte und mein Leben nur noch aus Lügen bestand. So tief wie beim letzten Rückfall war ich noch nie,und letzten Montag konnte und wollte ich nicht mehr so dahin vegetieren,weil es einfach kein Leben mehr war.Jede weitere Stunde wäre für mich gefährlich und sinnlose Zeit gewesen.
    Ich hätte es nicht alleine geschafft,das war mir klar.Und ich wollt auch keine Selbstversuche mehr,ich brauchte dringend Hilfe,die ich auch umgehend im Krankenhaus bekam.

    So hart wie es vieleicht manchmal klingen mag,aber manche scheinen wirklich noch nicht tief genug zu sein.

    Alles gute und viele Grüsse,Alex

    Hallo Du,

    warum willst du nicht einfach trocken Leben?

    Wie einfach es ist wenn man will,haben wir doch schon mehrfach geschrieben. Lies dir einfach noch einmal deinen Thred von Anfang an durch.
    Oder auch zweimal, mir hatt es sehr geholfen, und wenn ich mir heute nüchtern meinen ersten Thred durchlese,dann kann ich schon sagen das Alkohol auch blind macht,und die Reaktion sehr stark beeinträchtigt.

    Ich hoffe für dich, das du bald alles wieder vestehst,was hier geschrieben wurde.Und das du schnellstens Hilfe annehmen kannst.

    Ich gebs auch erst mal auf hier zu posten.
    Ich wünsch dir ein baldiges neues alkoholfreies Leben

    Viele liebe Grüsse, der Alex