Beiträge von summerdream

    is gut tina, hab meine kanonen wieder aufgeräumt ;)

    wollte dich eigentlich nicht verletzen, hab es vielleicht wirklich hart geschrieben, hab ich in dem moment gar nicht gemerkt, tut mir leid.

    hat mich einfach nur sauer gemacht, dass du meinst du bist hier nicht richtig und welche argumente du dafür hattest. wie gesagt, sorry das ich so hart war.

    finds schön das wir noch weiteres von dir hören und hoffe, wir können dir weiterhelfen.

    liebe grüße

    - dani -

    kann mich den anderen nur anschließen. klar ist es schwer dir hilfe zu holen, besonders am anfang, aber es ist das beste was du tun kannst. an das was zuhause durchmachst wirst du dein leben lang zu knabbern haben, es wird dich runterziehn und prägen, also laß dir jetzt helfen, das wird es dir leichter machen. glaub mir und den anderen.

    red mit deiner schwester, ruft nochmal an in der suchtberatung, die sind halt auch nicht immer da oder haben gerade jemanden mit den gleichen problemen wie du und befassen sich mit demjenigen, da können sie nicht immer ans telefon. du wirst schon jemanden erreichen und dann geh mit deiner schwester hin. es wird dir auf jeden fall geholfen werden.

    du bist noch so jung, du darfst dein leben nicht wegschmeißen.

    liebe grüße

    kann mich whitewolf nur anschließen. sofort krankenwagen her, auch wenn er das nicht will. wenn er dich liebt und nüchtern ist, wird er verstehen, warum du so gehandelt hast. so wie es im moment ist, hat es mit euch beiden keinen zweck, es wird nur noch schlimmer werden.

    wenn irgendwas in diesen tagen passiert, wirst du dir immer vorwürfe machen.

    ich wünsche dir viel kraft und auch deinem freund, die werdet ihr brauchen.

    wenn er sich aber doch nicht helfen läßt, verlaß ihn, nur so sieht er das sein handeln konsequenzen hat.

    ich bin zwar keine mutter, aber ich werde dir trotzdem mal antworten.

    klar gibt es die möglichkeit, einen entzug ohne krankenhaus macht. er kann zu therapeuten gehn, zu alkoholikergruppen (bei uns gibts da des blaue kreuz, suchtberatung sowie die bekannten anonymen alkoholikern). kannst dich ja mal umhören. euer hausarzt kann dir bestimmt auch tipps geben.

    so wie du das aber beschrieben hast mit dem nicht schlafen können, durchfall, schlecht sein, glaube ich nicht, das es dein sohn schaffen wird. dafür wird er unter aufsicht sein müssen und zwar unter ärztlicher, weil halt die körperlichen entzugserscheinungen vorhanden sind.

    vielleicht hilft ihm eine entgiftung im krankenhaus (dauer ca. 2 wochen) und das er danach heimkommt und dann regelmäßig zum therapeuten oder so geht? vielleicht läßt er sich erstmal so helfen. den willen hat er ja anscheinend schon, besonders wenn er auch mit dir über alles redet. das finde ich auf jeden fall mal ein gutes zeichen.

    ihr könnt auch versuchen ihn zu einer alkoholtherapie zu überreden (dauer oft 16 wochen), aber wenn er nicht weg will, wird es schwer sein ihn dazu zu überreden.

    würde dir persönlich empfehlen, das mit der entgiftung zu probieren, das sind nur zwei wochen, also keine lange zeit, meine mom konnte die damals auch bei uns im örtlichen krankenhaus machen, also könntet ihr und freunde ihn da auch regelmäßig besuchen.

    aber red erstmal mit dem hausarzt, der wird da bestimmt noch andere tipps und empfehlungen auf lager haben, der kennt sich da auch besser aus.

    viele liebe grüße und ich wünsche dir das bald alles besser wird.

    - Dani -

    finde ich super, dass du die ersten schritte schon gemacht hast. auch wenn es schwer ist, aber es ist besser so.

    für dich und auch für deine kinder. glaub mir ich als kind einer alkoholikerin mit drei jüngeren geschwistern weiß ich wovon ich spreche.

    zieh jetzt den schlußpunkt, ansonsten wird es dir wegen deinem mann immer schlechter gehn, deine kinder werden immer mehr mitbekommen und es wird sie belasten und deine kinder leiden zu sehen, wird alles noch schwerer für dich machen.

    wär schön weiteres von dir zu hören, sei's etz positives sowie negatives.

    liebe grüße

    - dani -

    warum sollst du hier nicht richtig sein. du hast probleme mit deiner vergangenheit fertig zu werden, also bist du hier richtig. und wenn ich deine beiträge durchgelesen habe, hatte ich den eindruck, dass es dir gut tut, dich zu öffnen oder anderen einen ratschlag zu geben oder einfach nur mut zu machen. und ich dachte irgendwie, genau das wäre sinn und zweck dieses forums. ich finde es gut, das du hier bist, auch wenn es schon länger her ist bei dir, haben doch nicht nur die leute das recht hier zu sein, weil sie gerade im moment die probleme haben. besonders da du ja immer noch probleme mit allem hast.

    aber ein satz hat mich regelrecht geschockt von dir:

    "Dachte das ich keinem Helfen kann der hier um Hilfe bittet weil ich all diese Stationen nicht mitgemacht habe."

    was soll das heißen? das nur leute helfen dürfen, die das gleiche mitgemacht habe? das man nur mit freunden reden sollte, die ebenfalls jemanden mit alkoholproblemen in der familie haben, da die ohne dir nicht helfen können?

    so ein schwachsinn, eine freundin welche diese erfahrungen nicht gemacht hat, kann dir genauso gut helfen, dir zuhören, dir ratschläge geben. klar sie hat den horror nicht mitgemacht, aber sie kann ihn sich zumindest teilweise vorstellen. viele tipps sind sachen, die dir jeder sagen kann, da sie einfach nur vom gesunden menschenverstand ausgehn!

    und genau daher finde ich, dass du die falschen gründe zum aussteigen hast. klar, wenn du sagst, mir tuts nicht gut hier zu sein, kannst du gehn, aber überleg mal, ob du vielleicht doch nicht einfach vor deiner vergangenheit flüchten willst.
    wie gesagt, ich fände es schade, wenn du gehst, da ich deine beiträge gern durchgelesen habe, sie mir gut getan haben und du mich zum nachdenken gebracht hast. aber es ist deine entscheidung...

    liebe grüße

    - dani -

    tut mir leid dir das sagen zu müssen, aber wenn deine mom flaschen gefunden hat, wird das mim alk wohl kein missverständnis sein. aber wenn ihr bisher noch nix gemerkt habt, ist es wahrscheinlich noch nicht so schlimm. aber helfen muss sich dein vater auf alle fälle lassen, vielleicht hilft es ja schon, wenn er abends zu ner therapeuten oder so geht.

    ja meine mutter trinkt, kannst meine geschichte ja auch nachlesen wenn du willst, steht unter dem thread meine mutter trinkt wieder, was tun.

    mach dir keinen kopf drüber, ob dein vater seinen job verliert, solange er nicht gefehlt hat auf der arbeit oder er mal so betrunken war, dass sein chef ihn heimgeschickt hat, wird er nicht kündigen. aber es ist auf jeden fall schon mal gut, dass deine mom arbeitet, dann habt ihr auf jeden fall keine geldprobleme, falls es doch soweit kommen sollte. aber ich bezweifle das es bei deinem vater soweit kommt.

    das mit deinem freund tut mir leid. aber das macht es dir leichter über deine sorgen und ängste zu reden, genauso wie's deinem freund leichter fällt. ihr müsst auf alle fälle füreinander da sein, aber ich denke das brauch ich dir nicht sagen. ich weiß das sich das jetzt wahrscheinlich hart anhört, ich versuch halt immer irgendwo nen positiven punkt zu finden, auch wenn alles andre sch... ist.

    kann mich den anderen nur anschließen, die gedanken die du hast sind normal. alle, sei's etz wegen dem selbstmord oder auch dem hass auf deine mutter.

    gut, an dem punkt das ich tot sein will, war ich nie, hatte von anfang an meine freunde, die mich da wieder ein bißchen aufgebaut haben. außerdem ist das leben nicht nur schlecht, leider muss man manchmal lange warten, bis es seine schöne zeiten zeigt, aber glaub mir, die gibt es. und dafür ist es viel zu schade, es einfach wegzuschmeißen.

    aber den punkt das ich mir wünschte meine mutter wäre tot, hauptsache der ganze sch... ist vorbei, das ist besser wie jetzt, den hatte ich schon oft erreicht. aber eigentlich wünsch ich mir einfach nur, dass sie sich helfen läßt um ein leben zu leben ohne den alkohol.
    und ich bin mir sicher, genau das ist es was du dir wünscht. ohne angst nach hause zu kommen, wie sie wieder drauf ist, keine angst haben zu müssen, dass ihr vielleicht was passiert, während du weg bist, eine mutter zu haben mit der du reden kannst. und auch einen vater, der den ernst der lage erkennt und dir nicht die schuld gibt. könnte mir vorstellen, dass dein vater eigentlich eher sich die schuld gibt als dir, dass aber nicht zeigen kann und dann die schuld dir gibt.

    du trägst nicht die schuld, auch nicht dein vater, deine mutter ist diejenige wo sich für diesen weg entschieden hat, leider ist sie auch diejenige wo sich dafür entscheiden muss, einen anderen weg zu gehn.

    ich glaube auch dass dein vater sich mit ihr hinsetzt und mit ihr trinkt, nicht weil es ihm spaß macht sondern das er hofft, dass sie kapiert, dass er für sie da sein will. aber das ist der falsche weg. das ist der totale weg in die co. abhängigkeit und ich glaube dein vater ist da schon voll mit drin. versuch mit ihm zu reden, zeig ihm wie's dir geht, zeig ihm vielleicht deine verletzungen, da sieht er dann wirklich das es dir sch... geht.

    rede mit deiner schwester, sie möchte dir helfen und sie kennt den horror den du mitmachst nur allzu gut. eine gute idee wenn möglich zu ihr zu ziehen.

    zu professioneller hilfe würde ich dir auf jeden fall raten, die wissen da wie's einem geht, kennen deine gedanken schon oft im vorher und geben dir ein paar ideen, wie du dich ablenken kannst und dies alles leichter verarbeiten kannst.

    viel kraft und liebe grüße

    - dani -

    hallo lunastella, schön das du hier bist.

    du wirst hier merken, dass du nicht die einzige mit deinen problemen bist und das dich viele verstehen können.

    klar ist dir das unangenehm, das geht jedem so. aber es darf dir nicht peinlich sein. red mit deinem freund und deinen besten freundinnen, du denkst vielleicht sie können dir nicht helfen, aber das stimmt nicht. sie werden dir zuhören, dich in den arm nehmen, wenn du traurig bist und dich so nehmen wie du bist. und allein das ist schon verdammt viel. wie du es sagen sollst? hm... am besten wenn du alleine mit deinem freund und so bist, sag einfach dass du daheim probleme hast, das dein vater trinkt. du musst nicht alles erzählen, einfach das was dir im moment leichter fällt. beim ersten mal ist das immer schwer, aber du wirst merken, dass es nach ner zeit leichter wird und du auch mehr aus dir heraus lassen kannst.

    versuch mit deiner mutter über das thema zu sprechen, sie belastet das auch sehr. außerdem tut es gut zu wissen, das noch jemand in der familie da ist mit dem du reden kannst. sie hat auch schon einiges mitgemacht und kann verstehen, dass es dich auch sehr belastet.

    warum ist denn dein vater ins krankenhaus gekommen? will er sich helfen lassen? wie sieht er das mit dem alkohol? könnt ihr überhaupt mit ihm darüber sprechen?

    mach dir keine sorgen um die zukunft, es zählt das hier und jetzt. falls sich dein vater helfen läßt, heißt das ja nicht, dass sein arbeitgeber ihm kündigt. viele wissen inzwischen das alkohol eine krankheit ist, es gibt einige chef's die ihren mitarbeitern helfen, solange sie sich auch helfen lassen. also warte da erstmal ab.

    was machst du eigentlich? arbeit, schule, ausbildung? arbeitet deine mutter?

    liebe grüße

    - Dani -

    hi butzl

    ich glaube bzw. hoffe das diese gedanken mit dem tod nicht krank sind, da ich diese gedanken auch schon hatte. denke also dass das irgendwo normal und auch verständlich ist, ich kann dich da auf alle fälle verstehn. es ist ja nicht so dass du es wirklich wünscht, eigentlich wünscht du dir ja dass deine mutter nicht mehr trinkt und glücklich ist.

    wenn dein bruder nicht mit will zu nem gespräch mit nem therapeuten ist das seine entscheidung, genauso wie bei deinem vater. geh doch dann halt einfach alleine, das ist am anfang schwer, ich kann dir auch nicht versprechen, dass es dir hilft, wahrscheinlich schon, aber einen versuch ist es auf jeden fall wert. wenn es dir da nicht gefällt, brauchst du ja einfach nicht nochmal hingehn. ich würde es dir auf jeden fall empfehlen. wenn dich net allein traust, frag entweder nen guten freund, freundin oder deine tante, irgendjemand geht bestimmt mit, sie wollen dir ja auch helfen

    problem beim alkohol ist halt dummerweise, dass man als angehöriger nicht viel tun kann. nur reden reden reden ...
    und schaun das man dabei nicht auf der strecke bleibt!

    hi mel,

    es ist schwer dieses bild aus dem kopf zu bekommen und ich glaube das wird auch nie verschwinden. setz dich mal hin und denk an schöne zeiten mit deinem vater, er war acht jahre trocken, das ist eine lange zeit, da wird es schöne bilder geben und er läßt sich ja jetzt auch helfen. da wird es auch wieder neue und schöne bilder geben.

    wenn dir das reden mit freunden nicht hilft, würde ich dir wirklich mal empfehlen dir professionelle hilfe zu holen. therapeut, psychater oder so. die haben ihre erfahrung, wissen schon in etwa vorher was alles in deinem kopf vorgeht, haben vielleicht andere lösung um diesen tag im dezember leichter zu machen.

    tut mir leid, dass ich dir etz net mehr empfehlen kann, aber im moment fällt mir echt net mehr ein.

    grüßle

    du schreibst eine geschichte in der viele sich (mindestens) teilweise wiedererkennen.

    eine schritt, welcher dir schwer fällt, aber dir sehr gut tun wird, ist dieser welchen du schon angesprochen hast. rede mit deinem freund, deinen freundinnen, deinen nächsten leuten, welche dir wirklich nahestehn und zu denen du vertrauen hast. du brauchst dich wegen deiner mom nicht zu schämen, du kannst nix dafür. falls es dir schwer fällt dein herz zu öffnen, schreib einen brief. das ist oft leichter. wahrscheinlich wirst du auch feststellen, dass es schon einige deiner freunde wissen, sich aber noch nicht getraut haben, dich auf dieses problem anzusprechen, da sie angst haben dich zu verletzen. sie sind da auch hilflos, genauso wie du bei deiner mom hilflos bist. aber sie werden zu dir halten und dir zuhören, wenn du bedarf hast dein herz auszuschütten, deswegen sind sie ja deine freunde.

    versucht euch auch therapeutische hilfe zu holen, suchtberatung oder einfach mal beim hausarzt anfragen.

    versucht auch mit eurer mom zu reden, immer wieder und wieder, am besten wenn sie nüchtern ist. fotografiert sie mal, wenn sie was getrunken hat und zeigt ihr die bilder mal, wenn sie wieder nüchtern ist. sie ist zwar eure mom und es wird schwer für sie sein solche bilder zu sehn, aber sie erwartet ja auch, dass ihr euch das den ganzen tag anschaut.

    leider ist das allzu wahr, dass eine therapie nur erfolg hat, wenn der betroffenen selber den willen dazu hat. daher ist eine zwangsentmündigung oder ähnliches ziemlich sinnlos. das würde es wahrscheinlich eher nur noch schlimmer machen.

    ich würde dir gern etwas anderes sagen, aber leider steht man als angehöriger dem ganzen machtlos gegenüber. man kann nur mit dem betroffenen reden und sich selber hilfe suchen.

    ich wünsche dir viel glück und kraft, ihr habt noch einen weiten weg vor euch...

    ganz liebe grüße

    oh mann butzl, das ist echt heftig was du schreibst.
    das nichteinsehen deiner mutter, das wegschauen und die verantwortungslosigkeit deines vaters!

    eigentlich habt ihr gar keinen elternteil. habt ihr verwandte an die ihr euch wenden könnt? versucht mit ihnen zu reden und fragt diese, ob sie mal mit euren eltern reden können. nicht nur mit deiner mutter auch mit deinem vater, denn er verdrängt des ja total und überläßt euch die verantwortung!

    wie wär's wenn ihr mal euren hausarzt anruft, wenn's ihr so richtig dreckig geht? ich weiß, das ist ein schwerer schritt und es ist auch nicht der beste, aber vielleicht kann der ein bißchen mit ihr reden.

    kennst du leute, welche mal getrunken haben und jetzt trocken sind? vielleicht ist da mal jemand bereit, auf deine mutter zu zugehn. ne entfernte bekannte von meiner mutter hat das damals bei meiner mom gemacht, hat sie angerufen und ihr einfach mal ihre eigene story erzählt, darauf hat sich meine mom dann ein bißchen geöffnet und war nach ner zeit bereit, mal mit zum blauen kreuz zu gehn.

    wie wärs mit nem termin bei der suchtberatung, da gibts auch leute wo extra mit den bekannten reden, wie du dich fühlst, was du ändern kannst, besonders an deinem verhalten, wie dir vielleicht manches leichter fällt.

    sie zu schlagen is der falsche weg, auch wenn das oft sehr verlockend ist, ich kenn das. aber ich bin mir sicher, dass deine mutter das alles noch mit bekommt und das wird es noch schlimmer für sie und auch für dich machen und dir gehts zwar selber in dem moment besser, aber hinterher machst du dir noch mehr vorwürfe. ein grund für das trinken deiner mutter könnte evtl. auch sein, dass dein vater so wenig zuhause ist. versuch ihm klarzumachen, dass er so zwar mehr geld nach hause bringt, aber gleichzeitig deine mom damit auch mehr geld zum "versaufen" hat. da soll er lieber auf ein bißchen geld verzichten und sich um deine mom und seine frau kümmern. geld ist nicht alles im leben!

    laßt euch bloß nicht von eurem vater einreden, dass ihr die verantwortung für sie tragen müsst. ihr könnt nicht auf eure mom aufpassen! das ist nicht eure aufgabe! als erstes muss sie auf sich aufpassen, dann wäre an nächster stelle dein vater dran.

    damits klar ist, ihr könnt nix für die krankheit eurer mutter, sie allein ist es, die beschlossen hat zur flasche zu greifen, daher muss sie auch davon allein wieder wegkommen. das ist ein schwerer und weiter weg, aber ihr könnt nur immer wieder versuchen mit ihr zu reden besonders im nüchternen zustand.

    du brauchst dich deswegen nicht zu schämen, rede mit deinen freunden wenns dir sch... geht, die werden dir bestimmt immer zuhören. auch für diese ist es schwer, weil sie diesem auch selber hilflos gegenüberstehn, sie können dir bei dem alkoholproblem deiner mom nicht helfen, sie können dir nur dabei helfen, dass es dir besser geht.

    liebe grüße

    also ich würde dir ganz dringend raten ihn so schnell wie möglich rauszuschmeißen. selbst wenn er bisher "nur" an sich gewalt ausgeübt hat, sagt das meiner meinung nach aus, das er nicht mehr ganz zurechnungsfähig ist und man kann nicht erwarten, dass du mit deinen kindern weiterhin mit ihm zusammen lebst. das er probleme mit dem alkohol hat ist ja durch die kuren usw. belegt, daher werden die leute von den ämtern usw. dir glauben.

    spätestens der richter wird einsehen, dass bei der entscheidung, wer auszuziehen hat (du und deine drei kinder oder dein mann) die entscheidung zu deinen gunsten ausfallen wird. aber der weg zum richter ist leider nicht so schnell. falls dein mann nicht freiwillig geht, hast du die möglichkeit mit kindern und haustieren bei verwandten oder freunden unterzukommen? ich bezweifle sehr, dass dieser zustand dann von dauer sein wird, aber eine wohnung mit deinem familienanhang zu finden ist sehr schwer.

    such dir am besten eine neue anwältin oder einen anwalt und laß dich neu beraten. erklär die situation nochmal ganz genau, laß dabei nichts aus.
    laß dich am besten auch aufklären, wie das alles mit einer scheidung zu regeln wäre. so wie sich das für mich anhört, würde diese bei euch unter dem verfahren des zugewinns ablaufen d.h. vermögen am scheidungstag ./. vermögen am hochzeitstag der einzelnen beteiligten. solltest du das erbe vor der hochzeit bekommen haben, kannst du das deinem mann gleich darlegen, da er dann auf alle fälle den kürzeren ziehen wird und er dir dann entweder das haus abkaufen müsste und das zu einem wert weit über der hälfte oder das haus dir überlassen muss und du ihm noch einen kleineren teil geben musst. wie das ist, wenn das erbe erst während der ehe erfolgt ist, müsstest du die anwältin fragen, das weiß ich nicht genau. glaub aber das das auch gut ist.
    (gehört wahrscheinlich jetzt gar noch nicht hierher, aber es zeigt dir, das du nicht mittellos bist und auch hier möglichkeiten hast)

    ansonsten kann ich dir auch nur den weg übers sozialamt und die gemeinde oder stadt empfehlen, andere die das geld nicht brauchen, schaffens auch sozialhilfe zu beantragen, dann ist es dir ja wohl kaum verwehrt.

    wünsche dir und auch besonders deinen kindern viel kraft und mut, das werdet ihr brauchen, da der weg nicht einfach ist

    liebe grüße

    - dani-

    hi mel, nun antworte ich dir auf deine probleme

    nun theoretisch würde ich dir empfehlen, auszuziehen, abstand gewinnen, an dich selbst denken. aber da du ja noch schülerin bist, ist dies leider schwer in die tat umzusetzen.

    du kannst versuchen mit deinem vater zu reden, sag ihm klipp und klar, wie du dich fühlst, heul dabei, schrei (wenn dir der sinn danach steht), wenn du ihn im betrunkenen zustand hasst (ein schwerwiegendes wort, aber ich denke, das wird auch ein gefühl deinerseits sein) sag ihm auch das. versuch ihn zu überreden zum arzt oder einem therapeuten zu gehn, biete ihm an das du ihn dabei begleitest.

    letztendliche konsequenzen im handeln deines vaters bewirken kann aber eigentlich nur deine mutter. es ist für sie bestimmt auch schwer, den ganzen horror noch einmal zu erleben. sprech sie vielleicht auf eine trennung an, das wird schwer für dich sein, besonders da du das kaum willst, aber vielleicht würde das deinem vater die augen öffnen. vielleicht langt auch schon eine drohung auf eine trennung, aber wenn das nichts hilft, müßt ihr das dann knallhart durchziehen.

    unterhalte dich viel mit deiner mutter und versuche dich ihr zu öffnen, es ist wichtig, das wenigstens ein teil der familie zusammenhält.

    wie siehts bei deinen freunden aus? wissen die bescheid? eigentlich egal, vertrau dich deiner besten freundin oder deinem freund an, red mit ihnen und wenn's dir scheisse geht, kannst du normal auch jederzeit zu ihnen kommen. wofür sonst hat man freunde, sie sind nicht nur für die guten zeiten im leben da, nein besonders in den schlechten zeiten sind sie wichtig! wenn's dir schwer fällt, das thema anzusprechen (falls sie es noch nicht wissen) schreib einen brief, so fällt es dir leichter, deine sorgen und ängste in worte zu fassen und deine freunde haben zeit um sich zu überlegen, wie sie dich am besten trösten können. wahrscheinlich wird es für diese auch erstmal ein schock sein.

    es gibt auch gruppen für angehörige von alkoholikern oder bei der suchtberatung extra therapeuten für angehörige. vielleicht ist das eine möglichkeit? oder geh einfach zu deinem hausarzt (am besten mit deiner mom), schildere ihm die lage und frag ihn, was du für möglichkeiten hast um dir/euch und deinem vater zu helfen.

    ganz liebe grüße

    - Dani -

    hallo Kazusarep

    puh, es ist glaub ziemlich schwer dir einen rat zu geben, da ihr ja schon einiges probiert habt.

    das argument deiner mutter ihr alkoholproblem liege an ihren depressionen ist in meinen augen falsch (zumindest teilweise). es wird schon ein grund mit sein, aber in meinen augen ist da der bessere weg, erst mal das problem alkohol zu bekämpfen und dann an die depressionen ran zu gehn. dies wird auf einer therapie gemacht zumindest wird auf jeden fall der grundstein dafür gelegt.

    sorgen macht mir dabei auch, wenn ich lese, dass sie tabletten gegen ihre depressionen nimmt und dabei dann wahrscheinlich auch noch alkohol trinkt. das ist doppelt gefährlich, aber ich denke das weißt du selber.

    zwangseinweisung ist fast nur möglich, wenn deine mutter entweder sich selbst gefährdet (selbstmordversuch) oder sagen wir's direkt einen riesen sch... baut z. b. schwerer autounfall, besonders wenn dabei andere sterben oder schwer verletzt sind. dazu soll es aber nicht kommen, problem aber in deutschland ist, das die leute erst hellhörig werden, wenns zu spät ist, besonders die ämter. traurig aber wahr.

    probieren kannst du eine entmündigung bezüglich ihrer gesundheit (oder so ähnlich nennt sich das), dazu müsstest du glaub zum gesundheitsamt. problem ist erstens das es sehr schwer ist, das durchzukriegen und zweitens wird sie ja dann !gezwungen! sich behandeln zu lassen. in meinen augen hat eine alkoholtherapie nur sinn, wenn der betroffenen es wirklich selber möchte, was bei deiner mutter leider noch nicht der fall ist.

    du und deine schwester könnt nur versuchen, mit ihr zu reden, mach ihr klar, dass sie ihre enkel nie wieder sehn wird, wenn sie sich nicht helfen läßt. das ist schwer für deine kinder, aber ich denke für eine oma ist das genauso schlimm. erklär deinen kindern, dass ihre oma krank ist, sich aber nicht in lebensgefahr befindet, aber es besser ist, wenn ihre oma alleine ist. um die krankheit genau zu erläutern sind sie leider zu jung und würden es auch nicht verstehn. laß sie nicht an deinem leben und dem deiner familie teilhaben und versuche es an dir abprallen zu lassen, was sie dir alles an den kopf wirft. das ist besonders schwer, aber ihr müsst da hart sein.
    wenn sie anruft und du merkst, dass sie getrunken hat, einfach auflegen. gar nicht auf irgendwelche diskussionen eingehn.
    versucht auch sie zu überreden, dass sie sich von ihrem partner trennt, ich denke auch dieser ist ein grund dafür, dass sie trinkt, außerdem ist es immer leichter zu sagen, warum soll's bei mir schlimm sein, wenn ich trinke, er machts ja auch.

    ich hoffe ihr schafft das, aber es wird ein schwerer weg werden, ich wünsche euch auf jeden fall viel kraft und glück

    liebe grüße

    p.s. beim angehörigenseminar von meiner mutter haben sie einen tollen satz gesagt, mir hat er's ein bißchen leichter gemacht das thema mit den lügen zu verstehn, vielleicht hilfts dir auch
    "die lüge ist die schwester der sucht"
    und da ist was wahres dran

    also erstmal will ich eins klar stellen:

    du und der rest der familie habt keine schuld an der alkoholsucht euerer mutter, sie allein ist es, die beschlossen hat zu trinken!!!

    du brauchst keine scham zu haben mit deinen freunden über dieses thema zu sprechen

    1. dafür sind freunde da
    2. alkohol ist inzwischen eine weitverbreitete krankheit, es gibt selten eine familie die noch keine erfahrungen mit alkohol bei angehörigen gemacht hat

    rede mit den freunden zu denen du wirklich vertrauen hast, es tut einerseits dir gut (viele werden es so oder so schon wissen, haben es dir aber nur noch nicht gesagt, da sie selber nicht wissen, wie sie dir helfen können) und vielleicht fällt es deinen freunden dann auch leichter mit dir über probleme zu reden.

    wendet euch am besten an einen therapeuten und versucht da euch zu öffnen. da werdet ihr auf jeden fall lernen, das nicht ihr die schuldigen seit.

    besorgt euch bücher über alkohol (für angehörige sowie für trinker), lest sie und laßt sie im zimmer liegen, eure mutter wird bestimmt auch neugierig sein und unbemerkt nen blick reinwerfen. das gibt ihr bestimmt auch stoff zum nachdenken.

    ich weiß nicht wie's bei euch ist, bei uns ist/war es immer so, das wir unserer mutter versucht haben, die arbeiten dann abzunehmen (wäsche, essen, einkaufen), da sie es nicht mehr konnte. versucht das zu vermeiden. versucht sie in dem moment allein da hocken zu lassen und nicht sie dann zu unterstützen, dadurch macht ihr alles nur noch leichter für sie, da sie sich dann denkt, es wird ja dann von anderen erledigt. wascht ihre wäsche nicht mit, kocht ihr nicht extra was zum essen, sondern seit egoistisch! dadurch merkt sie wenigstens ein bißchen, dass es so nicht weitergeht. wenn sie einen job hat, entschuldigt sie nicht beim arbeitgeber, laßt sie das selber machen bzw. wenn sie das nicht schafft, pech gehabt. das hört sich jetzt alles hart an, aber meine mutter hat wortwörtlich zu ihrer therapeutin gesagt, "das is richtig angenehm, wenn ich betrunken bin, ich muss gar nix machen, das erledigen alles meine kinder für mich." seitdem machen wir das nicht mehr so.

    ich wünsch dir und deiner familie viel glück und laßt euch nicht fertig machen.
    es ist euer leben, genauer wie das leben eurer mutter ihres ist. Sie leidet auch, sonst würde sie nicht trinken (auch wenn du den grund nicht kennst), aber sie hat sich selber dazu entschlossen, aber sie darf euch nicht mit runter ziehen.

    ganz liebe grüße

    - Dani -