liebe nelly
oh mein gott, etz hab ich aber angst 
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Doch wenn das Fass überläuft, muss man es einfach loswerden, und manchmal ist es schon hart, dass niemand einem glaubt bzw. damit umgehen kann, oft auch, dass viele es nicht mal anhören wollen…….
geglaubt hat mir bisher jeder, meine geschichte ist aber net so komplex wie deine und einige wissen es ja bei meiner mutter schon. denen wo ichs erzählt hab, wollten es schon hören, aber wie marina schon schrieb, einige waren damit überfordert, das is mir im nachhinein klar.
ich bin nicht der mensch, der gleich rausrückt mit der sprache, meistens kenne ich schon fast das ganze leben des anderen, während der andere nur wenig von mir weiß. liegt nicht daran, dass sie net fragen, sondern weil ich dann einfach abwiegle. kennst du ja auch zu genüge.
und wenn mal das von dir beschriebene fass am überlaufen is und alles aus mir rausbricht, dann steht der andere da und weiß nicht mehr weiter, da hab ich richtig die fragezeichen in den augen gesehn "hilfe was is etz los, was soll ich da sagen?"
keine sorge, wir glauben dir hier, vielleicht fällt es dir ja mit der zeit durch diese erfahrung leichter und du kannst das thema mal bei einer freundin langsam angehn.
Zitat
weil ich große Angst habe, dass er mich irgendwann gegen so eine unkomplizierte Mieze austauscht
etz musst i bissi lachen, gibts unkomplizierte frauen überhaupt? ich glaube nicht, wenn sie nicht so probleme wie wir ham, dann machen die sich doch welche. lieber rede ich doch über wichtige sachen als über den abgebrochenen fingernagel oder sonstwas, sorry, is einfach meine meinung. mach dir da mal net so nen kopf, dein freund wird scho wissen, was er an dir hat und das auch zu schätzen wissen, auch wenn er alles nicht richtig versteht. und wie du schon sagst, richtig verübeln kann man es ihm net, wie soll es jemand verstehn, der es net selber mitgemacht hat?
ich kann dein verhalten bei deiner mutter gut nachvollziehn, wie sollst du ihr vertrauen, nach dem was du alles mitgemacht hast?
wie ich auf dem angehörigenseminar war, wurde in der gruppe auch über das thema vertrauen nach der therapie geredet.
meiner mutter ihre meinung kannst dir ja vorstellen, wir kinder müssen sofort vertrauen können, mit allem anderen würden wir sie wieder zum trinken zwingen (sagt schon alles), amüsanterweise war sie mit dieser meinung fast alleine dagestanden.
die meisten meinten, dass sie so viel mit ihrem jahrelangen trinken kaputt gemacht haben, sie müssen sich das vertrauen erst durch dauerhaftes trocken bleiben erarbeiten.
wie gesagt ich kann dich voll und ganz verstehn, geht mir net anders wie dir.
liebe grüße
p.s. unsere väter könnten schon ein trio bilden, meiner passt auch in die gruppe! aber ich glaube, es kommt viel besseres dabei raus, wenn wir uns zusammentun 