Hallo Oliver,
messen tun wir uns nicht gegeneinander. Das ist hier kein Wettkampf. Mess dich mit dir selber und leg die Meßlatte nicht so hoch.
Geh nicht so gnadenlos mit dir um, und versuch dir selber Stück für Stück zu vergeben.
Sonst bleibst du dein eigener Scharfrichter. Ein wenig Gnade zu dir , tut doch auch gut.
Du bist nicht der Gnadenlose Rächer deiner selbst.
Das war auch immer so ein Topthema in meiner Therapie.
Es hat seinen Grund.
LG
Jürgen
Beiträge von Jürgen
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Hallo Oliver,
gute Fragen. Wie das umschreibst,niemals mehr befreundet mit dem Alkohol.
Wie kann ich mit jemanden befreundet sein, der mich in meinem Leben in tiefste seelische Löcher geführt hat. Da möcht ich nicht mehr hin, und ob das Entschlossenheit ist,ich nenn es Erfahrung mit dem Alkohol und dessen Auswirkungen auf meine Seele, und die waren für mich heftig und schmerzlich genug.
Auch ich hatte am Anfang und bin auch heute noch mit mir manchmal unzufrieden, aber das ist doch normal im Leben, nur sieht oder spürt man das Leben erst jetzt so richtig.In seiner ganzen Bandbreite, willkommen zurück.
Und mit den kritischen Momente sprichst du was gutes an. Das sind so die Dinge, wenn die in den Anfängen nicht erkannt werden kann es kritisch werden.
Nur hab ich meiner Therapie für mich ein Gefühl entwickelt, das ich mich besser wahrnehmen kann, so innerlich. Dies gehört auch heute noch zu meinem Trainingsprogramm.Mittlerweile ist es mir in Leib und Seele übergegangen.
Ich bin so mit der Zeit sorgsamer und achtsamen geworden im Umgang mit mir selber. Das setzt aber ein hohes Maß an sich selbst kennen voraus.Das ist zu üben, in sich reinhören, abschalten können, was ist los mit mir, wo beweg ich mich gerade drauf zu.
So entstehen Rückfälle, nicht mit dem ersten Glas, sondern mit den Handlungen, Gedanken, alten Verhaltensweise, und da ist im Vorfeld dagegen zu steuern. Du nennst es kritische Momente, die sind es die wichtig sind zu beachten. Deine persönlichen kritischen Moment, die gilt es für dich rauszufinden.
LG
Jürgen -
Hallo Oliver,
ich bin jetzt 19 monate trocken. Hab auch 2 Kinder. Ich hab auch viel verpasst. Es dauert die Anäherung, auch wenn du meinst es ist Stillstand, es tut sich was.
Denk an die Jahre die gegenüberstehen.
Jetzt können wir es anders machen, das zählt.
LG
Jürgen -
Hallo Pia,
wenn du das Gefühl hast, ein Thread tut dir nicht gut, dann laß dich nicht damit runterziehen. Es ist es nicht wert, und unnötige Vergeudung deiner Kräfte, die du für dich und deine Trockenheit brauchst.
LG
Jürgen -
Hallo,
hier scheiden sich die Geister.Wenn man seine Trockenheit an oberster Stelle setzt und an sich gearbeitet hat, kann man gar nicht in eine solch Extremsituation kommen. Und was sind 2 jahre trocken, bei einer Krankheit die Lebenslang ist, und deren Verlauf bekannt ist.
Und domme musste es am eigen Leib erst spüren, wie stark sie ist.
Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
Altes Sprichwort.
LG
Jürgen -
Hall Pia,
das stimm mich dir zu, vom Denken hat noch keiner seine Lebensweise geändert. Handeln gehört unweigerlich dazu.
Tiefen heist nicht nach hinten schauen.Es ist deine Tiefe.Du spürst das wenn es soweit ist.
LG
Jürgen -
Hallo Pia,
das ist auch manchmal ein wenig viel, das Trockenwerden.Und strengt an.
Immmer schön die Bodenhaftung behalten, und nicht soweit abschweifen.Bei dir bleiben, das zählt am Anfang.
Wenn man offen ist vieleicht noch sensibel, muss man aufpassen, so aus eigener Erfahrung, was man so an sich ranläßt.Manchmal versteckt sich der Wolf im Schafspelz.Auch in bestimmten Filmen oder Büchern, da muss man gut selektieren können.
Bei mir war jemand in der Therapie, den hat dieser Film fast den Lebensmut genohmen, durch die Verzweiflung, das es nicht geklappt hat, und hat sich dadurch minderwertig und schlecht gefühlt.Vorsicht.
Es hat alles seine 2 Seiten.
Mach langsam mit dir.Es geht erstmal darum eine Stabile Trockenheit zu entwickeln, alles andere kommt dann.
LG
Jürgen -
Hallo Oliver,
du wirst dadurch mit dir konfrontiert, denkst an dich und dein Leben, wie es alles so weiterging.
Das muss bei deinem Sohn nicht sein.
Und wenn du sensible Antennen hast, sei froh, nütz sie für dich, und geh weiter mit gutem Beispiel voran. Das kannst du definitiv machen.
LG
Jürgen -
Hallo Oliver,
gesten noch die Frage nach dem warum, und heute hat dich die Realität mit deinem Sohn eingeholt.
Ich habe dies was du beschreibst von Anfang meiner Trockenheit, und hab das immernoch. Es ist ein Erwachen des Bewußtseins so irgendwie, das bei manchen mit dem trocken werden einsetzt.
Und es ist keine Verzweiflung, deine Seele hat lang genug gelitten und kommt in einen neuen Bewußtseinszustand.
Deswegen auch deine Labilität. Du wirst hin und hergerissen, von diesen zwei Zuständen.
Es macht dich auch wieder dadurch anfälliger für Alkohol, und andere Sachen, du bist auf der Suche nach dir. Ein durchaus nicht zu unterschätzende Situation.
Ich möchte hier auch im offenen darüber nicht soviel schreiben, es ist ein Alkoholiker- Forum .
Mit deinem Sohn reden, reden, reden und Geduld, und abwarten wie sich die Dinge entwickeln.
Sei auch nicht zu schnell mit dir und deiner Entwicklung, das kann kein Geist so schnell verkraften.Und red mit deinem Psyschologen darüber, das ist nicht ohne. Paß auf dich auf.
LG
Jürgen -
Hallo Jim,
es geht nicht um die Uhrzeit, es geht um die Regelmäßigkeit.
Abends spazieren gehen, mal probieren. Geist durchlüften sozusagen.
Und mit dem im Kopf rumspucken, das ist was dran.
Und wo bist du deinen Gedanken am nächsten, alleine im Bett?
Versuchs mit Atemübungen,progressive Muskelentspannung, autogenes Training....Probier was und bleib regelmäßig dabei.
Das kann sein was will,du kannst es nur rausfinden, was für dich gut ist.
Der Alkohol ist weg, die Lücke muss gefüllt werden.
Es ist bei jedem anders, es gibt kein Patentrezept.
LG
Jürgen -
Hallo ihr zwei,
es entwickelt sich ja ein interessantes Gespräch bei euch.
Regt zum Nachdenken an, für euch ,und für andere.
LG
Jürgen -
Hallo Pia,
wann warst du den das letztemal wie du wirklich bist?
Das ist schwierig mit Alkohol. Zusein der man ist.
Den mit jedem Schluck Alkohol entfernt man sich von sich selber.
Man hat mit Alkohol überhaupt keine Chance zusein der man ist, geschweige den zu wissen wer man ist.
LG
Jürgen -
Hallo Jim,
ich hab eine LZT nach 10 Monaten ohne Alkohol gemacht.
Hier gibts alles, und es geht alles.
Hauptsache ohne Alkohol.
Tagestruktur: Ich lieg morgens nicht mehr solange im Bett, auch wenn ich frei habe. Einfach den Tag in Ruhe anzufangen.
Und abends wenn ich müde bin schlaf ich.Das hört sich vielleicht lapidar an, aber es ist für mich wichtig meinen Bedürfnissen nachzugehen.
Was sich hauptsächlich geändert hat an meinem Tag: Ich lebe intensiver, nehm viele Dinge intensiver wahr. Und ich hab mehr Zeit für mich, das war am Anfang sehr ungewohnt.
Desweiteren schau nich nicht mehr soviel Fernsehen, les lieber, oder bin hier im Forum.
Einen Hund haben wir nauch seit letztem Sommer.Dann mach ich viel Entspannungsübungen z.B. Yoga.
Hab mehr Zeit für meine Kinder,und meine Frau.
Das langt jetzt erstmal. Entdecke dich und da ändert sich der Tag von selber.
LG
Jürgen -
Hallo Pia,
das sind neue Gefühle für dich, die must du erst einordnen für dich. Angst vorm neuen, kommt da meistens auf. Brücken bricht man ab, alte Gewohnheiten sind auf dem Prüfstand.
Aber es lohnt sich, diese Ängste durchzustehen.
Die anderen mit Alkohol sind weitaus schlimmer.
LG
Jürgen -
Hallo Koko,
entschuldig dich doch nicht dauernd. Das sind deine Gedanken und Gefühle die du da losläßt.Das gehört zu dir, das ist nicht verwirrend.
Du hast jetzt die Chance zum Nachdenken, das ist doch was feines, seine andere Seite kennenzulernen.
Aber du bist doch entschlossen, keinen Alkohol mehr zu trinken, das ist doch gut.
Mit der Allergie vertret ich die Aufassung, das bei solchen Dingen ein Ungleichgewicht in Körper und Seele vorhanden ist.Und dafür gibts keinen Schnelltest, und keine Tabletten. Da hilft nur Arbeit an sich selber.
Da bist du dran, weiter so.
LG
Jürgen -
Hallo Oliver,
das dauert bis der Nebel sich löst. Aber die Richtung wo das Licht herkommt erkennst du ja, das ist ja da, aber zeitweise vom Nebel verdeckt.
Und nicht warten auf den Lichtblick, sondern hinterher und dranbleiben an dir.
LG
Jürgen -
Hallo Pia,
am Anfang der Trockenheit kam es mir so vor, als würd ich ein Schiff fahren, das sich im dicksten Nebel bewegt, ab und an lichtete sich der Nebel, da tauchten Lichter auf an denen ich mich orientierte und so löste sich der Nebel langsam auf.
LG
Jürgen -
Hallo Daya,
das ist alles ein wenig viel, was da auf einen zukommt manchmal. Find ich gut, das du für dich gesagt hast, es geht nicht mehr ich bin krank. Weiß dein Arzt Bescheid, über dein Alkoholproblem, das wäre schon sinnvoll und hilfreich in deiner Situation.
Mach langsam.
Gute Besserung.
LG
Jürgen -
Hallo Ana,
es gibt sogar bei Olympia ein Diziplin namens Rückenschwimmen. Mach soviel wie du kannst, kleine Schritte, probiers einfach aus.
Und im Ausreden erfinden, was ich nicht kann, da war ich auch gut.Eine meine stärksten Übungen.
Was ich nimmer konnt war saufen.
LG
Jürgen -
Hallo Pia,
du bist schon richtig, auch hier.
LG
Jürgen