Beiträge von Hartmut

    Hallo Camilla

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    Meine Denke ist einfach, wenn die "Sucht", die "Abhängigkeit" noch nicht da ist, sondern "nur" der Missbrauch...kann es dann nicht eine gemeinsame Lösung geben?

    Ist die Lösung nicht die selbe ?

    Oder würdest du dich trennen wenn er trockener Alkoholiker wäre? Es geht ja um sein Saufen ? Das passt doch nicht und hält dich in der CO Rolle.

    Gruß Hartmut

    Hallo Camilla123,

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    Ich verstehe, worauf es hinausläuft...wenn ICH mit seinem Trinkverhalten nicht leben kann, dann ist es an MIR etwas zu ändern.

    gut erkannt.

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    Er will nichts ändern, für ihn ist es nicht schlimm, seine Freunde trinken auch und da spricht niemand von einem Alkoholproblem. Die kriegen auch nicht den Druck von ihren Partnerinnen, so wie er. Also dramatisiere ich und eigentlich ist alles nicht so schlimm...außerdem trinkt er ja auch nur, weil ich mich falsch verhalte..

    Warum soll er denn aufhören? Er hat überall seine Betätigungen und du funktionierst ja noch wie er will.

    Macht das für dich einen Unterschied ob er nun Alkoholiker ist oder nicht? Tolerierst du weiterhin sein Saufen wenn er keiner ist ? Ist dann die Welt für dich wieder in Ordnung?

    Gruß Hartmut

    Hallo Aliengirl,

    ich bin selten des Lobes aber ich finde es gut das du hier alle aufkommende Fallstricke uns mitteilst. Danke dafür.

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    Dann hatte ich das Stück Kucken fasr schon auf dem Teller, da meine sie der Alkohol sei ja im heissen Zustand draufgekommen und sei ja verdunstet.......

    ich kenne das auch. Da wird im Tal der Ahnungslosen einfach mit Laienwissen argumentiert ohne sich darüber Gedanken zu machen. Ich kann es Ihnen auch nicht verdenken, da es meine Krankheit ist und die Mehrheit sich nicht damit befasst hat. Bei mir kamen in den Jahren, von alkoholfreien Bier/Sekt oder auch im Essen verkochter Wein und so ein den üblichen Mist zu Sprache. Da nutzt auch die beste Argumentation nichts da der gegenüber sich meist auch profilieren will.

    Wichtig und das scheinst du auch erkannt zu haben ist eben das nicht nur der Alkohol selbst ein Auslöser für ein Rückfall sein kann sondern schon allein der Geschmack, der Geruch oder das Saufen am Nachbarstisch

    Weiter so!

    Gruß Hartmut

    Hallo Camilla123

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    Aber kann er das in diesem Stadium noch alleine schaffen?

    Wenn ja, was macht es mit dir? Wenn nein, was macht es mit dir?

    Schaffen kann es jeder aber nicht jeder ist eben bereit dazu. Die Erkenntnis muss von ihm kommen auch wenn es Andere schon längst erkennen. Du hast alles getan was zu tun ist und nun liegt es in seiner Entscheidung darüber nachzudenkenden. Nun weiß auch jeder Alkoholiker das er einen ist und weiß auch genau über sein Trinkverhalten Bescheid.

    Ich kann deine Ängste verstehen aber kann sie dir nicht nehmen. Jedoch kann es jeder schaffen. Nun ist es auch schwer etwas zu beurteilen wenn es aus der Sicht eines Anderen kommt. Ich hatte es mit Hilfe und Alleinig mit dem Forum geschafft, da meine eigene Versuche jahrelang kläglich gescheitert sind.
    WildRover2017

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    Der Psychotherapeut versteht aber haargenau, was da angedeutet wird, da kannst Du sicher sein. Hoffentlich kriegst Du Deinen Mann dazu, dass er dort hingeht ...

    Aus welcher Erfahrung heraus argumentierst du so? Bist du auch Alkoholiker oder CO ? Oder denkst du es von dir heraus das es so funktioniert? Du kannst keinen Alkoholiker trocken legen. Auch kein Therapeut oder sonst Wer.

    Gruß Hartmut

    Hallo Thomas2017

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    Danach war ich fast 4 Jahre trocken. 2014 bin ich nach Zypern ausgewandert, da ich im Juni 2011 meinen Job verloren habe und mit damals 55 keine Chance mehr hatte etwas neues zu finden. Nach 2 Rückfällen und 2 kürzeren Aufenthalten in der gleichen Klinik bin ich jetzt wieder fast 1 Jahr trocken.

    Wie kam es denn zu dem Rückfall?

    Gruß Hartmut

    Hallo Ernest

    es geht ja nicht um uns. Was du machst ist deine Sache .

    Zitat

    Den Alkoholverzicht, in Form von Flüssigkeit, habe ich bis dato recht gut überstanden

    Wusste bis Dato nicht, das Wein keine Flüssigkeit ist. ;) Ich würde mich fragen warum ich sowas mache. Oder keinen Alkohol trinken, als Verzicht ansehe. Um mal bei deinem Beispiel zu bleiben . Geschmacklich kann ich Kaninchen anders marinieren.

    Gruß Hartmut

    Hallo Tom,

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    Warum wird denn immer das worst case Szenario bemüht? Soll man nicht positiv denken? Verstehe ich nicht.

    ich halte von diesem ganzen Positiv Denken, das inflationär für jede Glückseligkeit eingesetzt wird, nichts. Ich bin ja gar nicht dazu geschaffen immer alles positiv zu sehen. Für mich zählen bei der Sucht Fakten .

    Es geht einfach darum ob ich für mich oder für jemandem anderen trocken werden will. Unterstützung ist zwar nett aber bringt mich nicht weiter wenn ich es als meine Triebfeder ansehe. Ich kenne Alkoholiker die aus eine bestimmten Grund trocken geworden sind . Als der Grund wegbrach begannen sie wieder zu saufen.

    Gruß Hartmut

    Hallo MieLa,

    wo ich mir unsicher bin da lasse ich es weg. Muss ja keine offene Praline , Lebensmittel oder sonst was probieren. Im Lokal frage ich da schon mal beim Kellner direkt nach ob er sich sicher ist das da kein Alkohol drinnen ist.

    Gruß Hartmut

    Hallo Tom,

    willkommen im offenen Bereich. Das du krank bist hast erkannt, das du was dagegen machen musst scheint von deiner Familie auszugehen. Outen möchtest du dich auch nicht , was ja drauf schließen lässt das es für dich keine Krankheit ist? Oder hat das was mit Scham zu tun weil Alkoholiker was Anrüchiges, willensschwaches für dich ist ?

    Nun da sehe ich einige Steine die du dir selbst in den Weg legst. Was würde denn passieren wenn du heute auf morgen ohne Familie da stehst? Was würde passieren wenn Bekannte und Freunde dir ein Glas hinstellen , da sie ja gewohnt sind das du mit trinkst?

    Offenheit zu Einem selbst und Anderen sind für mich sehr wichtige Bausteine. Die andere Bausteine habe ich mir hier im Forum angeeignet.

    Grundbausteine , kennst du sie schon?
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php


    Gruß Hartmut

    Hallo Sany1987,

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    ich habe jegliche Emotionen Jahrelang unterdrückt durch das trinken und der abendliche Wein war sowas wie mein Hobby.

    Aus Hobby zur Sucht ? Liest sich so als wenn du Alkoholiker werden wolltest.

    Zitat

    Diese Lücke fülle ich langsam. Meine Gefühle brauchen aber Zeit. Von heute auf morgen geht es nicht so einfach.

    Und wenn es nicht klappt trinkst du dann wieder ? Natürlich ist es wichtig auf alles zu achten was die Sucht zum Anlass nimmt zu signalisieren das Alkohol weiterhin eine Lösung wäre. Deshalb ist es auch wichtig sich ein Alkoholfreies Umfeld aufzubauen .

    Wie sieht es damit aus?

    Gruß Hartmut

    Hallo Alex23,

    dann mal willkommen auch im offenen Bereich.

    Der Anfang ist gemacht auch wenn ein Entzug in Eigenregie schon gefährlich ist. Gut finde ich das du gleich weiterführende Wege gesucht hast.

    Gruß Hartmut

    Hallo Aliengirl,

    schön das wir beide aneinander vorbei reden :lol: Ich bringe "Geduld" ob geduldig oder ungeduldig nicht in Verbindung von Alkoholiker.

    Zitat

    h weiß nicht, ob das stimmt, aber Alkoholiker in meinem Umfeld sind meistens ungeduldiger und schneller reizbar als Nichtalkoholiker.

    Vielleicht ist es auch so, das du nun alles was mit deiner Krankheit zu tun hat auf die Waage legst. Als ich trocken werden durfte, sah ich vieles anders, als im nassen Zusand.

    Gruß Hartmut

    Hallo Aliengirl

    Thema Geduld

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    Ich weiss nicht, ob das ein allgemeines Problem von Alkoholikern ist? Könnte mir aber durchaus vorstellen, dass dieser Charakterzug insbesondere bei unserer Spezies überdurchschnittlich häufig vertreten ist.....

    nun weiß ich ja nicht wie andere mit der Geduld umgehen. Es gibt für mich kein allgemeines Problem von Alkoholikern außer die Sucht selbst.

    Mal etwas an den Haaren bei gezogen. Dann könnte ich ja die „Geduld“ zum Anlass nehmen zu Saufen oder das Saufen damit rechtfertigen. Ich schaffe mir keine gedankliche Verbindungen zu eventuellen Gründen.

    Gruß Hartmut

    Hallo Sunshine

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    Und man darf auch JEDERZEIT sagen, das man sich in einer Situation nicht mehr wohl fühlt und gehen möchte, ohne das jemand das Recht hat, deshalb böse zu sein.

    Ob da jemand böse wäre oder nicht ist mir ziemlich egal. Denn es würde ja nur in sein Weltbild passen. Wenn ich jedoch der Urheber eines solchen Treffen bin, bei dem Alkohol ausgeschenkt wird, mache ich es mir es erstmal selbst schwer dann zu reagieren. Ich frage mich dann auch was ich mir damit beweisen will. Dazu zu gehören ,es macht mir nichts aus . Schaut mal her, so schlimm ist es gar nicht. Bei einer Einladung weiß ich ja es im Vorfeld und kann mich darauf einstellen.

    Am Anfang , da ging es beim Paul, ist das eben immer ein Tanz auf dem Drahtseil. Bei längerer Trockenzeit und Stabilität habe ich zumindest schon Sicherungen eingebaut. Ich kann nicht alles verhindern aber es hindert mich auch niemand daran etwas für mich zu tun.

    Gruß Hartmut