Beiträge von Hartmut

    Hallo zusammen

    nun habe ich in einem anderen Thread, sehr viel Verallgemeinerungen gelesen, was einem Alkoholiker betrifft.

    Meine Frage .

    Was ist denn ein typischer Alkoholiker und wem hilft es , das so zu sehen ?

    Für mich ist es erstmals keine Sache, sondern eine Krankheit, deswegen halte ich es auch für verkehrt alles über großen Kamm zu schweren .

    Nun sind Verhaltensauffälligkeiten bei vielen ähnlich und die Sucht nimmt auch eine ähnlichen Verlauf .

    Gruß Hartmut

    Hallo Karl

    nun hast du ja selbst gesehen das deine Grenzen erreicht sind und du machtlos gegenüber deiner Frau Ihr Suchtproblem bist . Selbst raus prügeln klappt nicht . Das ich auf das schärfste verurteile. Selbst da brauchst du erst mal vordergründig Hilfe.

    Also bleibst nur noch du übrig, um etwas für dich zu tun. Ich würde ein ein Ultimatum für die weiter Vorgehensweise setzen und wenn es nicht hilft, die Konsequenz daraus ziehen ,bevor noch etwas schlimmeres passiert.

    Du kannst dich aber noch weiter im Kreis drehen und immer wieder auf deine Frau eingehen Ihr Verhalten im Suff analysieren , wie in den 5 Jahren zuvor.

    Es gibt auch kein typischer Alkoholiker der so reagiert , wie es bei dem Einzelnen hier war. Deswegen ist ein Verallgemeinern nicht hilfreich.

    Gruß Hartmut

    Hallo Atze,

    Ich mag kurze knackige Antworten :) Dann hast du ja schon vile in die Wege geleitet . Für Punkt drei wäre ein neues Hobby etwas was ich empfehlen könnte.

    Gruß Hartmut

    Hallo Atze,

    ich weiß zwar nicht was du an Schwimmflügel brauchst oder sonst eine Metapher um trocken zu werden . Das ist mir fremd und entspricht nicht meiner Realität .

    Viellicht haben wir uns auch falsch verstanden mit dem Umsetzen. Das durch das jahrelang Saufen alles den Bach runter ging, kann ich nachvollziehen.

    Ich versuche es mal so was ich mit dem Umsetzen meinte

    Hast du eine alkoholfreie Wohnung ?
    Wie sieht dein alkoholfreies Umfeld aus ?
    Was tust du in der Zeit wo du gesoffen hast ?

    Welche Maßnahmen hast du dir für Saufdruck zurecht gelegt ?

    das waren für mich die ersten Schritte

    Gruß Hartmut

    Hallo Atze

    ich frage mich was es dir bringt sich selbst anzulügen ? Ein Rückfall mit einem Vorfall zu beschönigen ? Samstag gesoffen, also ist doch der Samstag erst weder ein neuer Beginn oder ein Versuch , trocken leben zu wollen.

    Zudem ich nicht von Trockenheit spreche, wenn jemand gerade mal ein paar Tage ohne Alkohol ist.

    Für mich war die Umsetzung eines trockenen Lebens wichtiger als irgendwelche Kalendertage zu zählen .Es hilft zwar am Anfang etwas, ist jedoch wertlos,wenn keine Handlungen erfolgen. Trockenheit ist auch kein Wettbewerb, sondern eine notwendige Lebenseinstellung .

    Nun wie sieht es denn bei dir gerade aus ? Hast du schon etwas für dich verändert ?

    Für mich war der beste Wegweiser die Grundbausteine . Kennst du sie schon? Hier mal ein Link
    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    Gruß Hartmut

    Hallo Volkmar,

    ich würde mir darüber mal Gedanken machen . Welche Sinne wurden /werden bei mir gereizt, das Suchtdruck kommt.

    Ist es das Umfeld wo noch getrunken wird ?
    Ist es Verzicht nicht mehr dazu zu gehören ?
    Kann ich wirklich nie wieder was trinken ?
    Sind es Situationen die mich aufwühlen ?
    Wo habe ich was vergessen, das Alkohol noch eine Lösung wäre.

    Nun hatte ich in letzter Zeit, mehrere Schicksalsschläge ,Todesfälle in meinem sehr nahen Bekanntenkreis. Das hat mir komplett die Füße weg gezogen. Ich bin immer noch nicht ganz aufgestanden und es zeigt sich schon im Vorfeld, der nächste Schlag an . Ich möchte darüber auch nicht jammern oder bemitleidet werden . Was ich damit sagen will ist, das ich kein Gedanke an Alkohol hatte oder ein aufkommender Suchtdruck kam.

    Ich denke das habe ich meinem akribischen gegangen Weg zu verdanken . Der Weg fing mit der grundehrlichen Kapitulation an und ging mit den Grundbausteine weiter. Das hat mich gelehrt das es keine Gründe mehr gibt . Außer ich will wieder saufen .

    Ich denke das du eine Zeit lang dagegen halten kannst. Jedoch immer mit der Faust in der Tasche, wird das sehr schwer werden .

    Gruß Hartmut

    Hallo Atze

    es geht nicht um den Neurologen, was auch wichtig ist, es geht primär um deinen kalten Entzug . Was ist nun ? Warst du beim Arzt und läßt dich überwachen ? Trinkst du zur zeit noch?

    Gruß Hartmut

    Hallo !

    Karsten kann heute leider nicht im Forum sein, hat sich aber bereits im Vorfeld Gedanken gemacht und uns ein paar Zeilen hier gelassen:

    Vor 9 Jahren wurde das Forum eröffnet. Heute können wir also den neunten Geburtstag feiern.

    Der Anfang war relativ leicht, da es nur wenige Mitglieder gab, die sich hier austauschten. Der Sinn bestand darin, eine Onlineselbsthilfegruppe aufzubauen, wie es sie real in fast jeden größeren Stadt gibt. Ein Treffpunkt für trockene Alkoholiker/innen und Angehörige, die sich gegenseitig beim Erlernen eines abstinenten und selbstbestimmten Lebens helfen wollten.

    Schnell merkte ich, dass sich eine Onlineselbsthilfegruppe von einer realen Selbsthilfegruppe unterscheidet. Nicht nur das die Mimik und Gestik fehlte, die einen großen Teil unserer Kommunikation ausmacht, sondern auch andere Dinge.

    Bis heute investiere ich z. B. bis zu 80 Stunden in der Woche um eine Qualität zu erreichen, die einen guten Erfahrungsaustausch ermöglicht, also ein sehr viel höherer Arbeitsaufwand, als eine 1x in der Woche stattfindende SHG.

    Dies war und ist natürlich nicht nebenbei zu schaffen. Es wurden mit der Zeit auch einige Regularien notwendig, um den Anspruch eines guten Erfahrungsaustausches unter trockenen Alkoholiker und Angehörigen zu ermöglichen.

    Heute kann ich sagen, dass hier viele Menschen über Jahre hinweg, an sich und ihrem Leben arbeiten und wieder in ein selbstbestimmten Leben zurückkehren konnten.

    Das ist auch meine Motivation diese unsere Onlineselbsthilfegruppe weiter zu führen. Nicht immer war es leicht und einige Mitglieder haben mir das Leben auch sehr schwer gemacht. Es gab also auch viele Höhen und Tiefen. Manchmal dachte ich sogar an aufgeben, weil der Stress einfach zu hoch war.

    Rückblickend aber waren es trotz aller Anstrengungen auch schöne Jahre, wenn ich sehe, dass es vielen Menschen geholfen hat.

    Wie geht es weiter mit unserer Onlineselbsthilfegruppe?

    Sicherlich werden es noch weitere Jahre werden, wo sich Betroffene hier austauschen können, um sich gegenseitig zu unterstützen. Seit meinem 50. Geburtstag im vorigen Jahr, merke ich aber, dass es auch noch ein anderes Leben, außerhalb des Forums gibt. Ich möchte nicht weitere neun Jahre oder länger mein Leben ausschließlich vor dem PC verbringen.

    In diesem Zusammenhang möchte ich mich bei den Moderatoren/innen bedanken, die mich unterstützt haben bzw. zur Zeit unterstützen. Auch allen Forenteilnehmern aus dem erweiterten Forenbereichen meinen Dank, die es erst ermöglichen, diese Onlineselbsthilfegruppe am Leben zu erhalten.

    Wie es weiter geht, wird die Zukunft zeigen.

    Da das Forum von seinen Usern lebt, hat eine Userin aus dem Angehörigenbereich ihre Erfahrungen mit dem Forum geschildert und uns diese zum Geburtstag zur Verfügung gestellt:


    "Das Forum begleitet mich nun mehr seit fast 5 1/2 Jahren.
    Als ich das Forum fand, ging es mir sehr schlecht und ich sah phasenweise keinen Ausweg mehr.

    Ich hatte in der Reha die Diagnose einer mittel bis schweren Depression "verpasst" bekommen, dabei wollte ich doch nur helfen.
    An diesem Februarmorgen wollte ich das letzte Mal nach Hilfe für meinen Mann suchen, um ihn wie schon so oft zu motivieren mit dem trinken aufzuhören.

    Stattdessen begann ich hier zu lesen, und habe den ganzen Tag hier verbracht.

    Hier fühlte ich mich verstanden, hier passten meine Symptome in ein Bild, kurz gesagt: Hier bekamen meine Probleme einen Namen.

    Ich blieb hier und habe es bis heute nicht bereut.
    Ich kann heute sagen, das ich hier sehr gute Freunde gefunden habe.

    Natürlich gab und gibt es Dinge, die mir nicht gefallen. Zuschriften auf Beiträge, die mir nicht in den "Kram" passten, wo ich dachte: das muß ich mir nicht antun, hier hacken auch alle nur auf mir herum.

    Das kannte ich ja sehr gut.

    Ganz langsam konnte ich mir eingestehen, das es genau diese Beiträge waren, dir mich auch weiter gebracht haben.
    Das konnte aber nur dadurch geschehen, das ich mal Dinge auf mich wirken ließ und nicht gleich in die mir bekannte Verteidigungsposition überging.

    Es ist und war eine gute Übung für mich, und ich lerne dadurch mich zu hinterfragen, denn ich bin mir sicher, das mir niemand hier schaden will.

    Ich bin bis heute sehr dankbar für das Forum, und hoffe ich kann etwas von dem, was ich bekommen habe zurückgeben, denn das ist Selbsthilfe, nur so kann sie funktionieren und Früchte tragen.

    Dem Forum und seinem Gründer kann ich nur gratulieren und danken, das er damals diese Idee hatte.

    Lieber Karsten, auch wenn es nicht immer einfach mit den usern des Forums ist, es schmälert deine Arbeit und deine Vision in keinster Weise.
    Jeder einzelne der hier trocken wurde, jeder CO der hier verstanden hat um was es geht, ist es in meinen Augen wert, das dieses Forum erhalten bleibt."


    Feuen wir uns am heutigen Tag gemeinsam mit Karsten, dass es dieses Forum gibt ! Danke Karsten und herzlichen Glückwunsch !

    Eure Mods :wink:

    Hallo Sebastian,

    wenn meine Freundin meine Krankheit nicht ernst nehmen würde und mich sogar überreden möchte wieder zu Saufen, wäre es nicht mehr meine Freundin. Unglaublich ist doch das das "Wieder Saufen mit der Zeit" in den Tod führt.

    Ob da nun Unwissenheit oder andere Gründe bei dir vorliegen, das sie es nicht ernst nimmt kann ich nicht beurteilen . Aber wenn jemand neben mir unbedingt etwas trinken will, obwohl ich es nicht will , hat er selbst ein Problem mit dem Alkohol oder ich bin ihm egal.

    Zitat

    Trocken werden für mich und mein Umfeld, damit mein Wesen sich zum besseren ändert

    und wenn sich dein Wesen geändert hat, saufst du dann wieder`? Wenn sich dein Umfeld ändert, saufst du dann wieder ? Ich brauchte Jahre um festzustellen, das ich nur wegen mir trocken werden konnte.

    Gruß Hartmut

    Hallo Sebastian,

    Zitat

    Ja, wir haben hin und wieder Alk im Haus.
    Ich möchte meine Gefährtin nicht damit unter Druck setzen, dass Sie darauf verzichten muss.

    als erstes ist es das A und O im ersten Jahr verstärkt auf sich zu achten und sich zu schützen . Dazu gehört nun mal ein absolutes alkoholfreies Umfeld . Meine Freundin hat kein Problem damit, da sie auch kein Problem mit Alkohol hat .Sie verzichtet auf nichts .

    Für wen wolltest du denn trocken werden ?

    Gruß Hartmut

    Hallo September

    Zitat

    Ich habe damals in all meiner
    Sucht, meinen größer & größer werdenden Ängsten, meinem
    immer mehr schrumpfendereren Handlungsspieraum (körper-
    lich, geistig, seelisch, finanziell ...) diverse Hilfssignale ausgesandt.
    Die ganze Palette, von leise bis laut. - Nutzlos!

    Du wolltest ja Hilfe haben und diese dann auch annehmen .

    ja , es ist aus dem Kontext heraus gelesen . Es geht dabei nicht nur um den Alkoholiker, sondern auch um die Co Abhängigkeit.

    Wenn ein Alkoholiker keine Hilfe möchte und diese ablehnt, ist Hilfe zur Nichthilfe und die notwendigen Konsequenzen daraus, für mich die beste Lösung. Wenn ich nicht fallen gelassen wäre würde ich heute nicht mehr leben . Ich wäre unter Aufsicht verreckt.

    Traurig liest es sich schon, jedoch zerstört der Alkoholiker nicht nur sich . Nun sieht es ja in der Praxis meist anderes aus. Viele Alkoholiker isolieren sich selbst und die anderen werden weiterhin "gutgemeint" in der Krankheit gehalten.

    Gruß Hartmut

    Hallo Mäuki,

    Zitat

    Was meinst du mit auch wenn ich dich verstehen könnte?


    ich versteh deinen Frust .

    Zitat

    ch versuche so zu schreiben das man nichts erkennt.Wer soll es auch erkennen,weiß ja kaum einer.

    Du glaubst gar nicht, wer alles hier liest und sich wiedererkennt. Du schreibst von deiner Schwester, das Alter deiner Mutter und Vorfälle über deinen Vater .

    Einfach mehr darauf achten .

    Ist denn der erweiterte Bereich keine Option für dich ? Der ist zumindest geschützter.

    Gruß Hartmut

    Hallo Lori,

    du hast dich nun nach 2 ein halb Jahren wieder gemeldet, deswegen ist es auch schwer was dazu zu schreiben .

    Du bekommst sicherlich auch keine Absolution weiter saufen zu dürfen, das bleibt dir ganz alleine überlassen . Wichtig ist es das du dir darüber klar wirst was du willst

    Trinkst du zur Zeit noch ?

    Gruß Hartmut

    Hallo Seidenraupe,

    den steinigen langen Weg , hatte ich in der nassen Zeit , als ich Saufen musste . Ich bin ja den Weg der Grundbausteine gegangen und das mag auch hin und wieder, ein Umdenken gewesen sein aber niemand hat mir Steine in den Weg gelegt. Ich mußte einfach nur für mich handeln .

    Mit Entspannungsübungen ändere ich zwar den momentanen Zustand aber löse nicht die Situation auf der Arbeit. Mir reichte da auch nicht aus, abwarten brav in der Ecke zu sitzen, sondern ich forderte schon mal mein Grundrecht der Unversehrtheit an.

    Offenheit war da ein Grundpfeiler, wie ein alkoholfreies Umfeld. Das besonders zu Hause.

    Glückwunsch zu deinen 6 Wochen :)

    Gruß Hartmut

    Hallo Seidenraupe,

    ich mache mir da etwas Sorgen , deswegen habe ich mal direkte Fragen an dich. Du scheinst dich ja richtig durch zu quälen.

    Zitat

    Ein langer steiniger Weg

    was hat dich denn bewogen so ein negativ besetzter Thread Titel auszusuchen? Siehst du "trocken "werden als Kampf an ? Bist du denn gerne trocken. ? Wie sieht dein alkoholfreies Umfeld aus ?

    Vielleicht hilft es dir und uns dabei, wesentliche Knackpunkte zu erkennen

    Gruß Hartmut

    Hallo September

    ich habe für mich, den geistigen und körperliche Verfall der Sucht genauso abgehakt wie die Auseinandersetzung mit aufkommende Suchtgedanken. Es sind Nebenwirkungen die ich nicht beeinflussen kann oder konnte. Genauso halte ich heute wenig davon, sich Gedanken zu machen, warum ,wieso oder weshalb es soweit gekommen ist . Das immer wieder andauernde Analysieren haltet mich ja in der Vergangenheit fest und da war ich nun mal pitschte patsche nass.

    Ich habe ja 30 Jahren lang gesoffen und das meist mit den immer gleichen sogenannten Freunde. Die wendeten sich auch, nach meiner konsequenten Art des Trocken -werdens , ab. (Grundbausteine )

    Sie wollten sich ja nicht, immer wieder erklären müssen, warum sie immer noch Saufen oder warum ihr Trinkverhalten nicht gefährlich wäre . Im nachhinein bedienten sie sich ja nur mein Verhalten, das ich naß auch an den Tag gelegt hatte. Sie zeigten zwar ein vorgeheucheltes großes Verständnis, das ich auch erst nach Jahren einordnen konnte. Ich wollte ja mich und nicht Sie verändern .

    Heute nach über 6 Jahren bin ich froh, das sie und ich mich, abgewendet habe. In dessen Boot kann ich nicht mehr sitzen, es sei denn, ich will wieder Saufen . Wir sehen uns, Smaltalk und sie sind gerne bei mir eingeladen. Da jedoch in meinem Haus kein Alkohol gibt und auch keiner etwas mit bringen darf sind es wenige die davon Gebrauch machen.

    Soviel mal kurz von mir.

    Gruß Hartmut