Beiträge von Hartmut

    Hallo Lütze,

    schön das du weiter deinen Weg trocken gehst und ihn für dich beibehalten möchtest. Es wurde auch mal wieder Zeit bei dir rein zuschauen. :wink:

    Zitat

    Da ist eine mir nahestehende deutlich ältere Person,die mir zum 2. Mal in 3 Wochen Bier anbietet.Ich lehne ab,is klar.Dieser Person hab ich schon unzählige Male erklärt,das ich Alkoholiker bin.Es fruchtete nie was,so hab ich es aufgegeben und beschränke mich aufs ablehnen.Ob ich denn weiss,wie gut Bier schmeckt.Mmh.In den Augen dieser Person bin ich kein Alkoholiker,was wohl mehr Licht auf den wirft,als der denkt.Ich weiss es,ihr auch.Da mich das beschäftigt,erzähle ich dies meiner Frau,die vor Wut an die Decke geht und mir vorwirft,ich hätte viel entschiedener reagieren müssen.Mm

    ich würde dieser Person, egal wer es ist , nichts mehr erklären, sondern handeln. Wenn das Unverständnis, trotz mehrerer erklärens eines Menschen gegenüber meiner Krankheit immer noch da ist , dann nimmt er mich auch als Person nicht ernst und hat dann bei mir nichts mehr zu suchen.

    Muss diese Person denn immer in deiner Nähe sein oder kannst du dich von dieser Person abgrenzen?

    Gruß Hartmut

    Hallo Live,

    ich denke das wir beide nicht den gleichen Gedanken zum Trocken Leben haben. Wenn sich bei mir irgendwelche Bedenken äußern die die Trockenheit betreffen oder bei mir schon im Hirn das Alarmknöpchen angeht , stelle ich mich erst gar nicht so einer Situation, sondern suche mir sinnvolle Alternativen ,um mich nicht in Gefahr zu bringen.

    Ohne wenn und aber für eine zufriedene Trockenheit .

    Zitat

    Wenn ich nicht ausprobiere, werde ich nicht wissen, ob es funktioniert.

    Was passiert denn wenn es nicht funktioniert und dein Versuch kläglich scheitert? Welche Alternativen fallen dir dazu ein außer mit Willen dagegen zu steuern. Was ist denn wenn dich dieses Gefühl schon am 1. Tag deines Urlaubs überkommt? usw............ unendliche Fragen die mir da einfallen würden.

    Es ist nach wie vor deine Entscheidung, deren Tragweite du verantwortlich bist. Oder trifft wohlmöglich jemand anderes die Entscheidung mit? Dein Sohn vlt. dem du was gut machen möchtest?

    Gruß Hartmut

    Hallo Live,

    einen schönen Urlaub wünsche ich dir wenn du ihn brauchst.

    Bei deinem letzten Rückfall waren deine Gedankengänge die gleichen und du hattest dich davon auch nicht abbringen lassen deinen Weg weiter zu gehen. Mit dem Einstecken eines Zettels und dem oberflächigen Lesens ist meines Wissens noch keiner trocken geblieben. Mit der Bereitschaft des Umsetzens der aufgeschriebene Gedanken oder neuer Wege kenne ich einige.

    ich bin froh das ich damals meinen geglaubten richtigen Weg verlassen habe und den von den Langzeittrockenen gelebten Weg übernommen hatte. Die Hilfe die ich ernsthaft einforderte annahm und auch umsetzte.

    Trockene 24 h wünsche ich dir

    Gruß Hartmut

    Hallo Live,

    wir sind nun mal lebenslang krank und solche Gedanken gehören zu dem Krankheitsbild dazu. Ich würde mich aber ernsthaft fragen , ob ich nach einem halben Jahr trocken ,schon in Urlaub fahren würde, wenn ich solche Gedanken damit verbinde. Mir würde auch kein alkoholfreier Cocktail das nehmen können , da ich mit Cocktail immer Alkohol assoziiere.

    Wie Lobanshee und Zeppeline auch schon trefflich beschrieben haben würde ich noch ergänzen , das es kein Urlaub wird sondern eine Qual.

    Zitat

    Das schöne Wetter, die Sonne und die ganzen Restaurants, wo man jetzt draußen sitzen kann. Und dazu "nur" ein Glas Weißwein.
    Mist. Hilft mir bitte.Diese Gedanke ist mir in der letzten Woche so ca. 3 mal in den Kopf gekriechen und ich will das es verschwindet...

    ich meine das es darauf ankommt, was ich bei diesem Gedanke empfinde und was er bei mir bewirkt. Wenn er schöne Erinnerungen weckt dann habe ich wahrscheinlich auch keine Chance diesen Gedanken aus dem Kopf zu bekommen.

    Nun frage ich mich wie wir dir helfen können?
    Gegensteuern , den Gedanken ad absurdum führen, den Tiefpunkt dagegen halten und klar werden das es auch mal kein Zurück gibt und du daran elendig verreckst.

    Gruß Hartmut

    Hallo Kai,

    Was hast du nun vor und wie soll es weiter gehen?

    Wenn du weiterhin saufst ist der Austausch nicht sinnvoll.

    Wenn du aufhören möchtest müsstest du dich in die Entgiftung begeben und dann kannst du deinen Austausch fortsetzen.

    Gruß Hartmut

    Moin J.

    schön das du wieder mit an Bord bist und die Hauptsache trocken :wink:

    ich drücke euch die Daumen das diese Schwangerschaft nun ohne Probleme von statten geht.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    wie wichtig dem einen oder anderen auch die Religion ist kann ich verstehen.

    Da wir hier aber ein Forum sind, die einen Austausch anbieten , der Religions und Glaubensneutral ist ,bitte ich euch dieses zu beachten und keine Bibeltexte oder Zitate zu verwenden.

    Eigene Erfahrungen sind immer gerne gesehen :wink:

    ich wünsche euch eine regen Austasuch.

    Gruß Hartmut

    Hallo kai,

    du bist in erster Linie für dich und deinen Weg verantwortlich und dabei solltest du deine Trockenheit an erster Stelle setzen. Das du da am Anfang farig bist ist auch nichts neues. Die Erkenntnis selbst davon betroffen zu sein und das wahrhaben wollen ist ein längerer Prozess. Zudem du nun mit deinen ganzen Emotionen ,ohne sie zu ertränken, da stehst und du erstmal lernen musst damit umzugehen.

    Ich habe mich am Anfang auch mit anderen verglichen und wollte sie davon überzeugen das sie auch krank sind , damit ich meinen Alkoholismus rechtfertigen konnte. Nur das brachte mich nicht weiter.

    Wenn jemand es nicht von sich aus merkt , dem kann man nicht helfen und wenn er sich dann noch im Spiegel sieht und nicht soweit ist , wird er alles versuchen, es zu vertuschen oder dich wieder mit ins Boot zu ziehen. Jedenfalls sind das mein erfahrungen gewesen.

    Bleibe bei dir und kümmere dich ausschließlich um dich und die nächsten 24 Stunden. Schritt für Schritt wirst du es schaffen.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen

    ich habe da ein ganz einfache Frage die mir durch einen Thread gekommen ist.

    Hat denn ein Trockener oder trocken werdender Alkoholiker keine Lebensqualität?

    Nur weil er jegliche Risiken vermeidet und sich von Plätzen fernhaltet an denen gesoffen /getrunken wird?

    Ist denn nicht das "überall dabei sein wollen" ein gefährliches Denken und was hat das mit Lebensqualiät zu tun?

    Wie sind denn eure Erfahrungen und was zeichnet ein Lebensqualität aus?

    Gruß Hartmut

    Hallo Rosanna38

    Zitat

    Mein Ex trinkt nur abends, so 1-2 Flaschen Rotwein.

    das ist das was du du siehst und was trinkt er zwischendurch das dir unbemerkt bleibt? :wink:

    ich habe immer Trinkpausen gemacht um meinem Körper die Möglichkeit zu geben sich zu regenerieren und um den anderen zu beweisen das ich ja gar nicht süchtig bin . Das ging auch eine Zeitlang gut bis die Trinkpausen immer kürzer wurden. Nach diesen Trinkpausen hatte ich immer größere Abstürze da ich alles nachholte was ich in dieser Zeit "versäumte"

    Trinkpausen waren für mich ein Albiaufhören und kein Vorhaben abstinent zu leben.

    Gruß Hartmut

    Hallo melanie,

    meine Post bezog sich auf ein Zitat von Caro. Meine Antwort warum jemand nicht zum Psychologen geht, steht etwas weiter vorne , zudem ich mich auch den Antworten von Ette und Blizzard anschließe.

    Gruß Hartmut

    Hallo Melanie,

    Zitat

    warum die menschen dann doch zum arzt gehen, wenn sie bauchweh haben, da sind sie doch auch hilflos und müssen sich hilfe beim doc holen.da gehts


    da ist es auch teilweise das ich lieber erstmal eine Eigen-Diagnose gemacht hatte und mit eigenen Mitteln versuchte mir helfen. Erst als gar nichts mehr ging wußte ich wo der Arzt ist.

    Zitat

    warum dann nicht beim psychologen. so war doch die frage gestellt, oder nicht?

    ja so war die frage , nun weiß ich aber nicht auf was du heraus möchtest?

    Gruß Hartmut

    ps. ein Mann geht nur bei einem lebensbedrohlichen Schnupfen zum Arzt :lol::lol:

    Hallo Caro,

    Zitat


    warum und weshalb MAN (ich)nicht früher schon um hilfe gebeten habe...ich nicht erkannt habe oder aber nicht erkennen wollte...
    hm,der mensch ist schon komisch...hilfe anzunehmen...scheint ne nicht wirklich einfache handlung zu sein

    da stimme ich dir zu . Wir geben lieber Hilfe als sie anzunehmen um wahrscheinlich seine eigene benötigte Hilfe nicht in Anspruch nehmen zu müssen. Denn wer möchte schon hilflos sein.

    Das ist aber nur meine These :wink:

    Gruß Hartmut

    Hallo Caro,

    das sperren der Anspruchnahme der psycholgische Hilfe ist in meinen Augen auch das "nicht greifbare". Ein Allgemeinmediziner verbindet Wunden , behandelt Brüche und gibt Tabletten gegen Blutdruck..usw...... Alles sichbare ist einfacher zu verstehen, als das was im verborgenen liegt .

    Zudem ich mein verborgenes auch nur ungern jemand anvertraue der im ersten Moment fremd ist und ich auch nicht weiß inwieweit er sein Fach versteht. Es gibt leider , aus eigener Erfahrung in diesem Bereich, genauso viele Papnasen wie Speziallisten.

    Da ich des öfteren Krankheitsbedingt in Kliniken unterwegs bin ,wird auch manchmal zu schnell die Krankheit auf die Psyche geschoben , weil andere Behandlungsformen nicht mehr greifen.

    Gruß Hartmut

    Hallo ossiman ,

    für mich ist es auch ein Rückfall wenn jemand bewusst Alkohol in jeglicher Form zu sich nimmt.

    Was soll es sonst sein?
    Kontrolle wieder gewinnen?
    Sich beweisen das er standhaft bleiben kann.?
    Warum setze ich mich denn sonst einer solchen Gefahr aus wenn ich weiß das ich Alkoholiker bin?

    Gruß Hartmut

    Hallo Starfish,

    am Anfang meiner Träume war ich noch etwas irritiert und auch erschrocken. Das lag aber daran das ich in den letzten Jahren meines nassen Daseins gar nicht mehr geträumt hatte oder es nicht mehr wahr nahm. Da ich fast immer bis zur Bewußtlosigkeit gesoffen hatte.

    Mittlerweile freue ich mich darüber weil es mir auch zeigt das mein Unterbewusstsein sich auch mit der Sucht beschäftigt und zum Gesundungserfolg beiträgt. Nun nach fast 2 jahren troccken sein sind die Alkoholträume weitgehens verschwunden und ich kann mich den schönen Träumen widmen. :lol: :lol:

    Gruß Hartmut

    Hallo julchen,

    ich habe bei Sunny45 dieses von dir gelesen und hätte da eine frage.

    Zitat

    Als er damals trocken wurde, das war die schönste Zeit unserer Ehe. Ich verstand mich gut mit ihm, er war wirklich ein anderer Mensch. Und ich wusste noch nichts über Co-Abhängigkeit, war also nicht so weit wie du. Wir gingen damals gemeinsam zur SHG, zum Therapeuten, wir hatten was Gemeinsames. Das ging so ca. 3 Jahre, irgendwann hörte ich auf, zur SHG zu gehen, kurze Zeit später er auch

    kann es sein das er wegen dir Trocken geblieben ist weil du als " Aufpasser" immer dabei warst? Also ich bin ja auch Alkoholiker und gehe zwar gemeinsam mit meiner Freundin den Weg aber für mich und möchte auch garnicht das sie bei der SHG oder bei Threapeuten dabei wäre.

    Gruß Hartmut

    Hallo Ossiman,

    willkommen hier im Forum und schön das du deine Erfahrungen mit uns teilst. Ich als Kurzeittrockener kämpfe nicht mehr. Kampf hat bei mir immer was negatives und dabei gibt es immer ein Verlierer und sei es nur geistiger Form. Da ich erst fast 2 Jahre trocken bin kann ich mich noch genau an meine Trinkpausen erinnern , an denen ich Tag für Tag gekämpft hatte um ihn zu überstehen. Zudem ich bei Kampf auch den Eindruck habe auf etwas zu verzichten. Das du dieses nun schon 17 Jahre so machst finde ich ich phänomenal und es gibt dir ja auch auf deinen Weg die Bestätigung

    Ich habe mich für ein Zusammenleben ohne Kampf entschieden und kapituliert.

    Ich freue mich mehr über dich zu lesen.

    Gruß Hartmut