Beiträge von Hartmut

    Hallo Bienchen77,

    ich bin selbst Alkoholiker und war froh in meinem damaligen Denken Menschen wie dich gekannt zu haben.

    Ich habe es ausgenutzt und immer suchtspezifische gehandelt , den mir war der Alk wichtiger als die größte Liebe an meiner Seite.Ich habe meinen persönlichen Tiefpunkt gehabt und bin trocken geworden.

    Dein Leidensdruck ist noch nicht zu hoch und du musst leider erst noch ganz tief fallen um es zu verstehen.

    Du weißt das wir da sind , wenn du weitter Hilfe benötigst.
    Bis dahin wünsche ich dir alles gute auf deinen Weg

    Gruß Hartmut

    Hallo Kawi,

    schön das du nun deinen eigenen Thread hast und auch entschlossen deinen /unseren Weg gehst! :)

    kawi

    Zitat

    ich finde es aber super dass ich dieses Forum gefunden habe – gut mit allem einverstanden bin ich nicht, aber wer ist das.


    bei Verbesserungsvorschläge sind wir immer ganz Ohr.
    Die kannst du gerne äußern und wenn sie vereinbar und machbar sind ,wird sie Karsten sicherlich gerne aufnehmen. :wink:

    Gruß Hartmut

    Hallo@all

    nun hat meine provokadive Frage doch einiges produktives bewirkt :wink:

    Ich habe hier in diesem Thread doch eine ganze Menge Infos bekommen die ich sicherlich bei der Suchtberatung auch hätte bekommen können.
    Ich habe hier auch den Vorteil ,ein schnelles Feedback zu bekommen und das was ich nicht sofort verstehe, zu einem späteren Zeitpunkt, immer wieder nachlesen oder nachfragen kann.

    Das heißt für mich das ich hier im Forum ,mehr als gut aufgehoben bin und wenn es nötig ist , fachkundige Menschen gibt , die mir dann weiterhelfen können.
    Z.b die Suchtberatung als Ergänzung für weitere Maßnahmen wie Therapie/Ärzte/Psychologe empfehlen.

    Ich bin der "Klassisiche Alkoholiker" und wusste am Anfang auch nur das ich Hilfe brauchte und sonst nicht viel von meiner Krankheit. Wenn ich da gleich "weitergeschickt "worden wäre , hätte ich mich sicherlich ,mit meinen damaligen Nassen Gedanken nicht willkommen oder gut aufgehoben gefühlt.

    Sollte sich in meinem weiteren Verlauf die Notwendigkeit bestehen, die zusätzliche Hilfe benötigt , würde ich ohne wenn und aber , alles in Anspruch nehmen was mir geboten wird.

    Ich sollte aber auch dazu bereit sein ,alles was ich erlerne und erfahre im realen umzusetzen und es nicht nur anzuhören und dannach auszusitzen.
    Es gehört immer auch ein Handeln dazu. Sonst nutzt mir kein Forum, Beratungsstelle, Therapien usw.. was

    Schließlich geht hier um mein Leben und dafür trage ich die Verantwortung.

    Das sind die ersten spontanen Gedanken und Erfahrungen dazu. Ich bedanke mich erstmal bei den jetzigen Poster und freue mich auf jede weitere Anschauung.

    Trockene zufrieden 24h
    Gruß Hartmut

    Hallo Vaan,

    Zitat

    Machen wir uns nichst vor.. Wenn bei einem Rückfall nach editxxxx2 oder 3 Leute zu Hause vor Ort gehabt hätte bin ich mir sicher, dass diese 2 oder 3 Leute xxx vom Saufen abgehalten hätten


    und das macht die Suchtberatung?

    Vaan , was hätte wäre und wenn ist nicht das was ich hier wollte . Echte Erfahrungen die gemacht wurden, sind mir da lieber.
    Zudem ich der Meinung bin das mich keine 10 Mann vom Saufen abgehalten hätten, wenn ich es wollte.

    Es geht mir hier in dem Thread auch nicht um die Suchtberatung außer Acht zu lassen, es geht mir um den Vergleich mit unserem Forum.

    Jeder soll /muss soviel Hilfe in Anspruch nehmen wie er benötigt!!!!

    Gruß Hartmut

    Hallo Vaan,

    Zitat

    Also mir hat die Suchtberatung hier einen Vortrag gehalten über Alkabbau im Blut und all diese Dinge


    solche Informationen habe ich auch hier im Austausch.

    Zitat

    Auch wurde mir die Arbeitsweise der verschiedenen SHGs mitgeteilt. Auch wurden mir Telefonnummern und Ansprechpartner in meiner Stadt genannt.


    ein grober Abriss hatte ich von meinem Arzt.

    Zitat

    Was spricht denn dagegen für den Notfall eine Adresse vor Ort zu haben


    Nichts , kommt aber darauf an was ich als Notfall ansehe?

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    ich lese hier immer wieder im Forum das Neuankömmlinge zur Suchtberatung geschickt werden.

    Warum ist das so?

    Ich bin durch die alleinige Hilfe ,nach der Entgiftung durch dieses Forum trocken geworden und habe von der Suchtberatung keine oder wenig Ahnung.

    Als ich hier ankam wusste ich nicht viel von meiner Krankheit und stellte mich vor. Dannach wurde mir die Notwendigkeit eines Arztbesuches nahegelegt ,den ich befolgte. Der Arzt sprach mit mir meine Entgiftung durch und unterichtete mich über die weiter Möglichkeiten eine SHG oder mögliche Therapie. Dazu bekam ich auch ein Liste von Adressen.

    da meine Selbsthilfgruppe das Forum ist, ging ich auch den Weg der Grundbausteine und bin nun seit 15 Monate zufrieden trocken.

    Deswegen wollte ich mal ,für mein Verständnis wissen , was in der Suchtberatung anderes getan wird ,wie hier oder beim Arzt, außer das ich Sichtkontakt habe?
    Oder ist es als Bestätigung dessen , was wir hier auch vermitteln?

    Mich würde mal ,die gemachten Erfahrungen, interessieren.

    Gruß Hartmut

    Hallo ihr Beiden

    mir geht es hier nicht in diesem Thread einen Schuldigen oder einen Verantwortlichen auszumachen.

    Für mich geht es um das verstehen und verarbeiten meiner Erlebnisse.

    Ich stelle mir selbst auch nicht die Frage ob ich nun Schuld oder nicht Schuld bin, an meiner Alkoholkrankheit oder suche einen Schuldigen. Es nuzt mir persönlich nichts.

    Ich bin es und dannach richte ich nun mein Leben aus.

    Nicht das da nun ,der Eindruck gewonnen wird :wink:


    Gruß Hartmut

    Hallo Gotti,

    schön das du deine Gedanken hier gelassen hast. :)
    Was mir aufgefallen ist das du es eher aus der Sicht des Alkoholiker und den Kinder beschreibst.
    Oder sehe ich das verkehrt? Bin ja ein Neuling was das Co-Denken betrifft :wink:

    Wie sieht es aus der Sicht des Co selber aus?
    Was denkt sich der CO dabei , wenn die Krankheit vor den Kinder schön geredet/verharmlost wird?

    Ich habe es ja selbst als Alkoholiker nicht sehen können oder wollen,was meine Krankheit betrifft. Verhält es sich das bei Co-Kranken ähnlich?

    Meine Mutter hat ja sehr viel aus ihren Co-Verhalten ,vor uns Kinder vertuscht , um den Vater nicht als Alkoholiker da stehen zu lassen. Das Vertrauen ,ihr gegenüber, hatte sie ja von uns Kinder uneingeschränkt ,gehabt

    Hier ein paar Beispiele.
    das der Vater nur Durst hat , weil er nachts zum Kühlschrank ging und Bier trank,
    das es Ihm Kreislaufmäßig nicht gut ging ,als ich bewusstlos auf dem Boden fand.
    das ich ihn nach dem Fussballspiel nach Hause brachte, weil er die Sonne nicht vetragte.
    das er beim Mittagesen aufstand und zum Kotzen ging ,weil das Essen zu fettig war. usw....
    Wie geht denn ein Kind mit der körperlichen Gewalt um ,die aufgrund des Alkohols aufkommt aber trotzdem anders dargestellt wird.

    meine Entwicklung wurde dadurch in der Kindheit sehr geprägt.
    Sei es im Verdrängen, im Vertrauen , in der Glaubwürdigkeit des anderen, im Sozialverhalten..usw..

    Sind ähnliche Erfahrungen gemacht worden?

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen,

    Ich selbst bin Alkoholiker und in einer typischen Abhängikeitsfamilie aufgewachsen.
    Durch das Lesen hier hier im Kinder/Co-Bereich hat es in mir Erinnerungen hervorgerufen die schon lange ,tief vergraben waren und nun zum Vorschein kommen. Ich möchte mich da auch mal langsam herantasten um einiges besser verstehen zu können.


    Deswegen würde ich gerne mal von euch wissen.
    Inwieweit sich das ausgelebte CO-Verhalten der Mutter oder Vater auf eure Entwicklung und Verhaltensweise ausgewirkt hat oder noch wirkt.

    Dabei wäre mir mal die Sichtweise eines "CO´s" auch wichtig ,was er sich dabei denkt, wie das ein Kind verarbeitet.

    Gruß Hartmut

    Moin Lütze,

    Zitat

    .Rankommen lassen.
    Und mitnehmen,was bleibt oder geblieben ist:
    Ein Super-Abend ohne Wenn und Aber!

    genau so würde ich mich verhalten! Alles andere wäre zu früh und würde dann nur Entäuschung sein. Ich weiß ja nicht wie es den anderen geht aber seit ich trocken bin /werde, baue ich auch nicht mehr soviel Luftschlösser :) Das schöne daran ist das meine Einschätzungen vorher viel klarer sind und auch öfter eintreffen.

    Ich kann es dir nur wünschen das was du dir denkst in Erfüllung geht.

    Gruß Hartmut

    Hallo zusammen.

    für mich gehört Rückfall zu unsere Krankheit dazu.
    Warum ist denn die Rückfallquote so hoch?
    Genau wie der tödliche Verlauf ,wenn ich meine Krankheit nicht stoppe.

    Wenn sich da ein Neuling dadurch ein "Alibi herauszieht und ein Türchen offen lässt, um wieder saufen zu können,befindet er sich in einer Trinkpause/Denkpause/Überlegungsphase und hat noch nicht ganz kapituliert. Es ist auch eine Ansichtssache , wie ich diesen Satz deute oder damit umgehe.

    Eric

    Zitat

    Baut aber jemand einen Rückfall und schreibt darüber hier in unserer Selbsthilfegruppe, verdient das höchsten Respekt und Lob.Das kriegt nämlich nicht jeder hin und zeigt, dass der Betreffende weiterhin Interesse hat, trocken zu werden

    da stimme ich vollends zu und ich denke ,daraus können auch viele lernen ,seine eigene Risikominimierung zu betreiben.

    das sind mal meine Gedanken , aus heutiger Sicht dazu.

    Gruß Hartmut

    Hallo J.,

    es ist mir eine Freude dich hier in diesem Bereich lesen zu können :lol:

    Alles Gute zu deinem 1.Jahr Trockenheit.

    Für den einen ist es nur eine Zahl, für uns ein Neubeginn und Untermauerung das wir den richtigen Weg eingeschlagen haben.

    Gruß Hartmut