Wie habt ihr den nicht trinkenden Elternteil wahrgenommen?

  • Anmerkung.
    deine Frage bezieht sie sich um CO Abhängigen oder auf den "normalen" nichtrinkenden Elternteil?

    Gruß Hartmut

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hi Elocin,

    ich antworte Dir auch gerne als erwachsenes Kind einer Alkohol- und Co-Abhaengigkeit gepraegten Familie.

    Ich generell musste schnell lernen erwachsen zu werden. Meine Mutter hat immer letzenendes zu meinem Stiefvater gehalten, sie hat ihr und unser Leben um Ihn herum aufgebaut. Nun bin ich immer wohl schon ein ziemliches "dickkoepfiges" Kind gewesen, ja ich hab mir immer selbst meine Meinung gebildet und hab nicht unbedingt immer alles fuer wahr genommen was meine Mutter mir erzaehlte, wie auch, hab ich doch selbst erlebt wie "schwach" sie doch in ihrer Beziehung war. Irgendwann hat mich ihre Schwachheit und weil sie nicht die Trennung herbeigefuehrt hat im wahrsten Sinne des Wortes a n g e k o t z t ich hatte irgendwo das bestimmte Vertrauen verloren, was Kinder eigentlich zu ihren Eltern haben sollten, ja ich hab mich wie ihre Mutter gefuehlt. Immer wieder habe ich sie gebeten ihn zu verlassen, das ging aktiv ueber 10 Jahre so von meiner Seite aus, es kam irgendwann zum Streit und weil ich nicht so aggiert habe wie meine Mutter es verlangte und sie nicht so aggiert hatte wie ich es mir vorgestellt habe, habe ich 5 Jahre keinen Kontakt mehr mit meinem Familienhaus gehabt. Ich konnte nicht mehr, ich war am Ende mit meinen Nerven und voll auch in meiner Co-Abhaengigkeit. Nach den 5 Jahren hab ich wieder ein Verhaeltnis zu meiner Familie aufgebaut, aber ich hab alles immer auf Distanz gehalten und mich so gut wie ich konnte dort rausgehalten.

    Es ist meistens die Hilflosigkeit und das verlorengegangene Vertrauen in die Eltern und sogar der gesamten Welt, die uns so werden laesst. Das Vertrauen muss erst wieder aufgebaut werden, wir muessen erst wieder lernen, was Vertrauen heisst und wir Kinder haben leider viel zu frueh erkennen muessen, dass unsere Eltern nicht immer die besten Entscheidungen treffen und uns zum Teil auch damit wehtun koennen.

    Macht Dein Sohn eine Therapie, es waere sicherlich sinnvoll, das kann ich Dir nur raten, denn wahrscheinlich hat er auch so einiges immer noch nicht verarbeitet, dass er nun im Teeny Alter ist, kommt noch erschwerend hinzu, er versucht sich ja gerade selbst erstmal zu finden und das ist mit einem von Sucht gepraegten Elternhaus manchmal extra schwer.

    Alles Liebe Dir,

    Jenny

  • Hallo,

    Hartmut
    nachdem ich diesen Thread wieder hoch holte, hab ich den anderen entdeckt, danke dir dafür.

    Für mich ist es grad wichtig, über das Verhältnis zum Co-Abhängigen mehr zu wissen.

    Welche Gefühle da hoch kommen.

    Jenny danke dir das mit dem Vertrauen ist eine wichtige Sache. Aber da seh ich grad das ich das sehr gut hin bekomme. Mein Sohn kann sich auf mich verlassen, egal was er grad macht oder nicht macht. Und deine Beschreibung über dich, trifft es gut. Er geht auch "dickköpfig" seiner Meinung nach. Es ist ihm nicht wichtig mit dem Strom zu schwimmen.

    Ja, ich strebe für ihn eine Therapie an, nur möchte er nicht deswegen versuchen wir ihm sie grad schmackhaft zu machen. Ich hoffe für ihn das er es schafft sich mit dem ganzen auseinanderzusetzen.

    @Daria
    danke

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hi Elocin,

    fuer mich waren ja Veraenderungen auch immer irgendwie komisch und sicherlich spielt da auch mit, dass der Kontakt zu Deinem Ex nicht mehr so da ist, das tut Kindern auch weh, da sie nochmals anders mit der ganzen Sache umgehen. Es gibt ja auch SHG's fuer Teenager, vielleicht mag er da mal hingehen, manchmal tut es gut sich mit gleichaltrigen zu unterhalten, die verstehen vielleicht mehr wie es in ihm vorgeht.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hallo,

    als ich gestern diesen Thread wieder entdeckte, war ich sehr überrascht als ich sah wann ich diesen eröffnet habe. Keine 3 Wochen nach meiner Anmeldung hier. Noch mit meinem Alki zusammenlebend. Nicht wissend wie es weiter geht, ob mich der Mut verläßt oder ob ich es schaffe MEINEN Weg zu gehen.

    Ja, und ich habe es geschafft. Schritt für Schritt. Auch wenn jetzt immer noch nicht alles gut läuft da es halt noch einige Altlasten gibt, vorallem in der Seele. Aber es ist soooooooo vieles besser geworden, weil ICH mich auf den Weg gemacht habe.

    Danke das es das Forum gibt und ich es entdecken durfte.

    Grüßle
    Elocin

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